Bisphosphonate (bei AHT) prophylaktisch?

  • Hallo ihr lieben, ich brauche mal wieder euer gesammeltes Wissen 😉.

    Mein Onkologe und ich überlegen, biphosponate prophylaktisch zu geben.

    Meine knochendichte (heute untersucht) ist ok, ich bin durch Chemo mit 41 Jahren menopausal, einen Zahnarzt Termin habe ich im August.

    Danach beratschlage ich mich wieder bei meinem onkologen.

    Hat jemand Erfahrung? Gab es da Probleme mit der Krankenkasse? Sind die nw sehr gravierend? ......

    Bin für alle Erfahrungen egal ob positiv oder negativ dankbar. 😘

  • Hallo Claudia.s. , Bisphosphonate prophylaktisch zu geben ist eine tolle Sache, soll die Knochen schützen und manche KH geben es, meist in Verbindung mit Aromatasehemmern. Meine Orthopädin schwört auf Bisphosphonate, hat gute Erfahrungen in ihrer Praxis damit.


    Beim 1.Mal hatte ich 3 Tage ziemlich Gliederschmerzen,wie bei Grippe, weil das Bisphosphonat sich an die Knochen heftet.Beim 2.Mal hab ich kaum noch was bemerkt. Ich bin froh, das ich es aller 6 Monate als Infusion bekomme.

  • Hallo Claudia.s. ,


    ich bekomme auch Bisphosphonate prophylaktisch, zusammen mit Aromatasehemmern. Die Klinik hat mir das angeboten, obwohl ich keine Osteoporose hatte, sondern nur mit einem Wert im gelben Bereich zur Osteopenie war.


    Aber die Ärzte meinten, es wäre gut zur Vorbeugung und vor allem würde es deutlich das Risiko für Knochenmetastasen reduzieren. Deshalb habe ich sofort zugegriffen.


    Beim ersten Mal war ich zwei volle Tage im Bett, wie mit Influenza, hab es kaum bis ins Bad geschafft. Es kam nach 24 Stunden, wie eingeschaltet und verschwand nach weiteren 48 Stunden genau so schnell.


    Beim zweiten Mal war es nur ein Tag, an dem ich mich unwohl gefühlt habe, auch weniger heftig, ging danach aber wieder.


    Beim dritten Mal war ich nur etwas lustlos, hatte aber keine Schmerzen.


    Ich habe aber jedesmal drum gebeten, dass die Infusion sehr langsam laufen soll (45 Minuten). Letztes Mal musste ich richtig dafür kämpfen, weil die Schwester es auf 15 stellen wollte. Vielleicht bin ich abergläubisch, aber ich glaube dass es bei schnellerem Durchlaufen mehr Nebenwirkungen gibt.


    Meine Infusionsnachbarin hat mir auch erzählt, dass sie beim vorherigen Mal nichts extra gesagt hatte, und die Infusion nur 10 Minuten lief. Sie hatte damit wohl ziemliche Kreislaufprobleme und auch Schmerzen und dann wieder drauf bestanden, dass mehr Zeit gegeben wird.


    Die Kasse zahlt bisher ohne Zuzahlung, es scheint von den Leitlinien gedeckt zu sein.

  • Ich bekomme die Bisphosphonate ebenfalls auf anraten meines Onkologen begleitend zu der AHT. Hatte bisher keine Probleme nach den 3 Infusionen. Allerdings läuft die Infusion auch fast ne Stunde.

  • Wenn es nur um die Knochendichte geht, werden Bisphosphonate erst bei einer gesicherten fortgeschrittenen Osteoporose eingesetzt. Man darf nicht vergessen, dass ist kein Drops, das ist ein Medikament, mit eventuellen Nebenwirkungen, z. T. massiv.

    Wenn es im Rahmen einer Krebserkrankung verschrieben wird, geht es wohl eher vorrangig um die eventuelle Vermeidung von Knochenmetas. Daher hängt es sehr von der Tumorbiologie ab, wer davon einen Nutzen haben könnte.

    L. G. Tara☀️

  • Claudia.s. , das weiß ich leider auch nicht. War eine Aussage meiner Gyn. Ich nehme seit 4 Wochen Aromatasehemmer...Switch von Tam nach 2 Jahren. Knochendichtemessung ergab eine Osteopenie. Ich bin heilfroh, dass ich keine Bisphosphonate bekommen soll. Irgendwann, wenn ich hoffentlich noch lange lebe, will ich mal Implantate...statt des beweglichen„Esszimmers“ 🙈😅!

  • Tara , ich bin mit Biosphonaten als Prophylaxe auch sehr skeptisch, vor allem, weil ich zwei Implantate habe, alle anderen sind aber noch da. 8o

    Aber meine Mutter hatte sie wegen Knochenmetastasen bekommen und eine Kiefernnekrose gekriegt, das war sehr schmerzhaft für sie, und sie hat mehrere Zähne verloren, obwohl sie eigentlich noch so gut wie alle hatte. Und der Kiefer hatte sich leicht verformt.


    Deshalb habe ich auch einen gehörigen Respekt davor.

  • ich bekam auch über eine längere Zeit Biphosphonate habe nun seit einem halben Jahr eine kiefernekrose.schmerzen habe ich meistens beim Essen,zur zeit bekomme ich keine Biphosphonate ,aber meine knochenmetstasen sind sehr stabil. Regelmäßige beim kieferchirurgen muß ich wahrnehmen.der trägt dann regelmäßig Knochen ab,

  • Ich bekomme Bisphosphonate ( Zome....) seit meiner letzten Chemo halbjährlich in der Klinik, weil ich Aromatasehemmer nehme. Bin sehr froh gewesen, diese Möglichkeit zu haben ( unsere Klinik nimmt an Studien diesbezüglich teil)

    Wer die Z0 Studie und die Folgestudie kennt, weiss,das der Nutzen der Bisphosphonate eindeutig erwiesen ist. Sowohl meine Orthopädin als auch die Endokrinologin und die Gynäkologin sind von der prophylaktischen Einnahme fachlich überzeugt.


    Nun habe ich durch meine Orthopädin noch die Chance,es zweimal zusätzlich Off Lable zu bekommen, also 4 mal im Jahr ( zweimal als Selbstzahler)

    Bin froh,diese Möglichkeit zu haben, früher gab es das nicht. Ich möchte alles menschenmögliche tun, was ich tun kann.Und wenn ich dieses Angebot habe,nehme ich es an.


    Meine Zahnärztin unterstützt es, sie sagt, das eine Kiefernekrose nicht aus dem Nichts kommt. Da muss eine Vorschädigung da sein.Darum bestellt sie mich alle 3 Monate um auch die kleinste Entzündung zu entdecken. Sie sagte auch, falls ich eine Behandlung brauche, dann gibts auf jeden Fall Antibiotika, eben damit keine Kiefernekrose entsteht. Da mein Zahnstatus gesund ist,sieht sie keine Probleme, sieht es locker.

  • Ich hatte 2008/2009 meine ED und Behandlung, bis April 2018 meine AHT mit Letrozol, ich habe mir 2009 zusammen mit meinen Göga, der in der Medizinstatistik gearbeitet und auch Studien entworfen hatte gearbeitet. Wir haben beide den Benefit nicht gesehen und den minimalen Vorteil keine Knochemmetas war mir das Risiko nicht wert. Mein ZA sagte mir, dass Zom eine sehr lange Halbwertszeit hat, meine Knochendichte war immer ausreichend. Bislang ist alles gut, ein hormonpostiver BK kann auch nach 10 und mehr Jahren noch immer Fernmetas machen.

    Jede muss selbst entscheiden.

  • Toyota , bisher wurden mir die Bisphos , trotz Nachfragen und Osteopenie/ Grenze zu Osteoporose, nicht verschrieben.

    Kannst du mir , per PN, mitteilen auf welche Studien du gestoßen bist und in welcher Klinik du bist ,und an welchem Studien die teilnehmen.

    Vielen lieben Dank.

  • Hallo zusammen,


    das ist ja schon irgendwie seltsam wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Ich habe mich dafür entschieden, da bei mir im April bei der Knochendichtemessung im linken Oberschenkel eine Vorstufe von Osteoporose festgestellt wurde und ich Exemestan und Lucrin (alle 3 Monate ne Spritze ) bekomme. Bin gespannt, am Mo. 10.08. bekomme ich die erste Infusion Zoledronat und werde berichten. Hundepension ist jedenfalls für den Ottinator gebucht, der geht ne Woche chillen, für den Fall das mich das Zeug aus den Latschen haut.


    Werde meinen Onko dann auch noch auf ein spezielles Thema ansprechen, wegen Sport bzw Kraftsport um den Knochenaufbau zu unterstützen.....ich würde mir nämlich gerne eine medizinische Powerplate kaufen, die sind nicht so heftig wie die normalen im Fitness Studio und für Osteoporose bzw Prophylaxe geeignet.


    Kann man sogar direkt in einem Spital in Basel kaufen zu einem moderaten Preis (weil die Gali...geräte kosten etwa soviel wie ein gebrauchter Kleinwagen und lohnen sich für den Privatgebrauch von der Anschaffung her nicht)....


    Hat hier evtl schon jemand Erfahrung mit sowas ? Oder neues Thema...?


    Liebe Grüsse Bine