Bisphosphonate prophylaktisch? (bei AHT oder postmenopausal)

  • Hallo,

    ich habe jetzt eifrig bei Euch gelesen und hab mir einige Tipps gleich notiert.

    Ich soll jetzt auf Empfehlung des Tumorboards auch Letrozol und als Bisphosphonat Zoledronat bekommen. Als Infusionen, 8x alle 3 Monate.

    Wer kann mir was zu Zoledronat und den NW sagen? Mir ist etwas mulmig, was da auf mich zukommt?

    Ich freu mich über Infos von Euch.

    Grüssle Mimi61

    Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, leben aber muss man es vorwärts:S

  • Liebe Mariechen54 ,


    ich vertrage die Bisphosphonate nach wie vor nicht sonderlich gut. Mittlerweile habe ich 5 oder 6 intus, aber bei jeder Infusion Nebenwirkungen, die schlimmer sind als von der Chemo.

    Das erste Mal hatte ich über drei Tage hohes Fieber - das kam dann aber nicht mehr wieder.

    Aber insgesamt fühle ich mich danach total abgeschlagen, müde, mir ist übel und ich habe schlechte Laune. Schwer zu beschreiben, es ist einfach ein allgemeines Unwohlsein. Aber Schmerzen in Knochen und Gliedern habe ich keine.


    LG

    Pschureika

  • Baybsie, Pschureika


    Ihr Lieben, danke für eure Antworten.

    Trinken ist für mich von je her ein Problem, weil ich nie durstig bin u deswegen daran nicht denke, aber ich werde es beim nächsten Mal versuchen. Länger in Kochsalz laufen tut meine auch, aber diesmal lief sie erst garnicht u wurde nachgestellt u dann scheinbar zu schnell, in 30 Minuten war sie durch.


    Ich habe viele Arthrosen Bandscheibenvorfälle,Osteopenie usw.vllt liegt es bei den Schmerzen daran. Es ist am 2 Tag nach Infusion immer noch schlimmer als am ersten Tag danach. Das baut sich scheinbar auf.


    Ich wünsche den Muttis einen tollen Muttertag und allen anderen ein schönes Wochenende.


    Mariechen

  • Mariechen54 Dem kann ich zustimmen, mein Rippenbruch hat nach der ersten Gabe gute 8 Tage sehr geschmerzt, konnte nicht auf der Seite liegen. Ich glaube, dass das Medikament besonders dort arbeitet, wo einfach Knochen schon beschädigt ist

  • Hallo ihr lieben, ich brauche mal wieder euer gesammeltes Wissen 😉.

    Mein Onkologe und ich überlegen, biphosponate prophylaktisch zu geben.

    Meine knochendichte (heute untersucht) ist ok, ich bin durch Chemo mit 41 Jahren menopausal, einen Zahnarzt Termin habe ich im August.

    Danach beratschlage ich mich wieder bei meinem onkologen.

    Hat jemand Erfahrung? Gab es da Probleme mit der Krankenkasse? Sind die nw sehr gravierend? ......

    Bin für alle Erfahrungen egal ob positiv oder negativ dankbar. 😘

  • Hallo Claudia.s. , Bisphosphonate prophylaktisch zu geben ist eine tolle Sache, soll die Knochen schützen und manche KH geben es, meist in Verbindung mit Aromatasehemmern. Meine Orthopädin schwört auf Bisphosphonate, hat gute Erfahrungen in ihrer Praxis damit.


    Beim 1.Mal hatte ich 3 Tage ziemlich Gliederschmerzen,wie bei Grippe, weil das Bisphosphonat sich an die Knochen heftet.Beim 2.Mal hab ich kaum noch was bemerkt. Ich bin froh, das ich es aller 6 Monate als Infusion bekomme.

  • Hallo Claudia.s. ,


    ich bekomme auch Bisphosphonate prophylaktisch, zusammen mit Aromatasehemmern. Die Klinik hat mir das angeboten, obwohl ich keine Osteoporose hatte, sondern nur mit einem Wert im gelben Bereich zur Osteopenie war.


    Aber die Ärzte meinten, es wäre gut zur Vorbeugung und vor allem würde es deutlich das Risiko für Knochenmetastasen reduzieren. Deshalb habe ich sofort zugegriffen.


    Beim ersten Mal war ich zwei volle Tage im Bett, wie mit Influenza, hab es kaum bis ins Bad geschafft. Es kam nach 24 Stunden, wie eingeschaltet und verschwand nach weiteren 48 Stunden genau so schnell.


    Beim zweiten Mal war es nur ein Tag, an dem ich mich unwohl gefühlt habe, auch weniger heftig, ging danach aber wieder.


    Beim dritten Mal war ich nur etwas lustlos, hatte aber keine Schmerzen.


    Ich habe aber jedesmal drum gebeten, dass die Infusion sehr langsam laufen soll (45 Minuten). Letztes Mal musste ich richtig dafür kämpfen, weil die Schwester es auf 15 stellen wollte. Vielleicht bin ich abergläubisch, aber ich glaube dass es bei schnellerem Durchlaufen mehr Nebenwirkungen gibt.


    Meine Infusionsnachbarin hat mir auch erzählt, dass sie beim vorherigen Mal nichts extra gesagt hatte, und die Infusion nur 10 Minuten lief. Sie hatte damit wohl ziemliche Kreislaufprobleme und auch Schmerzen und dann wieder drauf bestanden, dass mehr Zeit gegeben wird.


    Die Kasse zahlt bisher ohne Zuzahlung, es scheint von den Leitlinien gedeckt zu sein.

  • Ich bekomme die Bisphosphonate ebenfalls auf anraten meines Onkologen begleitend zu der AHT. Hatte bisher keine Probleme nach den 3 Infusionen. Allerdings läuft die Infusion auch fast ne Stunde.

    Wenn die Angst anklopft, schick die Hoffnung an die Tür. 🌻

  • Hallo Claudia.s.

    Ich kann den Text von Hornisse447 ganz übernehmen erst 1 Jahr Ibandronsäure nun Zolendronsäure auch bei der 1. Infusion 48 Stunden ausser Gefecht gesetzt, auch vorbeugend trotz nur Osteopenie Dir alles Gute VG SONNE70

  • Wenn es nur um die Knochendichte geht, werden Bisphosphonate erst bei einer gesicherten fortgeschrittenen Osteoporose eingesetzt. Man darf nicht vergessen, dass ist kein Drops, das ist ein Medikament, mit eventuellen Nebenwirkungen, z. T. massiv.

    Wenn es im Rahmen einer Krebserkrankung verschrieben wird, geht es wohl eher vorrangig um die eventuelle Vermeidung von Knochenmetas. Daher hängt es sehr von der Tumorbiologie ab, wer davon einen Nutzen haben könnte.

    L. G. Tara☀️

  • Alle meine Ärzte, brustzentrum Uni, onko, gyn, osteologin, haben mir gesagt, dass die Meta Prophylaxe der Bisphos nicht eindeutig ist, frau kann sie mit oder ohne bekommen oder nicht bekommen.

    Lassen-Können ergänzt das Wollen-Können wie die Stille die Musik, das Schweigen das Reden, die Nacht den Tag.

    _______


    Kann nicht ich daraus werden – echter, tiefer, neu?

  • Claudia.s. , das weiß ich leider auch nicht. War eine Aussage meiner Gyn. Ich nehme seit 4 Wochen Aromatasehemmer...Switch von Tam nach 2 Jahren. Knochendichtemessung ergab eine Osteopenie. Ich bin heilfroh, dass ich keine Bisphosphonate bekommen soll. Irgendwann, wenn ich hoffentlich noch lange lebe, will ich mal Implantate...statt des beweglichen„Esszimmers“ 🙈😅!

  • Tara , ich bin mit Biosphonaten als Prophylaxe auch sehr skeptisch, vor allem, weil ich zwei Implantate habe, alle anderen sind aber noch da. 8o

    Aber meine Mutter hatte sie wegen Knochenmetastasen bekommen und eine Kiefernnekrose gekriegt, das war sehr schmerzhaft für sie, und sie hat mehrere Zähne verloren, obwohl sie eigentlich noch so gut wie alle hatte. Und der Kiefer hatte sich leicht verformt.


    Deshalb habe ich auch einen gehörigen Respekt davor.

  • ich bekam auch über eine längere Zeit Biphosphonate habe nun seit einem halben Jahr eine kiefernekrose.schmerzen habe ich meistens beim Essen,zur zeit bekomme ich keine Biphosphonate ,aber meine knochenmetstasen sind sehr stabil. Regelmäßige beim kieferchirurgen muß ich wahrnehmen.der trägt dann regelmäßig Knochen ab,

  • Milli , ohje, genau davor hätte ich Angst!=O

    Ich hoffe ,es bleibt mir erspart. Für die Knochen will ich fleißig ins Fitnessstudio gehen...ich schiebe den passenden Zeitpunkt noch hinaus...hab z, Zt. so gar keine Lust darauf :P!

    L. G. Tara☀️

  • Ich bekomme Bisphosphonate ( Zome....) seit meiner letzten Chemo halbjährlich in der Klinik, weil ich Aromatasehemmer nehme. Bin sehr froh gewesen, diese Möglichkeit zu haben ( unsere Klinik nimmt an Studien diesbezüglich teil)

    Wer die Z0 Studie und die Folgestudie kennt, weiss,das der Nutzen der Bisphosphonate eindeutig erwiesen ist. Sowohl meine Orthopädin als auch die Endokrinologin und die Gynäkologin sind von der prophylaktischen Einnahme fachlich überzeugt.


    Nun habe ich durch meine Orthopädin noch die Chance,es zweimal zusätzlich Off Lable zu bekommen, also 4 mal im Jahr ( zweimal als Selbstzahler)

    Bin froh,diese Möglichkeit zu haben, früher gab es das nicht. Ich möchte alles menschenmögliche tun, was ich tun kann.Und wenn ich dieses Angebot habe,nehme ich es an.


    Meine Zahnärztin unterstützt es, sie sagt, das eine Kiefernekrose nicht aus dem Nichts kommt. Da muss eine Vorschädigung da sein.Darum bestellt sie mich alle 3 Monate um auch die kleinste Entzündung zu entdecken. Sie sagte auch, falls ich eine Behandlung brauche, dann gibts auf jeden Fall Antibiotika, eben damit keine Kiefernekrose entsteht. Da mein Zahnstatus gesund ist,sieht sie keine Probleme, sieht es locker.