Zucker und Krebs

  • Hallo liebe Frauen,


    ich habe mit großem Interesse die ganzen Einträge zu diesem Thema verfolgt. Natürlich beschäftige ich mich seit der Diagnose (und auch schon davor) mit gesunder Ernährung. Ihr habt ja sehr viele Aspekte angesprochen und vielem kann ich mich anschließen.

    Während der Chemo schmeckt mir fast nichts. Zum Glück geht frisches Gemüse, das ich auch sehr viel esse. Das einzige, was fast normal schmeckt ist Süßes. Die entsprechenden Geschmacksnerven scheinen die zu sein, die am wenigsten beeinträchtigt sind. Darum esse ich auch mehr Süßigkeiten als ich es sonst je gemacht habe. Zum Glück habe ich bisher nicht zugenommen. Und ich gehe mal davon aus, dass sich das nach der Chemo wieder gibt.

    Vielleicht interessiert euch folgender Link: Link: http://www.ndr.de/fernsehen/se…cs/krankheiten/index.html

    und ich hänge auch noch eine Datei mit Tips der Ernährungsdocs an. Ich finde, das ist alles relativ moderat.

    Liebe Grüße

    radaev

  • Hallo Radaev,

    hab gleich mal reingeschaut, auch interessant.

    Ich habe heute Nr. 7 / 2017 vom Guten R....gelesen. Ein Krebspatient berichtet wie er sein A...Loch mit fasten und ketogener Ernährung besiegt hat. Sehr interessanter Artikel in dem auch Onkolegen zu Wort kommen.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Leben ist zu kurz um sich zu ärgern, also kämpfe und lache wieder:)

  • Den Artikel hab ich auch gelesen.


    Ja, fand ich auch sehr interessant. Aber ich schließ mich Heideblüte an - das Leben sollte noch etwas Spaß machen und daher wollte ich nicht fasten und keinE Diät. Das entscheidet jeder selbst so wie es ihm angenehm ist.


    Lg Blume

    :) Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi. ;)

  • Schwupps, ich schicke diesen Post mal nach oben weil:


    ICH HAB HUNGER!!!


    Letze Woche hatte ich meine erste EC und seitdem hab ich Hunger, Hunger, Hunger. (bei mir sind es nicht die Süssigkeiten, sondern alles andere was lecker ist). Mein Gewicht geht eher ein klein winzig bisschen nach unten. Das kann aber auch daran liegen dass ich nun auf mein Feierabendbier verzichte. Ich wach morgens auf und hab Hunger. Das ist für mich total unnormal weil ich sonst nie vor 10/11 frühstücke.


    Ist das normal? Ich dachte Chemo macht appetitlos? Wächst mein Krebstier so schnell dass der soviel Happa braucht? Waaah

  • Liebe Busenwunder,

    ich habe erst zum Ende meiner Chemo unter Appetitlosigkeit gelitten und auch nur, weil mir nichts mehr geschmeckt hat.

    Unter EC war bei mir alles normal.

    Das Kortison macht Appetit, aber eine ganze Woche lang? :/
    Ich würde sagen, Dein Körper weiß am besten, was er gerade braucht um Dein Krebstier zu bekämfen. Also immer rein damit (am besten leckeree Gemüse) 8o

  • Liebe Busenwunder,

    mir geht es wie Kirsche. Jetzt, bei den Paclis, schmeckt fast gar nichts mehr. Also iss jetzt, wenn es dir schmeckt und genieße das.

    Liebe Grüße

    Jonna

  • Liebe Busenwunder,

    ich hatte nach den ECs 10 Tage Übelkeit. Danach ca. 3 absolute "Fresstage" an denen ich einfach nur reingestopft habe und sämtliche Kerle am Buffet in den Schatten gestellt habe. Danach normalisierte sich das wieder, so daß ich unter den EC mein Gewicht gehalten habe.

    Bei den Paclis hatte ich dann ständig Heisshunger auf Süßes, was mir von Woche zu Woche 1 kg mehr auf der Waage einbrachte. Erst gegen Ende wurde es etwas besser. Im Gegensatz zu Kirsche und Jonna habe ich auch gegen Ende der Pacli immer noch versucht, denn widerlichen Geschmack im Mund mit Zucker zu bekämpfen. Für den Moment klappte das immer ganz gut, hielt aber nie wirklich lange an, so daß ich eigentlich ständig den Mund voll hatte. Nun bin ich seit 3 Wochen durch und habe kaum noch Appetit. Iss, was Dein Körper verlangt, der hat mit der Chemo genug zu kämpfen. Ich kümmere mich dann nach der Therapie um mein Übergewicht.

    LG

    Heideblüte

  • Hallo,ihr Lieben!

    Bin gerade zur Reha und habe schon einige Vorträge bezüglich Ernährung hinter mir.

    Lasst euch nicht zu sehr von den Medien beeinflussen.

    Es existieren mittlerweile so viele Ernährungsempfehlungen und Krebs-Diäten. Die meisten beruhen auf einseitiger Ernährung. Das geht zu Lasten unseres Körpers, denn damit wird man gezwungenermaßen zur Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln animiert. Die uns Industrie und Pharmazie verkaufen will! Und den Zucker braucht der Körper auch! Nur eben in Maßen. So ist es mit allen Lebensmitteln.

    Wir sollten lieber darauf achten, was wir kaufen. Alle Inhaltsstoffe, die wir beim Lesen nicht aussprechen können, sind pure Chemie, die brauchen wir nicht.

    Und während der Chemo braucht der Körper sowieso Energie, die man sich gönnen darf!

    In diesem Sinne, Augen auf beim Kauf! Lasst euch nicht blenden!

    Consi

  • Hallo Consi,


    Du sprichst mir aus der Seele !!!!!


    Unsere Lebensmittel würden uns nicht schaden, wenn sie wirklich LEBENSMITTEL wären und nicht zu großen Teilen aus chemischen Mittelchen bestehen würden, die uns die die Lebensmittel-INDUSTRIE mit Hilfe von Chemie, dem viel zu hohen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln auf den Feldern und der massiven Verabreichung von pharmazeutischen Mittelchen bei den Tieren unterjubeln würden.

    Und um dann noch mehr zu verdienen, bekommen wir eben die "helfenden Zusatzstoffe" von allen Seiten angeboten.

    Was für eine Geldverschwendung, um ein paar Bonzen reich zu machen :!::!::!:


    LG Wally

  • Hallo ihr Lieben,


    vielen Dank für eure Antworten. Ich verschwende keine Gedanken an Übergewicht, das wäre ein Problem das ich gerne hätte (statt anderer logischerweise). Außerdem gibt es viele Hinweise dass gerade übergewichtige Menschen mit Krebserkrankungen besser umgehen können. Ein Beispiel: Meine übergewichtige Katze hat einen agressiven Dünndarmkrebs. Bis dieser durch eine OP erkannt wurde hatte sie so schlimm abgenommen, das hätte sie mit Normalgewicht nicht überlebt.

    Ich könnte jetzt in der Literatur für weitere Beispiele kramen, aber das halte ich nicht für nötig.


    Ich stimme euch zu: Lasst euch nicht diktieren wie ihr mit eurem Körper umgehen sollt! Esst was euch glücklich macht (bei mir ist es alles was bunt oder grün ist - Gemüse und Salat). Vermeidet unglückliches Essen (Zucker, Qältiere wenn möglic). Habt euch lieb und achtet auf euren wunderbaren Körper, denn dieser ist ein direktes Ergebnis der wunderbaren Schöpfung, die schon alles für uns ausprobiert hat.


    So, wo ist jetzt meine Stulle...


    Hungrige Grüße vom Busenwunder

    Ars longa, vita brevis

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  • Liebe Busenwunder,

    dann hau weiter rein, selbst wenn Du dadurch ein bißchen zunehmen solltest, Du wirst es ggfs. noch brauchen. Bei mir geht das Gewicht derzeit langsam aber stetig wieder runter. Mein Appetit ist nicht so groß und insbesondere der Heißhunger auf Süßes ist weg. Aktuell steh ich total auf frischen Salat, ich hoffe, das hält noch lang an umso eher komme ich zu meinem Wohlfühlgewicht zurück. Und das ist für mich wichtig: ich muss mich wohlfühlen, das tue ich aktuell nicht, also muss mein Gewicht wieder runter und zwar nicht weil ich mich irgendwie diskriminiert fühle, sondern weil ich es will. Ich höre auf meinen Körper und bin damit bisher eigentlich ganz gut gefahren. Wenn ich tatsächlich mal Heißhunger habe, dann esse ich gleich was davon, bevor ich ständig was "gesünderes" suche und dann nach Stunden doch dem Heißhunger nachgebe.

    LG

    Heideblüte

  • Noch etwas von mir....

    Unsere Diätassistentin in der Rehaklinik sagt, wer abends Heißhunger auf Süßes und Co hat, hat seinem Körper tagsüber zu wenig Nährstoffe zugeführt, die er doch braucht. Deshalb reagiert er so und schreit nach Hilfe. Ich verspüre hier überhaupt keinen Appetit auf Süßes am Abend. Bin aber hier auch bestens versorgt! Lg Consi

  • Meine Lieben,


    ich habe mir eure Beiträge durchgelesen und ja, ich habe mir auch, als ich die Diagnose bekam, Vorwürfe gemacht: hätte ich dieses oder jenes und wäre ich öfter zu einer Mammografie gegangen, etc., aber im Grunde war ich bis zur BK-diagnose so gut wie nie krank, bin passionierte Bergsteigerin und Schifahrerin und habe auch sonst keine gröberen, gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen, also was soll's ... Manches ist einfach Pech und Selbstvorwüfe nützen nicht viel. Eines war aber schon: der Erkrankung ist eine psychisch belastende Zeit vorausgegangen (Selbstmord des Vaters und private Probleme) und möglicherweise neigt man in solchen Situationen dazu, körperliche Symptome nicht zu bemerken oder falsch einzuschätzen.


    LG an alle - ab morgen rufen die Berge:)

  • Fabienne, ich gebe dir recht.

    Mir ging es genauso, hatte vor der Erkrankung ein seelisches Tief.

    Da bleibt der Körper wohl außen vor.


    Lg Consi

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  • Ging mir auch so, hatte vor Diagnosestellung 3 fürchterliche Jahre, wo mein armer Körper es sich nicht erlauben durfte krank zu werden.

    Ich mach mir aber keine Vorwürfe, das wiederum will ich mir nicht antun.

  • Mir ging es vor der 1. Diagnose wunderbar! Ich war glücklich, fühlte mich gesund und fit. Meine Tiefs liegen Jahre zurück, und die mache ich auch nicht dafür verantwortlich. Ich habe mich gesund ernährt, ohne allerdings immer darauf zu achten. Wenn ich etwas gerne essen wollte und es mir geschmeckt hat, habe ich es mir gegönnt.Ich glaube, es ist Veranlagung oder einfach großes Pech, dass mir so etwas passiert ist. Jetzt kämpfe ich dagegen, aber ich versuche immer auch jetzt dem Leben etwas Gutes abzugewinnen. Okay, durch das Essen klappt es zur Zeit nicht, fast alles schmeckt ekelig, aber das wird sich ja ändern. Wenn mir etwas dennoch gerade gut schmeckt, genieße ich es, und wenn es ein Stück Sahnetorte ist.

    LG

    Jonna

  • Liebe Fabienne, liebe Consica,

    ich gebe euch beiden recht. Ich denke, dass bei vielen Krankheiten Stress, seelische Tiefs und ähnliches eine Rolle spielen. Entweder weil man so beschäftigt ist, dass man die körperlichen Symptome nicht beachtet, oder weil durch den Stress das Immunsystem geschwächt wird und man dann anfälliger für Krankheiten ist. Bei uns ist es dann halt Krebs geworden, bei anderen Menschen kann es auch etwas anderes werden, denke ich, je nach Veranlagung.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Also zur Ernährung. Da ich viele Lebermetastasen habe und die Leber entlassen wollte/musste, habe ich auf basische Ernährung umgestellt. Glücklicherweise haben wir einen großen Nutzgarten und ein Gewächshaus mit Tomaten etc.

    Da finde ich alles vor der Tür und bio. Ansonsten esse ich ca.80gr.ungeschälte Mandeln jeden Tag immer mal so zwischendurch.

    Es gibt noch viel Obst und ab und an Omega3 Seefisch und mal eine Hühnerbrust.

    Morgen koche ich mir immer Porridge mit Mandelmilch und Zimt, Äpfeln und Bananen.

    Bananen liebe ich derzeit sehr und esse bis zu drei Stück am Tag. Also auch was Süßes.

    Da ich so gut zurechtkommen, lasse ich die Ernährung erst mal so.

    Gleich gibt es Ratatoulie und gekochten Buchweizen (schmeckt ähnlich wie Reis ist aber basisch).


    Nun denn, wir finden alle unseren Weg


    Noch einen angenehmen Tag

    Eure Rosengarten<3<3<3