Keine alleinstehend sonst hier ?

  • Liebe Fabienne,


    ich bin in dem Thema keine Profi, aber ohne Pflegestufe oder Kinder, die betreut werden müssen, ist eine Haushaltshilfe
    zu bekommen wohl nicht so einfach.
    Ich hatte bei der Diakonie nachgefragt und bekam dort zur Auskunft, dass ich - wenn ich nach der OP nicht fit genug bin -
    bei der Krankenkasse eine Hilfe beantragen kann, das aber üblicherweise dann nur für 2 Wochen genehmigt wird.
    Danach müsste ich es wieder selbst hinbekommen oder selber zahlen. Leider hatten die auch mehr Anfragen als Mitarbeiter.
    Glücklicherweise habe ich eine verständige Familie und einige Freunde, die mich mit Rat und vor allem mit Tat unterstützen.


    HasVt Du versucht gegen den Bescheid der Pflegekasse Einspruch einzulegen? Häufig ist es ja so, dass man Leistungen erst
    im 2. Anlauf bekommt.


    Wie wäre es zum Ausbau Deiner sozialen Kontakte, wenn Du in eine Selbsthilfegruppe vor Ort gehst? Dann kommst Du raus,
    triffst Leute mir ähnlichen Problemen und kannst Dich vis-a-vis austauschen. Das ist vielleicht leichter, als die Nachbarn
    anzusprechen oder ins Cafe zu gehen und dort ins Gespräch zu kommen. Manchmal ist es ja doch schön, wenn man nicht
    nur hier schreiben kann, sondern tatsächlich mal jemanden zum direkten Gespräch hat.


    Liebe Grüße


    Heideblüte

  • Hallo , liebe Foris, erstmal allen ein gutes und gesundes neues Jahr.Immer wenn ich Eure Zeilen lese , denke ich darüber nach was Ihr für tolle Frauen seid.

    Ich bekam die Diagnose Brustkrebs.

    Vorweg 18 Chemos , im Januar die erste Ops .40 Bestrahlungen, evtl noch eine Reha und dann die 2te Op. Antköperinfusionen alle 3 Wochen.

    Mein Nochmann, hat mir am 7ten Dezember die Ehe telefonisch als beendet erklärt. So muß ich unser Haus verkaufen , umziehen und zuvor auch ne katzenkompatible, bezahlbare ErdgeschossWohnung für meine Katzenfreund in finden.Ich habe so oft das Gefühl ungebremst in den Abgrund zu fallen.Dann wünsche ich mir da wären ein paar Arme , die mich ein bißchen abfedern und mich zu halten. Ich wünsche allen hier ein gutes neues Jahr .allen Kämpfern hier wünsche ich , ganz viel Gesundheit bzw Kraft diese zu bekommen. Ganz liebe Grüße aus der Eifel und von mir.

  • emmi


    Hallihallo und Danke für all deine Wünsche! Mädl, WIR können gute Wünsche und vor allem gute Befunde brauchen....

    Ja, das Leben geht auch nach der Diagnose weiter, Krebs ist wie Sand im Getriebe und viele von uns wurden aus dem Leben ausgebremst. Es ist wie es ist, wir können es nicht ändern, aber.... wir geniessen die guten Tage und die schlechten ignorieren wir.

    Das klingt nicht gut mit deinem Nochehemann, aber es gibt dir die Möglichkeit von einem Neustart und unbelastet ins Jahr 2019 zu gehen. Die Altlasten sind heftig, aber besser KEIN Ehemann als einer der dich nur runterzieht. Weiss nicht ob meine Ansicht richtig ist, aber ich glaube besser alleine als in Begleitung eines Partners der dir das Leben zur Hölle macht. Wer in schlechten Tagen nicht in meiner Nähe ist und zu mir hält, den brauch ich in guten Tagen auch nicht.

    Also, in die Hände gespuckt und auf ins Jahr 2019 mit vielen guten Befunden wünsch ich dir und

    liebe Grüsse aus Wien

    Denk dran...DU bist nicht alleine, wir sind alle hier und fangen dich auf

    Pupi1230

  • Hallo liebe Emmi,


    bei deinen Worten denke ich, schlimmer geht immer....

    Für diese vielen Aufgaben brauchst du ja eine Prioritätenliste...

    dabei ist deine Behandlung das Allerwichtigste!

    Worüber wollen wir schreiben? Oder soll ich nur lesen?

    Ganz dicke Umarmung

  • Hey Emmi,

    Eine harte Zeit.

    Ich hoffe du hast Menschen die dich unterstützen.

    ich lebe alleine und merke, das es zur Zeit, nicht unbedingt die Situation bessert.

    Ich wünsche dir viel Kraft, neue nette Kontakte und viel Hilfe.

    Ganz liebe Grüße Sturm

  • Liebe emmi ,

    ich lese bei Dir und bin sprachlos. Telefonisch eine lange Ehe zu beenden ist feige, sehr feige, wenn ich das mal so sagen darf.

    Musst Du denn sofort Haus und Hof aufgeben? Ich meine, er kann sich doch nicht in allem aus der Verantwortung ziehen. Zumindest finanziell sollte er nicht mit allem davonkommen.

    Kannst Du Deine Kinder nicht um Unterstützung bitten, damit Du nicht alles so alleine machen musst?

    Freunde, die helfen können?

    Oder traust Du Dich nicht, weil Du eigentlich immer alles gewuppt hast?

    Ich hoffe, ich trete Dir mit meinen Fragen nicht zu nahe, sind einfach nur Gedanken.


    Natürlich ersetzt das alles nicht die Liebe einer Partnerschaft, aber das hattest Du, wie Du erzählst, vorher ja auch nicht mehr so richtig.

    Im Moment erscheint Dir sicher alles wie ein riesiger Berg, der kaum zu bezwingen ist.

    Kannst Du es nicht Schritt für Schritt machen?

    Erst die Ops, dann Bestrahlung, zwischendurch vielleicht schon mal ausmisten (kann auch sehr befreien), dann Reha, und dann erst auf Wohnungssuche gehen, so als Neustart.

    Was meinst Du?


    LG

    Milli

  • Hallo Emmi, hab erst heute deine Beitrag gelesen und ich kann nur hoffen, das du einen Weg für dich gefunden, all diesen Mist neben deiner Erkrankung zu wuppen, hast! Auch ich hab das hinter mich bringen müssen, nur das die Diagnose Krebs nach der Trennung und Hausverkauf kam, Der Scheidungstermin fandmdirekt nach der Chemo statt, ich hab mich so aufgehübscht ,bin erhobenen Hauptes, mit einen süffizianten Lächeln ins Gericht, zwar vollgepumpt mit Schmerzmittel und mit Pillen gegen Übelkeit, und hab das ohne ein traurigen Gedanken durchgezogen. Ehrlich ,der hat mich nicht verdient ,ich ärgere mich nur, daß ich so dumm war und so viele Jahre an ihn vergeudet habe!!

    Aber ich muss dir sagen, dass all das nur zu ertragen war, weil meine Kinder ,Verwandten und Freunde mir fest zur Seite standen und ich eine wirklich tolle Rechtsanwältin hatte!

    Ich hatte Tage, da dachte ich auch nicht mehr kämpfen zu wollen, aber da kam mein Kämpferherz zum Vorschein !!

    Ich habe alles gewuppt bekommen und muss nun nur noch diesen sch.... Tumor aus meinem Leben jagen, aber nun kann ich meine ganze Kraft dazu nutzen!

    Vielleicht kannst du ein wenig Mut aus meinem Weg schöpfen, du siehst es ist alles zu bewältigen. Es wird zwar immer Mal Tage geben, an den wir in ein Tief fallen, aber am nächsten krabbelt man da dann wieder raus!

    Ich schicke dir ganz viel Kraft und Zuversicht, du schaffst das auch. Ganz liebe Grüße Conny

  • Hallo, ich bin 66 Jahre, alleinstehend ohne Angehörige, aber mit guten Freunden. Habe die Diagnose set gestern, Biopsie steht noch aus. Hab große Angst, wie ich meinen Alltag bewältigen werde, habe auch Wellensittiche , allerdings auch eine Putzhilfe. Habt ihr Betreuung beantragt?

  • Aber du weißt ja noch nicht mal, was für eine Tumorbiologie du hast. Die Biopsie steht ja noch aus. Es ist also noch offen, was für eine OP du haben wirst. Ob eine Chemotherapie überhaupt empfohlen wird...

    Vielleicht hilft es, einen deiner Freunde mit zu den Befundgesprächen zu nehmen. Ich habe noch meine Mutter, die mich sehr unterstützt hat. Ich habe manchmal aber auch meine beste Freundin oder einen anderen engen Freund zu wichtigen Gesprächen mitgenommen. Ich lebe auch allein und habe zum Glück gute Freunde. Die haben mir gleich Hilfe angeboten. Die brauchte ich gar nicht so häufig. Aber wenn, sollte man auch danach fragen können.

  • Ja, da kommt eine Freundin mit. Der Radiologe war nach MRT sehr sicher. Das Problem sehe ich in meinem Alter und dass ich 2016 wegen eines gutartigen Hirntumors eine OP mit Bestrahlung im Anschluss hatte, bin 50%schwer behindert seitdem.

  • Hallo Albatros ,


    bin auch allein stehend und Du brauchst keine Angst davor zu haben, während einer möglichen Chemo Dein Leben nicht mehr geregelt zu bekommen. Lass einfach mal alles auf Dich zukommen und dann entscheide welche Hilfe Du beantragen möchtest. Und mit den guten Freunden ist das so eine Sache, habe ich schon mal in einer anderen Situation erlebt, am Anfang große Sprüche und wenn es drauf ankommt, nichts wie heisse Luft. Ich kann sehr gut nachvollziehen wie Du Dich momentan fühlst, wenn man alleine ist, hat man sehr viel Zeit zum Nachdenken, aber lies Dich hier mal ein wenig durch, es gibt sehr viele positive Beispiele hier das alles irgendwann auf die Reihe zu kriegen.

    Ich habe nicht ganz verstanden was Du mit Betreuung meinst, hoffentlich nicht irgend jemand, der über Dein Leben entscheidet, denn das kannst Du mit Sicherheit noch sehr gut alleine. Und wenn Du schon eine Putzhilfe hast ist doch super und Deine Wellensittiche kannst Du mit Sicherheit noch versorgen.


    Ich schicke Dir mal ganz liebe Grüße


    Biggi58

  • Hallo Albatros

    ich führe eine Fernbeziehung und da bin ich sozusagen Teilzeit allein, manchmal mehrere Wochen. Dazu habe ich einen engen kleinen Freundinnenkreis, die trotz Entfernung sich regelmäßig abstimmen, wenn ich akut Hilfe benötige, dazu einige, die ab und an Bescheid geben und Hilfe anbieten, so komme ich gut zurecht und die Wäsche kann ja auch mal warten, essen und schlafen sind wichtiger.


    Bei meiner KK wollte ich eine Haushaltshilfe beantragen, doch meine konkrete Nachfrage bei verschiedenen Dienstleistern ergab, dass die zwar einkaufen und kochen oder bügeln würden, doch ich brauchte nach OP und Lympharm eher Staubsaugen, Bad- und evtl. mal Fensterputzen, das gilt aber nach den Richtlinien nicht als Haushalt sondern Putzen....ahaX( .…....am Ende hab ich auf die Unterstützung der KK verzichtet und meine Freundinnen haben das ein oder andere übernommen, wenn mein Partner einige Wochen nicht da sein konnte. Betreuung im Sinne von mal über Nacht bleiben haben wir auch eingeplant, das war dann fast wie früher in der Schulzeit . Und stärkt unsere Freundschaft ungemein.


    Und insgesamt ging es mir gar nicht so schlecht wie gedacht. Das wünsche ich Dir natürlich auch!


    Vielleicht nimmt Dir das ein wenig die Sorgen, und ich drück Dir die Daumen für die Diagnose.

    LG Lucia0605

    Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen. (Kafka)


    Voll Zuversicht, Dank Wärme, Energie und Licht.

  • Danke Biggi und Luzia, ihr macht mir sehr viel Mut. Ich meistere meinen Alltag gut, trotz meiner Kopf OP 2016. Ich hoffe, ich kriege das auch während der akuten Behandlung hin. Ruhe kann ich mir genug nehmen, ich lasse es mal auf mich zukommen, wie du sagst.

    Liebe Grüße und euch einen wunderschönen Tag wünscht Sabine.

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  • Ich bin alleinerziehend. Mein Sohn ist dieses Jahr 18 geworden. 2017 hatte ich den ersten Befund und dieses Jahr den zweiten. 2017 war ich schon sehr panisch, was mit meinem minderjährigen Sohn wird, auch wenn er sehr selbständig ist. Dass er jetzt 18 ist, beruhigt mich schon etwas, wobei ich merke, dass es außerhalb seiner Vorstellungskraft liegt, mich "jetzt" zu verlieren.


    Abends will ich oft vor Erschöpfung und Schmerzen eher nicht mehr da sein und dann tut mir der Gedanke sehr weh, dass er mich nicht leicht gehen lassen kann. Früh geht es dann doch erstaunlich wieder besser, auch wenn ich jede Stunde wach war. Vielleicht ist ja in zwei Jahren auch alles wieder gut...

  • Liebe Herbst ,

    ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Unsere Kinder werden uns immer brauchen, selbst wenn sie schon volljährig sind - und das hat nichts mit "Hotel Mama" zu tun, sondern ist ein wunderbares Zeichen von Liebe und menschlicher Wärme. Ein bisschen hilft es uns auch, die Therapien durchzustehen und nicht gleich aufzugeben.

    Es tut mit leid, dass du erneut erkrankt bist. Bei einem Rezidiv stehen die Chancen allerdings gut, dass du noch viele Jahre für deinen Sohn da sein kannst.

    Vielleicht kannst/möchtest du ja in deinem Profil oder einem eigenen Post den Verlauf und die Diagnose hinterlegen, damit andere mit ähnlicher Diagnose dir helfen können, die nächste Zeit leichter zu bewältigen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut wird und du in 10 Jahren mit deinen Enkelkindern spielen kannst.

  • Liebe Albatros ,


    ich bin auch alleinstehend und bereits zum zweiten Mal erkrankt und auch zum zweiten Mal aktuell in einer Chemo.

    Sowohl 2017 als auch jetzt komme ich sehr gut alleine zurecht. Ich habe gute Freunde, auf die ich mich verlassen kann - aber ehrlich gesagt habe ich sie noch nie um Hilfe bitten müssen. Ich schaffe sowohl meinen Alltag als auch meinen Job neben der Chemo.


    Ich weiß, dass sich das ganz schnell ändern kann wenn die Krankheit (habe Metas in Leber und Knochen) fortschreitet, aber aktuell gehts mir gemessen an der Schwere der Erkrankung hervorragend. Dafür bin ich dankbar - und auch dankbar für meine Freunde, die mir seit der Ersterkrankung geblieben sind und mit denen ich gerne unterhaltsame Stunden verbringe.


    LG

    Pschureika

  • Hallo Pschureika ,


    habe Dich hier schon öfter gelesen, wir hatten aber persönlich noch keinen Kontakt. Zu Deinem Beitrag möchte ich Dir sagen "chapeau" und ich freue mich sehr, dass es Dir momentan so gut geht und wünsche Dir von ganzem Herzen, dass das noch lange so bleibt. Ich wie viele andere hier stehen erst am Anfang liebe Pschureika und haben noch die anfänglichen Ängste und Sorgen wie es weitergeht. Hatte auch schon schlaflose Nächte deswegen, habe einen lieben Bruder und eine liebe Schwägerin sowie "Amy", meine Patenhündin (der Hund meines Bruders) die mich unterstützen. Was die Freunde betrifft hat sich dann sehr schnell die Spreu vom Weizen getrennt. Übrigens Kompliment zu Deiner neuen Frisur, steht Dir ausgezeichnet. Ich sende Dir mal ganz liebe Grüße und bleib weiterhin so positiv wie Du bist, von Dir können wir alle noch lernen.


    Biggi58

  • Liebe Biggi58 ,


    deine anfänglichen Ängste sind völlig normal! Was glaubst du, was für Schi.. ich anfangs hatte wie ich das ganze schaffen soll ;). Ich kann nur von mir berichten und sagen, dass ich da irgendwie "reingewachsen" bin. Wir sind wirklich viel, viel stärker als wir uns vorstellen! Wie heißt es so schön: Man wächst an seinen Aufgaben. Auch wenn die Aufgabe "Krebs loswerden" wahrlich nicht die Aufgabe ist, die wir uns gewünscht haben :(. Aber nun ist es halt mal so und es gilt, das beste daraus zu machen - und im Optimalfall (und der tritt weitaus öfter ein als mein "worse case") wieder gesund zu werden :thumbup:.

    Ihr lieben Mädels, ihr schafft das auch alleine - und wenn ihr Hilfe braucht, dann bitte habt keine Scheu darum zu bitten!

    Wie du so schön geschrieben hast, liebe Biggi58 - hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das Gute daran ist, dass man danach weiß wer wahre Freunde sind und wer nur zu uns stand, solange es uns gut ging... Nur keine Sorgen und Mühe mit uns haben..


    Und danke für deine lieben Komplimente :*


    Alles, alles Gute :hug:

    Pschureika

  • Liebe Herbst ,


    ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass momentan im Bereich Immuntherapie für Triple negativ geforscht wird. Falls die Chemo nicht so gut wie erhofft anschlägt, könntest du mal beim KID nachfragen. Vielleicht wissen die, ob es schon eine Studie dazu gibt.

    Welche Chemo wirst du bekommen?

    Ich drücke dir die Daumen, dass sie gut wirkt.:!: