Medikamentenplan

  • Hallo,


    den Medikamentenplan der Chemo habe ich nun bekommen. Aber obwohl ich in der Praxis angegeben habe, welche weiteren Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel ich nehme, sind sie dort nicht aufgeführt. Habe sie einfach mal handschriftlich dazu gefügt und werde in der Praxis fragen, ob sie sie im nächsten Plan mit aufnehmen.


    Dann dachte ich, super. Ich melde mich mal in der Apotheke an. Die fragen ja immer, ob ich als Kunde gespeichert wäre. Und dann können sie gleich meinen Mediplan mit aufnehmen. Die Dame meinte aber, sie dürfen das nicht. Aber das ist doch gerade der Sinn, dachte ich. Dass der Computer gleich ausspuckt, ob sich die Medikamente miteinander vertragen, die ich zusätzlich wegen Nebenwirkungen nun noch aus der Apotheke brauche.

    Die Apothekenfrau wusste, dass ich Chemo bekomme und hatte mir daraufhin etwas empfohlen, was nicht ins Blut geht :thumbup:. Aber dass für mich aufgrund Schleimhautprobleme besser wäre, Kapseln zu schlucken als Kautabletten, da habe ich selber dran gedacht - zum Glück noch gerade so.

    Hmm... irgendwie hätte ich gedacht, dass mit der Digitalisierung die Dinge einfacher laufen.


    Welche Erfahrungen oder Hinweise habt ihr dazu?

  • Kath

    Der Sinn dass du als Kunde in der Apotheke gespeichert bist ist dass du dir die Liste ausdrucken lassen kannst welche Sachen du in der Apotheke gekauft hast. Dies ist hilfreich für die Steuererklärung oder die Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse. Es werden alle Medis und vor allem die Beträge (Zuzahlung oder Selbstzahlung) aufgeführt .
    Für die Kompatibilität der Arzneimittel ist dein Arzt zuständig.

  • Liebe @Mohnblume Claudia

    die Liste über bereits geleistete Zuzahlungen habe ich mir geben lassen. Speichern die auch alle anderen dort gekauften Sachen, wie z. B. die Tagescreme mit LF50?

    Dass ausschließlich der Arzt zuständig ist, ist doof. Hieße, ich müsste jedesmal anrufen, wenn ich sicher gehen will, dass sich die Medikamente oder Hilfs-/ Nahrungsergänzungsmittel miteinander vertragen. 🤔

  • Kath

    ja bei mir speichern die alles was ich dort kaufe. Auch Cremes etc. wenn man den Namen angibt.

    Ist ganz schön erschreckend wieviel man im Laufe eines Jahres kaufen tun/muss X/

  • Liebe Kath, die Idee Medikamentenplan, ich meine sogar auf Versichertenkarte gespeichert, um Wechselwirkungen / Doppelmedikation zu vermeiden, gibt es schon lange und wird nun so langsam umgesetzt. Ich habe selbst eine Liste geschrieben, die ich überall abgebe - sonst vergisst "mancleicht was und für Notfälle im Geldbeutel bei mir trage.

    Den Wechselwirkungscheck gibt es im Internet, er wird aber auch von meiner Apotheke angeboten. Grundlage ist mein "Konto" - nicht dort gelistetes kann ich angeben.

  • Vor der Chemo hat mich der Onkologe gefragt, welche Medis ich sonst nehme. Meine waren mit der Chemo kompatibel, darum ging es ja letztendlich. Für die bekomme ich jedes Quartal einen Plan und natürlich, wenn sich da etwas ändert. Eigentlich bräuchte ich den nicht, ich habe das alles im Kopf.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Bei mir macht mein Hausarzt den Plan, aber da steht alles drauf vom Onkologen, Schmerzarzt, meine Eqin..., Calcium, Weißdorn. (Sind Stoffe und darf ich schreiben?), und Notfallbedarfsmedikamente für meine Allergie. Aber ich hab heute in der Zeitung gelesen, dass gerade durch das E-Rezept, was ja nun angeblich umgesetzt werden soll, auch die Apotheken zu den Wechselwirkungen beraten sollen. Mich hat meine Apotheke zumindest mal sehr gut beraten, zu den Einnahmezeitpunkten und ich finde die Wirkung und Bekömmlichkeit seit dem viel besser. Auch, was man nicht unbedingt essen sollte... Aber ich bin mal gespannt, hätte auch gern alles auf meiner Versichertenkarte. 2 Ordner mit Unterlagen und es werden mehr... Überall, wo man neu hin kommt, die gleichen Fragen beantworten... Das nervt.

  • Meine Stammapotheke macht mich aufmerksam, wenn ich Medikamente verschrieben bekomme, die sich nicht mit meiner Grundmedikation vertragen und ruft ggf auch mal den Arzt zurück und fragt bei Unklarheiten nach.

  • Liebe Kath die Apotheke sieht ja auf Dauer anhand der Medikamente, die du dir holst und verschrieben bekommst, welche ggfs Wechselwirkungen haben. Meistens haben die Apotheker auch tatsächlich mehr Ahnung was zusammen geht und was nicht. Gerade wenn man Medikamente von verschiedenen Ärzten bekommt. Langfristig ist es sicherlich gut, alles über die selbe Apotheke zu beziehen.

  • Interessant, was Ihr schreibt.


    Ich bekomme meine Chemomedikamente von einer Apotheke direkt an der Arztpraxis. Wenn ich kurzfristig was brauche, nehme ich die Apotheke in der Nähe.

  • Die eCareApp der Krankenkasse, also die elektronische Patientenakte, wäre super gewesen. Würde sie denn funktionieren!


    Nun muss ich weiter jedem Arzt alles aufzählen, was ich nehme/bekomme. Und irgendwie fühlt sich trotzdem keiner von sich aus für Blutdruck oder Wechselwirkungen zuständig. Zum Glück sind es bei mir gerade nur zwei (nein! mit Vertretung drei) Ärzte.


    Von einem Medikamentenplan - außer den Chemomedikamenten - weiterhin keine Spur. Frustrierend in dieser digitalen Zeit.


    Und dummerweise habe ich mir das neue Medikament (Blasenschutz, oder weiß den jemand?) nicht buchstabieren lassen, kann also nicht nachschauen wegen Wechselwirkungen.

  • Liebe Kath, warum schreibst du nicht selber deinen Medikamentenplan und legst ihn deinen Ärzten vor? Das sieht dann so aus:

    Medikament:

    A. 1 - 0 - 1

    B. 2 - 2 - 2

    C. 0 - 0 - 0 - 2 usw. Ich denke da altmodisch/praktisch.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Kath, ich bin erstaunt das Du Nahrungsergänzungsmittel nimmst. Mir wurde bereits vom Onkologen im Krankenhaus (1. Chemo) gesagt ich dürfte alles essen was mir bekommt und schmeckt, allerdings sollte ich keine Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Da sind soviel verschiedene Inhaltsstoffe drin, das keiner sagen könnte ob sie mit der Chemo kompatibel sind. Das gleiche hat mir meine Onkologin im MVZ gesagt. Naja wahrscheinlich wird das auch unterschiedlich gehandhabt. Auf meinem Behandlungsplan den ich zu jeder Chemo vom MVZ erhalte sind zwar alle Medikamente enthalten die ich zu der Chemo und die ich vom MVZ mit nach Hause bekomme, allerdings die Medikamente die ich von anderen Ärzten erhalte nicht. Ich schleppe auch eine handschriftliche Liste zu jedem neuen Arzt mit um ihn zu informieren. Die gleiche Liste trage ich auch immer in meiner Handtasche mit rum, falls mal ein Notfall ist. Vielleicht wäre das auch was für Dich. Der Wechselwirkungscheck im Internet kannte leider nicht alle Medikamente die ich im MVZ bekomme. Sprich mit Deinem Hausarzt oder dem Onkologen sie werden Dir sicher Auskunft geben.

    Gruß Nado0504

  • Liebe Bonny und Frieda , liebe Nado0504


    Na klar geht es mit einer handschriftlichen Liste. Bei mir hält sich die Menge der Medikamente auch noch in Grenzen. Aber wir leben in einer digitalisierten Welt. Auch Arztberichte bzw.gehören dazu, finde ich.


    Und jedesmal, wenn mir ein Arzt ein neues Medikament o.ä.verschreibt, soll ich als Patientin meine Liste rausholen? Und muss ich nachfragen, ob sich das mit den anderen Medikamenten verträgt? Der Arzt hat seinen PC vor sich und müsste das ruckzuck digital erkennen können. Mein Bluthochdruck-Medikamente wurden bis heute nicht beachtet. Ich habe gesagt: kann ich die jetzt nicht reduzieren? Ja, hieß es dann.


    Für die eCareApp der Krankenkasse bin ich extra persönlich zur Geschäftsstelle gefahren, um mich auszuweisen (habe einen Perso mit Online Ausweisfunktion, geht bei der Steuer, aber nicht bei der KK). Die App funktioniert trotzdem nicht. Ehrlich gesagt, ein Armutszeugnis für Deutschland. Könnte so viel vereinfachen - den Patienten und Ärzten.

    Insbesondere, dass Infos der verschiedenen (Fach)Ärzte zusammenfließen.


    Nado0504 Das Nahrungsergänzungsmittel hat mir der Onkologe selbst empfohlen gegen Neuropathie.


    PS: Den Namen des Blasenschutzmittels habe inzwischen von einer Fori bekommen 🙂

  • Liebe Kath, für meine Urlaubschemo an einer Universitätsklinik musste ich die Unterlagen faxen. e-Mail? Nee, das haben wir auf Station nicht!

    Ich habe einen A4 Zettel mit allen Medikamenten / bisherigen Medikamenten / Nahrungsergänzungsmitteln (z.B. Magnesium) und Diagnosen und künftigen Staging-Terminen im Rucksack (für den Notfall) und händige den jedem Arzt (Kardiologe, Hausarzt, Frauenarzt, Zahnarzt) aus - ggf. mit Markierung, was für ihn wichtig ist.

    Meine Onkologin schickt Berichte - per Fax - nur an den überweisenden Frauenarzt - nicht an den Hausarzt, der - sollte ich (palliativ) bei ihm "aufschlagen" kennt er nicht mal den Namen meiner aktuellen Chemo.

    Ich habe auch 2 Jahre nach der Ursache für plötzlich überall Karies gesucht, bis der Apotheker meinte, ob ich denn nicht Probleme hätte mit 2x täglich Entwässerungsmittel. Extreme Mundtrockenheit war die Ursache. (Kann auch von Bestrahlung kommen und zerstört ein Gebiss innerhalb weniger Monate, trotz optimaler Mundhygiene aufgrund der fehlenden Re-Mineralisierung der Zähne durch den Speichel.)

    Also: Selbst ist die Frau - Interesse an Deiner Gesundheit hast nur Du selbst! Liebe Grüße Prim

  • Also: Selbst ist die Frau - Interesse an Deiner Gesundheit hast nur Du selbst! Liebe Grüße Prim

    Nun, da bleibt mir gerade nichts anders übrig ;)


    Allerdings sehe ich schon, dass ich nicht nur ich ein Interesse an meiner Gesundheit habe. Allein meine Krankenkasse würde froh sein, weniger bezahlen zu müssen. Und mal ganz grob betrachtet: sogar die ganze Gesellschaft. Denn gerade zahle ich nichts ein und trage nichts bei zum Gemeinwohl ;) Wen es freuen wird, wenn ich mal dieses und mal jenes Medikament bekomme, obwohl man hätte wissen können, dass das nicht passt aufgrund der Wechselwirkungen, das sind die Pharmafirmen. Aber das alles führt hier wohl zu weit. Her mit dem DinA 4 Zettel und dem Stift ...

  • Hallo zusammen,

    ich würde noch nie nach Medikamenten gefragt. Das interessiert niemanden. Nur ganz am Anfang musste ich mal was ausfüllen, aber die Medikamente wegen der Vorerkrankung wurden abgesetzt.

    Bei der Chemo liegt da immer so ein Zettel, da steht alles drauf, einschließlich der Blutwerte und das scanne ich mit dem Handy ein.

    Und Nahrungsergänzung- mein Onkologe hat nichts dagegen. Er sagte das darf man nur bei Darmkrebs nicht nehmen. Ich habe mich allerdings auch etwas zurück gehalten damit.


    Liebe Grüße

    Butterblume

  • Ich würde mich nie zu 100 Prozent auf die Technik verlassen, die ist anfällig und kann auch mal ihren Dienst versagen. Und ganz oft geht Handarbeit einfach schneller. Meine Gesundheitsdaten gehen nur mich und meine Ärzte etwas an. Wer weiß, wer Zugriff darauf hat, wenn sie irgendwo gespeichert sind, liebe Kath.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Liebe Kath, wer - welche Person - ist denn "die Krankenkasse" :/? Die Sachbearbeiterin der Krankenkasse meinte - zu meinen sau-teuren palliativen Therapien - ich solle mir keinen Kopf deswegen machen, ich hätte mir ja die Erkrankung nicht ausgesucht. In den USA können sich viele Diabetiker das Insulin nicht leisten. Bin schon dankbar hier zu leben, wo mich die Gemeinschaft der Versicherten trägt - ohne mich zu kennen. Die Pharmafirmen haben wahrscheinlich am ehesten was gegen Wechselwirkungen ... müssen den Beipackzettel anpassen und die Indikationen einschränken. Sicherlich liegen vielen Ärzten ihre Patienten am Herzen - aber sie bekommen nicht die Zeit, sich um alles zu kümmern. Entschuldige - wollte einfach nur sagen, dass Du selbst das größte Interesse hast / haben solltest, dass es Dir gut geht. Schließlich musst Du damit leben. Liebe Grüße Prim