Moin, Moin

  • Hallo,
    auch ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da ich den Austausch mit Betroffenen und Rat suche.
    Ich bin am 1.07. Brusterhaltend operiert worden. Zunächst sah es auch so aus, dass ich das volle Programm mitnehme. Dann wurde mir empfohlen, den Onko-Type-Test durchzuführen. DIeser hatte dann zum Ergebnis, dass ich keine Chemo brauche. Nun steht eine siebenwöchige Strahlentherapie und eine AHT an. Nun habe ich auch schon die erste Frage. Ich arbeite als Lehrerin, kann also nur in den Ferien in Urlaub fahren. Aufgrund des Berufes meines Mannes bleiben für uns nur die Sommerferien. Der Urlaub ist schon länger geplant und ich möchte auch fahren, da die nächste Möglichkeit mit meinem Mann zu fahren erst nächstes Jahr im Sommer wieder bestehen würde. Wir brauchen nach der letzten schon ereignisreichen Zeit einen gemeinsamen Tapetenwechsel. Unterstützung habe ich auch im Brustzentrum für meinen Wunsch bekommen. Nun war ich aber in der Strahlenklinik zum Planungsgespräch und der Arzt findet die Idee überhaupt nicht gut. Ich habe allerdings darauf bestanden, da ich glaube, dass mir der Urlaub wirklich gut tut. Die Bestrahlung beginnt dann am 9. September. Aufgrund der negativen Einstellung zu meinen Plänen des Strahlenarztes plagen mich jetzt aber auch Zweifel, ob dies der richtige Weg ist. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Ende September möchte ich dann auch einige Stunden trotz Bestrahlung wieder unterrichten. Ich weiß zwar, dass jede Frau die Behandlungen anders wegsteckt, würde mich aber trotzdem über Erfahrungen freuen, wie es euch mit Arbeit während der Bestrahlung ergangen ist. Eine AHB möchte ich nicht durchführen. Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Meinungen.
    LG Simbi

  • Ich wurde am 28.5 operiert (Hormon ER/PR = 12). Ich konnte wählen ob ich die Bestrahlung am 16. Juni (frühmöglichsten Termin) oder am 4. August anfangen wollte. Ich hatte nämlich eine wichige Reise, die ich gerne antreten wollte.


    Ausserdem wurde ich Mitte Februar diagnostiziert. Aber erst Ende Mai operiert. Dazwischen waren keine Behandlungen. Der Krebs hat also einfach nur da "gesessen". Die Ärzte sagten, man kann auf die OP ohne Behandlung warten. Dies einfach nur als meine Erfahrungen zur Vergleich.


    (wenn ich diese deine Situation hätte, würde ich es wie du machen. Würde aber sofort anfangen mit der AHT. Das habe ich vor der Strahlentherapie angefangen und das geht, aber ich würde wissen wollen warum die Strahlentherapie so nah an der OP liegen muss. Vielleicht gibt es gute Gründe dafür).


    Ich habe während der Bestrahlung vollzeit gearbeitet, habe aber vier Freitage freigenommen, während der sechs Wochen. Mein Mann meint, dass das weiterarbeiten hat mir gut getan. Morgens hatte ich die Bestrahlung und bin dann zur Arbeit geradelt und habe nicht mehr daran gedacht.

  • Liebe Simbi


    erst einmal möchte ich dich herzlich willkommen heißen in diesem super netten Forum :love:


    Uns so kennen zu lernen haben wir uns alle nicht gewünscht. Aber wenn Du Fragen hast, hier ist immer jemand für Dich da. Sieh Dich in aller Ruhe um - viele Themen wurden schon besprochen. Trotzdem hat jede ihr ganz persönliches Päckchen zu tragen.


    Ich wurde am 23.10. brusterhaltend operiert, bekam 3 Wochen später eine Entzündung. Es stellte sich überhaupt nicht die Frage, wann bei mir die Strahlen beginnen sollten. Am 18.12. ging es dann erst los - also 2 Monate nach der OP. Zeitgleich bin ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich muss allerdings sagen, dass ich einen Bürojob habe und keine körperlich anstrengende Arbeit verrichte. Das hätte ich nicht gekonnt.


    Ich habe mir in der Klinik den spätesten Termin geben lassen und bin erst zur Arbeit und dann mit der Taxe in die Klinik. Johanna ist Anfang der Woche auch mit den Strahlen angefangen und geht arbeiten (auch Büro!)


    Fühl die ganz lieb gedrückt :hug:
    von Greta

  • Hallo Simbi,
    schön das du dich hier im Forum angemeldet hast. Der Austausch mit uns wird dir guttun.Sowar es jedenfalls bei mir. Ich bin nach 2001 im März erneut an BK erkrankt. OP war am 10.4. Durch Kompetenzgerangel von 2 Brustzentren wurde auch ein Gentest gemacht und der Beginn der Bestrahlung hat sich verzögert. Am 5.6. War die erste von 25 Einheiten. Ich war früh morgens dort und konnte anschließend alles machen. Bin aber nicht berufstätig.
    Tu das was dir guttut und wenn es ein gemeinsamer Urlaub ist würde ich fahren. Aber die Entscheidung liegt bei dir.


    Lg Keinohrhase

  • Hallo Simbi,


    sei herzlich Willkommen bei uns im Forum. Wie ich merke, brennen Dir wichtige Fragen auf der Seele. Du wirst hier bei uns ernst genommen und Antworten bekommen. Daraus kannst Du Dir dann Deine Möglichkeit auswählen, wie Du mit der Therapie umgehen wirst. Diese Entscheidungen sind oft nicht leicht, wie Du schon geschrieben hast, bei jeder von uns ist es ein wenig anders. Soweit wir können, helfen wir Dir gerne.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo Simbi,
    auch von mir herzlich willkommen hier bei uns im Forum. Wir sind hier alles Betroffene, unterstützen uns gegenseitig, freu'n uns miteinander, oder trocknen das ein oder andere Tränchen. Jede von uns muß jedoch Ihren ganz eigenen Weg finden, den wir nicht teilen aber nebeneinander ein Stück gemeinsam gehen können. Ratschläge können und dürfen wir keine geben denn das können nur unsere Ärzte.
    Wenn Du hier stöberst wirst Du die unterschiedlichsten Erfahrungen im Umgang mit der Krankheit finden. Doch was auf "mich" zutrifft muss bei Dir noch lange nicht sein.


    Zu Deiner Frage wegen der Reise...
    ich sollte im April 2013 operiert werden. Ich wollte aber erst meine geplante Reise machen. Wurde dann erst 16.7. und 2.8. operiert. Mit den Bestrahlungen war ich am 23. Oktober fertig.
    Ob ich es empfehlen würde, NEIN denn es ist eine Entscheidung die jede für sich treffen muss. Es geht um DEIN Leben


    Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch und dass Du für Dich die richtige Entscheidung triffst und Deinen Weg findest, den wir dann wenn Du magst ein Stück gemeinsam gehen können
    Viele Grüße
    Lisa

  • ich begrüße dich ganz herzlich hier im Forum. Es war die richtige Entscheidung dich hier anzumelden. Hier findest du nicht nur Antworten auf deine vielen Fragen, sondern kannt auch einfach nur abschalten auf dem Sonnendeck oder dich unterhalten und auch viel Spaß haben im Chat. :D
    Ich denke es ist die richtige Entscheidung sich auch gemeinsam eine Auszeit zu gönnen. Und wenn das Brustzentrum dir grünes Licht gegeben hat...Sprich doch noch mal mit dem Strahlenarzt über seine Gründe.
    Bei deiner Strahlentheraphie kannst du sicher arbeiten wenn es dir gut geht, musst dir eben die passenden Termine geben lassen. Es gibt ja einige die arbeiten möchten in dieser Zeit. Es gibt aber auch viele die sich ganz bewußt während ihrer Erkrankung diese Auszeit nehmen. Dazu gehöre auch ich. Aber ich empfehle dir hier im Forum ein bischen zu schauen. Es gibt zu diesen Themen bereits Einträge und Themenstränge.
    Alles Gute für deine Therapie und liebe Grüße Angela

  • Hallo Simbi,


    herzlich Willkommen hier bei uns. Dein Beitrag hat mich nachdenklich gemacht, und ich habe mich gefragt, was ich machen würde.? .......Kann ich mich wirklich erholen? Oder kreist es immer in meinem Kopf herum. Jeder Mensch ist anderes. Hier spielt die Pshyche eine große Rolle. Ich denke, wenn nichts passieren kann (Arzt fragen) fahre in Urlaub. Sprech es noch einmal mit dem Artzt durch. Bis zur Strahlentherapie am 09. September ist ja noch Zeit. Ich würde dies Zeit mit meinem Mann genießen. Und das mit der Arbeit:..lass Dir Zeit und gehe Schritt für Schritt. Ich wünsche Dir alles Gute.

  • Hallo Simbi ich würde auch nochmal in der Strahlenklinik Rücksprache halten ich schicke dir viel Kraft und Mut Bis bald tine62

  • Vielen, vielen Dank für die nette Begrüßung. :)
    Ich werde die lieben Angebote sicherlich in Anspruch nehmen.
    LG Simbi

  • Hallo Simbi, auch von mir herzlich willkommen hier in diesem supernetten Forum.
    Ich wurde am 23.07. operiert und hatte gestern das Gespräch mit dem Strahlenarzt. Er meinte, je eher man nach der Operation mit der Strahlentherapie anfängt, umso mehr profitiert man davon. Mit jedem Tag, der vergeht, sinkt die Effektifität der Strahlenbehandlung ein bisschen.
    Ich habe leider eine leichte Entzündung in der Brust, deshalb darf ich erst in zwei Wochen anfagen.
    Gearbeitet habe ich 1,5 Wochen nach der Operation wieder.

  • Auch ich möchte Dich hier im Forum ganz herzlich begrüssen. Ich kann so auf Anhieb nicht sagen, wie ich mich in
    so einer Situation entscheiden würde. Wahrscheinlich für die Strahlentherapie, denn so wüsste ich die Behandlung
    abgeschlossen und auch weitgehend alles notwendige getan zu haben.Sprich mit dem Arzt von der Strahlenabteilung
    nochmal darüber. Hatte er Dir die Gründe, sowie Vor ind Nachteile genannt, wenn Du zuerst in den Urlaub fährst und
    dann mit der Strahlentherapie anfängst ? Das was Natascha schreibt mit der Effektivität der Wirksamkeit der Strahlen
    therapie wäre für mich ein Grund zuerst die Strahlentherapie zu machen.Aber das ist meine persönliche Meinung.
    Mit dem Arbeiten während der Strahlentherapie habe ich keine Erfahrung. Ich denke das machst Du davon abhängig , wie
    es Dir während der Bestrahlungen geht.
    Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du die für Dich richtige Entscheidung findest.
    LG und ein schönes Wochenende
    alesigmai52

  • Hallo Simbi,
    Von mir auch ein herzliches Willkommen!
    Bei mir wurde auch dieser Onko-Type-Test gemacht, allerdings mit dem Ergebnis, dass ich alles machen musste. Chemo, Bestrahlung und jetzt die Antihormontherapie. Ich war die ganze Zeit krank geschrieben (3/4 Jahr). Ich wäre auch gern noch weg gefahren zum Erholen, aber meine Krankheit hatte Vorrang. Denn, wie schon jemand schrieb, es geht ja um DEINE Gesunheit!
    Und während der Bestrahlungen noch arbeiten....? Jeder verträgt es anders. Mir ging es ganz gut in dieser Zeit. Aber bei vielen stellt sich Müdigkeit und Abgeschlagenheit ein. Das musst du dann eben abwägen.

  • Hi Simbi,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier in unseren sehr lieben Forum.
    Hoffe du fühlst dich genauso wohl wie ich.
    Ich hatte erst die Chemo, dann die OP und vor der Strahlentherapie sagte mir der Strahlenarzt beim Vorgespräch, er würde mir
    einen Urlaub empfehlen vor der Strahlentherapie um etwas ausspannen zu können von der Chemo und OP.
    So bin ich mit meinem Mann eine Woche nach Holland ans Meer gefahren und mir hat es sehr gut getan.
    Aber wie schon geschrieben wurde, ich würde es mit dem Strahlenarzt besprechen und wenn deine Bestrahlung erst am 09.0
    beginnen soll, dann wäre noch Zeit.
    Nur wichtig wenn du wie ich ins Ausland fahren willst, brauchst du eine schriftliche Genehmigung vom Arzt für die Krankenkasse,
    das der Urlaub deine Genesung nicht beeinflusst.
    Hoffe ich konnte dir einwenig helfen bei der Entscheidung.

  • Hallo ihr Lieben,

    morgen beginnt die Bestrahlung und da ich noch nicht schlafen kann, möchte ich euch von meinem Urlaub berichten. Da ich auf das Ergebnis des Onkotype-Test 3 Wochen warten musste, wurde mir erst richtig bewusst, mit welcher Krankheit ich es zu tun habe. Das Erstgespräch beim Strahlenarzt war, wie ich berichtet hatte, auch nicht so toll. Ich vermute nun aber, dass ich einiges auch eher negativ wahrgenommen habe, da ich eh nicht so gut drauf war. Meine Entscheidung, den geplanten Urlaub mit meinem Mann anzutreten, war die beste, die ich für mich habe treffen können. Ich habe den Kopf bei den gemeinsamen Aktivitäten in der Natur komplett frei bekommen und konnte mich sehr gut erholen. Für mich war es definitiv die richtige Entscheidung. Heute war ich zur Simulation in der Strahlenpraxis. Da ich nun physisch und psychisch dank des Urlaubs wieder stabil bin, konnte ich heute auch den recht unsensiblen Umgang dort wegstecken. Ich saß in der Wartezone und dann wurde nach meinem Namen gefragt. Ich hörte dann aus dem Behandlungszimmer: Die Mamma ist schon da. Anschließend wurde ich in den Simulationsraum gerufen. Hier gab es auch keine Begrüßung und keine Vorstellung der dortigen Personen. Ich habe dann nach dem Namen gefragt, mit der Begründung, wissen zu wollen, mit wem ich es zu tun habe. Ich habe mich schon darüber geärgert, dass nicht die eigentlichen Mindestanforderungen im Umgang mit Menschen eingehalten wurden. Diese beherschen sogar meine manchmal sehr "coolen" Söhne. Ich kann dies wegstecken, obwohl es mich ärgert. Es gibt aber Patienten, die eine weitaus schwerere Diagnose zu tragen haben - wie geht es ihnen bei einem solchem Umgang?
    Bin nun gespannt auf den Beginn der Bestrahlung!
    LG Simbi

  • Liebe Simbi,


    ich kann dich so gut verstehen. Auch ich warte gerade auf das Ergebnis des Onkotype-Tests und ich glaube auch bei mir ist das Thema "Krebs" erst so langsam angekommen, nachdem es in der Nach-OP-Besprechung um Metastasen und Schläferzellen etc. ging.


    Auch kann ich total gut nachvollziehen, welche Wirkung die behandelnden Ärzte und das ganze Umfeld haben, wenn man in einer nervlich angespannten Situation ist. Und bitte, wer ist das nicht, der mit der Diagnose Krebs konfrontiert ist. Das ging mir ja schon mit dem etwas verhuschten und orientierungslosen Sekretariat meines behandelnden Arztes im Brustzentrum so. Die Kapazität, etwas wegzustecken, fehlt dann einfach und alles wirkt so megaintensiv auf einen ein.


    Ich freue mich, dass du auf dein Gefühl gehört hast und dir der Urlaub wieder Nervenstärke zurückgegeben hat.


    Alles gute für deine erste Bestrahlung!

  • Liebe Simbi, so ein Umgang herrschte auf der Station , auf der ich operiert wurde. Ich hab dann gleich mal einen saftigen Beschwerdebrief losgelassen und , oh Wunder, sofort eine Antwort vom Professor erhalten. Er wünscht ein Gespräch mit mir und hat sich schonmal vorab entschuldigt!!
    Bei der Strahlentherapie war auch so eine muffelige Anmeldungsdame, die noch nicht mal ein "Grüß´Gott" rausbrachte. Der Strahlenarzt war spitze und am Schluss des Gesprächs habe ich mich über die Anmeldungsdame beschwert. Hab gesagt, wenn wir Patienten schon so eine blöde Krankheit haben, dann könne man wohl erwarten zumindest höflich behandelt zu werden.
    Nun, als ich das zweite Mal in die Strahlentherapie kam hat sich die Dame in aller Form bei mir entschuldigt und ist seitdem ausgesprochen freundlich.
    Ich lass mir gar nichts mehr gefallen, ich muss schliessliche diese ganze Therapie stemmen, da kann ich unfreundliche Leute absolut nicht gebrauchen.
    Lieben Gruß
    Natascha


  • Ich lass mir gar nichts mehr gefallen, ich muss schliessliche diese ganze Therapie stemmen, da kann ich unfreundliche Leute absolut nicht gebrauchen.
    Lieben Gruß
    Natascha

    Was für ein schöner Satz Natascha :thumbsup: Sehe ich genauso und finde ich absolut richtig, das Du Dich beschwert hast.

  • ...........genau so, liebe Natascha100,liebe Simbi, nur so geht es!!!
    In den meisten Kliniken gibt es sogenannte "Kummerkästen" und die Beschwerden werden auch ernst genommen von Patientenvertreter und Klinikpersonal, dass für die Beseitigungen der Missstände zuständig sind. Ebenso kann auch eine Beschwerde, direkt an den Jeweiligen Chefarzt gerichtet werden und es kommt immer eine Rückmeldung.
    Die Personen, über die die Beschwerden formuliert wurden, werden direkt angesprochen/angeschrieben und müssen sich zu dem Vorfall/Beschwerde äußern!!!
    Ich kann es nur jeden Raten, sich nicht alles gefallen zu lassen und sich wehren. Das Personal kann auch mal einen schlechten Tag haben, aben wir auch, aber mehr auch nicht.
    Nur so kann was geändert werden!!!
    Grüßle :) *ika-ulm* :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup: