Der "normale" Nachsorge-Bammel

  • Liebe Foris


    bei mir ist mal wieder Vorsorge- bzw. Nachsorge Zeit. Und ich muss gestehen, ein wenig Bammel hab ich schon immer :S .
    Falls es euch auch so geht, was macht ihr dagegen?Ich hoffe ja immer, dass das von Jahr zu Jahr immer mehr abnimmt :rolleyes: .


    abwartende Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

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  • Liebe Madita,


    ich hatte grad die 2te Mammogr.nach Erkrankung und ich habe sobald ich das Brustzentrum betrete Schi...ohne Ende!
    da es Veränderungen zur 1rsten Mammogr. gab...ich aber erst in 6Monaten wieder kommen soll...fühl ich nun erst Recht Verunsicherung und nochmehr Angst!
    so wirklich freuen kann ich mich nicht,das ich ja eigentlich"gesund" bin!!!
    denke oft,hoffentlich kommt nicht doch noch was????


    Große Hilfe ist meine sonnige immer fröhlich gestimmte Tochter(7Jahre),die mir vorlebt im Hier und Jetzt zu leben ;)
    Die Kinder können es ja noch so gut :)


    wir sind viel unterwegs,was ablenkt und Freude macht!
    doch abends wenn die Ruhe kommt..kommen oft auch die Ängste und Schlaflosigkeit :(


    ich bin jetzt zur Homöopatin gegangen um etwas ruhiger zu werden...mal Gucken ob die kleinen Kügelchen Wunder bewirken können :D


    Liebe Grüße :)

  • Liebe sim65,


    ganz lieben Dank fürs Sorgen teilen :) . Manchmal hilft es ja schon ein wenig, wenn man hört, dass es anderen auch so geht, mir jedenfalls. :)


    In solchen Fällen, wie den den Du beschreibst hole ich mir immer einfach noch einen Termin und lass noch mal drauf schauen. Für diesen Zweck tut es dann bei mir häufig der Extra-Ultraschall beim Gyn auch. Oder ich geh halt noochmal zu dem Arzt, der mich verunsichert hat, und lasse mir nochmal ganz genau erklären, warum und wieso z.B. abgewartet werden kann. Ist zwar viel Aufwand, aber für mich persönlich ist es immer schon ein Stück Lebensqualität, dass ich sonst durch den Schiss verlieren würde.


    Insgesamt hat das mit dem Bammelbei mir ja schon nachgelassen,es sind halt nur so kurze Augebnblicke. Aber so pünktlich zur Nachsorgezeit klopft es doch wieder mal gerne an :rolleyes: .


    Kügelchen nehme ich auch gerade, und schnuppere viel am Lavendel, das hilft für die Nacht sehr gut. ;)



    fühl Dich gedrückt
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

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  • Liebe sim65,


    ja, Angst und Verunsicherung bei Nachsorge-/Vorsorgeterminen kenne ich leider auch. :(


    Was Madita schreibt, finde ich sehr gut, die Ärzte sollten dir die Untersuchungsergebnisse vernünftig erklären. Und wenn dir noch was unklar ist, dann geh ihnen ruhig auf den Geist :P , mach dir einen neuen Termin...


    Wenn ich Bammel vor einem Termin habe oder schon weiß, der Arzt ist nicht so kommunikationsfreudig, dann nehme ich mir auch schon mal eine Freundin mit. Das gibt mir ein wenig mehr Ruhe/Sicherheit und spornt die Ärzte an, ihre medizinischen Weisheiten verständlicher zu erklären. ;)


    Ich wünsch dir, dass du deinen Weg findest mit den Ängsten umzugehen. Ablenkung und Kügelchen klingt schon mal super.


    Liebe Grüße
    die Jo

  • Hallo Ihr Lieben,


    das Thema - Angst vor Nachsorgeterminen - ist ein Dauerbrenner. :wacko:


    Ich möchte dazu sagen, dass ich diese Ängste nicht so sehr stark erlebt habe. Ich hatte von Anfang an meine Nachsorgetermine mit einer neuen Freundin aus der Klinik. Wir haben uns bei dieser Krankheit kennen gelernt, haben den Kontakt zur Freundschaft ausgebaut, und haben unsere Nachsorgetermine immer zusammen gelegt. Damit hatte jede von uns schon eine verständnissvolle Freundin an der Seite. Notfalls auch eine Kämpferin, denn wir kannten ja das Gehabe, welches uns manchmal begegnete. Wir haben uns nicht abspeisen lassen, neinnein :D , wir haben alles gefragt und alles gesagt.


    Eine Freundin, ein Partner, ein Mensch an deiner Seite. :thumbsup: Das ist ein aktives Mittel gegen diese Ängste.


    Und anschließend haben wir immer schön gemeinsam gefrühstückt, bevor jede wieder in ihre Richtung gefahren ist. Wir haben uns gestärkt und gefeiert.


    Einmal kam meine Freundin total spät und völlig zerschlagen aus der Mammographie. Ein verdächtiger Befund. Später sollte noch ein Prof. draufschauen, mit Ultraschall suchen etc.
    Wir hatten also Wartezeit mit Angstpotential. Bei mir war alles gut, und sie wurde in diese Angstschleife geschickt. Irre!


    Wir haben uns also umarmt, den Tränen freien Lauf gelassen, und dann - :cake: gefrühstückt. Und so getan, als sei alles bestens. Wir haben gefrotzelt was das Zeug hält und dem Universum mitgeteilt, dass alles gut ist ^^


    Zurück in der Klinik habe ich den Wartebereich alleine abgedeckt, alle waren schon fertig, meine Freundin in den Händen der Ärzte.
    Als sich die Türe öffnete, und ich ihr Lächeln sah, haben wir wieder kurz geweint. Freude. Und Dankbarkeit, dass wir einander hatten in diesen Momenten.


    Ich wünsche allen hier einen Menschen, der immer bereit ist, diese Zeit mit euch zu teilen. Es muss nicht mal immer der gleiche sein ;) .
    Aber einen, einen solltet ihr euch gönnen.


    liebe Grüße und eine gute Zeit wünscht euch
    phönix

  • Hallo Ihr,
    oh man ist ja schon einige Zeit her, seit ich diesen Beitrag geschrieben habe. Da hat wohl jemand seine Nachsorge etwas auf die lange Bank geschoben :whistling: .
    Wollte aber trotzdem naochmal kurz berichten, dass ich kürzlich mein erte MRT-Brustnachsorge hatte (MRT, weil ich Implantate habe)....und...es war nicht zu sehen.. :D . Da ist mir doch schon mal der erste Stein vom Herzen gefallen.


    Das mit dem lieben Menschen war wirklich ein gutes Mitel Phönix. Habe meinen Freund sogar mit reingenommen beim Mrt und er hat mir die Füße gehalten. Händchen ging ja eher nicht, weil es ja in der Röhre verschwunden war ;) .


    vielen Dank fürs Zuhören und Mutmachen.


    liebe Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Madita,


    ich freue mich für Dich, daß Du Deine Nachsorge so gut überstanden hast :thumbsup:
    Solche guten Nachrichten sind hier auch ganz wichtig, um Diejenigen hoffentlich ein Stück aufzubauen, denen es gerade nicht so gut geht.


    nikita

  • Hallo alle miteinander!


    Ihr kennt ja alle diese tollen Nachsorgetermine!
    Wie geht ihr damit um??
    Mir z. B. machen die Untersuchungen nix aus. Aber dann ca
    eine Woche auf das Gespräch beim Onkologen warten. Da bin
    ich aufs äußerste angespannt. Und an dem Tag kurz vorm
    Gespräch, kommt die absolute Panik! Mir ist übel, Magen-Darm
    total überfordert! Und nur negative Gedanken!! Z. B.: Die Ergebnisse
    sind schlecht, wie lange hab ich noch, usw.....


    Habt ihr mir da mal ein paar Tipps??? Hab jetzt mal wieder Bestrahlung,
    nur zur Sicherheit...... nachdem nach 1,5 Jahren wieder eine Lymphe
    in der Leiste bedallen war, nach OP aber wenigsten rezessiv!
    Und nun eben um evtl Krebszellen zu zerstören! Obs was
    bringt, seh ich im September! Mein Onkologe ist trotzdem bei 4
    monatiger Kontrolle geblieben! Das stimmte mich etwas zuversichtlich!


    Einen schönen Tag euch!
    Rapunzel :)

  • Liebe Rapunzel,
    mir geht es ähnlich. Ich hasse es auf die Ergebnisse zu warten. Ich weiß, dass die Ärzte sie am Tag danach haben aber die kriegen es oft nicht gebacken nachzuschauen. Ich hatte am Mittwoch Termin, hab gestern angefragt und soll mich gedulden... Was ich mache? Versuchen mich abzulenken. Aber es ist schwer. Es schwebt immer in der Luft: und wenn nun doch? Allerdings ist das ja nicht "rational" weil es ja jeden Tag - egal ob untersucht oder nicht - doch sein könnte ... Ach ja, ich treffe jetzt dann eine liebe Freundin zu einem späten Frühstück und werde nur über sie plaudern oder über Alltäglichkeiten ... ich mag die Reaktionen, wenn ich über meine Ängste spreche nämlich auch nicht - außer von meiner Psychoonkologin... Gute Tipps kann ich dir leider nicht geben, aber wenn ich mal was finde ...
    Bis dahin drück ich dir fest die Daumen... wolke

  • Der "normale" Nachsorge-Bammel -


    den habe ich vor jeder Nachsorge-Untersuchung. So gut 2 Wochen vorher kommen Aufregung und Anspannung auf. So 2 oder 3 Tage vorher legt sich das bei mir ein bisschen.


    Jetzt sind es nur noch 2 Tage vor der Nachsorge-Untersuchung. Die Unterlagen liegen bereit, das Auto ist startklar...und ich werde am Mittwoch Morgen losfahren und habe gegen 15 Uhr alles hinter mir und gleich-zeitig alle Ergebnisse.


    Knapp 18 Jahre ist die erste Diagnose her - gut 14 Jahre liegt die letzte von 4 Krebsdiagnosen zurück. Die Aufregung und Anspannung ist jedes Mal vor den Untersuchungen vorhanden.
    Als "Langzeit-Überlebender" - so wurde ich hier im Forum bezeichnet - kann ich sagen, dass die Umstände vor und nach einer Nachsorge-Untersuchung inzwischen "dazu" gehören. Sie sind ein Teil meines Lebens geworden.


    Angst, Vorsicht, "Bammel"...ich denke, dass das eine ganz normale Situation darstellt, die insgesamt sehr hilfreich ist. Menschen, deren Erkrankung/en noch länger zurückliegen, verspüren diese Situation immer noch. Das kann also nicht so falsch sein. Klar...wer erstmalig zur Nachsorge geht, empfindet das ganz anders, was verständlich ist.


    Was ich möchte - eine Nachsorge-Untersuchung soll KEINE Routine werden. Eine solche Untersuchung ist etwas anders, als ein Zahnarzt-Besuch oder ähnliches.


    Gruß


    Mannix

  • Hallo Ihr Lieben !
    Vielleicht ist ja grade jemand da, der mir kurz zur Seite stehen kann .....Habe heute Mittag meine erste Untersuchung nach Ende der Therapie und drehe völlig am Rad !
    Kann mir jemand sagen, wie man das alle 3 Monate aushält? Ich weiß mich jetzt schon kaum zu beruhigen und würde mir am Liebsten die Decke über den Kopf ziehen und nie wieder aufstehen !
    Danke für kurze Mitteilungen

  • Hallo Fairway62,


    ich kann Deine Ängste gut verstehen. Bei mir ist es 6Jahre nach Brustkrebs und meine Ängste sind immer noch da. Zur Beruhigung: Die Angst schwächt etwas ab je länger Du OB bist. Für heute Mittag wünsche ich Dir viel Kraft und alles Gute.

  • ich kenne das am "Rad drehen" auch, wie sicher viele hier. Ich empfinde das immer als "Ausnahmesituation".
    Ich kann eigentlich prima zwischen den Nachsorgen leben und wenn es dann angeht, dann begleitet mich immer eine Freundin und das hilft mir! Danach gehen wir immer schön Essen und die Anspannung kann abklingen. Ablenken gelingt mir am Tag der Nachsorge eher nicht, aber das ist bei jedem unterschiedlich.


    Ich denke an dich und drücke dir für Nachher sooowas von die Daumen :thumbup: , dass alles gut ist
    und das ist es bestimmt auch!!!

    Liebe Grüße
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Fairway,


    ich kann dich so gut verstehen. Ich bin gerade mitten in den Bestrahlungen und mir steht die erste Nachsorge im Januar bevor.
    Trotzdem kriege ich jetzt schon Panik wenn ich daran denke. Wie wird es erst an diesem Tag ?
    Ich drück dich mal ganz fest :hug: und für heute Mittag sind meine Daumen und Gedanken bei dir :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Liebe Grüße
    Katinka

  • Liebe Fairway :)


    mir hilft immer der Gedanke " was geschehen kann ist in dem Moment wo du darüber nachdenkst bereits geschehen", also du änderst nichts an der Tatsache wie die Nachsorge ausgeht. :hug:
    Dieser Gedanke macht mich ein bisschen gelassener. ( :whistling: ich habe nächste Woche goße Nachsorge :D )


    Liebe Grüße pelerixi

  • Liebe Fairway,
    Jetzt ist Mittag vorbei und du hast deine erste Nachsorge bestimmt schon hinter dich gebracht. Ich kann dich so gut verstehen, hatte meine erste Kontrolle vor xa 2 Wochen und wußte im Wartezimmer nicht wohin mit mir ?( . Es war alles gut und so wird es auch gei dir heute sein :thumbsup: . Trotzdem, uns wird es wohl vor jedem Termin so ergehen, das gehört nun dazu und uns bleibt nur ūber zu lernen, damit umzugehen. Vielleicht hilft ein Ritual hinterher ein wenig,etwas worauf man sich dann freut, nach jeder Kontrolluntersuchung mit einem o. B. eine kleine Feier mit deinen Lieben, ein schönes Essen und anstoßen. Das habe ich mir vorgenommen :rolleyes: .
    LG Sylvi

  • Hallo an alle!


    Ich bin seit einem Monat mit der Chemo fertig, machen momentan Antikörpertherapie und hatte noch keine Nachsorge.


    Aber seit paar Wochen habe ich Kreislaufproblem, mir ist oft schwindlig und ich habe auch einen "schweren" Kopf.


    Heute habe ich das meinen Ärztin erzählt und sofort die Überweisung für Kopf-CT bekommen.
    Und der erste Gedanke: Hirnmetastasen!..


    Jetzt bin ich beunruhigt....

  • Ja, dieser Nachsorgebammel!!! :(
    Ich hab das ja auch gerade durchgemacht mit Biopsien und MRT. Ein paar Wochen war meine Stimmung im Keller! Aber jetzt nach dem o.B., geht's mir wieder richtig gut und ich kann, das auch sagen, wenn mir die Frage nach meinem Befinden gestellt wird. :) :) :)
    Auch wenn ich immer noch mit Rückenschmerzen herumlaufe, ist die Angst gerade weniger, dass was Schlimmes in mir lauert. Ich hoffe, dass das gute Gefühl noch lange anhält. Der nächste Ultraschall ist erst Ende März.
    Allen vor dem Checkup Angstgeplagten wünsche ich, dass die Angst unbegründet ist und ihr ohne Befund nach Hause gehen könnt.


    Yyulia, dir drücke ich besonders für die CT-Untersuchung die Daumen. :thumbsup: Könnte der Schwindel nicht noch eine Folge von der Chemo
    sein? Die ist ja noch nicht so lange her. Aber schön, dass die Ärztin, deine Beschwerden ernst nehmen. :)


    Fairway, hoffentlich hast du alles gut überstanden und konntest schon aufatmen. :thumbup:


    Alles liebe
    Lulu :)

  • Hallo Perlexi,


    ich finde Deine Einstellung toll, werde versuchen auch so zu denken, Du hast ja völlig recht damit. Hatte bisher nur die 1.NU, da war ich recht ruhig, habe mir gesagt was soll jetzt kurz nach Therapieende schon sein, ich glaube mehr Gedanken werde ich mir mache je größer der zeitabstand ist. Ich werde also in Deinem Sinne an mir arbeiten, hoffe es gelingt.


    Danke Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist