Der "normale" Nachsorge-Bammel

  • Hallo ihr Lieben.... Bin schon so nervös. Am Freitag steht 3 Monate nach Beendigung der Strahlentherapie die 1. Nachsorge in der Strahlenpraxis an. Kann mir jemand sagen was da auf mich zukommt? Bin mega nervös und auch die Angst mischt mit.

  • Liebe Greetsiel

    Bei mir war letzten Mittwoch die Strahlennachsorge auch so, wie Tempi es beschrieben hat. Herz u Lunge wurde noch abgehört u bei mir vorher die Lunge geröntgt u gleich ausgewertet. Grund war aber dafür die Strahlenpneumonie.


    Ich drück dir die Daumen für deine Strahlennachsorge


    LG ☀️☀️

  • Hallo Greetsiel, meine Strahlennachsorge wurde wegen Corona zunächst abgesagt und dann einen Mobat später telefonisch (!!!) nachgeholt. Da ich Lungenprobleme hatte und unsicher war, ob es von den Strahlen kam, war ich zwischenzeitlich aber schon bei meinem Onkologen gewesen, der mich zum CT überwies. Es war aber o.B. Als ich das bei der telefonischen Nachsorge schilderte, sagten sie, etwas anderes hätten sie auch nicht gemacht. Dann ging es nur noch um die Haut. Ich hätte es mir also sparen können.


    Bei mir wird die erste Mammo nächsten Monat gemacht, das sind dann sechs Monate nach den Bestrahlungen.


    Liebe Grüße

  • Greetsiel

    Die Mammo, MRT und alle bildgebenden Untersuchungen sind frühestens nach 6 Monaten möglich, hat man mir gesagt.


    Ich bin zweimal bestrahlt, bei beiden malen war eine Hautkontrolle, Abtasten, die Wärme der Brust abfühlen u ein Gespräch, mehr nicht. Aber alles kurz u knackig, du brauchst keine Angst davor zu haben.


    Alles Liebe

    Mariechen

  • Ja die Angst vor der Nachsorge wird uns denke ich noch länger verfolgen.

    Ich habe in 2 Tagen meine zweite Nachsorge und bin jetzt schon ganz hippelig. Zumal am 30.04. festgestellt wurde, dass meine Tumormarker erhöht sind😬.

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Greetsiel

    Meine Nachsorge findet alle drei Monate statt (Gespräch, Abtasten, Ultraschall).

    3 Monate nach meiner OP bekam ich durch den Onkologen ein Abdomen-Ultraschall.

    Jährlich Mammografie der gesunden Brust und ein Brust-MRT.

    Weitere bildgebende Verfahren werden nur im Verdachtsfall veranlasst. So wie bei mir....

    Im Mai hat er außerdem ein CT Abdomen und ein Knochenszinti veranlasst, da der Tumormarker bei mir angestiegen ist.

    Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen.

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Ich leide zur Zeit auch ganz schön unter dem "ganz normalen Nachsorge-Bammel".

    Das Warten auf die CT-Untersuchung, die noch eine ganze Weile hin ist. Aber merke einfach, wie unkonzentriert und fahrig und unruhig ich bin, schrecklich. Ich ärgere mich sehr über mich selber und meine - z Zt, hoffentlich vorübergehend! - eigene Unfähigkeit, "normal" wie früher zu sein.

    Noch vor nicht so langer Zeit war ich zumindest mehr beschäftigt, und der Kopf auch beschäftigt. Erst OP, dann jede Menge Untersuchungen, 2. OP ja - nein, Thrombose und Hautausschlag usw, also genügend hin und her zu laufen und zu erleben, sozusagen. Jetzt ist nix, außer Pillen schlucken, und dann halt dieser besagte Kontrolltermin.

    Dabei wollte ich doch gerade NICHT im Kopp derart auf diesen Termin schauen. Aber genau das tue ich nun.

    Dabei ist meine to-do-Liste ist so lang, und es ist für mich z Zt alles andere als einfach, meine Gedanken gut zu fokussieren.

    Daher versuche ich, mich mit klaren, deutlichen to-do-Listen über Wasser zu halten. Und ansonsten habe ich beschlossen, ich muss mir genügend Zeit geben, um ins Grüne zu gehen, auch wenn dann viel liegen bleibt. Dort habe ich Bewegung, und eine schier endlose Sisyphus-Naturschutz-Aufgabe auf einer Wiese, und bin von wunderschönen Blumen umgeben und kann immer wieder auch Vögel, Schmetterlinge und und und .... beobachten. Dann lebe ich vollständig im "hier und jetzt" und bin ruhiger und kann (fast) alles vergessen. Und nach Möglichkeit gehe ich bis ganz hinter zu meinem "Wunder-Baum". Danach ist zwar leider nicht wenig Zeit vom Tag vergangen, aber es geht mir zumindest besser.

    Naja, mit der Zeit renkt sich im Kopf hoffentlich alles besser ein, und ich bin nicht mehr so nervös.

    Am schönsten ist es für mich zwischen den Wurzeln meines "Wunderbaums", mit Blick in die Krone.

    Auch der Baum ist nicht mehr ganz gesund, so passen wir gut zusammen.

  • Oh man gistela

    Das tut mir leid. Ich habe deinen Beitrag erst jetzt entdeckt.

    Mir geht es momentan genauso. Seit 6.Mai springe ich im Viereck und versuche mich so gut es geht abzulenken.

    Diesen Mittwoch, bei meiner 2.Nachsorge bin ich in ein erneutes tief gefallen.

    Es steht bei mir ein Verdacht im Raum, der sich nun vermutlich erst am kommenden Dienstag bestätigt oder was ich hoffe entkräftigt.

    Aber ich kann so gut nachvollziehen wie es dir gerade geht. Unsere Ärzte wissen glaube ich gar nicht, was sie uns mit ihren sicherlich gut gemeinten Untersuchungen antun. Das ewige Bangen, zittern und warten bis man das Ergebnis hat zermürbt ungemein.

    Ich drücke dir die Daumen, dass es bald besser wird.

    LG Hanka

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Das manche Frauen Ängste vor der Nachsorge haben, ist ganz normal. Aber diese Ängste werden von den Leitlinien auch benutzt, um die Nachsorge auf ein MINIMAL herunter zu fahren. Keine andere Krebsart hat so wenig und so MINIMALE Nachsorge wie Brustkrebs.


    Andere Krebsarten haben 5 Jahre Nachsorge mit intensiveren Untersuchungen und wer die überstanden hat, gilt nicht nur als geheilt,sondern ist es auch.

    Anders bei Brustkrebs, da gilt man zwar auch nach 5 Jahren als "geheilt" obwohl das Risiko lebenslang bestehen bleibt.Bei Brustkrebs gilt "Geheilt ist nicht gesund, die Nachsorgen gehen weiter"

    Doch die Nachsorgen bei BK sind nicht optimal. Grund : Ermangelung von Studien mit intensiver Bildgebung ( mit unseren heutigen High-Tech-Geräten.)


    Deshalb sind die BK Nachsorge-Leitlinien zu schlecht. Diese berufen sich auf 2 alte Studien aus den 80-igern und 90-iger Jahren , da es andere Studien derzeit NICHT gibt. Gerade läuft eine italienische Studie zu verbesserter Nachsorge mit intensiver Bildgebung. Die Ergebnisse werden Ende 2021 erwartet.

    Dann wird sich bei uns hoffentlich auch die Nachsorge verbessern !!!! Patientenverbände fordern schon lange eine verbesserte Brustkrebs-Nachsorge. In den 1980-iger und Anfang der 1990-iger Jahren steckte die Bildgebung noch in den Kinderschuhen, war mit der Bildgebung von heute, die Tumore im mm-Bereich findet nicht vergleichbar...., aber daran orientieren sich die Leitlinien,weil es NICHTS ANDERES derzeit gibt.


    Nach den ur-ur-uralten Ergebnissen wurde die Überlebenszeit bei früh entdeckten Metastasen nicht verlängert, also sehen die Herren, welchen die Leitlinien schreiben, finanziell keinen Nutzen an den Untersuchungen. Es geht immer nur ums Finanzielle...:-(


    Und auffällig ist auch das bei den Brust-Kongressen in den USA ein Grossteil der Ärzte ( ältere) Männer sind.


    Ab nächstem Jahr wird die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung,die bisher jährlich war, nur noch alle 3 Jahre durchgeführt. Deutschland war fast Spitzenreiter in der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, das wird sich in den nächsten Jahren ändern, wenn die Vorsorge nur noch aller 3 Jahre bezahlt wird. Glück hat nur der, der es sich leisten kann, die Vorsorge als Selbstzahler weiter jährlich zu machen. Wie viel Prozent der deutschen Frauen das machen werden,ist unklar....der Rotstift und die Sparmassnahmen sind bereits in der Früherkennung angekommen!

  • Liebe @Toyota ,

    bei all dem Geschachere um Kosten wird auch völlig die Pyche der Frauen in den Hintergrund gestellt. Ich komme jedes Mal völlig frustriert aus der Nachsorge. Mein Arzt (Brustzentrum) tastet mal kurz die noch vorhandene Brust ab, "da ist nichts", obwohl ich definitiv Schmerzen in der Brust habe und macht nicht mal Ultraschall. Den würde er vermutlich nur bezahlt bekommen, wenn er auch was findet. Also muss ich auf die Mammographie im August warten (1 Jahr nach OP). Von MRT an der betroffenen Brust kann ich wohl nur träumen. Die Nachwirkungen der Behandlung (Ende Antikörper im Mai) interessieren ihn nicht. Meine Gyn macht alles auch nur auf Igel-Leistung. Ich fühle mich total ausgenutzt. An den Behandlungen haben alle gut verdient, ich war eine pflegeleichte Patientin. Jetzt bin ich nur noch ein Kostenfaktor und es interessiert niemanden, wie es mir geht. Das geht anderen Frauen sicher genauso. Das Zwicken und Zwacken hört nicht einfach bei Therapieende auf, aber das Interesse der Ärzte ist weg. Da soll man nur noch positiv denken, damit der Krebs nicht zurück kommt. Ist das alles, was modernen Medizinern zur Nachsorge einfällt? Da kann ich ja gleich Karten legen...

  • Liebe cat58 ....genauso ist es, Du sprichst mir aus dem Herzen.Das ist genau meine Erfahrung. Die Untersuchungen im Brustzentrum sind nur das Minimum. Wenn man an einer Studie teilnehmen soll, bekommt man nen Expresstermin, wenn man Schmerzen hat, muss man geduldig auf nen Termin warten. Viele Ärzte halten sich krampfhaft an den Leitlinien fest, haben wohl Angst,ne Untersuchung zu viel zu machen.


    An den Behandlungen verdient das BZ, Chemo und Antikörper sind ein gutes Geschäft für die Klinik, danach wird man heimgeschickt und komplett allein gelassen....da kann man glatt ganz gruselige Gedanken bekommen, wenn man mit Schmerzen nicht gleich dran kommt.

    Erst wenn man mit nem Rezidiv wieder im chemotherapiepflichtigen Bereich ist,wird die Patientin für die Klinik wieder interessannt.Also warten sie ab....

    Ich will diese Gedanken wegschieben, verdrängen...aber da ist so ein ungutes Gefühl.