Hallo... Bin auch wieder hier :-(

  • Ich weiß nicht wer sich noch an mich erinnert.... Vor über einem Jahr musste ich meine Mama in die Ewigkeit ziehen lassen.... Der Bauchfellkrebs war der Gewinner :-(
    Und jetzt schreibe ich als traurige Nichte... Meine Tante... Habe nur eine... Die Schwester von meiner Mama hat Eierstockkrebs und wenn ich sie richtig verstanden habe ist die Lunge auch schon betroffen. :-(
    Wasser mussten sie auch schon aus dem Bauchraum .... Lassen... Ziehen....
    Seit heute kriegt sie Chemotherapie. Eine OP soll sie auch noch bekommen.
    Ist es schlimm, dass ich keine Hoffnung habe. Dass alles gut wird??
    ;(

    Hoffnung stirbt zuletzt! Ich habe es echt versucht........ Aber so langsam geht es nimmer!

  • Hallo,


    ich sehe, dass du in der Nacht geschrieben hast. Es ist oft die Zeit, die uns das Tagestreiben vergessen lässt und wir uns
    mit den Problemen befassen.
    Ich bin nicht gut im Trösten. Ich glaube du schaust den Dingen, die auf dich zukommen realistisch ins Auge. Da wo es wirklich
    keine Hoffnung mehr gibt, würde ich immer die verbleibende Zeit nutzen und dafür sorgen, dass es der betroffenen Person so gut
    wie möglich geht. Ich stell mir die Frage: Warum Chemo, warum OP, wenn es keine Hoffnung gibt? Was will deine Tante? Was wollen die
    Ärzte? Diese Frage solltet ihr beide meiner Meinung nach miteinander klären.


    Ich schicke dir eine Portion Zuversicht, dass du die Kraft hast alles zu deiner und deiner Tante Zufriedenheit
    Regeln zu können. Für dich eine liebe Umarmung.

  • ich kann dir natürlich nicht sagen, wie schlimm es um deine Tante steht. Und selbst, wenn die Prognose nicht die beste wäre, kann ihr Weg noch "relativ" positiv verlaufen. Auch hier im Forum gibt es einige, die mit relativ schlechten Aussichten, den ärztlichen Prognosen ein Schnippchen geschlagen haben.
    Du kennst deine Tante, unterstütze sie mit deiner Familie, wie sie das möchte und hoffe immer das Beste. Nichts ist so unplanbar wie das Leben - und es ist vielleicht gut so, denn damit stehen uns viele andere Möglichkeiten noch offen...,, vorallem die, die wir nicht gleich sahen.


    Ich wünsche deiner Tante noch viele gute Möglichkeiten!!!


    Und nach deinem Avatarbild zu urteilen, scheinst du auch eine tolle Familie zu haben, die dir sicher Kraft gibt!
    Ich denke an euch!


    Liebe Grüße, viel Kraft und Zuversicht,
    Wölfin :hug:


    P.S. Versuche deine Tante nicht mit deiner Mutter zu vergleichen, auch wenn sich einiges ähnelt, jeder ist ein Individuum und hat seine "eigenen" Chancen!

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Danke euch Zwei!
    Nun, die Ärzte sehen gute Chancen..... Es bin ja ich.... Ich kann den Ärzten einfach nicht mehr wirklich glauben.....
    Chemotherapie wegen der Lunge, dann OP zur Entfernung der Eierstöcke und dann wieder Chemotherapie für...???

    Hoffnung stirbt zuletzt! Ich habe es echt versucht........ Aber so langsam geht es nimmer!

  • Hallo Milchvampir,


    mir geht es ähnlich. Vor 10 Jahren starb meine Tante (vät.) mit 61J an Eierstockkrebs. Es hat nur anderthalb Jahre gedauert, da hatte es sie hinweggerafft.
    Nun ist meine Mutter erkrankt. Was mich bei Deinem Bericht wundert, warum zuerst Chemo, dann die OP? Und warum haben die Ärzte mehr Hoffnung, als Du?
    Wie alt ist Deine Tante? Meine Mama, 72J, hatte sich nach der OP zunächst erstaunlich gut erholt und war zuversichtlich und tapfer.
    Obwohl nicht der ganze Tumor entfernt werden konnte und sie große Probleme hat, sich mit dem künstlichen Darmausgang abzufinden.
    Dann passierte beim Portlegen ein Pneumothorax (Lunge verletzt). Nun ist sie seit 4 Wochen schon in der Klinik.
    Ich sehe, wie es ihr schlecht und schlechter geht. Sie mag kaum essen und wird von Tag zu Tag grauer und weniger.
    Bald soll die Chemo beginnen. Wir sind alle völlig entkräftet.
    Trotzdem liegt meine Hoffnung darauf, daß die Chemo gut wirkt und der Tumor hoffentlich nur noch sehr langsam weiter wächst.
    Vielleicht ist bei Deiner Tante der Tumor nicht so aggressiv?
    Bei dieser schlimmen Krankheit kann nicht alles wieder gut werden.
    Aber eine Freundin sah es positiv: Wenn jemand weiß, daß nicht mehr viel Lebenszeit bleibt, so bietet das die Chance, sich zu verabschieden
    und die Zeit, die einem noch bleibt, bewußt zusammen zu erleben.

  • Das tut mir sehr Leid mit deiner Mama und der Tante. Ich bin(war) auch am Eierstockkrebs erkrankt. Bauchfell befallen und Metastasen im Bauchraum. Wurde nach Diagnose sofort operiert, hatte auch 6 Liter Wasser im Bauch (dadurch starke Schmerzen) .
    Das ist nun 2 Jahre her und mir geht es gut. Wurde mit Beginn der Chemo in eine Studie aufgenommen, und denke dass, das sehr gut war. War somit unter guter Überwachung ( CT).
    Du musst nicht so schwarz sehen, das kann bei deiner Tante ganz anders laufen wie bei ihrer Schwester. Allerdings solltet ihr jetzt mal über einen Gentest nachdenken. Ich habe den machen lassen, da meine Mutter auch Brustkrebs hatte. Das Ergebnis wollte ich aber nicht wissen. Nur wenn meine Tochter oder meine Nichten das mal wissen wollen, dann können wir das abfragen. Vielleicht informiert ihr euch da mal in Ulm.
    Im Moment habt ihr sicher viele andere Termine aber es kommen auch wieder bessere Zeiten.
    Wünsche euch alles Gute und Kopf hoch!
    Liebe Grüsse von Anni

  • Hallo Anni,
    und auch alle anderen natürlich.
    Habe einige Zeit nicht mehr reingeschaut, da jetzt, wo meine Mama endlich wieder zu Hause ist,
    jeden Tag ein kleines Stückchen Normalität wiederkommt. Eure Beiträge machen mir viel Hoffnung.
    Meine Mama wird auch an so einer Studie mit Überwachung teilnehmen.
    Vor der ersten Chemo nächste Woche haben wir alle etwas Angst, weil das Krankenhaus zum Ende hin so schlimm war.
    Eigentlich wollte meine Mama stationär bleiben, aber jetzt scheint kein Einzelzimmer frei zu sein. In dem Fall möchte sie abends wieder nach Hause.
    Inzwischen habe ich gelesen, daß ein stationärer Aufenthalt bei der Chemo auch Risiken birgt, wegen der Krankenhaus-Keime.
    Andererseits habe ich auch gelesen, daß man auf die Chemo allergisch reagieren kann. Meine Mama ist allergisch veranlagt.
    Und irgendwo habe ich was von brennenden Füßen als Nebenwirkung gelesen.
    Wieviel Sorgen muß ich mir wohl machen?
    Montag morgen hat sie die Vorbesprechung / Blutabnahme.
    Wie gut wird man da denn vorbereitet?
    Und wie beschäftigt man sich während der endlos langen Infusion?


    Danke Euch allen!

  • Hallo Sudo,
    ich selbst bin hier, weil ich an Gebärmutterschleimhautkrebs erkrankt war und mir nun erhofft habe hier Austausch mit "Gleichgesinnten" zu finden.
    Allerdings ist auch mein Mann an Krebs erkrankt ( seit Febr.2013 , CUP - Symdrom) und seit Festellung quasi in Dauerchemo. ( 1 mal wöchentlich ca 4,5 Stunden)
    Ich selbst brauchte keine Chemo, nur Bestrahlung.
    Um nun auf deine Fragen zu kommen....
    ein "Kribbeln" in Füssen und Händen stellt sich wohl fast bei jedem ein. Mein Mann hat es auch, auch lässt seine Feinmotorik so langsam nach . Besteck fällt ihm manchmal aus der Hand usw. Am Tag der Chemo ist er immer sehr müde und total gelb im Gesicht , am nächsten Tag rot , wie Sonnenbrand. auch so heiss.
    Mein Mann wird und wurde sehr gut vorbereitet und betreut. Vor der Chemo wird ja immer ein Blutbild gemacht, welches dann mit einem Arzt ausgewertet wird. Dieser gibt dann das ok, oder auch nicht, für die anstehende chemo. Er nimmt sich viel Zeit und beantwortet gründlich Fragen meines Mannes.
    Bei uns ist es so, das die Zimmer für die ambulante Chemo mit TV ausgestattet sind, auch liegen fast immer mehrere Personen auf einem Zimmer, bis zu 4, .Da ist dann Unterhaltung angesagt und wer das nicht will oder kann, schläft oder liest.
    ich drücke dir ganz doll die Daumen, das alles gut verläuft bei deiner mutter.
    ach so...fast hätte ich es vergessen.
    Linderung fürs Kribbeln in den Füssen bekommt mein Mann bissel durch seine "Maiskiste". Eine Plastekiste, die so bis 3/4 voll mit maiskörnern gefüllt ist . Barfuss mit den Füssen rein, so oft zeit dazu ist , und so bissel fussgymnastik drin machen.


    lieben gruss
    Annadora

  • Jetzt hat meine Mama die erste Chemo hinter sich. Ich finde, sie wurde sehr schlecht vorbereitet.
    Montags war sie in der Klinik zur Blutabnahme, aber es gab kein Einführungsgespräch.
    Später rief die Klinik an, sie solle am nächten Tag zum Gespräch kommen, damit die Chemo am Mittwoch laufen könne.
    Da hat meine Mama gesagt, sie wäre doch am Morgen da gewesen und würde nicht am nächten Tag schon wieder kommen, wenn sie doch am übernächsten Tag eh da wäre. Mittwochs kam sie hin und dann war die Klinik nicht vorbereitet. Erst ließ man sie 2 Stunden warten, dann hat sie rumtelefoniert und mein Vater hat beim Chefarzt Alarm geschlagen, schließlich kam eine Ärztin für das Aufklärungsgespräch. Dann sagte die, es müßten 24 Stunden zwischen dem Gespräch und der Infusion liegen, damit der Patient sich das mit den Risiken noch einmal überlegen kann. Meine Mutter ist ausgeflippt! Sie ist doch 4 Wochen lang in der Klinik gewesen und der Chemo-Termin stand seit 3 Wochen fest. Sie hat darauf bestanden, daß es jetzt endlich losgehen soll. Dann mußten erstmal die Medikamente zusammengestellt werden. Um 10:30 hatte sie dern Termin und um 16:30 haben die erst mit der Infusion angefangen. In so einer Situation eine Katastrophe! Am nächsten Morgen durfte sie wieder nach Hause. Die ersten 3 Tage ging es ihr gut, aber am 4. Tag bekam sie ganz schlimme Verstopfung. Dann hat sie ein Abführmittel genommen, ich glaube Lactose-Tropfen. Das wurde dann ganz schlimm. Vor allem mit dem künstlichen Darmausgang. 2 Tage lang war meine Mama total elend. Inzwischen geht es ihr besser. Sie war erneut zur Blut-Abnahme. Dann guckt sich mein Vater die Werte an und sieht, daß der Tumormarker fehlt. Unfassbar!! Er ruft in der Klinik an und bekommt gesagt, daß dieser Wert nur auf besonderen Wunsch getestet wird. Das kann doch alles nicht sein! Die nächste Chemo am 17.12. will meine Mama ambulant probieren. Im Augenblick nimmt sie ausserdem ein Nahrungsergänzungsmittel das ganz gut anschlägt.

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  • Hallo anni und sudo


    Anni, wie geht es dir?
    Sudo, wie geht es deiner Mutter?


    Bei meiner Tante verlief alles super, sie war wieder daheim, hatte im Dezember ihre OP und danach wieder Chemotherapie .
    Nun, sie hatte während der Therapie Sprachstörungen und sie dachten es sei von der Chemotherapie.
    Leider hat es sich so nicht bestätigt und seit neuestem ist die Diagnose ALS da.
    Tja wir sind erst mal geschockt und informieren uns jetzt erst mal......


    Euch weiterhin alles Gute.

    Hoffnung stirbt zuletzt! Ich habe es echt versucht........ Aber so langsam geht es nimmer!

  • Danke der Nachfrage. Hänge nur zur Zeit etwas in der Luft, und kann nicht sagen dass es mir gut geht. Nach angestiegenen Tumormarker am 10.6. hatte ich am 16. CT. Noch ein Tag vor meinem Urlaub war bei meinem onko Besprechung. Er meinte es ist zwar gut dass es keine tumoraktivitaet gibt aber ganz kann er nicht Entwarnung geben, da das Brauchwasser zugenommen hat. Hab dann einen Termin Anfang August bekommen und eine Woche vorher labor.
    Da ich sehr angespannt bin habe ich letzte Woche noch mal den TM bestimmen lassen und warte nun täglich auf einen Anruf meines onko.
    Bis heut ist der Befund nicht da


    Wünsche euch alles gute
    Anni

  • Liebe Anni,
    Ich denke an dich und drücke dir für August ganz fest die Daumen!
    Liebe Grüße und ein gaaaaanz dicker Drücker von mama63



    Jetzt habe ich vor lauter Aufregung, dass es dir nicht gut geht, die Hälfte vergessen zu schreiben. Also nochmal, sorry.
    Also wass ich bis jetzt so mitbekommen habe, kann es verschiedene Ursachen haben, wenn der TM ansteigt. Davon
    sollten wir erst einmal ausgehen, dass es auch etwas völlig harmloses sein kann.
    Und dann hat man auf dem CT nichts gesehen, dass ist ja schon mal super.
    Das Warten auf einen Anruf ist extrem belastend, das kenn ich auch. O Mann, ich wünsche dir so, dass du gute Nachrichten
    Bekommst!
    Alles Liebe von Mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

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