Angst vor Eierstockkrebs :-(

  • Hallo ihr Lieben...


    ich habe derzeit große Angst vor Eierstockkrebs.
    Warum, wieso, weshalb? Das möchte ich euch nun kurz niederschreiben:


    Ich bin 37 Jahre alt und Mama eines 7jährigen Sohnes.
    Letztes Jahr im August fing es mit den Beschwerden an... mir war immer unterschwellig übel, fühlte mich schon lange müde und schlapp (das allerdings bestimmt schon ein ganzes Jahr) und hatte immer ein "Brennen" im unteren rechten Bauch, wenn ich die Beine im Liegen anstelle/anwinkle, drückt es dort. Beim Sex bekam ich Schmerzen, als wenn mein Mann dort irgendwo gegen stösst. Also ging ich zum Hausarzt, dieser tippte auf etwas Gastroenterologisches, da ich auch Verdauungsstörungen habe (Blähungen und laute Magen- Darmgeräusche). Also ging ich zum Gastroenterologen. Dort wurde der Magen gespiegelt und eine Sonographie vom Bauch gemacht. Alles ohne Befund. Da sich meine Beschwerden nicht legten, ging ich zu meinem Gynäkologen. Dieser machte einen vaginalen Ultraschall und eröffnete mir, es sei alles in Ordnung. Es verging Weihnachten und Silvester, im Januar 2014 ging es mir immer noch nicht besser und ich nahm auch etwas Gewicht ab. Ich ging wieder zum Hausarzt, dieser schob mich nun langsam in die Psychoschublade, weil ja nix gefunden wurde. Nachdem er rechts auf meinen Bauch drückte und ich leise "Autsch" sagte, gab er mir eine Einweisung ins KH in die Chirurgie, Verdacht auf chronische Blinddarmentzündung. Ich also ins KH, Blutwerte, Ultraschall und Darmspiegelung ohne Befund. Zum Schluss musste ich nochmals mich beim Gyn vorstellen. Der Gyn machte eine Doppleruntersuchung mit dem Vaginalstab. Als er rechts gegen mein Ovar kam, hatte ich grosse Schmerzen. Er sagte, das ist nicht der Blinddarm, der Ihnen weh tut, das ist Ihr Ovar. Das rechte Ovar war auch stärker durchblutet. Er sagte, ich soll in 6 Wochen zu ihm zur Kontrolle kommen. In den 6 Wochen bemerkte ich öfter Nachts einen kalten Schweiß und ich klebte davon auf der Haut. Als die Zeit rum war, entdeckte ich einen Knoten in meiner rechten Brust, einen Tag später hatte uch den Termin beim Gyn. Ich zeigte ihm den Knoten und es wurde eine Biopsie gemacht. Das Ovar guckte er eher schnell zwischendurch an und meinte, es wäre nicht mehr so doll durchblutet. Es war Brustkrebs. Bis Mitte August hatte ich Chemo, auch während dieser Zeit, bis heute, hatte und habe ich weiterhin die oben beschriebenen Symptome. Bisweilen haben 3 verschiedene Gyns einen Ultraschall gemacht. Letztere mit Dopplerultraschall und sie sagte, der rechte Eierstock wäre grösser und stärker durchblutet. Mittlerweile habe ich die Brust OP geschafft und es wurden keine Krebszellen mehr nachgewiesen. Was bleibt sind die Beschwerden und gestern hatte ich wieder kalten Nachtschweiß. Jetzt hab ich große Angst. Der rechte Eierstock soll in ein paar Wochen raus... hab solche Angst, dass es Eierstockkrebs ist!!! Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu lesen... ich bauche euch jetzt ganz doll!!! Liebe Grüße Andrea ;(

  • Hi Andrea,


    ich kann deine Ängste gut verstehen. Auch wenn ich nicht glaube, dass du Eierstockkrebs hast. Erstens ist dieser Krebs wirklich recht selten, circa 8000 neue Betroffene im Jahr. Zweitens müsste er sich dann während deiner Therapie entwickelt haben, was sehr unwahrscheinlich ist. Und zu guter Letzt merkt man diesen Krebs eigentlich erst dann, wenn er ziemlich weit fortgeschritten ist, was bei einer kleinen Veränderung eines Ovars nicht der Fall wäre. Das klingt dann eher nach Zyste oder sowas, die machen auch in kleinen Varianten schon mal Schmerzen. Und wenn es doch ein Ovarialcarzinom sein sollte, wäre es offenbar in einem so frühen Stadium, dass es mit der OP ohnehin erledigt wäre. Bei Grade 1 folgt keine Chemo. Wird halt nur sehr selten in diesem Stadium diagnostiziert.


    Ich glaube wirklich nicht, dass du dir da Sorgen machen musst. Klar sind die Beschwerden auch so nicht schön und du musst die Ursache klären lassen. Aber Eierstockkrebs wird es nicht sein.


    Liebe Grüße
    Ina

  • Hallo Ina!


    Ach lieben Dank das Du antwortest.


    Weißt Du, die Beschwerden hab ich ja schon seit letzem Jahr August. Ich habe auch gelesen, das sich zuerst Eierstockkrebs entwickeln kann und dieser dann sozusagen in die Brust streut.
    Naja und dann zum Thema selten, ich habe die BRCA 2 Genmutation und Brustkrebs in meinem Alter ist auch eher selten. Nur sind Krebserkrankungen in unserer Familie keine Seltenheit. :-(
    Und diese Mutation spreche wohl eher für Eierstockkrebs, so wurde es mir auch bei der genetischen Beratung gesagt. Daher soll ich eine beidseitige Mastektomie mit Entnahme der Eierstöcke vornehmen.


    Leider passen ja auch meine Beschwerden, wie Übelkeit und Blähungen dazu, sowie auch der blöde Nachtschweiß.
    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin der glücklichste Mensch, wenn es nicht so ist, ja bitte, bitte, bitte!!!
    Ich wollte euch nur schreiben, das meine Ängste nicht ganz unbegründet sind.


    Ganz liebe Grüße
    Andrea

  • Hallo liebe Andrea,


    atme mal ganz tief durch , ich kenne jedes einzelne Symptom. Übelkeit , Blähungen, laute Magen /Darmgeräusche. Schweißausbrüche. Das ist kein Eierstockkrebs !
    Ich habe 4 Jahre gebraucht, um endlich die Ursache dafür zu finden. Ich hatte ebenfalls eine Magen /Darmspiegelung o.B.. Ebenfalls wurde bei mir auf Blinddarm
    getippt , auch o. B.Und schliesslich bin ich auch in der Psycho Ecke gelandet ;(
    Was Dich da so quält und fertig macht sind Deine Hormone. Lass mal ein Tagesprofil machen . Das heißt 4 Blutentnahmen über den ganzen Tag. Bei mir war das die
    Ursache. Morgens waren meine Werte noch im oberen normalen Bereich. 4 Stunden später waren die Werte bis auf den unteren normalen Bereich abgerutscht . Tja,sagte
    mein Gyn ,das ihnen kotzübel wird glaube ich gern. Und wie hat man Dir geholfen ,wirst Du Fragen. Antwort :Gar nicht . Ich plage mich, seit ich 34 Jahre bin damit rum. Jetzt
    bin ich 46 und die unterschwellige Übelkeit habe ich immer noch schlimm wenn ich meine Tage habe, sonst erträglich. Was würde denn helfen ? Antwort : Hormone -.-
    Die aber darf ich nicht nehmen, da mein Krebs hormonsensitiv ist. Etwas Fencheltee , wenn die Blähungen ganz schlimm sind etwas Kamilletee für den Magen mehr gönn ich mir
    nicht . Je mehr Angst du hast, desto schlimmer wachst Du schweißgebadet auf. Das kenn ich noch aus der Zeit meiner Brustkrebsdiagnose. Auch in meiner Familie gibt es Brustkrebs,
    Eierstock und Gebärmutterkrebs. Ich habe gerade eine intensive Untersuchung von beiden hinter mir. Ich werde mir beides in 5 Jahren vorsorglich entfernen lassen. In der
    zwischenzeit wird alle 6 Monate mit dem Ultraschallstab das ganze beobachtet und Tumormarker laufen alle 3 Monate durch. Ich bin entspannt was das angeht. Ist bei dir denn
    kein Tumormarker der Eierstöcke gemacht worden ?
    Lass Dich einmal fest umarmen und dir ganz viel Kraft geben. Du wirst sehen ,es ist nichts schlimmes. :hug:


    Lieber Gruß
    Fidi

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

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  • Schön von Dir zu lesen, dass Du die Chemo und OP hinter Dir hast . Es tut mir leid , dass Dir wieder etwas Neues Angst
    macht.Deine Angst kann ich gut verstehen . Nach unserer Krebsdiagnose ist man sensibler und ängstlicher .
    Lass Dich erst mal drücken. :hug: . Ani und Fidi haben Dir schon einige Antworten gegeben. Dem kann ich nichts mehr
    hinzufügen ausser Dir die Daumen drücken dass da nichts schlimmes ist.
    Sei ganz lieb gegrüsst, schicke Dir noch ganz viel Mut und positive Energie mit :P :hug:
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo liebe Andrea :)


    ich kann das gut verstehen und nachvollziehen, das du Angst hast!!!
    Bestimmte Gen-Mutation erhöhen das Risiko....also ist deine Angst auch berechtigt,
    aber es hätte z.B. unter der Behandlung mit Chemo schon eine Veränderung geben
    müssen und somit sieht es eher weniger danach aus.


    Frauen, die das BRCA 1 Gen tragen, erkranken sehr häufig an Ovarialkarzinom.
    Beim BRCA 2 Gen ist das Erkrankungsrisiko für ein Ovarialkarzinom geringer als
    beim BRCA 1.


    Ich habe gesehen, dass du aus Berlin kommst und das C.... in Berlin gehört zu den
    12 führenden Zentren für Familiären Brust-und Eierstockkrebs.
    Ich denke das weißt du bestimmt, wahrscheinlich bist du auch dort vorstellig
    geworden.


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es eine Harmlose Erklärung gibt, wie schon
    jemand geschrieben hat. Es deutet viel darauf hin dass es gut ist!!!!
    Sei einmal herzlich in den Arm genommen :hug:


    Füge dir aber noch den Link von BRCA Netzwerk ein:


    http://www.brca-netzwerk.de/familirer-eierstockkrebs.html


    Grüßle :) Ika :)

  • Hallo Fidi,


    Danke auch Dir für Deine Antwort...
    Ich hab trotzdem ein "aber"... aber bei mir ist der Eierstock vergrößert und stärker durchblutet, ich hab da einen brennenden Schmerz und wenn man gegen kommt, tut das ungemein weh... nur rechts, auf der linken Seite nicht... das kann man ja leider nicht untern Teppich kehren. ;(


    Liebe alesigmai, ja ich war lange nicht mehr hier, mir ging es nicht gut und gehts ja leider immer noch nicht.
    Vielen Dank und ich drück Dich zurück. :hug:


    Liebe Grüße von Angsthase Andrea...



    Huhu Ilka!


    Danke, danke... auch an Dich.


    Hmmm, also der linke Eierstock ist durch die Chemo ganz klein und eingetrocknet, der rechte Eierstock war größer und stark durchblutet, so sagte die Gyn nach der letzten Untersuchung nach Chemotherapie. Das war schon komisch... sie meinte auch, der soll am besten raus. 8|


    Wieso? Hätte die Chemo ihn verkleinert oder wie? Aber wir BK Frauen bekommen doch eine andere Chemo als die EK Frauen... oder oder oder ?(


    Ach tut mir leid, bin nur so ängstlich. Vor Allem weil es mir so beschxxx geht...
    Ich will euch nicht nerven.


    Liebe Grüße
    Andrea

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  • Liebe Andrea :hug:


    dein Gyn hat schon recht, dass der Eierstock entfernt werden sollte,
    würde ich auch für mich wollen.
    Natürlich wäre die Gabe der Chemo eine andere/andere Zusammensetzung
    beim Ovarialk, aber es kann unter der Therapie eine Veränderung geben,
    wenn der Eierstock eine TU Veränderung hätte. Chemo ist ein Zellgift, das
    eben auch andere Zellen angreift.................
    Zysten reagieren normalerweise nicht auf Chemo......und das würde mich
    ein wenig beruhigen!
    Daher kann ich deine Angst absolut verstehen und die Zeit bis zur Gewissheit
    kann schon ganz schön an einem nagen und das es dir beschxxx geht ist wohl
    allen klar!!!
    Du nervst nicht, dass das klar ist :!:

    Grüßle :) Ika :)

  • Danke nochmals liebe Ika... ;)


    Übrigens, eine Zyste wurde ausgeschlossen... hab ich nicht... die wäre auch nicht durchblutet, sondern mit Flüssigkeit gefüllt... diese lassen sich ja meist gut Schallen. Laut den Ärzten war da aber nix am Eierstock an Zysten zu sehen.


    Ich muss wohl zittern... schon wieder. Ich hab das so satt!!!


    Liebe Grüße
    Andrea


    PS wer von euch hier hatte denn EK? Danke das ihr so lieb geantwortet habt. :hug:

  • ja....genau liebe Andrea, eine Zyste wird normalerweise nicht durchblutet.
    Meist lassen sich die Zysten gut schallen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel!
    Ich drücke die Daumen, das Zittern würde ich dir gerne nehmen.
    Grüßle :) Ika :)

  • Liebe Andrea,
    lass dich mal in den Arm nehmen. :hug: Mensch du tust mir so leid. Gerne würde ich dir helfen aber mit deinem Problem kenne ich mich gar nicht aus. Ich wünsche dir das du bald Klarheit hast und die ständigen Schmerzen aufhören.
    Lg Keinohrhase

  • Du schreibst, dass Dein linker Eierstock sich stark verkleinert hat , evtl durch die Chemo ? Ich zum Beispiel hatte nach der
    Vorletzten Chemo Hitzewallungen , die ich bis dahin garnicht kannte. Da hatte mir unsere Oberärztin erklärt, dass die
    Eierstöcke ihre Hormonproduktion eingestellt hatten, und ich deshalb diese Hitzewallungen hatte. Das wäre eine Neben
    wirkung der Chemo.


    Es könnte doch sein , dass der rechte Eierstock die Funktion des linken mitübernommen hat und sich somit vergrössert hat,als Ausgleich.
    Das wäre doch möglich- frag Deinen Arzt mal.
    Viele liebe Grüsse nochmal und :hug:
    Gute Nacht - schlaf gut :sleeping:
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

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  • Liebe Andrea,


    ich habe Deinen Beitrag gelesen und kann einigermaßen mit Dir mitfühlen ^^ . Habe selbst BRCA und ganz zu Beginn vom Brustkrebs wurde bei mir etwas am Eierstock gefunden, dass im Pet_CT leuchtete und auch auf dem Ultraschall sichtbar war. Jetzt ist es weg. Mit den Jahren wo auch nichts gekommen ist bin ich ein wenig drüber hinweg, aber ein Rest mulmiges Gefühl bleibt doch.


    Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du und Deine Gyn darüber nachdenken Deinen Eierstock prophylaktisch wegen BRCA entfernen zu lassen? Oder was bedeutet es, wenn sie sagt, "der soll am besten raus" ? Mir ist das aus Deinem Beitrag nicht ganz klar geworden.


    Gerne würde ich Dich mit meiner Geschichte trösten oder auch mit Fakten und Dir sagen, "ach komm, dass wird schon nichts sein", einfach nur, weil ich Dir wünsche, dass Du etwas zur Ruhe kommen kannst und weil ich Dir von Herzen das beste Wünsche :) . Aber ich bin kein Arzt und kann mir weder aus der Ferne, noch aus dem was Du schreibst ein Urteil über Deine Eierstöcke erlauben. Und selbst wenn - habe ich fast das Gefühl, dass ich damit nicht zu Dir durchdringen würde. Kurz und gut, klar kann ich Dir jetzt mit Fakten kommen, aber ich denke die Aufgabe, oder Dein Weg könnten zusätzlich auch etwas anderes sein.
    Bei mir war der Weg nach dem positiven BRCA Ergebnis diese Unsicherheit auszuhalten und damit zu leben, dass es nun doch andere Risiken gibt. Ich habe gelernt achtsam mit meinem Körper umzugehen, also tatsächlich auf mich zu achten, ohne direkt in Panik zu verfallen und den eigenen Körper als Zeitbombe oder gar als Bedrohung zu sehen. Dazu gehört allerdings auch, dass ich abklären lasse, was mir abklärungswürdig erscheint. Aber das ist halt ein Weg, der ist lang und auch ich falle immer wieder zurück. :rolleyes: Wie steht es damit bei Dir, kannst Du damit was anfangen, was ist Dein Weg? Was könnte Dir gerade helfen?


    Was mir außerdem hilft ist ein kompetentes Team im Rücken zu haben, da gibt es das Familiäre Brustzentrum (die die Nachsorge machen) meinen Gyn und das Team der Klinik in der ich operiert wurde und Chemo hatte. Wichtig ist mir dabei das Gefühl, dass ich mit all meinen Fragen - mit den zu den Fakten, aber auch mit meinen Ängsten - zu ihnen gehen kann. Und ich versuche in ihre Fähigkeiten und Erfahrungen zu vertrauen, mich da ein wenig Fallen zu lassen. Aber genauso wichtig ist es wenn man wirklich unsicher ist sich nicht zu scheuen eine Zweitmeinung zu holen. Bist Du denn gut angebunden an ein Nachsorgezentrum, besteht vielleicht sogar die Möglichkeit nochmal in Deine Klinik zu gehen und dort zu fragen? Manchmal kann so ein ruhiges Gespräch mit dem Arzt in Ruhe, der einem erklärt, warum und was und wie auch schon "Wunder bewirken" und Ruhe in die Sache bringen, egal ob die Eierstöcke nun nun rauskommen oder drinnen bleibt. Dafür sind die Ärzte auch da, man muss es nur manchmal einfordern, weil die ja doch immer schrecklich viel zu tun haben :D . Also frag sie einfach, was bedeutet durchblutet, was bedeutet geschrumpft, was ist ihr konkreter Rat für mich usw.


    In kurz Zusammenfassung: versuche im guten Kontakt mit all Deinen Ärzten zu bleiben, stelle alle Deine Fragen, und äußere Deine Bedenken dort solange bis es für Dich wirklich wirklich gut ist. Lass ein Stück Deiner Befürchtungen auch bei ihnen im Behandlungszimmer, und trau Dich etwas abzugeben :) . Und trau Dich vielleicht auch Deinem Körper wieder zu trauen, nicht blind, aber dennoch. Ich hab die Erfahrung gemacht, egal was kommt, Vertrauen hilft wirklich. Puh klingt das kitschig :D


    Und Du hast recht BRCA ist selten und Brustkrebs in jungen Jahren ist auch selten, aber zusammen wird ein Schuh draus: Bei vorliegen von BRCA, tritt Brustkrebs häufig schon in jungen Jahren auf . So betrachtet ist es doch nicht selten. Und ein Glück gibt es auch kein Naturgesetz, dass sagt, wenn einer mal was seltenes hatte bekommt er gleich nochmal was seltenes, hm ;) ^^ .



    :hug: ganz herzliche Grüße :hug:
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Hallo Andrea,


    ich habe Eierstockkrebs oder hatte Eierstockkrebs... ich weiß nie was ich dazu sagen soll, denn gerade dieser Krebs ist ja sehr anhänglich. Jedenfalls habe ich die Chemo hinter mir und bin noch in der Antikörpertherapie.


    Ich habe während meiner Therapie einen ganz guten Überblick bekommen über die Therapien der Brustkrebs-Frauen, denn die waren natürlich immer viel zahlreicher als die Ovarial-Damen. Die angewandten Medikamente sind teils identisch, teils sehr ähnlich. Die Brustkrebspatientinnen haben, genau wie ich, je nach Situation Paclitaxel und/oder Carboplatin bekommen oder auch Epirubicin.


    Insofern müsste sich dein Eierstockkrebs während der Chemo weiter entwickelt haben. Und das während dein Brustkrebs gut auf die Medikamente anspricht. Kann ich nicht glauben.


    Und dein Brustkrebs war auch kein gestreuter Eierstockkrebs, denn auch Metastasen sind noch die ursprünglichen Zellen. Und die einzelnen Krebsarten sind unterschiedlich. Lungenkrebs, der in die Leber streut, ist auch in der Leber noch Lungenkrebs und nicht Leberkrebs. Genau wie Knochenmetastasen bei Brustkrebs kein Knochenkrebs sind. Deshalb gibt es ja überhaupt die ganzen unterschiedlichen Chemotherapeutika. Wenn die Zellen immer gleich wären, würde ja jeder Krebs auf das selbe Medikament ansprechen.


    Ich kann deine Ängste wirklich besser verstehen als du denkst. Ich habe derzeit Nacken- und Kopfschmerzen, seit zwei Tagen Schwindel. Und natürlich denke ich mir gruselige Sachen aus, warum wieso weshalb das so ist. Ich wär da auch gerne entspannter.


    Liebe Grüße
    Ina

  • Hallo Madita & Ina!


    Danke für eure tollen Antworten.


    Madita, die Eierstöcke sollten prophylaktisch eigentlich erst in ein paar Jahren raus.
    Da dieser aber eine Veränderung aufweist, soll er zumindest schon mal raus genommen
    werden. Den anderen würde ich noch etwas drin lassen und später auch entfernen lassen.


    Hatte schon wieder kalten Nachtschweiß. Das macht mir Angst und mein Husten geht auch
    nicht weg. Den hab ich jetzt seit meiner Mastektomie vor gut 2 Wochen. Ein trockener Reizhusten
    der mit nix zu bekämpfen ist. Ich bekomme jetzt schon 50mg Kortison, schlägt überhaupt nicht an.
    Ich kann gar nicht richtig einatmen dann muss ich permanent husten. Da hab ich nun langsam auch
    Kopfkino... :-(


    Ich wünsche euch allen einen schönen Wochenstart!!!


    Liebe Grüße
    Andrea :hug:

  • Hallo liebe Mädels,


    Ich hatte meine Frage auch in einem anderen Eierstockkrebs-Forum gestellt.
    Dort wurde mir geschrieben, meine Beschwerden wären eindeutig und ich soll mich nun so schnell wie möglich in einem Zentrum für Eierstockkrebs vorstellen.


    Ohjee, mein Kopf... jetzt hab ich doch wieder Panik, vor allem weil diese ollen Schmerzen da unten und das ewige Bauchgegrummel nicht weg gehen und mir geht's seit Wochen echt bescheiden... fühl mich so krank. In der Klinik lieg ich immer noch und es wurden noch keine weiteren Untersuchungen gemacht... was mach ich jetzt bloß am Besten?


    Ich kann hier ja nicht einfach abhauen. Warum kanns mir nicht einfach mal gut gehen...


    Ich drück euch.
    Andrea
    :hug:

  • Es tut mir leid ,dass es Dir nicht gutgeht und Du nicht zur Ruhe kommst. Lass Dich mal :hug: und :hug: .Du hast in letzter Zeit auch viel mitgemacht.
    Du schriebst in Deinem erstem Beitrag dass ein Eierstock entfernt weden sollte, weil er verändert ist. Du liegst noch im Krankenhaus, wenn ich das richtig lese.
    Besteht da nicht die Möglichkeit mit den Ärzten zu sprechen, dass der Eingriff schon früher gemacht wird. Mit einer Bauchspiegelung könnte das doch abgeklärt
    werden was da los ist.Du hättest dann endlich Klarheit und kannst vielleicht zur Ruhe kommen.
    Weil der Eingriff ja eh gemacht werden sollte, würde es doch jetzt möglich sein oder ? dann bräuchtest Du kein weiteres Mal ins Krankenhaus.
    Warte erst mal ab und lass Dich nicht durch das Internet verrückt machen. je mehr man im Internet liest ,desto mehr Angst kriegt man.
    Ich kann Deine Angst verstehen und auch dass Du im Internet recherchierst. Aber dort steht so vieles,und meistens auch das Schlimme und Negative.
    Lass Dich davon nicht runterziehen.
    Ich drücke Dir die Daumen,dass es Dir gelingt mit den Ärzten zu sprechenund dass das bald abgeklärt werden kann.
    Schicke Dir noch ein dickes Mut und Kraftpaket :love: und wünsche dir dass Du bald zur Ruhe kommst ,damit es Dir bald wieder besser geht.
    Ganz viele liebe Grüsse und gute Nacht. :sleeping:
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Huhu alesigmai,


    Ich spreche doch ständig mit dem Arzt, auch über die Beschwerden im rechten Unterbauch, aber irgendwie nimmt das keiner so ernst. Ich versteh das nicht?


    Ich kanns heute nochmals versuchen... konnte die ganze Nacht nicht schlafen.


    Liebe Grüße
    Andrea