Darmkrebs - Vom Betroffenen zum Angehörigen

  • Guten Abend ihr Lieben,


    es ist sehr merkwürdig jetzt plötzlich hier zu sitzen und eine Doppelfunktion einzunehmen.


    Ich war in letzter Zeit etwas still, hier kommt der Grund:
    Bei meinem Papa wurde Darmkrebs diagnostiziert.


    Das haut mich völlig aus den Socken. Er ist erstaunlich gefasst und meinte nur: "Egal was kommt, an dir habe ich ja gesehen, dass alles machbar ist."
    Heute habe ich mich den ganzen Tag mit dem Mist beschäftigt und habe auch schon mit dem KID telefoniert, weil mir vieles unklar war und ich nicht das Gefühl hatte, dass mein Papa gut aufgeklärt wurde. Mittlerweile habe ich aber eher das Gefühl, dass er viel zu wenig in der Thematik drin ist (logischerweise), um die wichtigen Fragen zu stellen, oder auch zu geschockt, um es wirklich aufzunehmen. Wer könnte das besser verstehen, als ihr und ich?
    Vielleicht spielt in meine Infolücken auch hinein, dass er mir wohlmöglich nicht alles sagt, um mich zu schützen.


    Morgen jedenfalls wird er operiert und es soll sehr viel Dickdarm, inklusive aller Lyphknoten, weggenommen werden.
    Ich werde morgens direkt zu ihm fahren und mir mit ihm zusammen nochmal einen Arzt krallen, weil da offene Fragen sind, die wohl eher vor so einer großen und - im wahrsten Sinne des Wortes- einschneidenden OP geklärt sein sollten.


    Es ist völlig verrückt - ich selbst habe mich nie als bedroht betrachtet, geschweige denn habe ich über den Tod nachgedacht und bei meinem Papa ist es mein erster Gedanke, was wohl kommt. Ist doch irgendwie paradox oder?


    Ich habe sehr viel Angst um meinen Papa und hoffe einfach, dass morgen alles gut verläuft und am besten nichts ganz zu Böses hinterher heraus kommt, damit er keine Chemo machen muss...


    Bitte drückt eure Daumen mit, ja?


    Gute Nacht,
    Sonja

  • Liebe Sonja,
    viel mehr kann und will ich hier nicht schreiben - ich verstehe deine Gefühl voll und ganz, meine Daumen sind ganz fest gedrückt für morgen - alles andere habe ich dir grade per pN geschrieben.
    :hug: :hug: :hug:


    Antje

  • Liebe Sonja,
    es tut mir so leid, dass nun auch dein Papa an einem Tumor erkrankt ist. Ich finde es toll, wie du dich um ihn kümmerst und versuchst an alle wichtigen Infos zu kommen. Dafür wünsche ich dir viel Kraft und Energie - aber bitte denke daran, dass du selbst immer noch in Behandlung bist. Deine Anwesenheit und deine Vorbildfunktion sind für deinen Papa sehr, sehr wichtig. Und ich finde es schön, dass er dir das so gesagt hat.
    Natürlich drücke ich deinem Papa für heute ganz fest die Daumen und schicke auch dir jede Menge positiver Energie.
    Sei ganz lieb umarmt und :hug: von der
    Angie

  • liebe Sonja,


    auch meine Daumen sind für dich und deinen Papa gedrückt. Ich werde für euch beten, denn mir hat das immer viel geholfen. Es ist schwer, betroffen zu sein.... und als Angehörige machen wir ebenfalls schwere Zeiten durch. Dafür wünsche ich dir die Kraft, alles was du brauchst zu erhalten. Sei es ein Gespräch mit den Ärzten, eine Umarmung oder Ruhe in den Gedanken, die kreiseln.


    Ganz besonders wünsche ich dir Achtsamkeit für dich, ruhe dich aus wo es möglich ist. Dein Papa profitiert, wenn du dich nicht zu sehr - zersorgst. :hug:
    liebe Grüße und ein paar Kraftpakete für dich und deinen Papa, und euch alle die es brauchen
    von
    phönix

    Gemeinsam ist ein schwerer Weg nicht kürzer, aber er ist leichter zu gehen. :)

  • Liebe Sonja,
    mensch das tut mir sehr leid das dein Papa solch eine Diagnose erhalten hat. Ich kann dich gut verstehen das du dir große Sorgen machst und alle Informationen einforderst. Aber denk auch an dich und sei achtsam mit dir so hilfst du deinem Papa am besten.
    Ich denke an euch und drücke ganz feste die Daumen.
    Fühlte dich gedrückt und umarmt. :hug:
    Lg Claudia

  • ich wünsche deinem Papa alles Gute und sende euch ganz viel Kraft und Energie. Vor allen Dingen erst einmal für die große Op heute. Ich könnte gar nicht sagen was schlimmer für mich wär. Selbst betroffen zu sein oder einen so nahen Verwandten in dieser Situation zu sehen. Ich möchte es hoffentlich nie erleben. Aber gerade hier im Forum sehe ich ja, dass auch dieses ganz schnell eintreten kann.
    Du bist eine starke Frau und wirst deinem Papa gut zur Seite stehen und für ihn da sein. Aber wie die anderen schon schrieben, denk auch an dich. Du hast durch deine eigene Geschichte natürlich einen viel tieferen Einblick in die Materie, die dein Papa ja erst bekommen muss. Du bist auf jeden Fall ein großes Vorbild für ihn und er hat viel Mut und Kraft durch deinen Umgang mit der Krankheit.
    Viel Kraft für eure ganze Familie, fühl dich ganz lieb umarmt. Angela :hug:

  • ich bin erschüttert, als ich das hier las - und erstmal sprachlos...


    Es tut mir so leid für euch!
    Und gleichzeitig spüre ich die Stärke von deinem Vater und denke, die hat er schon Sonja weitergegeben und die kannst du ihm jetzt auch ein bisschen wieder zurückgeben.
    Ich glaube, ihr seid ein starkes Team, egal was kommt! Ihr meistert das!


    Aus deinem Beruf heraus und der eigenen Erkrankung willst du alle Infos über seine Erkrankung haben ... Infos sind zwar gut, aber oft auch too much. Manches ist vielleicht besser auf sich zukommen zu lassen. Achte auch auf dich, bitte!


    Ich werde auch für euch beten und an euch denken und ganz viel positive Energie senden!
    Ihr seid ein starkes Team !!!


    Alles, alles Liebe
    Wölfin :hug:

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Liebe Sonja,


    ich drücke ganz fest die Daumen und fühle dich umarme :hug:
    Ich wünsche deinem Papa alles GUTE für die OP. Dass die OP
    so gering wie möglich ausfällt und der Befund klein bleibt.
    Sei nochmal umarmt :hug: und ich denke an deinen Papa und auch an Dich.
    Es ist nicht verrückt……….um die Familie machen wir uns meist mehr Sorgen,
    als um uns selbst.
    Gib gut auf Dich acht!!!


    Grüßle :) Ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • Liebste Sonja,


    ich kann gut verstehen, wie Du Dich jetzt fühlst. Denn es ist so schwer, wenn jemand, den man liebt, plötzlich solch eine Diagnose bekommt.


    Fühl Dich ganz lieb :hug: - und meine Daumen sind heftigst für Euch alle gedrückt.


    Herzliche Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Liebe Sonja,
    nur zu gut kann ich Dich verstehen! Auch mein Vater hatte Darmkrebs. Auch ich war damal für ihn und meine Mutter da. Mit dem großen Unterschied dass ich zu der Zeit noch gesund war. Ich drück' Euch die Daumen!!!!!
    Pass gut auf Dich auf!!!! Meine Gedanken sind bei Dir.
    Herzliche Grüße
    Lisa

  • :love:
    Dir bleibt in so jungen Jahren aber auch wirklich nichts erspart. ;(


    Deine Familie muss aber jetzt aufhören, beim Unglück verteilen "hier" zu rufen. Für Euch reicht es jetzt wirklich!


    Ich weiß wie du dich heute fühlst - vor 3 Jahren war ich auch betroffene Angehörige. Es ist nur schlimm auszuhalten - man steht so hilflos aussen vor und kann soooo wenig machen. Aber einfach da zu sein, ist schon sehr sehr viel. Wenn eine weiß, wie viel Unterstützung gut tut - dann DU!


    Aber wie die anderen schon geschrieben haben: übernimm dich nicht! Denk auch an dich! Deine Reha kommt! Für deinen Vater wird jetzt gesorgt. Bei allem Mist wünsche ich euch ein einigermaßen gutes Ergebnis :)


    Ich drücke euch alle Daumen - und schicke dir ganz viel Kraft rüber - im Moment kann ich was abgeben :hug: :hug: :hug:


    Ganz lieben Gruß
    von Greta

  • hallo :-) :-( das sind ja nicht so gute nachrrichten. aber auch bei dieser krebsart gibt es ja heute viele behandlungsmoeglichkeiten also nicht den mut verlieren. und ich glaube deine angst ist ganz normal. die eltern,geschwister und die eigenen kinder sind doch die menschen an denen unser herz am meisten haengt. da ist es doch ganz klar das du angst bekommst.und ich glaube auch das es manchmal schwerer ist für die angehoerigen wie für die kranken selber. so jedenfalls meine erfahrungen bis jetzt. sei einfach da und geniesse die zeit. und dein vater hat es doch schon so toll gesat: was meine tocter schafft schaffe ich auch :-). vlg

  • Guten Morgen Sonja,
    was für ein Drama, lass dich erstmal drücken. Ich hoffe und wünsche euch dass die OP bei dein Papa gut verläuft.
    Ich habe meine Eltern auch mit Krebs verloren. Bei meinen Vater war ich erst 23 und ich vermisse ihm heute noch. Aber es ist schon 31 Jahren her und die Medizin ist heute viel weiter als damals. Man muss nicht mehr an Krebs sterben!
    Ich habe mich damals viel mehr Sorgen um meine Eltern gemacht als jetzt um mich, warum? weiss ich auch keine antwort.
    Ich wünsche deine Familie viel Kraft und alles alles gute für deinen Papa.
    Ganz liebe Grüsse aus Hamburg
    Mimi

  • Lass Dich einmal :hug: Es tut mir so leid , dass Dein Vater diese Diagnose erhalten hat . Ja, um die Menschen , die man
    besonders gerne hat macht man sich noch mehr Sorgen , als um sich selbst und ist doch so hilflos. Man kann nicht mehr
    tun , als für ihn da sein. Ich finde es toll, dass Du Deinem Vater zur Seite stehst.Aber denke auch an Dich dass Du Deine
    Kraft nicht zu sehr aufbrauchst, denn Du bist ja selbst auch noch in Behandlung. Das würde Dein Vater auch nicht
    wollen und keinem von Euch wäre geholfen.
    Vielleicht will Dein Vater Dich schützen, indem er Dir nicht alle Infos gibt, die er schon
    hat. Kann aber auch sein , dass er zurzeit noch nicht so viele Infos möchte, weil ihn das überfordert.
    Ich schicke Dir und Deinem Papa ein dickes Kraftpaket rüber und drücke die Daumen, :thumbup: dass die OP gut verläuft und trotz
    allen ein nicht so schlimmes histologisches Ergebnis dabei rauskommt. Auch bei Darmkrebs hat sich heute viel getan
    u nd die Behandlungsmöglichkeiten haben sich stark verbessert.Macht alles Schritt für Schritt , nicht zu viel auf
    einmal. Dein Vater nimmt Dich als Vorbild und das gibt ihm Kraft.
    Sei ganz lieb gegrüsst und :hug:
    alesigmai52

  • Liebe Sonja,
    es tut mir entsetzlich leid für deinen Papa und für dich. Ich weiß wie du dich fühlst, auch ich habe meinen Papa vor 7 Jahren an diese Krankheit verloren. Er hatte Lungenkrebs, und eine schlechte Prognose.
    Bei Darmkrebs gibt es ja doch ganz gute Behandlungsmethoden und die Chancen stehen nicht schlecht.
    Ich drücke euch ganz, ganz doll die Daumen und hoffe nur das Beste.


    Fühl dich ganz doll gedrückt und liebe Grüße

    Jeder Tag, den du erleben darfst ist ein Geschenk.Pack es aus und hab Freude daran.

  • Liebe Sonja,


    auch ich war erschüttert, als ich deinen Post eben las. Es tut mir sehr leid, für deinen Vater und für dich. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute für heute! :hug:

  • Liebe Sonja,


    wünsche Dir und Deinem Vater ganz viel Kraft! Bei mir war es grade andersherum. Meine Mutter ist 2010 an Darmkrebs erkrankt und ich 2014 an Brustkrebs. Ich habe damals immer meine positive und starke Mutter angeschaut und gedacht, wie macht sie das bloß? Kein Jammern, kein Weinen, sie war voller Optimismus, daß sie wieder gesund wird.Auch ich habe mich, wie Du, hilflos gefühlt, aber das ist der Unterschied, wenn man selbst betroffen ist, hat man Möglichkeiten, eigene Entscheidungen zu treffen, etwas zu tun, zu handeln. Heute ist sie 76, topfit, es geht ihr gut, sie fährt mit dem Fahrrad und ist sehr reiselustig. Ihre Onkologin bezeichnet sie als Vorzeigepatientin. Als meine Diagnose kam und ich das meinem 15jährigen Sohn sagen musste, war seine Reaktion:" Mama, du schaffst das, Oma hat das doch auch geschafft!" und dann war es komischerweise genauso, ich habe auch gewußt, daß ich es gut schaffen werde und bis hierhin hat es gut geklappt!!! Liebe Sonja, auch wenn jede Geschichte individuell ist, hoffe ich, daß ich Dir mit meiner ein wenig Mut machen konnte. Drücke Dich ganz herzlich und wünsche Euch alles, alles Gute!


    Alles Liebe
    Ninja

  • Ihr Lieben,


    ich danke euch so sehr für all die lieben Worte, Mails und SMS! Ihr seid ein fantastisches Team im Hintergrund, das so viel positive Energie geschickt hat.


    Ich war heute morgen gleich bei meinem Pa und wir konnten nochmal gemeinsam mit einem Arzt alles besprechen. So habe ich jetzt wieder die Sicherheit in mir, dass die wissen, was sie da tun und die Operationsweise auch die korrekte und nötige ist.
    Jetzt gerade müsste mein Papa schon fertig sein und langsam Richtung Aufwachraum rollen.
    In ein paar Stunden weiß ich dann schonmal wieder mehr.


    Drücker an euch alle!


    Sonja

  • Liebe Sonja,


    meine Mutter war 3 Jahre nach mir dran mit Brustkrebs und hat den Ärzten auch immer erzählt: "Meine Tochter hat das geschafft, dann schaffe ich das auch!"
    Ich kenne also auch beide Seiten - Betroffene und Angehörige. Leichter wird's dadurch nicht.
    Weiß auch nicht, ob es dir das jetzt leichter macht. Aber was soll ich dazu sagen? Ist schon ein Mist!
    Doch du bist eine starke Frau, und im Team mit deinem Vater, werdet ihr es schaffen :thumbsup: . Ich wünsche euch alles, alles Gute und von den schlechten Ergebnissen nur die Besten ;) !


    Und ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreiberinnen an, bitte überfordere dich nicht, aber auch deinen Vater nicht! Jeder hat seine eigenen Strategien und sein eigenes Tempo.


    Liebe Grüße :hug: von der Jo

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."

    - Franz Kafka -


  • Liebe Sonja, fühl Dich ganz lieb :hug: und für Deinen Papa sind alle meine verfügbaren Finger und Zehen fest gedrückt. Manche Dinge lassen mich zur Zeit einfach nur ein paar Tränen vergießen und sonst sprachlos zurück. Alles Liebe von Wolke