War die Erkrankung nur schlimm?

  • Hallo Foris,
    Durch das Forum wurde ich angeregt, darüber nachzudenken, ob diese entsetzliche Zeit nach der Erkrankung :( nicht auch etwas Positives gebracht hat. :) Ich habe gelernt, auf meine Körper zu horchen. Habe neue Leute kennengelernt. :P Aber wie schnell rutsche ich wieder in alte Verhaltensmuster! :S Geht Euch das auch so?
    Liebe Grüße aus dem Schnee, heidih57

    Liebe Grüße aus dem wunderschönen Hessenland, heidih57



    Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag,
    sondern dass man mag, was man tut.
    James Matthew Barrie

  • Hallo Heidih57,


    Dieselbe Erfahrung habe ich auch gemacht. Klar, war die Zeit schlimm und ich habe immer noch Ängste im Bauch. Aber ich gehe bewusster mit meinem Leben um. Sage auch mal nein, wobei das ruhig noch mehr werden könnte.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des

    Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo,


    bei mir ging alles so schnell das mir keine Zeit blieb zum Nachdenken.
    Nachdem die Op. rum war, dann hatte ich Zeit.
    Nach kurzem Schock, wollte ich nur noch raus aus dem Krankenhaus und Leben.


    Bis jetzt hat es geklappt.


    Gruß
    Anna

  • Hallo Ihr Lieben,


    Also das Krankenhaus sehe ich jetzt lieber nur im Vorbeifahren, aber ich bin dankbarer geworden. Erlebe die Jahreszeiten bewusster und schöne Kleinigkeiten. Aber die Nebenwirkungen machen mir schon zu schaffen.

  • Hallo zusammen,


    ich sehe das Krankenhaus auch lieber von außen, oder als Besucher.
    Habe auch Nebenwirkungen, aber sonst ging es mir ja zu gut.
    Erlebe viele Dinge bewuster und freue mich jetzt schon wieder auf den Frühling.


    Liebe Grüße, Moni

  • Guten Abend,
    Durch die Krankheit und die Behandlung bin ich wirklich an meine Grenzen gekommen, und auf eine Art war das sehr heilsam. Ich habe dadurch erfahren können, dass etwas gibt, dass viel größer ist als ich und der ganze Rest, das war nötig.Irgendwie habe ich beinahe den Eindruck an vielen Erlebnissen während der Krankheit gewachsen und nachgereift zu sein. Außerdem habe ich angefangen viele neue Dinge und Welten zu entdecken, schade nur, dass es auf diesem Weg passiert ist.



    Ein wenig schade finde ich manchmal allerdings, dass von der kindlichen Unbeschwertheit, die ich mir lange bewahrt hatte viel auf der Strecke geblieben ist. Hinter die Krankheit kann man einfach auch nicht zurücktreten.



    Nachdenkliche Grüße
    Pippilotta

    "Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende." Demokrit

  • Liebe Heidi,
    für mich war die Krankheit ein Anlass, mich erstmals ernsthaft mit dem Thema Tod und Sterben auseinander zu setzten. Als im November 2011 mein Sohn kurz nach seinem 30. Geburtstag starb, war das sehr hilfreich für mich. Ich glaube, ansonsten ware ich sofort in der Psychiatrie gelandet.
    Es war auch so schwer für mich, aber durch die "Vorbereitung" habe ich es irgendwie geschafft, zum Teil auch mit Hilfe von Freundinnen, die ich durch die Krankheit gefunden habe und die nicht, wie viele andere Freunde, vor diesem Thema kneifen.

    Ganz herzliche Grüße


    Eure Muschel

  • Hallo ihr lieben,
    Der Beitrag von Muschel berührt mich sehr.
    Bei mir war es soetwas wie ein posttraumatischer Wachstum.Die Krankheit war in meinem Leben in Knackpunkt und ein Wendepunkt. Und ansonsten denke ich es ist was es ist.
    Viele liebe Grüße
    Madita

    „Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“ Franz von Assisi

  • Für mich war es eine positive Sache, dass ich wieder zurück zu meinem Glauben kam. Ich war lange Zeit Christ. Aber ich habe immer weniger gebetet und zuletzt nur kurz morgen bevor ich zur Arbeit ging. Die Bibel habe ich nicht mehr gelesen, obwohl sie immer noch für mich lebend und wahr war. Aber irgendwie hat die Karriere gewonnen über Gott. Daher als ich dann die Diagnose erhielte war das für mich als ob Gott mich zurückrief, als ich Ihm suchte. Ich habe sofort Antwort gekriegt und er hat mich treu seitdem begleitet mit Frieden und eine Sicherheit, dass Ér mein Gebet beantwortet hat.

  • Ich weiß schon jetzt, dass ich nun einige nerven werde.... weil mir schon klar ist, dass mein Beitrag nicht kurz werden wird. Du hast mit deiner Frage bei mir einen Punkt erwischt, der mich schon länger beschäftigt.
    Ich habe mich tatsächlich nie nach dem Warum meiner Erkrankung gefragt. Ich bin kein religiöser Mensch. Dennoch ist mir wie wohl jedem klar, dass das Leben endlich ist.
    Aber darüber macht man sich im Alltagstrott keine Gedanken, das Leben wird als etwas Selbstverständliches gesehen. Nach dieser Diagnose ändert sich das - bei mir zumindest sehr stark. Klar, jeden kann es jederzeit treffen (Herzinfarkt, Schlaganfal, Unfall) - aber darüber denkt man nicht nach, solche Gedanken werden verdrängt.. Bis einen dieses dämliche Meerestier die eigene Endlichkeit vor Augen führt, bedrohlich, beängstigend, Panik auslösend.
    Das klingt alles nicht nach Positivem. War es auch absolut nicht!
    ABER: Abgesehen von den körperlichen Veränderungen, die wirklich nicht alle positiv sind - habe ich so manches für m i c h mitgenommen. Ich achte mehr auf mich - gönne mir aber auch das, was ich mir sonst oft versagt habe. Ich genieße Dinge/Anblicke/Momente, die vorher für mich selbstverständlich waren, deren Besonderheit oder Schönheit ich jetzt aber erst sehe. Ich lebe im Jetzt und verschiebe nicht mehr alles auf irgendwann, wenn... Ich fordere mehr für mich ein und opfere mich nicht mehr auf, bin da durchaus egoistischer geworden.


    Ja - ich habe diese Meerestiere noch nie gemocht, sie waren mir schon als Kind irgendwie unheimlich und bedrohlich, auch wenn ich vom Meer komme und noch immer dort lebe - aber dieses dämliche Viech hat es auch geschafft, in meinem Leben etwas in eine positive Richtung zu wenden. So sehe ich das jedenfalls.

  • Als ich die Diagnose erfuhr, war es für mich zu Beginn nur schlimm. Ich fragte mich sehr oft, was habe ich falsch gemacht oder auch warum überhaupt.Ich habe auf diese Fragen bis heute keine Antwort bekommen. Ich glaubte, dass ich nicht mehr lange zu leben hätte 2, 3 ,höchstens 4 Jahre vielleicht.So hatte ich das während meiner beruflichen Jahre früher oft erlebt. Auf die Idee dass das in der neueren Zeit anders ist , kam ich zunächst nicht. Ich hatte Angst vor Siechtum, Quälerei und Schmerzen. Auch die Angst, anderen zur Last zu fallen war groß.Vor der Erkrankung habe ich über die Endlichkeit des Lebens nie nachgedacht oder einfach verdrängt.


    Als der Behandlungsplan und dann zuerst mit der Chemo begonnen werden sollte habe ich beschlossen den Krebs anzunehmen. Hab gedacht: Der Krebs ist nun mal da. Die Chemo, OP, Bestrahlung und AHT sind die Waffen dagegen.Wenn ich mitarbeite, dann wird mir das schon helfen. Ich setzte ein unheimlich starkes Vertrauen in die Therapien. Klingt etwas seltsam ,aber richtig erklären kann ich nicht warum ich solche Einstellung dazu hatte.Ich habe auch das Gefühl dass mir diese Einstellung auch mitgeholfen hat die Therapien so gut zu überstehen.


    Heute bin ich irgendwie zufriedener geworden und kann mich an kleinen Dingen mehr erfreuen als früher. Ich nehme beim Spazierengehen viel mehr wahr , als vor der Erkrankung. Überhaupt bin ich heute noch viel lieber draussen, gehe gern Spazieren oder Laufen . Ich habe auch erkannt, dass ich meinen Körper nicht so überlasten darf. Z.B bin ich vor meiner Erkrankung viel gelaufen, weite Strecken , habe für Marathons trainiert. Da gingen manchmal ganze Nachmittage drauf und anschliessend ging ich arbeiten.Nach der Erkrankung habe ich erkannt, dass ich so mit meinem Körper nicht umgehen darf.Heute laufe ich nur soviel wie ich Lust habe und ich das körperlich kann. Wenn es mir nicht so gut geht, walke ich. Da lasse ich mich auch nicht von den anderen zum Laufen überreden.Ich merke dass die Erkrankung schon Einschränkungen hinterlassen hat.Bin nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Das war zuerst schwer für mich das anzunehmen,aber ich habe gelernt das anzunehmen. Wichtiger ist das ich lebe und es geht mir trotz allem gut.Ich brauche keine Höchstleistungen zu vollbringen und muss mir auch nichts beweisen.


    Auch auf der Arbeit sage ich schon mal NEIN wenn es zu viel wird.Heute denke ich nicht mehr so viel an den Krebs .
    Ich nehme ihn als chronische Erkrankung an wie zB. Diabetes.
    Durch die Erkrankung habe ich viele nette, liebe , interessante Menschen kennengelernt und auch zu einem neuen Hobby gefunden, welches mir sehr viel Freude macht. Es ist so ganz etwas anderes , zusätzlich zu den anderen Hobbys.


    Ich bin heute, 8 Jahre nach der Erkrankung froh das ich lebe, bei den Nachsorgen alles ok bisher war, hoffe das bleibt auch
    so und geniesse das Leben so gut es eben geht. :P


    Tut mir leid, jetzt ist der Beitrag doch länger geworden, als ich eigentlich wollte. (Hoffe das das nicht nervt)
    LG alesigmai52

    2 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Zur besseren Lesbarkeit überflüssige Zeilenschaltungen entnommen. Grüssles Saphira

  • so ein Quatsch, ihr nervt doch keinen, wenn ihr etwas länger schreibt, ich finde es toll, wenn jemand etwas oder etwas mehr ;) zu sagen hat und das muss man doch auch ausführen können.


    NEIN! Die Erkrankung war nicht nur schlimm, für mich. Ich denke, es ist auch entscheidend WANN sie einen trifft!
    Mir hat sie z.B. einen heilsamen Schubs nach Vorne gegeben.


    Seit Jahren dümpelte mein Leben vor sich hin (jeden Tag der gleiche Trott), eingeschränkt von organischen Beschwerden und daraus resultierenden Ängsten. Ich war zwar auf der Suche nach neuen Zielen, aber durch die Einschränkungen nicht "hoch" motiviert, d.h. hatte etliche Ideen, aber es folgten keine Taten.
    Nach der OP, um die organischen Beschwerden zu beheben, ging es mir körperlich besser als zuvor, Pech nur, dass es auch einen Tumor als Zufallsbefund gab. ---
    Schock, Todesangst, das schubst mich nach Vorne, sagt mir "Carpe diem = nutze den Tag", du kannst es dir nicht mehr leisten rumzudümpeln, JETZT findet das Leben statt und nicht irgendwann in der Zukunft!
    Ich lebe bewußter, ich genieße mehr, nehme mir Zeit und versuche geduldiger zu sein. Es klappt nicht immer, aber immer öfter ;) . An meinen Zielen muss ich noch arbeiten, es sind zu viele und gleichzeitig fehlt DAS Ziel, das, welches meine Sehnsucht bedient, welches ich in bunten Farben ausmalen kann, das, was ich bis zu meinem Lebensende tun bzw. hinstreben möchte.
    Hat jemand von euch so ein Ziel für sich gefunden?
    Aber vielleicht gibt es ja DAS Ziel :S gar nicht und man lebt nur für die kleinen Zielchen und meine Ansprüche sind zu hoch?


    Ich hoffe, ich konnte auch zum Nachdenken anregen ;) .


    Gute Nacht
    Wölfin

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • bHallo ihr Lieben,
    habe eure Beiträge seit gestern gelesen und bin irgendwie tief gerührt. Meistens lese ich ja nur mit und finde es sehr interessant. Ich habe seit März die Diagnose Brustkrebs, also noch recht frisch, und denke auch viel darüber nach, wie es mein Leben beeinflusst. Zuerst war die Angst auch sehr groß. Habe zwei Kinder (10 und 16), bin getrennt lebend seit letzem Jahr. Für mich war die Trennung positiv und ich hatte begonnen nach vorne zu schauen, war zufrieden. Dann diese Nachricht und die Frage, ob die lezten anstrengenden Jahre in der Ehe zuviel waren. Nun ja, es ist eh nicht mehr zu ändern. Nach der anfänglichen Traurigkeit beginnt jetzt eine Zeit, in der ich auch positives sehen kann. Habe nette Menschen kennengelernt und dieses Forum gefunden, was ich sehr positiv finde. Hier ist alles kein MUSS sondern ein KANN. Das Verständnis füreinander ist auch ohne große Erklärungen da. Ich fühle mich auch im Familien- und Freundeskreis gut aufgehoben, aber wirklich nachvollziehen kann es natürlich keiner. Ist ja irgendwie auch gut so. Ich denke auch, dass man eine andere Sichtweise für Dinge bekommt. Bis vor kurzem fühlte ich mich jung und fit, zuviel gearbeitet, zuviel Stress. Das Thema Endlichkeit hatte keinen Stellenwert. Manchmal denke ich, musste es eigentlich soweit kommen, dass ich verstehe, dass es so wie es war nicht weiterging. Nun ja, ich versuche jetzt nach vorne zu schaun und zufrieden zu sein, den Tag zu genießen und mich daran zu erfreuen, dass es so viele wunderschöne Momente gibt. Ich denke, so eine Krankheit beeinflusst immer, und auf irgendeine Weise tatsächlich auch positiv.
    Ich wünsche allen einen schönen, sonnigen Tag mit vielen positiven Gedanken (die trüben haben heute Pause).
    LG
    Stevie

  • Hallo ihr Lieben,


    schön, dass du den Thread wieder aufgetaut hast, Amalie!
    Sonnenblümchen und Alesigmai, das streicht mal gleich aus euren Köpfchen. Nerven kann man hier gar nicht!
    Dieses Forum ist dafür da sich auszutauschen und "auszuschreiben". Wenn es jemanden nervt, muss er oder sie ja nicht weiter lesen ;)


    Dieser Thread stimmt mich sehr nachdenklich.
    Am Anfang sah ich kein Stück positiv. Ich sah meine Zukunft zerstört, nicht unbedingt mein Leben. An den Tod denke ich nicht wirklich. Ist das komisch? Ich weiß es nicht.
    Jetzt - 6 Monate nach der Diagnose - setzt sich alles langsam. Ich suche nicht direkt einen Sinn in der Erkrankung, aber glaube mittlerweile schon, dass sie mir in gewisser Weise gut tut. Ich habe abgebremst und denke viel nach über meine bisherigen Handlungen. Auch ich lebe jetzt bewusster, aber der größte Wandel ist wohl, dass ich mich nicht mehr aufrege über all die netten Kleinigkeiten, die einem so über den Weg laufen. Ich war nie eine Meckerziege, aber ich bin dennoch gelassener geworden (aber nicht gleichgültig).


    Ich habe im Moment auch das Gefühl, dass ich viel geben kann. Für andere mag das paradox klingen, weil man als "so schwer Erkrankter" doch die Gaben vielleicht nötig hätte. Aber irgendwas ist in mir umgeswitcht. Ich kann noch nicht fassen was, aber es tut mir und anderen gut.


    Haha, irgendwie klingt das alles verwirrt.


    Ach ja und mir fällt noch etwas ein:
    Der Krebs hat mir und meinen Freunden einen fantastischen schwarzen Humor geschenkt, der uns oft zum lachen bringt ;)


    Drücker an euch alle Kämpfer da draußen,
    Sonja

  • Sonja - ich bin froh, dass es dir auch so ging. Bei mir hat sich das Leben nämlich auch sehr positiv verändert. Leute die es bei mir nicht wissen, können sogar erkennen, dass ich entspannt bin.
    Auch ich habe gleich lieber andere Leute geholfen. Es kamen Leute und wollten Gebet und sie ahnten nicht mal, was mit mir war. Das war ins geheim positiv.

  • Liebe Weggefährten,
    ja auch mich hat die Diagnose wie ein Hammerschlag getroffen. War doch mein Leben fast so perfekt und es konnte doch unbesorgt einfach so weiter gehen. Warum? Ein Satz, 10 Minuten und mein Leben ist komplett verändert.
    Ich bin noch am Anfang der Behandlung, aber schon während meiner Zeit im Krankenhaus habe ich mich darüber gefreut dass es doch viele, gute Freunde in meinem Leben gibt.
    Noch bin ich geschockt, manchmal verzweifelt, aber auf der anderen Seite habe ich einen Willen, die Krankheit zu akzeptiern, aber das dauert wohl seine Zeit.
    Wünsche Euch allen eine gute Woche.
    Katharina

  • ich habe ein tolles Klima, ganz tolle Ärzte und Schwestern in meinem Brustzentrum kennen gelernt und natürlich tolle Frauen. Die sind erstaunlicher Weise fast alle freundlicher und positiver drauf wie "in der Welt draußen". Das beste Beispiel heute bei meiner Chemo. Ich auf meinen Stuhl, die Schwester "ich habe hier noch ein Geschenk für Sie".
    Ich habe bei meinem 2.Mal mit einer Frau zusammengelegen mit der ich ein ganz tolles Gespräch über unsere Überlegungen, was wir ändern wollen im Leben, führen konnte.
    Sie hatte ihre letzte Chemo an einem anderen Tag und hat mir einen kleinen selbstgebastelten Umschlag mit einer Karte dagelassen.
    -Standortbestimmung- Wir brauchen nicht so fortzuleben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch nur von
    dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.
    Ch.Morgenstern
    Da hätte ich doch gleich mal losheulen können. Es gibt soviel neue Impulse und so viel neue, interessante Menschen während dieser schweren Zeit die mich zum Nachdenken bringen und mir Freude machen. Ich bin froh und glücklich das alles kennenzulernen. Das alles wirkt sich natürlich auch auf mich aus. Ich habe ja nun auch viel Zeit in mich zu gehen und über wichtige Dinge in meinem Leben nachzudenken. Vor allem bin ich zur Zeit trotz Krankheit entspannter. Habe auch mal Zeit was für mich zu tun, ich lese, töpfere, gehe spazieren,buddele in meinem Garten rum. Alles Sachen die mich entspannen und in denen ich einfach mal abschalten kann. Ich merke, dass ist jetzt gut für mich und meinen Körper und hilft mir im Kampf gegen das blöde Teil in meiner Brust.
    Vielleicht will uns unser Körper einfach auch mal ein Zeichen setzen, dass wir so nicht weiter machen können. Ich sehe meine Krankheit als große Chance.
    Liebe Grüße Angela