Brustkrebs und Kinderwunsch

  • Hallo Anni87

    Ich bin schwanger geworden nach BK :)

    Habe Tam nach zwei Jahren pausiert und nehme es nun weiter. Die meisten Ärzte sind zurückhaltend mit Aussagen bezüglich schwanger werden weil sie sich nicht gut genug auskennen... Ich kann nur empfehlen mal einen Termin bei einem richtig guten Arzt zu machen der auch in der Forschung tätig ist..

    Ich wünsche dir alles Gute !

  • Hallo Anni87 ,

    bei mir ist es so dass ich das Tamoxifen (aufgrund der hohen Hormonrezeptoren) 2 Jahre durch nehmen muss und wenn dann alles gut ist kann für den Kinderwunsch passiert werden.


    Es gibt einige Frauen die trotz Chemo schwanger geworden sind ... aber auch das Gegenteilige. Alles möglich.

    Ich hatte mir vor der Chemo, zur Sicherheit einen halben Eierstock entnehmen und einfrieren lassen.

    D.h. erst probieren wir es auf normalen Weg und wenn das nach ca. 6 Monaten nicht klappt, wird der halbe Eierstock wieder eingesetzt und dann weiter probiert.

    Du siehst vieles ist möglich ... ich halte auf jeden Fall an meinen noch unerfüllten Kinderwunsch fest und Ende des Jahres sind meine 2 Jahre AHT vorbei und wir können mit der Kinderplanung beginnen.


    VG Möhrchen 🥕

  • Hallo Anni87

    Mein Kinderwunsch ist noch nicht so akut, aber mein behandelnder Arzt hat mir von Beginn an auch das gesagt was flower87 beschreibt. 2 Jahr nehmen, Pause + schwanger dann weiter machen.

    Mein Arzt (auch noch recht jung) hat wohl eine Frau die jung Brustkrebs hatte. Da war ihm schon bewusst was junge Patientinnen interessiert.

    Ich denke nach 5 Jahren ist es sogar noch eher vertretbar 🙂 Wünsche dir alles gute.

    Lg Alice

  • Danke für Eure Antworten Alice dann sei froh, dass du so einen fähigen Arzt hast. Bei meiner Gyn hieß es nur: Nein auf garkeinen Fall absetzten damit war das Thema erledigt und meine Onkologin hat mir jetzt geraten in ein Brustzentrum in Essen zu gehen und mich dahin gehend beraten zu lassen

  • Hallo Anni87 ,

    bei mir ist es zwar noch ein bisschen hin, bis ich meine Tam-Einnahme unterbrechen kann, aber ich war wegen einer anderen Sache in der großen Klinik in Düsseldorf. Dort kam dann auch das Thema Kinderwunsch zur Sprache.

    Mir wurde erklärt, dass Brustkrebspatientinnen in den Wechseljahren Aromataseinhibitoren statt Tamoxifen bekommen. Bei jüngeren Patientinnen würde man dies nicht geben, weil man dadurch sehr fruchtbar wird. Wenn man nun jedoch nach einer Brustkrebserkrankung schwanger werden möchte, könnte man mit einem Aromataseinhibitor (genau Anastrozol oder Letrozol) nachhelfen, damit es evtl. schneller klappt und man die Tam-Pause möglichst kurz halten kann. Wenn es so weit ist, soll ich mich am besten in einem Kinderwunschzentrum melden. Zum Beispiel in der besagten großen Klinik in Düsseldorf.

    Soweit ich das mitbekommen habe, ist die Einstellung "Auf keinen Fall Tam für Kinderwunsch absetzen" veraltet und die aktuellen Studien sehen darin kein erhöhtes Risiko. Da es bei mir aber wie gesagt sowieso noch ein paar Jahre dauert, bis dieses Thema bei mir akut wird, wollte ich mich dann nochmal genauer informieren. Bis dahin gibt es ja evtl. noch andere Studien und Meinungen.

    Aber evtl. hilft dir oder auch anderen, die hier mitlesen der Tipp mit dem Kinderwunschzentrum.


    Schöne Grüße

    Brienne

  • Enantone (Wechseljahrspritze) & FertProtekt um die Eierstöcke zu schützen, während der Chemo -Erfahrungen?


    Hallo Ihr Lieben,


    ich bin noch ganz neu hier und habe mich gerade in der Vorstellungsrunde vorgestellt.

    Ich bin 37 und eigentlich hatten wir nach dem Wunsch nach einem weiteren Kind, bevor ich die Diagnose Brustkrebs bekommen habe. Mir wurde jetzt empfohlen, die so genannte Enantone-Spritze mir geben zu lassen, für die Zeit während der Chemo. Diese soll vor allem die Eierstöcke in eine Art Tiefschlaf versetzen und sie somit ein bisschen schützen vor den negativen Einflüssen der Chemo. Natürlich kann mir niemand garantieren, dass mein Zyklus nach der Chemo wiederkommt, Aber ich tendiere dazu, dass zu machen. Kennt sich hier jemand mit diesem Thema aus? Es wurde auch das Thema FertiProtekt erwähnt, hierbei wird ein Stück Eileiter entnommen und nach der Chemo wieder eingepflanzt. Das bedarf keiner Vorbereitungszeit/Stimulation und wäre somit recht schnell machbar. Ist aber noch sehr unerforscht und ich habe hierfür noch keine Erfahrungsberichte gefunden. Ich bin über Erfahrungen eurerseits sehr dankbar.

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  • Fight for it ich bin 32 und habe noch keine Kinder. War auch in einer Kinderwunschklinik um alles abzuklären. Es gibt 3 Varianten. Die Spritze, Eileiter entnehmen und Eizellen...


    Da ich keine weitere OP vor der Chemo wollte und mir das alles irgendwie zu viel war habe ich mich nur für die Spritze entschieden. Ob es was bringt? Keine Ahnung, ich hoffe sehr. Einen Nachteil (außer Wechseljahre) bringt es nicht, daher würde ich die Spritze mindestens empfehlen. Ich hab das 3-Monatsdepot gespritzt bekommen.

  • Moin,

    bei genau diesem Prozedere bin ich dabei...

    Bei mir ging nach der Diagnose alles zu schnell, um groß darüber nachzudenken, oder mit weiteren Eingriffen zu hadern.

    Ich bin 35, kinder- und partnerlos, und hatte generell das Thema 'Vorsorge Famlienplanung' grob im Hinterkopf gehabt, hätte es aber vermutlich ohne zwingende Gründe doch noch etwas schleifen lassen...

    Da 'mein Problem' TN G3 KI67 80% ist, wollte ich mit der Chemo asap loslegen.
    Eierstöcke homornell stimulieren, dann abwarten, um reife Eizellen zu ernten... war also keine Option.


    Es wurde (knapp 1 Woche nach Diagnosestellung Beratung, knapp 1 Woche vor Chemobegin) bei mir mittels Bauchspiegelung minimalinvasiv ein Eierstock entnommen und 'auf Eis gelegt' (zugehöriger Eileiter war anscheinend ohnehin verklebt, sonst hätten sie vermutlich nur einen Teil entfernt - also 'win-win'). Das Gewebe wird dabei auch auf Neubildungen untersucht (bei mir war's sauber, also alles gut).


    Später können dann Teile 'portionsweise' in den verbleibenden Eierstock / verbleibendes Gewebe eingepflanzt werden, und _für eine Zeit_ (Kleinschneiden und Einfrieren sorgt wohl nicht für dauerhaft lebensfähiges Gewebe) ihre Funktion wieder erfüllen. Für mich klang es so, als ob ggf. trotzdem künstlich befruchtet werden müsse.

    Angeblich sind auf diese Art schon Kinder entstanden, aber die Statistik ist aufgrund der Neuheit der Methode noch sehr gering.


    Für den verbleibenden Eierstock habe ich um hormonellen Schutz gebeten.
    Da mein Tumor nicht hormonabhängig ist, sprach nichts dagegen. Ob es viel hilft, weiß man nicht, aber ich will nichts unversucht lassen.

    Bisher habe ich 2x Trenantone intus, die erste Gabe gab es direkt mit der ersten EC-Chemo.
    2 Wochen hatte ich noch Periode etc., 2 Monate später bin ich definitv in den Wechseljahren, schwitze jede Nacht und auch mal tagsüber. X/

    'Wirkt' also - und besser, dies durch zeitweise Unterdrückung der Eierstockfunktion zu erreichen, als durch dauerhafte Beschädigung.


    (Bei der Krankenkasse habe ich die Kosten für die Kryokonservierung bisher noch nicht versucht, einzureichen - kann klappen, muss aber nicht. Das war es mir aber auf jeden Fall wert!)

  • Hallo Anni87 , letztlich ist auch hiermit viel Glück/ Zufall nötig. Es gibt definitiv keine Studie, die die Wirksamkeit im Sinne einer später garantierten Schwangerschaft nachweist. Viel Konjunktiv. Mir wurde der Schutz auch verabreicht und ich habe bisher meine Mensis nicht mehr bekommen. Bin aber auch schon 36.😬 *Zumal es hier definitiv auch eine Betroffene gibt, die auch ohne Schutz ganz natürlich schwanger wurde. Artea – frag mal bei Deiner Krankenkasse nach, meine hätte es übernommen.

    Liebe Grüße

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  • Hi liebe Foris, Hi Lenchen1985 ,

    Ähnlich wie Sonja und Lenchen1985 habe ich vor Beginn der Chemo eine OP zur Kryokonservierung bekommen. Meine liegen in Erlangen in der Kühltruhe.


    Lief alles super (musste auch selbst zahlen) und die Narben sind wirklich winzig. Blöd fand ich, dass die OP-Stellen nicht vernäht, sondern verklebt wurden und eine von den drei Stellen deshalb nochmal aufgegangen ist und etwas knubbelig vernarbt ist. (Man sieht sie genauso schwach wie die anderen, aber man kann sie spüren, wenn man mit der Hand drüberstreicht.)


    Aber nun zu meiner Frage:
    Meine letzte Chemo ist schon ziemlich genau 5 Monate her (-4Tage, 4 EC & 12 nabPaclitaxel). Ich habe während der Chemo Zo...ex bekommen, um die Eierstöcke stillzulegen. Gibt es noch jemanden, bei dem sich nach >5 Monaten noch nichts getan hat?

    Die Wechseljahresbeschwerden sind jetzt nicht so schlimm, wobei die Hitzewallungen schon nerven.


    Sorgen mache ich mir wegen der Gefahr von früher Osteoporose und weil ich der Kryokonservierung zugestimmt habe, um irgendwann mal Kinder haben zu können. Das geht halt auch nur, wenn ein Zyklus vorhanden ist.


    Gibt es hier jemanden, der ein Wiedereinsetzen des Gewebes schon hinter sich hat? Meine Hoffnung ist ja, dass ich von alleine wieder "starte" und das eingefrohrene Gewebe vielleicht gar nicht brauche!?!

    Die Onko-Gyns hat dieses Thema so ziemlich gar nicht interessiert und bis zu meinem nächsten Gyn-Gyn-Termin dauert es noch eine Weile.


    Falls jemand berichten könnte, fänd ich das prima :-)

    Fühlt euch alle gedrückt! Sorry, dass der Text so lang geworden ist.

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  • Hallo zusammen,


    ich hoffe, es kann mir hier jemand meine Frage beantworten - drehe gerade leider etwas durch.... :rolleyes:

    Bin triple positiv, Rückfallpatientin, LK waren frei.

    Am Mittwoch habe ich mit Hormonspritzen (Men....on) zwecks geplanter Eizell-Entnahme begonnen und gestern (Freitag) habe ich 2 geschwollene Knubbel am Hals getastet!! Natürlich musste das an einem Freitagabend passieren... nächste Kontrolle im KiWuZ ist Montag, aber da mein Kopfkino gestartet ist, wollte ich mal hier fragen...


    Kann das von den Spritzen sein?! Kennt das jemand??


    Mein Mann war diese Woche auch erkältet - vielleicht wird gerade auch nur ein Infekt bekämpft bei mir, allerdings kenne ich das bisher nicht mit geschwollenen Lymphknoten ...


    Besorgte Grüße

    Ihne?(

  • Liebe Ihne


    ich kann dir natürlich nicht sagen, warum deine Lymphknoten am Hals geschwollen sind, da wirst du wohl leider auf den Arzt warten müssen. Ich hatte das Glück und konnte immer meine ambulante gyn anrufen.


    Was ich dir aber sagen kann ist, dass zum einen meine Ärztin im Kinderwunschzentrum zu den hormonspritzen sagte, so schnell passiere da nichts in Bezug auf den Krebs, dafür sei die Zeit zu kurz. Die Hormonwerte werden ja auch überwacht. Und zum anderen kenne ich geschwollene Lymphknoten am Hals von Infekten. Vielleicht bist du durch die Hormone auch anfälliger?


    Ich wünsche dir alles gute, sowohl für die Eizellpunktion als auch für die Krebstherapie!

  • Liebe Pingu2806


    ich danke dir!

    Ich hab gerade auch schon überlegt, dass es wahrscheinlich nix 'Krebsiges' sein wird, da meine Tumore langsam wachsend waren - und seit der Mastektomie ja eigentlich auch weg sind.

    Vielleicht ist es wirklich so, wie du sagst, dass ich aufgrund der Hormone etwas anfälliger bin für Infekte oder anders reagiere als normalerweise. Oh Mann, ey.... wäre doch jetzt schon Montag!

    Ich versuche mich einfach abzulenken, so gut es eben geht...


    Liebe Grüße

    Ihne

  • Confiture

    Habe gerade deinen Beitrag gelesen. Ich bin noch mitten in der Chemo, also noch nicht soweit wie du... jedoch weiß ich von einer sehr guten Freundin, die zwei Kinder hat und dann an Krebs erkrankt ist. Nicht an BK sondern an einem Lymphom. Sie hat sehr hochdosierte Chemobehandlungen bekommen und es ging ihr ein Jahr sehr sehr schlecht. Ihr haben die Ärzte gesagt, dass sie höchstwahrscheinlich danach nicht mehr fruchtbar sein wird. Ihr Günther hat ihr die Pille empfohlen und dadurch kam der Zyklus wieder in Gang. Ich weiß nicht, ob das eine Option ist, wahrscheinlich nicht. Punktpunkt zwecks Hormonen bei Brustkrebs. Sie hatte ja auch einen anderen Krebs… auf jeden Fall ist sie nach einem Jahr schon noch mal ungeplant schwanger geworden und hat nun ein weiteres Kind 😊

    Vielleicht hast du auch eine gute Heilpraktikerin, die ein paar Ideen hat, wie du deinen Zyklus eventuell wieder in Gang bringen kannst? Liebe Grüsse

  • Hallo Zusammen,


    da auch ich recht jung (33) an Brustkrebs erkrankt bin und noch keine Kinder habe beschäftigt mich dieses Thema sehr.


    Als ich die Diagnose bekam versuchten wir bereits seit zwei Jahren ein Kind zu bekommen.


    Nach der Brusterhaltenen OP und Bestrahlung muss ich nun Tam für 5 Jahre nehmen. Darf aber nach 2 Jahren für den Kinderwunsch unterbrechen.

    Da bei Diagnose mein Kinderwunsch aber so groß war und ich diesen nicht einfach aufgeben konnte durfte ich nach der Bestrahlung nochmal 6 Monate versuchen schwanger zu werden. Hat leider nicht geklappt, also habe ich jetzt mit TAM begonnen.


    Nun frage ich mich warum man Tam mindestens 2 Jahre vor einer Unterbrechung nehmen soll?

    Geht es da um den Wirkstoff oder darum 2 Jahre Krebsfrei zu sein??

    Weil wenn es um die Krebsfreie Zeit geht, dann dürfte ich ja quasi schon nach 1,5 Jahren unterbrechen.


    Ich werde diesbezüglich auch noch mal meinen Gyn fragen, aber häufig bekommt man ja immer nur zu hören: "Das steht so in den Leitlinien ".

    Vielleicht weiß einer von euch da mehr ;)


    Liebe Grüße

  • Hallo Fuechsin ,


    mein Onkologe sagte, dass TAM eine gewisse "Nachwirkzeit" hat. Also man ist auch nach dem Absetzen eine gewisse Zeit noch geschützt. Damit man so eine Schwangerschaft überbrücken kann, sollte man es sicherheitshalber mind. 2 Jahre genommen haben. LG