4 x Ec, 12 x Pacli

  • Ihr Lieben,
    Koennt ihr mir das bitte uebersetzen? Was bedeutet das im Klartext? Das ist doch ein sehr harter Behandlungsplan, oder?
    Mit was muesste ich da rechnen. Hatte das sonst noch jemand und danach Bestrahlungen?
    LG Kia

  • Hallo Kia,


    die Chemos hatte ich auch. Vorab mal, es ist gut zu schaffen. Hört sich leicht gesagt an, ist aber so. Natürlich verträgt es jeder anders. Einer besser, ein anderer hat etwas mehr Probleme. Aber keine Angst, auch du schaffst das. Deine Angst ist aber verständlich. Die hatten wir alle hier.


    E=Epirubicin
    C=Cyclophosphamid, ist die etwas aggressivere Chemo. Mit 99,9% Haarausfall.Auch kannst du mit Verstopfung, trockener Mund, angegriffene Mundschleimhaut,trockene Augen, Geschmacksverlust weniger mit Übelkeit rechnen. Aber meistens nur die erste Woche. Dann normalisiert sich alles wieder. Gibt aber auch gute Medis zur Begleitung. Und ganz wichtig, immer alles sagen, wenn etwas anders ist.


    Das Paclitaxel gibt es dann jede Woche. Der Wirkstoff wird aus der Eibe gewonnen. Das ist dann alles gar nicht mehr schlimm. Da muß man nur aufpassen, wenn die Füsse und Hände bzw. Finger anfangen zu kribbeln oder taub werden. Das Eibengift kann nämlich die Nerven angreifen. Ich hab während des einlaufens Kühlhandschuhe getragen.


    Das waren so meine Erfahrungen. Ich hab alles gut gewuppt. Aber wie schon gesagt, bei jedem kann bzw. ist es anders.


    Bestrahlung gab es dann bei mir im Anschluß. 28 Stück, 5 hab ich noch vor mir. Geht auch alles gut.


    Also mach dich nicht verrückt, es ist zu schaffen. Eine positive Einstellung zur Chemo ist auch wichtig, finde ich denn sie ist nicht dein Feind, sie ist die stärkste Waffe im Kampf gegen deinen Feind.


    Liebe Kia, ich wünsche dir alles, alles Gute und ganz viel Kraft. LG Lexi

  • ich bekomme das gleiche und hatte vorab schon 4 x t-dm1 :-). tag 12 nach der ersten ec haben mich meine haare fluchtartig verlassen. uebelkeit war mit mcp gut in den griff zu bekommen. Verstopfung :-) oh jaaaaa aber auch da gibt es was. so tolle Beutelchen :-)

  • habe das gleiche nur in umgekehrter Reihenfolge bekommen. Ich kann mich lexi nur anschließen. Schau auch mal ins Forum. Zu den Chemos gibt es schon sehr gute Tipps. Einfach bei Brustkrebs den Namen der Chemo suchen.
    Ich fand die Pacli sehr erträglich, bei der EC hat mich am meisten dieser Metallgeschmack im Mund gestört. Aber es ist wirklich gut zu überstehen, wie schaiti immer sagt: Immer positiv denken.
    Alles Liebe Angela

  • Liebe Kia :P


    du wuppst das auch, wie Lexi (so schön :P beschrieben hat), wie snoopy, Angelina und alle anderen auch.
    Lass dich ja nicht verrückt machen. Wir müssen schon ein Stückweit eigene Erfahrungen machen. Es ist zu schaffen
    und du schaffst das auch :thumbup::thumbup::thumbup: 
    Eine positive Einstellung der Chemo gegenüber ist hilfreich und die Chemo ist wirklich unsere stärkste Waffe…… 8) 
    Wann soll es losgehen? Ich schicke dir ganz viel positive Energie und Kraft, einen riesen Sack voll……… :P:P:P


    Grüßle :) Ika :)

  • Liebe Kia,
    meine Chemo ist zwar ein bisschen anders - aber Cyclosphosphamid ist in meiner Mischung auch. Außerdem noch zwei andere Substanzen. Die Nebenwirkungen hielten sich bei mir in Grenzen. Versuche, es dir gut gehen zu lassen, mache dir den Chemotag so schön wie möglich. Und lass dich auch, da wo du deine Chemo bekommst, gut beraten. In der Praxis, in der ich bin, gibt es z.B. ganz viel Informationsmaterial in Ordnern.
    Jede Frau ist anders und deshalb sind die Nebenwirkungen auch anders.
    Ich saß beim ersten mal dort im Bewusstsein, ganz wichtige, ganz intensive Medizin zu erhalten. Besonders hilfreich war ein super spannendes Buch, das mich von dem ganzen Prozedere sehr abgelenkt hat.
    Ich wünsche dir Kraft und auch viel Schönes - und natürliche wenige, erträgliche Nebenwirkungen.
    Liebe Grüsse!

  • Liebe Ika und Joni,


    ja, ich muss das selbst durchgehen, was heute, an Tag zwei nach Behandlungsplanvorschlag noch nicht geht. Ich bin nach wie vor im Schockzustand und bekomme es im Kopf nicht geregelt, GELASSEN an die Problematik ranzugehen. Morgens immer ein extrem hoher Puls und eine Abneigung gegen das Aufstehen, sowas kenne ich garnicht von mir. Konnte jetzt auch noch keine Termine vereinbaren.... beim Krebsinfodienst sagte man mir, die Diagnose seit recht eindeutig, eine Zweitmeinung relativ chancenlos was eine andere Diagnose betreffen würde. Man koenne sich nach der OP 4-6 Wochen zum Überlegen Zeitlassen.


    Ich versuche mich durch logische Argument von dieser unangemessenen Angst loszusagen und im Moment und nicht in der Zukunft zu leben. Verstehe nicht, warum mir das so ausgesprochen schwerfällt. Hinnehmen, was man nicht ändern kann, es wäre schön, wenn mir das möglich wäre.


    Wie habt ihr denn euren Kopf (und Puls) umgepolt. Ich war schon bei der Psychoonkologin und einer schamanischen Seelenrückholung, beides ist für den Moment gut, dann schwappt aber wieder die irrationelle Angst über mir zusammen.

  • hallo kia, angst ist doch normal. aber wovor hat mann angst??? angst vor dem unbekannten! angst vor dingen wo mann sich ausgeliefert fuehlt. mir hat es geholfen alles aber auch alles ueber mein arschloch zu lesen auch die sachen die mal nicht gut ausgehen. das hat mir doch die angst genommen. und ja wir sind der diagnose ausgeliefert aber wir haben die wahl! willst du ihn aus deinem leben vertreiben??!?! dann steh auf und fang an zu kaempfen! auch wenn uebelkeit und haarverlust und noch ein paar dinge dafür der preis sind. es geht um dein LEBEN was du nach dem kampf wieder geniessen kannst. also steh auf und fang an zu kaempfen. vertraue den aertzen und vertraue dir. du schaffst das denn wir sind alle staerker als wir am anfang dachten. sehe die therapie nicht als uebel sondern als mittel um diesen krebs aus deinem koerper zu vertreiben. es wird nicht einfach und vielleicht werden sich auch manche menschen von dir abwenden. aber die haben dich sowieso nie verdient.


    PS: ne die beutel sind weiß/blau :-)

  • Danke liebe Snoopy. Mann bzw. Frau ;) hat Angst vor dem Ausgeliefert sein. Jetzt geht es mir gut und mit den Medikamenten geht es mir halt erstmal schlechter, das ist schwierig im Kopf umzusetzen für mich. Es ist schön, dass es Medikamente gibt und ich bin froh, dass wir die in Deutschland so anstandslos bekommen. Mein Körper muss sich mit den Medis anfreunden, da gibt es nichts. Es ist halt das "fiese", dass einem ja scheinbar nichts fehlt, nach der OP.....
    Weiss-blaue Beutel kenne ich übrigens nicht (im KKH gibt es oft ein Arzneimittel mit Flohsamen, habe aber schon gehört, dass die nix nützen, da zu mild).

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Medikamentenname entnommen (gilt bei uns als Werbung, auch wenn Du das sicher nicht so gemeint hast). Grüssles Saphira

  • Halli :P Hallo Kia,


    Ich bin dir ja noch eine Antwort schuldig ;) Als ich meine Diagnose `87 bekommen hatte,
    habe ich die ersten Tage viel geweint, aber ich wurde von meinen Kids gefordert/abgelenkt
    und so hatte ich für mich nie viel Zeit das ganze so nah an mich ran zulassen,
    das die Gedanken mich gefangen haben. Auch bei den weiteren Diagnosen nicht.
    Angst ist eine normale menschliche Reaktion und nur so können wir aufmerksam sein.
    Wenn die Angst natürlich überhandnimmt, dann sollten wir uns Hilfe holen, was du ja auch machst :thumbup: sehr gut :thumbup:


    Grüßle :) Ika :)

  • Liebe Kia,
    dieser Gedanke "bin doch eigentlich gesund, warum soll ich mir jetzt diese heftige Chemo antun und mich eigenmächtig krank machen?" kenne ich nur zu gut! Mir ging es genauso. Ich fühlte mich wie das blühende Leben, war zum Zeitpunkt der Diagnose gerade braun gebrannt vom Sommerurlaub... Es ist einfach ein heftiger Schritt - daran gibt es nichts zu rütteln. Vielleicht brauchst du ein bisschen Zeit, um dich einzustellen auf das, was zu der Außenwahrnehmung nicht so recht passen will. Mir hat es geholfen, viel zu lesen und auch einen Ordner anzulegen, in dem ich alles mögliche zu mir und meiner Erkrankung abheftet habe. Auch die unausweichlichen weiteren Schritten, Auswertung der Tumorkonferenz, Vorgespräch mit dem Onkologen, Vorgespräch zur Portimplantation, 3tägiger Aufenthalt in einer Onko-Reha-Klinik, Gespräch bei der Krebsberatung, usw. haben mich peu à peu in diese andere Welt übertreten lassen und mir auch geholfen, eine für mich passende Haltung zur Chemo zu entwickeln. Sei geduldig mit dir und probiere neugierig aus, wie dein Weg aussehen könnte. Ich wünsche dir viel Glück dabei!


    Zur Chemo-Empfehlung der Tumorkonferenz möchte ich dir trotzdem noch sagen, dass es sich dabei oft um Standardtherapien handelt. In meinem Fall war es auch möglich, diese so abzuwandeln, dass sie besser zu mir passt. Dazu braucht es einen guten und mutigen Onkologen!

  • Liebe Kia...ich habe den Chemoberg, auch mit 4 x EC und 12 mal Pacli...und dachte, das ich das nie schaffen werde....aber was soll ich sagen, jetzt im nachhinein fand ich es gar nicht so schlimm...nach der ersten EC hatte ich einen Metallgeschmack im Mund und die Haare sagten auf wiedersehen....Übel war mir immer ca 4-5 Tage nach der EC...die Pacli war Peanuts gegen die EC nur bei den letzten 5 war ich sehr kaputt und meine Finger fingen an zu kribbeln an...leider habe ich einen Karpaltunnelsyndrom nachbehalten, wo ich jetzt noch hoffe, das er wieder allein wieder weggeht....ich bin auch fast die ganze Zeit mit meinem nicht ganz nackigen Kopf durch die Gegend gelaufen, war ja Sommer und hatte dabei auch sehr guten Zuspruch...jetzt bin ich in der Bestrahlung und im Januar auch damit durch...und weißt du was...als ich im Februar diesen Jahres den Weg begonnen habe zu gehen, dachte ich, der endet nie und nun schau ich schon auf die Reha....mach die keine Sorgen, was andere denken, wie du aussiehst oder das du vielleicht viel liegen mußt...egal..denke nur an dich....

  • Liebe Dapue, sorry, ich war jetzt länger nicht online zwecks Ablenkung. Aber nächsten Montag geht jetzt die Chemo los und ich habe große Mühe, ruhig zu blieben. Du bist zu beneiden, dass Du den Berg bereits hinter Dir hast. Ich bin so empfindlich und habe deshalb echt Bangen in der Sache ... aber es heisst ja, nur Mut, es wird schon werden :)

  • Hallo Kia,


    wie ich gerade lesen konnte geht es dir genau so wie mir. Auch mir steht diese Chemo bevor auch 4x EC und dann 12x Pacli.


    Und auch ich habe wahnsinnige Angst davor und versuche krampfhaft mich abzulenken.


    Am Montag muss ich ins Krankenhaus damit die Port-OP besprochen wird sowie die Kardiologieuntersuchung. Ich vermute dass der Port dann die Woche noch eingepflanzt wird und ich die Woche darauf mit der Chemo anfangen werde.


    Was hälst du davon wenn wir uns gegenseitig austauschen? Denn wie heißt es? Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und schließlich sage ich mir: Ich will diesen M... für immer loswerden und dann nie wieder was davon hören (hoffentlich).


    Ich drück dir die Daumen. Schreib doch mal wie es dir ergangen ist ja?


    LG Happy

  • Liebe Kia, liebe Happy,
    ihr steht beide kurz vor der ersten Chemo und ich finde es eine tolle Idee, dass ihr beiden euch zusammen tut, um sich darüber auszutauschen. Es ist schon gut, genau in der gleichen Situation zu sein. Meine erste Chemo war Mitte November und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass das eine ganz schön Hürde war. Ich hatte mich damals gut darauf vorbereitet und die erste Chemo regelrecht zelebriert, hatte mir genau überlegt was ich alles (auch Schönes!) mitnehme und wie ich den Alltag organisiere. Ihr findet im Forum bestimmt viele hilfreiche Tipps für die möglichen Nebenwirkungen der Chemo. Ich möchte euch Mut machen. Es ist zu überstehen und ihr könnt selbst auch dazu beitragen, dass die Tage danach aushaltbar sind.
    Ich drücke euch die Daumen!!!

  • Liebe Happy, sorry dass ich mich etwas spaet melde, war garnicht mehr online. Sehr gerne koennen wir uns austauschen, wie Du so schoen sagst, geteiltes Leid ist halbes Leid. Wie war Deine Port Op? bei mir war sie heftig, bin aber auch eher der empfindliche Typ. 3 Wochen spaeter tut er mir immer noch weh, mal mehr mal weniger.... Meine erst EC hatte ich ja am Montag. War ok, aber am Abend heftige Uebelkeit und Kopfschmerze, Schwindel, Hitzewallungen. Am Dienstag schon etwas besser, heute nun Blasenbrennen. Ich versuche erstmal viel so aufzufangen, also mit Blasentee und viel trinken. Dummerweise habe ich seit Samstag noch eine Erkaeltung bekommen, aber die Blutwerte haben die Chemo erlaubt. Nehme da jetzt Kaplandpelargonie, Thymian, Salbei, etc. Solange kein Fieber da ist moechte ich Antibiotika vermeiden.