4 x Ec, 12 x Pacli

  • Hallo ihr Lieben!


    Letzten Donnerstag konnte ich nach vier Wochen Zwangspause wegen Abszessen und Erkältung, endlich die zweite EC bekommen. Hattet ihr danach auch so schlimme geistige Aussetzer? Selbst heute, vier Tage danach, kann ich mich noch immer auf nichts konzentrieren und fühl mich zu blöd zum Brötchenkaufen. Beim ersten Mal war das auch so schlimm. Gibt es da irgendetwas, womit man diese Erscheinung mildern kann? Geht das unter Pacli dann so weiter? Dann komme ich ja drei Monate aus diesem geistigen Tran nicht mehr raus?


    Herzliche Grüße
    Fredda

  • Halllo Fredda,


    Jetzt hast du mich wirklich zum Schmunzeln gebracht ^^ .
    Ich denke und hoffe dass es allen so geht ;)
    Das ist das sogenannte Chemobrain
    Bei mir war es so, dass alles unter Pacli besser war bzw. ist.
    Habe aber dennoch mal weniger mal mehr Aussetzer. Habe z.B. Das Gefühl, dass mein kurzzeitgedächtnis in Mitleidenschaft gezogen ist
    Ich hoffe, dass es wieder besser wird.


    Aber jetzt nochmal zu dir. Abszesse und Erkältung klingt ja alles andere als schön. Und das wo man doch schon genug Sch..... ein den Hacken hat.
    Du arme,
    Ich hoffe, dass du dafür jetzt alles weitere ohne Probleme durchlaufen kannst und es auch mit den Brötchen klappt ;-)
    Sei ganz lieb gegrüßt
    Alena

  • Au ja , Chemobrain- dazu kann ich nach 4 x AC auch was beisteuern:


    Hatte letzte Woche im Supermarkt 2 grosse Flaschen Orangensaft gekauft und bin mit ihnen in der Einkaufstasche die kleine Distanz von 500 m vom Supermarkt bis zu mir nach Hause marschiert und wundere mich an meiner Haustür, warum ich eigentlich so schwer schleppe und was da nur so Schweres in meine rEinkaufstasche ist....habe dann erstaunt festgestellt, dass ich 2 Flaschen Orangensaft gekauft habe..

  • Liebe Alena, ja, diese Komplikationen hätt es jetzt wirklich nicht auch noch gebraucht. Aber manchmal nehm ich wohl alles mit, was ich so kriegen kann, scheine gierig zu sein.. ;-).


    Jedenfalls bin ich froh, dass es letzte Woche weiter ging, wenn es unter Pacli mit dem Kopf etwas besser liefe, wär das schon klasse. Da ich Freiberufler bin, versuche ich natürlich, soweit es mir möglich ist, auch zu Arbeiten, das macht die Sache nicht unbedingt leichter. Dass es in der ersten Woche nach EC nicht klappt, hab ich nun ja gelernt.


    Chemobrain und partieller Bluthochdruck, super Kombi! Zum Glück geht es vorüber, noch zwei EC im 14-Tages-Abstand, dann die 12 Paclis.


    Danke fürs Aufbauen!
    Herzlich
    Fradda
    @ Moneypenny Auch eine gute Geschichte! Du machst mir echt Mut! :S Aber ich kann mir vorstellen, was du meinst, ich geh manchmal mit einem Ziel wo hin, um was zu holen, oder zu machen und steh dann da und frag mich, was ich eigentlich machen wollte...


    Ist schon heftig, dass man sich mit solch einer Krankheit auch noch als - zumindest von mir so empfunden - partieller Idiot durch die Gegend schleppen muss.


    Herzlich
    Fredda

  • Liebe Alena, oh, danke fürs Mutmachen! Das wäre wirklich toll!


    Ich war, wie die meisten hier wohl, mein Leben nie krank und bin diesen Zustand so gar nicht gewohnt. Ich stecke normal immer voller Energie und mag gene arbeiten. Fällt schwer, diese neuen körperlichen und geistigen Grenzen zu akzeptieren.


    Herzlich
    Ira

  • Ja, das Gefühl kenne ich.
    Ich habe in dem Jahr vor der Diagnose so viel Sport gemacht wie noch nie in meinem Leben und war auch dementsprechend fit wie noch nie.
    Hätte auch nicht damit gerechnet eigentlich sooo krank zu sein.
    Bin jetzt aber auch noch sehr aktiv und bis auf Dienstag (mein Chemotag) Eigentlich jeden Tag einige Stunden bei den Pferden. Das tut mir gut. Und dann sind Mittags meine Kinder wieder da. Dann koche ich und der Familienalltag läuft normal. Nur zu Hause sein könnt ich nicht. Da würde ich zu viel grübeln. Da ich eine beratende Tätigkeit bei der Arbeit habe fühle ich mich dem aber auch noch nicht gewachsen. Da hab ich noch zu viel mit mir zu tun. Und keine Haare/Augenbrauen etc.
    Naja, auf meinem Kopf wächst es ganz gut. Hab schon ein Fell von 1,5 cm :D
    Bin aber gespannt wann die restliche Gesichtsbehaarung wieder startklar ist.


    Und ich hab echt Schiss, dass meine Finger- und oder Fußnägel flöten gehen :S


    Naja, wird schon werden.
    Wünsche allen einen schönen Abend

  • Ja, ich bin auch in der beratenden/denkenden Zunft unterwegs, da fällt der Ausfall echt schwer. Hab mir jetzt vorgenommen für die nächsten beiden ECs, dass ich in der Woche, wo es mir gut geht, einfach durcharbeite und das Wochenende ignoriere und dann eine Woche komplett mit gutem Gewissen und getaner Arbeit frei mache, wie Schichtarbeit. So der Plan. :rolleyes:


    Augenbrauen und Wimpern hab ich ja noch, aber die gehen ja auch noch dahin. Ich drück dir die Daumen, dass du auch die bals wieder begrüßen kannst! 1,5 cm Haupthaar ist doch schon mal was! :thumbsup: Ich glaube, in einigen Monaten werde ich mich darüber auch wieder freuen. Momentan finde ich die "Frisur" ja eher praktisch. Wie schon mal geschrieben.Eine gute Nachricht des Tages gibt es bei all der Chemieumwölkung auch: die Knochenmarksspritze wirkt und meine Blutwerte waren heute gut im Lot!

  • Naja, ich geselle mich auch mal zu euch. Diese Chemo bekomme ich auch. Ich habe noch einige Termine diese Woche. Dienstag: Vorbesprechung Portanlage, Donnerstag: Herzecho, Freitag: Portanlage. Am Montag den 28.11. gehrt es los. Bin mal gespannt, was mein Körper dazu sagt. ;( ;( ;(

  • Liebe la Luna,


    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich mich kurz vor der Chemo fühlte. Mittlerweile hab ich schon das meiste hinter mir und bekomme am Dienstag meine 10. Pacli.


    ich als alter Chemohase ;-) kann dir sagen, dass du das schaffst! Ganz bestimmt! Und du bist nicht allein!


    Diesen Berg besteigen wir hier alle gemeinsam. Und auf deinem Weg begleiten dich viele tolle Frauen!


    Sei ganz lieb gegrüßt und einmal feste gedrückt!
    Alena

  • Danke fürs Umarmen und Daumendrücken. :hug: :love: Das muntert gleich wieder auf. Ich habe arg daran zu knabbern, dass die Therapie so lange dauert. Bei der Erstdiagnose bin ich noch davon ausgegangen, dass ich nur eine Op bekomme, danach die Strahlentherapie und ab ca Januar wieder bei der Arbeit bin. Letzte Woche habe ich meine Kollegin besucht und die meinte doch glatt, ob überhaupt jemals wieder arbeiten kann, wegen meines auch bestehenden primären Lymphödems. :hot: Ich habe zwar gesagt, sie solle mal den Teufel nicht an die Wand malen, aber natürlich trifft das einen doch sehr. ;( Natürlich ist das völliger Quatsch, was sie gesagt hat. Mit dem Lymphödem lebe ich seit 41 Jahren und ich mache ja eine kurative Therapie. Es muß nur dem bösen Schalentier richtig der Garaus gemacht werden.

  • Liebe LaLuna,


    Hör nicht auf deine Kollegin und: du schaffst das! Ich war auch sehr erschrocken, dass die Therapie so lange dauert. Als ich die Diagnose bekam, war ich erst mal froh, die OPs hinter mir zu haben, dass eine Chemo dran kommt, stand ziemlich schnell fest, ich hatte da allerdings noch die blumige Vorstellung, dass dies in drei Monaten erledigt sei, nun sind es fünf, bzw. durch die Verzögerung wegen Infekten, sechs Monate, danach noch 28 x Bestrahlung, dazwischen sechs Wochen Pause, Gesamt bin ich damit also fast ein Jahr seit Diagnosestellung in der Akutbehandlung, die Tabletten kommen ja auch noch für zehn Jahre, aber das zähle ich mal nicht. Ich kann deinen Schreck also gut verstehen!


    Wie verträglich ist das Ganze, nun, ich hab es mir schlimmer vorgestellt, wobei ich wirklich sagen muss, dass ich nach der EC eine Woche ausfalle, da mein Kopf einfach nicht in der Lage ist, seine volle Leistung zu bringen, ich mich schlecht konzentrieren kann und alles vergesse. Mein Blutdruck schießt teils in astronomische Höhen, obwohl er an sich normal,ist. Die Übelkeit hält sich in Grenzen, Schlafstörungen hab ich in der ersten Woche in einigen Nächten. Gestern hatte ich die dritte EC und dießes Mal fingen die Nebenwirkungen schon direkt am Mittag an, ich hab mich gefühlt, als hätt ich ne halbe Flasche Rotwein auf Ex geleert, ziemlich besoffen im Kopp. Grad haben wir vier Uhr und ich bin seit einer Stunde auf, weil ich nicht mehr schlafen konnte, gleich geh ich wieder ins Bett. Ich hab mir dieses Mal bewusst eine Woche Auszeit verordnet, um mir nicht den Stress zu machen, wie beim letzten Mal. Da hab ich jeden Tag versucht, ob nicht doch was geht mit Arbeiten und sei es nur stundenweise.


    Ich drücke dir die Daumen, dass die Port-oP gut klappt und du deine Chemo gut verträgst!


    Herzlich
    Fredda

  • Liebe Mondschein,


    auch dir wünsche ich alles Gute für deine Chemo! Ich bin froh, dass ich alle meine Staging-Termine schon vor der ersten Brust-OP innerhalb von ein paar Tagen (Vorteil Privatpatient im ambulanten Bereich?) erledigen konnte. Vor der Chemo brauchte ich neben dem Port nur noch das Echokardiogramm. Ich empfand es auch als große Erleichterung, dass ich mich um die Termine nicht selber kümmern musste, sondern die Schwester im Brustzentrum das für mich erledigt hat. Sie ist auch jetzt noch immer eine gute Ansprechpartnerin, wenn es Fragen oder Probleme gibt.


    Ich drück dir die Daumen für einen guten Chemostart!



    Liebe Almadine,


    dann drücke ich dir für morgen mal die Daumen! Welchen Abstand hast du? Alle 14 oder 21 Tage?


    Herzlich
    Ira

  • Liebe Fredda, danke für deine moralische Unterstützung, die kann man gut gebrauchen. :hug: Manchmal trifft man auf liebe Mitmenschen, die einen kompletten Unsinn erzählen, wie in diesem Fall meine Kollegin. Die Portanlage heute früh war nicht schlimm. Es war gut auszuhalten. Ich habe nur die örtliche Betäubung gebraucht. Am Montag rücke ich für einen Tag in die Klinik ein. Die erste Chemogabe erfolgt in unserem Brustzentrum immer stationär. Wahrscheinlich wollen die Onkologen wissen, wie man die Chemo verträgt. Ic bin mal gespannt und hoffe, daß die Nebenwirkungen nicht so schlimm werden.


    LG


    Dagmar




    Liebe Mondschein, dir drücke ich für Montag alle meine verfügbaren Daumen. :thumbsup: :thumbsup:

  • Hallo, liebe Forumsteilnehmer. Nachdem ich schon ein paar Tage mitlese, habe ich mich auch gerade angemeldet. Ich habe vor
    5 Wochen meinen Untermieter selbst ertastet und seitdem haben mich die Diagnosen und Termine überrollt. Donnerstag habe
    Ich meine erste EC bekommen und ich komme nicht gut damit klar von gefühlt fit und immer für alles zuständig, jetzt so
    reduziert zu sein.Meine Diagnose mit tripple negativ und latenter Panik im Brustzentrum hat mich auch nicht gerade aufgebaut.
    Vielleicht finde ich hier ja ein paar "Erfolgsgeschichten" die mit Mut machen.

  • Liebe friesenfee ,


    Herzlich willkommen hier im Forum .Toll , das du dich " getraut " hast dich anzumelden .Deine Diagnose und Therapiebeginn sind ja noch relativ frisch und es ist ganz klar , das Dich das erstmal überrollt.Du hast dich ja schon ein wenig hier durchgelesen und hast vielleicht festgestellt , das du damit nicht alleine bist .Auch mir ging es am Anfang so ...total überfordert mit den Gedanken und Situationen .Mir hat das Forum sehr geholfen , gerade in der Anfangszeit .Je mehr Informationen ich bekam umso strukturierter konnte ich denken .Wie verkraftet du Deine erste EC ?
    Ich kam am Anfang auch überhaupt nicht damit klar vom 110% powern und für alles zuständig sein auf halbe Kraft zu schalten .Hab mir immer vorgestellt zu den Bestrahlungen gehe ich wieder arbeiten und AHB mach ich nicht .Soll ich dir was sagen ? Das lernt man !!!! Endlich mal auf sich zu achten , zurückzurufen , wenn es einem nicht gut tut und auch mal Dinge abzugeben!!! Und.....nein , ich gehe nicht arbeiten und Ja ich freue mich auf die Reha , denn da bin nur ich mal dran ..ich bi. Doch nicht bekl...... Und mache mir den Zieleinlauf selbst kaputt.Wenn ich da angekommen bin will ich es auch mit allen Sinnen geniessen.....lach
    Ich möchte Dir damit nur sagen : Glaube mir , es wird besser....es wird nicht immer einfach , so eine Geschichte ist nun mal kein Spaziergang , aber wir helfen dir dabei wenn du möchtest .Wir sind an deiner Seite , unterstützen Dich wo wir können.
    Du darfst hier alles loswerden was du abwerfen möchtest .
    Es grüsst Dich mosicha

    Sollte das Leben Dir in den Hintern treten , dann nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.

  • Liebe Dagmar/la luna,


    Klasse, dass du die Port-OP so gut hinter dich gebracht hast! Ich sollte auch nur örtliche Betäubung bekommen, hab aber so gefroren vor der OP, dass ich nur noch Nervenflattern hatte und trotz zwei Wärmedeckeb es nicht besser wurde. Schwierigkeiten eine Ader zu finden hatten sie auch, die erste angestochhene ist geplatzt, die zweite Nadel hat einen Nerv fies getroffen, der Anästhesist hat dann noch eine Stelle gefunden und mich dann gnädigerweise gleich in den tiefen Dämmerschlaf abgeschossen, so dass ich erst auf dem Zimmer wieder aufgewacht bin.


    Die Nebenwirkungen meiner ersten EC kamen übrigens keineswegs an Tag 1, da hab ich mich noch wohl gefühlt. Bei mir ging es erst zwei Tage später los. Im Brustzentrum in Duisburg, wo ich war, machen sie sämtliche Chemos stationär, deshalb riet man mir zur ambulanten Chemo in einer onkologischen Praxix, da man es nicht für notwendig hielt. Wenn es Komplikationen gibt, kann man ja jederzeit wechseln, da die Therapie in der Tumorkonferenz laufend abgestimmt wird. Ich find das beruhigend.


    Gut zum Entgiften ist übrigend Möhren-Rote Bete-Saft und Rohkostsalat, schön Walnussöl dran, tut auch den Schleimhäuten gut.


    Ich drück dir die Daumen!


    Herzlich
    Ira