Umfrage zur Arzt-Patienten-Kommunikation

  • Mir ist die Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Arzt und Patient wichtig 12

    1. Ist mir wichtig (9) 75%
    2. Ist mir sehr wichtig (9) 75%
    3. Ist unwichtig (5) 42%
    4. Ist mir egal (5) 42%

    Hallo Ihr Lieben, Eure Meinung ist gefragt. Hier geht es erst einmal darum wie wichtig Euch das Gespräch zwischen Arzt und Patient ist.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira ()

  • Mir ist das sehr wichtig, denn ich will alles genau wissen.
    Frage auch gleich nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe.
    Bis jetzt habe ich glück mit den Ärzten gehabt. Waren offen und einfühlsam.


    Liebe Grüße
    Anna

  • hallo,
    mir ist das Gespräch sehr wichtig, nur ich bin nicht immer zufrieden mit diesem Gespräch. Sitze danach oft im Auto und schimpfe mit mir selbst. Ich vergesse oft etwas, was mir sehr wichtig war. Ich wünschte mir mehr Anteilnahme der Ärzte.

  • Liebe rose,


    schreibe dir alles auf einen Zettel was dich beschäftigt, bevor du einen Arzt aufsuchst.
    Dann kannst du geziehlt Fragen und vergisst nichts mehr.
    Für die Ärzte sind wir ein Fall, für mehr bleibt meistens keine.


    Liebe Grüße, Moni

  • Hallo Moni,
    Das mit dem Aufschreiben ist eine gute Idee.
    Aber es gibt meistens noch während des Gespräches neue Dinge, bei denen ich noch nachhaken müsste.
    Und die stehen nicht auf dem Zettel.
    Und dann zweifel ich hinterher an mir selber.

    Liebe Grüße, Alice


    Mitglied des Moderatoren-Teams


    Statt über die Dunkelheit zu klagen, zünde ich lieber ein Licht an.

  • Hallo,
    Ich glaube, dass ein Gespräch auf Augenhöhe für den Arzt anstrengender ist. Er muss richtig zuhören und auch auf das eingehen, was Du sagst. Und nicht nur nach Schema F verfahren. Aber ich denke auch, dass alle Parteien nach dem Gespräch zufriedener sind.

  • Was die Kommunikation zwischen mir und Ärzten angeht, so habe ich doch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.


    Es gab Ärzte, die wollten einfach, dass ich die Klappe halte und das tue, was sie mir sagen. Und mit denen hatte ich große Schwierigkeiten, weil ich gerne alles ganz genau wissen möchte.


    Und dann gab es Ärzte, die mit einer Engelsgeduld meine ganzen "Fragenlisten", die ich dabei hatte, beantwortet haben.


    Ich habe lange gesucht, aber inzwischen habe ich ein Ärzteteam, das mich kennt, auf mich eingeht und mit meiner Art auch gut umgehen kann. Und ich bin denen sehr dankbar, denn bei ihnen fühle ich mich gut aufgehoben.


    Viele Grüße von Flora.

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Für mich inzwischen ein ganz wichtiger Punkt in der Behandlung. Ich möchte dem Arzt auf Augenhöhe begegnen können und mit Ihm über Details, Alternativen und sonstige Probleme der Bahndlung sprechen können. Der Arzt soll mein Partner und Verbündeter sein. Anfangs nach dem Schock der Diagnose war ich der passive Teil im Arzt - Patiente - Gespräch. Das hat sich geändert.


    Die Arzt-Patienten-Kommunikation ist für mich ein entscheidendes ein Kriterium für die Arztwahl. Eine gute Kommunikation kann bei der Krankheitsbewältigung helfen. Umgekehrt kann eine unpassende Bemerkung eines Arztes viel Hoffnung zerstören.


    Ich habe beide Seiten erlebt.


    Aber ich hatte auch eine super Ärztin, die mich motiviert hat, als Patient Kompentenz zu entwickeln für meinenen Weg. Ich hoffe, dass solche Ärzte bald keine Seltenheit mehr sind.


    Ich kann dazu auch da Buch von Prof. Nagel zur Patientenkompetenz empfehlen:


    Prof. Gerd Nagel; "Was kann ich für mich selbst tun ? Patientenkompentenz in der modernen Medizin".


    Und ich habe es geschafft,bei bestimmten unpassenden Bemerkungen mancher Ärzte mich zu wehren und meine Meinung zu äußern z.B. wenn meine "Fatigue" (Erschöpfung) nicht Ernst genommen wird. Das ist wichtig für mein Selbstwertgefühl als Patient und Mensch. Und ich hoffe, dass dann der Arzt auch nachdenkt und vielleicht seinen Umgang mit den Patienten ändert.




    "Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen Kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft"!

  • :whistling: Hallo, liebe Busenfreundinnen,



    auch mir ist ein Gespräch sehr wichtig und ich lass mich auch nicht abwimmeln oder unter Zeitdruck setzen.



    Es war nach der Chemo, da hatte ich in der nicht operierten Brust so ein Stechen und Ziehen und auch einen kleinen Knubbel


    ertastet.... ich stürmte, zart wie eine Elfe, die Onkologen Praxis, mußte warten, na macht nichts .... und der Arzt kam mir nicht so toll an dem Tag vor


    keine Ahnung, jedenfalls sagte ich ihm klipp und klar, daß ich nichts für seinen Streß oder seine schlechte Laune kann und, daß er sich gefälligst


    auf mich und mein Problem konzentrieren soll .... tat er dann auch und, seit diesem Tag läuft`s :whistling:

  • Hallo,


    Du bist super, ich wünschte mir nur einen Teil von dir. Mach weiter so ...............Busenfreundin finde ich zutreffend,.. hat mich sogar ein wenig zum


    schmunzeln gebracht. Du hasst einen gesunden Optimismus. Hut ab... Hoffentlich hören wir noch mehr von Dir. Wir brauchen so einen Menschen wie Du.

  • ach liebe Leni,


    ich danke Dir .... ja, ich bin ein sehr Positiv denkender Mensch. Natürlich habe aber auch ich Tage, an denen mir die Tränen laufen und ich an ganz schlimme Sachen denke.


    Ich hatte z. B., ab meiner 4. Bestrahlung immer Rücken, boaah, hatte ich Rücken und es wurde immer schlimmer. Mit dem Oberarzt aus der Strahlenklinik wurde dann abgesprochen, daß ich mich, wenn 14 Tage nach Ende der Betrahlung immer noch Rücken anliegt, ich zum MRT, Becken-CT und Ganzkörperszinthigramm soll.


    Na gut, Rücken blieb, ich also zum MRT .... 2 Tage später war der Befund da und mir wurde gesagt : Sie haben Metastasen in mehreren Lendenwirbelbereichen


    na Klasse, warum auch nicht, erst entdeckte ich den Knoten beim Fernseh gucken, Chemo habe ich überstanden, Bestrahlung auch ... warum nicht wieder etwas Neues.



    Ich also 1 Woche später zum Becken CT, da kam das Ergebnis : Nix Metastasen, ein Lendenwirbelbruch ?( na gehts noch besser ?


    Dann Ganzkörper-Szinthigramm und auch da wurde ein Bruch diagnostiziert ..........


    Im Januar MRT Kontrolle, der Professor sagte schaun wir mal ... ich sagte was heißt schaun wir mal ???? SIE haben mir Ende November Metastasen angehängt und die anderen Radiologen nicht, da mschaun Sie mal diesesmal genauer .... Ergebnis : keine Metas


    Na gut, im April nächste Kontrolle----- na klar, ich habe ja nichts anderes zu tun

  • Ach Ruth, wo warst du nur so lange? Eine wie du hat auf jeden Fall hier gefehlt im Forum, deine Beiträge sind sehr erfrischend! :thumbup:


    Ja und dem Arzt auf Augenhöhe zu begegnen, ist echt nicht so leicht. Seit meiner Krebserkrankung übe ich mich zumindest darin, informiere mich und stelle meine Fragen, aber manchmal funktioniert es trotzdem nicht :( , Ärzte sind eben auch nur Menschen.
    Aber manchmal gelingen mir auch gute Gespräche und ich fühle mich ernst genommen.Jip!!! :thumbsup:
    Ich lerne auf jeden Fall weiter, und gleiches hoffe ich auch von den Ärzten, wenn sie mit uns kompetenten Patienten umgehen müssen.

  • Hey Jo,


    es stimmt, es ist nicht einfach aber ich denke mir oder besser ich weiß, daß ICH WICHTIG BIN, es geht um mich und meine Gesundheit und da kann ich auf einen Doc keine Rücksicht nehmen und wenn er meint, daß er für mich keine Zeit aufbringen kann / will, dann sage ich ihm die Wahrheit.


    Ich sage immer was ich denke, habe ich schon immer getan und wenn jemand mit der Wahrheit nicht klar kommt, dann ist das nicht mein Problem.


    Wenn ich aber mal falsch reagiert habe oder jemanden zu Unrecht für etwas beschuldigt habe, dann sehe ich meinen Fehler auch ein und entschuldige mich. Auch mir kann man alles ehrlich sagen, das finde ich besser, als wenn alles so hintenherum passiert. Falschheit und Hinterlist mag ich nicht, da kann ich dann hochgehen wie eine Pirshing. X(


    Ich werde nie frech aber kiebig, Wie sagt man ? Jeder Jeck ist anders

  • Hallo Ihr Lieben,


    Heute habe ich etwas gehört, was mich erschreckt hat: Wenn es Ihrem Tumor so schlecht geht wie Ihnen, das ist doch gut, sagte der Arzt zu einer Patientin der es grottenschlecht ging

    Liebe Grüße aus dem wunderschönen Hessenland, heidih57



    Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag,
    sondern dass man mag, was man tut.
    James Matthew Barrie

  • Ich habe nur negative Erfahrungen mit Ärzten gemacht, angefangen mit der Diagnose, die mir kaltschnäuzig vor den Kopf geknallt wurde. Und dann ging es mit verschiedenen Ärzten (habe ständig gewechselt in der Hoffnung einen "guten Arzt" zu finden) und dann noch in der Klinik nach der OP.


    Irgendwann eine nette Frauenärztin konsultiert, weil ich wissen wollte, wie es nach der OP in meiner Brust aussah und wie groß mein zweiter Tumor unterm Arm ist. Zuerst sehr guten Kontakt, dann hat sie mich schamlos hintergangen. Nach einer Radiologie-Untersuchung (wo es nur um den Tumor unterm Arm gehen sollte) hat sie mir Ergebnisse von Lunge- und Leber mitgeteilt, um die ich weder gebeten habe, noch eingewilligt hätte, diese Organe zu röntgen. Ich will und muss nicht alles wissen, das ist halt mein Thema. Danach Nervenzusammenbruch - und adieu ihr Ärzte. Seitdem heile ich meinen zweiten Tumor selbst. Hab dafür viel im Internet recherchiert und einige Kuren ausprobiert. Mittlerweile mach ich die Vitamin B17-Kur. Es geht mir gut und meine Seele wird endlich nicht mehr von Ärzten verletzt.


    Finde es schön, dass es offensichtlich doch noch viele Ärzte gibt, die sich ernsthaft mit ihren Patienten auseinander setzen.


    Euch allen alles Gutes weiterhin,
    lieben Gruß Helena

  • Hallo ihr Lieben!
    Bei meiner ersten K - Erkrankung vor 2 Jahren hatte ich mir ein Dina 5 Heft angelegt und dort alles aufgeschrieben was mir am Herzen lag. Bei der Sprechstunde bin ich dann Punkt für Punkt durchgegangen, habe abgehackt oder eine kurze Notiz gemacht. Dieses Heft habe ich zum Glück aufgehoben und führe es nun weiter.
    Das mit dem richtigen Arzt zu finden ist leider so eine Sache. Mein Gyn war damals ja leider nicht in der Lage meine Erkrankung trotz sichtbarer Symtome festzustellen. Dann wollte ich den Arzt wechseln. Egal wo ich hin kam sagte man mir, sie haben doch einen Arzt. Wenn ich ihnen erklärte warum ich dort nicht mehr hingehen kann und will zuckte man nur mit den Schultern. Es war in der gesamten Stadt nicht möglich einen Gyn zu finden. Mein jetziger Gyn, 40 min Zugfahrt von uns ist auch nicht der Renner. Aber wohin?
    Jetzt im Brustzentrum habe ich auch den Eindruck das die linke Hand nicht weiß was die rechte tut.
    Was ich sehr schlimm finde, ist das niemand von den Ärzten das Gesamtbild der Patienten sieht. Jeder ist nur auf seine Fachrichtung spezializiert.
    Ich hatte vor 9 Jahren eine Konisation der Gebärmutter. Im BZ wußte man das schon bei meiner letzten Erkrankung und diesmal auch. Jetzt hat endlich mal eine Azistensärztin nachgefragt, was den damals bei der Konisation rausgekommen ist. Ich denke gerade Unterleib und Brust stehen im Zusammenhang.
    Aber ich will mich ja nicht beschweren, ich sage immer. Wir sind ja hier nicht in der Schwarzwaldklinik oder gar in der Sachsen Klinik. da steht der Patient noch an erster Stelle. Ha, ha...
    Schöne Grüße von karo58 ?(
    Passt gut auf euch auf, sonst tut es ja keiner.
    Hatte vergessen zu erwähnen, dass gerade dieses Forum mir und sicher vielen anderen weiterhilft. Hier bekommt man Infos aus erster Hand von Menschen die Erfahrungen damit haben.
    Die Betroffenen können Informationen geben die in keinem Lehrbuch stehen.
    Und dafür sei allen die hier ihre Erfahrungen mit uns teilen herzlichst gedankt.
    Karo58 ?(

  • Und wie erging es mir? 2xOP, anschließend bei der Frauenärztin wiederbestellt... diese schimpft und schimpft und schimpft, dass ich mir hätte die gesamte Brust abnehmen lassen sollen. Aber: die Option hatte man mir im
    Brustkrebszentrum gar nicht vorgeschlagen. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich fix und alle war. Ich bin dann zu einem zweiten Arzt, der meinte, dass ich dem Krankenhaus vertrauen könnte. Was nun richtig ist, weiß ich nicht
    und alle anderen sicher auch nicht. Ich habe mich jedenfalls total schlecht gefühlt - kann schon sein, dass meine Frauenärztin recht hat. Wer weiß das schon. Diese Aussage, nachdem alles vorbei war, hätte ich jedenfalls nicht
    gebraucht.
    Liebe Grüße
    Sternlein

  • Liebe Sternlein,


    hat sie denn nur geschimpft, oder hat sie auch Fakten genannt, mit denen sie ihren Gefühlsausbruch begründet hat? - Dann hättest Du eine Grundlage, von der ausgehend Du Dich weiter informieren könntest.
    Ich kenne ja Deine Situation nicht, aber ich würde mir in vergleichbarer Situation wahrscheinlich sagen: Die Meinung von Krankenhaus (sprich: Brustzentrum?, wo anzunehmen ist, dass die Ärzte auf dem neuesten Stand der Forschung sind) + zweiter Arzt wiegt mehr als die rein emotionale Reaktion einer Frauenärztin.


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Liebes Sternlein,


    ich drück Dich mal. :hug:


    Denk dran, Du warst in einem Brustzentrum, die wissen mehr als Deine Frauenärztin. Meine Gynäkologin ist auch mit vielem überfordert, aber ich beruhige mich immer und sage mir, dass ich bei den Spezialisten war, und da warst Du auch, sonst dürften die sich gar nicht Brustzentrum nennen.
    Lass Dich nicht verunsichern.


    Liebe Grüße
    Milli