Eure Erlebnisse mit Ärzten

  • Liebe Kirsche,


    vielleicht war das ja der Grund, dass er nur kurzfristig da ist. Bin zur Zeit sowieso nicht motiviert mit anderen Sport zu machen. Kann mich ja kaum aufraffen jeden Tag raus zu gehen. Mich stößt es nur immer sauer auf, das immer alles aufs Gewicht geschoben wird. Vielleicht war es ein Auslöser, aber genausogut kann es hunderte von anderen Auslösern gegeben haben. Bin zur Zeit zufrieden, dass ich durch die TAMeinnahme noch nicht zugenommen habe.


    LG
    Kalinchen

  • Liebe Kalinchen,


    also am Gewicht alleine kann es nicht liegen, sonst dürfte ich keinen Brustkrebs haben (62 kg bei einer Körpergröße von 1,71 m, definitiv kein Übergewicht!). Vielleicht hat das Gewicht bei dir eine kleine Rolle gespielt, aber es gab sicher noch andere Dinge, das kann man doch eh nicht genau sagen, warum der eine Krebs bekommt und der andere nicht. Bleib dran wegen des Rezepts, wenn dein Arzt wieder da ist.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Die Gyns stellen die Verordnungen für Reha Sport nicht aus . Sie dürfen das wohl mnicht . Hat mir meine Gyn . erzählt und mich zum Hausarzt geschickt . Der stellte mir die Verordnung für Reha Sport aus und dann nahm alles seinen Lauf. Musste noch vorher zur Krankenkasse um das genehmigen zu lassen, aber das klappte ohne Probleme. Der Arzt hätte Dich ja auch an demn Hausarzt verweisen können wenn er das schon nicht macht oder auch in einem netterem Ton sagen können.
    LG und :hug: alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Ihr Lieben
    kurzer Bericht zu meinem letzten Arztgespräch: Der Arzt meinte, ich solle zur Nachsorge mal wieder ein Knochenszinti machen lassen. Ich dachte: Nein, das will ich eigtl. nicht und sagte: Das überlege ich mir mal noch. Daraufhin der Arzt: "Das befehle ich Ihnen". Ich bin dann erstmal ganz ruhig geblieben, habe aber innerlich schon begonnen, härtere Geschütze aufzufahren (sprich: mich darauf eingestellt, erst einmal eine Meta-Kommunikation darüber zu führen, wie ich mir die Kommunikation mit ihm wünsche und klar zu machen, dass ich mir nichts befehlen lasse). Aber dann ist das Gespräch doch noch sehr gut verlaufen. Er hat gemerkt, dass ich mich informiere und mitdenke und ich habe gemerkt, dass er doch nicht so autoritär ist :-).


    Liebe Grüße
    Olivia

  • Liebe Alesi,


    ich bin mir ja nicht sicher, ob ich dieses Rezept zur Zeit überhaupt haben will. Aber du hast ja Recht, wenn er das nicht ausstellt, hätte er ja wenigstens verraten können, wo ich eins her bekomme. Falls ich innerhalb der nächsten 3 Monate mich doch aufraffen kann. Bin eben ein kleiner Sportmuffel, zur Zeit reicht mir rad fahren an der frischen Luft und wenns zu kalt dafür ist, habe ich einen Park direkt vor der Haustür.

  • Mit dem Radfahren und dem Park in der Nähe hast Du auch gute Sportmöglichkeiten und wenn Dir das Freude macht ist es doch ok . Du musst nicht unbedingt zum Reha Sport wenn Du nicht magst . Das kann man sich immer noch überlegen. Ich habe es auch erst voriges Jahr beantragt 10 Jahre nach der Ersterkrankung . Ja sicher jetzt habe ich eine Neuerkrankung , aber das tut ja nix zur Sache denke ich . Ich mag auch gerne Radfahren, aber zurzeit kann ich das wegen der schnell dick werdenden Beine nicht. Kann das linke Bein auch nicht so heben und dann stürze ich schon mal. Da mehme ich mit meinem Hometrainer vorlieb. 8o , aber erstmal Beine hochlegen. 8o Bin ja heute viel gelaufen.
    LG alesigmai52

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    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Kalinchen,
    habe mein Rezept für Rehasport auch vom Hausarzt. Bin auch nicht so der Sportfan, aber in der Rehasportgruppe sind es die wenigsten und alle mit Einschränkungen. Bei mir auch viele BK Betroffene und somit einmal in der Woche auch ein guter Austauschpunkt unter Gleichgesinnten ^^ . Am Anfang steht bei uns immer die " Warmlauf- Quatschen- Runde" , wie es unsere Trainerin nennt, also vielleicht für dich doch mal ein Grund, darūber nachzudenken, einfach aus Spaß an der Freude .
    LG Sylvi

  • Huhu Ihr Lieben,


    mein Rezept für den REHA-Sport hatte ich aus der REHA mitgenommen, das läuft dann über die Rentenversicherung. Man fragte mich dort, ob ich anschließend Sport machen wollte, ich bejahte, und dann hatten sie alles beantragt.
    ich habe es aber mittlerweile abgebrochen, denn ich weiß nicht, wie ich das als Berufstätige hinkriegen soll. Die Sportgruppen sind immer genau zu meinen Arbeitszeiten.


    Ich muß aber auch sagen, dass ich es auch wichtig finde, dass in einer REHA Gruppe auch Gleichgesinnte sind. Bei mir war in nächster Nähe nur "normaler" Rehasport, und ich fand es psychisch sehr anstrengend, weil die sich alle über ihre Hüften, Schultern und Rücken unterhielten, und ich mich da sehr alleine mit meinen Brüsten und Unterleib gefühlt hatte.
    Dennoch: Körperlich hat es mir gut getan.


    Es wäre nur schön, wenn es auch Abendgruppen gäbe, dann wäre ich sofort wieder dabei. Oder bei mir gleich bei der Arbeit um die Ecke, dann könnte ich meine Mittagspause so legen, dass ich dort hin könnte, aber das gibt es auch nicht.


    Nun mache ich mein Nordic-Walking und da ich leidenschaftliche Radfahrerin bin, freu ich mich, dass ich ab Ende der Woche wieder mit dem Radeln anfangen kann. Vor der Erkrankung bin ich jeden Tag 13 km zur Arbeit gefahren, das macht schon fit. :-)


    Aber weißt Du Kalinchen, meine Hausärztin wollte mir auch erst keine Lymphdrainage verschreiben, weil sie sich wunderte, dass ich das für die Beine haben wollte, sie hätte bisher nur gehört, dass man das als Krebskranke für die Arme braucht. Nach langem Hin-und Her (sie hat alle meine Unterlagen) hat sie mir dann kopfschüttelnd 6x aufgeschrieben.
    Kam mir vor wie ein Bettler.

  • Hallo ihr Lieben,


    Rehasport für Krebskranke gibt es bei mir im Ort über einen Verein, da müsste ich Mitglied werden, auch mit Rezept. Das wäre Dienstagvormittag. Ich habe ja noch Zeit, es läuft mir ja nicht weg. Ich weiß selber, dass mir der Austausch gut tun würde, aber der innere Schweinehund will noch nicht.


    Liebe Milli,


    es ist schon traurig, dass wir uns informieren müssen, welche Behandlungen es für uns gibt. Und dann wegen Rezepte oder Untersuchungen "betteln" müssen. Es wäre doch schön, man kommt zum Arzt, schildert seine Wehwehchen und dann kommt vom Arzt, da können wir das und das machen, was wäre für sie am angenehmsten- Utopia lässt grüßen :)



    LG
    Kalinchen

  • Hallo Kalinchen!
    das gleiche Problem hatte ich auch vor 2 Jahren, sollte doch tatsächlich Mitglied in dem Verein werden, aber eigentlich zahlt die Rentenversicherung das doch schon. Als ich damals sagte, das ich doch auf Grund meines BK hier sei, antwortete man mir Patzig, die sind hier alle krank.
    Vielleicht solltest du mal bei der Rentenversicherung nachfragen, wenn sie das ganze bezahlt.
    Ich finde es unmöglich, das wir überall zur Kasse gebeten werden, wir haben uns das doch nicht ausgesucht. Oder melde dich doch noch mal telefonisch bei dem Arzt der dir das Rezept ausgestellt hat.
    Habe leider die Unterlagen dazu nicht mehr. Erinnere mich aber daran sowas gelesen zu haben.
    Grüße von Karo58 ?(

  • Liebe Karo,


    bis jetzt konnte ich mich noch nicht zu Vereinssport aufraffen. Bei der letzten Kontrolluntersuchung wurde mir nur nahegelegt , wegen meinem Übergewicht Sport zu treiben ohne irgendwelche Rezepte auszustellen. Das ich Mitglied im Verein werden muss, weiß ich nur aus dem Bekanntenkreis.


    LG
    Kalinchen

  • Hi Kalinchen,
    falls Du Dich für ein Rezept entscheidest, hak da nochmal nach und ruf ggfs. auch Rentenversicherung und/oder Krankenkasse an.
    Ich habe mal Rehasport gemacht, das war auch über einen Verein. Dort war es so, dass der "normale" Rehasport nach 30 Minuten vorbei war
    und die Vereinsmitglieder dann noch 15 Minuten weitergemacht haben bzw. zusätzlich an Geräten trainieren durften. Ich bin dann eben
    entsprechend früher gegangen, denn ich habe auch nicht eingesehen, dass ich in irgendeinen Verein eintreten muss, nur weil ich die ärztlich
    verordneten Anwendungen bekommen möchte. Ich musste dafür aber auch ein bißchen fahren, denn im Ort direkt gab es eben nur so
    einen Verein, wie Du ihn beschreibst. Die Adresse, bei der ich dann war, habe ich über die Krankenkasse bekommen.


    Ich war dann übrigens letzte Woche bei meinem Gyn zu dem Termin, den ich wg. der Chemo gern um einige Tage nach hinten verschoben hätte.
    Als ich das Thema bei ihm ansprach, reagierte er da gar nicht drauf. Nun soll ich in 3 Monaten nach Abschluß der chemo wiederkommen. Als ich
    mir an der Anmeldung einen Termin dafür geben ließ, sagte die Dame doch zu mir "wenn es dann irgendwie nicht passt, rufen Sie an, dann
    können wir den Termin kurzfristig verschieben". Ich bin fast lang hingeschlagen, meinte nur noch, dass das ja diesmal auch nicht geklappt hätte.
    'Wieder null Reaktion. Weiß nun auch nicht, was ich davon halten soll. Ich glaube, wenn ich mit allem durch bin und mein Leben neu sortiere,
    werde ich nicht nur mein Freundeskreis sondern auch meine Ärzte "überarbeiten".


    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Bei den Ärzten gibt es wohl solche und solche, ich habe ganz unterschiedliche Erfahrungen bisher gemacht.


    Der Arzt, der mich operiert hat, war supernett und hat sich ganz viel Zeit genommen, mir alles ausführlich erklärt und sehr genau überlegt und angezeichnet, wie die OP genau verlaufen soll. Er kam sich sogar persönlich entschuldigen, weil meine Nachschnitt-OP verschoben werden musste.
    Andere Ärzte auf der Station waren sehr kurz angebunden, da musste ich vehement nachhaken, um irgendwelche Informationen zu bekommen. Ich weiß nicht, ob die so unter Zeitdruck stehen oder woran das liegt.


    Mit den Arzthelferinnen hab ich bisher auch positive Erfahrungen, aber ich bin ja auch noch nicht solange dabei (seit März), wer weiß was noch kommt. Aber es stimmt schon, dass die nicht immer so sensibel sind, wie wir uns das wünschen würden. Ich glaube, die können sich nicht in unsere Situation hineinversetzen, wer kann das schon, der es nicht selbst erlebt hat.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Kann euch von meinem Besuch heute bei meinem Hausarzt berichten wegen meiner Schmerzen Achsel/ Brustbereich und Verhårtung Schulter/Hals. Da ich im April erst beim FA zum Ultraschall war und im Juni ins Brustzentrum zum Rõntgen muss, dachte ich Hausarzt reicht mal zwischenduch, will eigentlich nur ein Rezept für Physio.
    Muss sagen er ist schon nett :rolleyes: aber mehr halt auch nicht. Jedenfalls fing ich an zu erzählen und konnte ihm die genaue Stelle am Arm und Achsel gar nicht zeigen weil es noch teilweise taub ist. Da guckt der mich groß an und fragt warum das taub ist und ich da kein Gefühl habe :cursing: . Das wäre nicht normal :!: . Ich dann ganz entsetzt na wegen der LK Ausråumung rechts und links, da antwortet der mir doch woher er das wissen soll das mir die Lymphknoten entnommen wurden 8| .
    Erst wollte ich noch fragen ob er jemals meine Arztbriefe aus Klinik und BZ gelesen hätte, aber ich habe nur meine Rezepte genommen und bin gegangen. Also der ist mir wirklich bei NIX eine Hilfe .

  • Hi Kalinchen,
    alles hat er nicht aber OP Unterlagen und Abschlussbericht mit Pathologiebefund ist bei ihm. Brief aus der AHB ebenfalls, aber er hat sich damit scheinbar nie befasst weil ich ja echt selten dort bin, meist alles ūber FA mache. Was ja kein Problem ist, aber wenn ich vor ihm sitze undcer ja weiß das ich beidseitig Mastektomie hatte, geh ich mal davon aus das man als Doc weiß, das in solch einem Fall auch die Axilla LK entnommen sind :cursing: .
    Aber er sagt ja wenigstens wenn er keine Ahnung hat zum Tam oder so kann er mir nix sagen. Aber Sorgen wegen der Schmerzen brauche ich mir nicht machen meinte er noch, Rezidive oder befallene Lymphknoten machen in der Regel keine Schmerzen, das weiß er :rolleyes: .

  • ja, es gibt wirklich solche und solche. Leider weiß man das im Vorfeld meist nicht. Aber ich bin da mittlerweile ziemlich rigoros und wechsel,
    wenn ich nicht zufrieden bin. Und ich glaube nicht, dass es allein daran liegt, dass wir empfindlicher sind. Wir sind einfach kranker als andere
    und wissen, dass im Zweifel unser Leben auf dem Spiel steht, da kämpft man anders, als wenn man mit einem Schnupfen zum Arzt geht und
    vielleicht das falsche Nasenspray bekommt.
    Ich glaube, das Problem ist eher, dass manche sich immer noch für "Halbgötter in Weiß" halten und nicht mit informierten, mündigen Patienten
    umgehen können.
    Sylvi : ist doch wirklich "beruhigend" dass alles o.k. ist, solange Du Schmerzen hast. Da fühlt man sich doch ziemlich vera... Drücke Dir die
    Daumen, dass Du bald Klarheit hast und natürlich gute Nachrichten bekommst.


    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Ja, ich denke, dass viele Ärzte heute zu spezialisiert sind und damit überfordert sind, andere Dinge wahrzunehmen.
    Wie meine Hausärztin, die ich jetzt auch wechseln will, die wollte mir klarmachen, dass ich an den Beinen gar keine Lymphödem kriegen kann, das könnte ich nur am Arm, weil ich doch Brustkrebs hatte.
    Als ich ihr sagte, dass sie doch wissen müsste, dass ich außerdem Gebärmutterhalskrebs hatte, und ich gleich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu ihr kam, wegen der Krnakschreibung.
    Darauf meinte sie nur: "Natürlich weiß ich das, aber was hat das mit den Lymphknoten zu tun, die werden doch in der Achsel entnommen!" :cursing: :cursing:


    Sie hat mir dann noch ein Rezept für Lymphdrainage ausgestellt, aber das auch nur, weil ich sie bekniet habe.


    Heute war ich bei meiner Gyn., da lief das dann einfacher ab. Obwohl sie auch meinte, dass sei ja nur minimal, da müsse man vielleicht nichts machen, man würde das ja kaum sehen. Aber als ich ihr sagte, dass ich es fühle, dass ich manchmal das Gefühl habe, meine Oberschenkel sind wie Ballons aufgeblasen, da hat sie mich sehr ernst genommen.


    Es gibt eben solche und solche, man muß zur Not auch wechseln, aber auch ich habe nicht immer die Kraft dazu. Für jeden Scheiß zum Arzt zu müssen, ist für mich schon ein nervtötender Kraftakt.