Brustaufbau

  • Liebe Kajuscha,

    ich kann dich gut verstehen. Ich hatte Nachbars neoadjuvanten Chemotherapie in der Bildgebung eine Komplettremission. Die Aerzte wollten auch eine BET machen mit Sentinel LK bei einem sonographisch aufffaellugem LK vor der Chemo. Dieser war auch nach der chemo weg. Ich habe aber auf einer subkutanen Mastektomie mit Axilladissektion bestanden. Ich musste es für mich einfach tun..obwohl keine genetische Veranlagung bei mir nachgewiesen wurde.Die OP bestätigte histologisch die komplettremission sowohl in Brust als auch in Axilla... keine Tumorzellen. Damit bin ich operationstechnisch komplett übertherapiert. Trotzdem habe ich meine Entscheidung keinen Augenblick bereut. Ich brauchte diese absolute Gewissheit einfach für mein Seelenheil.

    Alles Liebe Sonnenschein

  • Liebe Kajuschka,

    auch ich verstehe deine Angst und Gedanken sehr gut. Ich habe auch keine genetische Indikation und hatte mich trotzdem sofort für beidseitige Mastektomie entschieden. Der Unterschied ist natürlich das ich in beiden Brūsten erkrankt war und somit keine Probleme mit der KK bestanden, aber ich hätte mich auch brusterhaltend operieren lassen können. Doch ich wollte sofort alles tun, um eventuell und hoffentlich nie wieder damit konfrontiert zu werden und das war der Weg, den ich dafür von mir aus einschlagen konnte. Alles andere steht in den Sternen......

    Jeder muss seinen Weg finden, ein Allgemeinrezept gibt es nicht, eine Garantie ebenfalls nicht, aber wie Sonnenschein sagt Seelenfrieden für sich selbst hilft ungemein damit umzugehen und alles irgendwann zu verarbeiten.

    Ich wūnsche euch alle die richtige Entscheidung zu finden/ treffen und damit gesund durch euer weiters Leben zu gehen<3.

  • Danke für eure Berichte und lieben Worte.

    Ich hatte heute einen Termin in einer anderen Klinik (die sich auf Eigengewebsrekonstrultion spezialisiert hat). Aber da mlchte man auch, dass ich brusterhaltend operiere. Das Gespräch hat 1,5 Stunden gedauert und der Arzt wurde nich müde immer wieder zu betonen, dass er mir die BET ans Herz legt.


    Irgendwie bin ich jetzt verwirrter als vorher :(

  • da schliesse ich mich an: hatte er gute Argumente? Du kannst beim KID anrufen und die Argumente der Ärzte und Deine mit denen durchsprechen, vielleicht wird es dann für Dich klarer. Gaaaanz wichtig ist DEIN Bauchgefühl. Mein erster Gedanke war damals, wenn mein Gentest positiv ist, dann beidseitige Mastektomie mit Silikonsofortaufbau. Im weiteren Verlauf wurde ich immer wieder durch z.B. meinen damaligen Gynäkologen verunsichert, der damit ein Problem hatte. Mein Bauch blieb aber immer standhaft bei seiner Meinung. Nach langer Recherche und einigen Ärzten war dann auch der Verstand damit einverstanden. Lange Rede, kurzer Sinn: bleib offen für andere Ansichten und lass zu, darüber nachzudenken, aber mach was DU möchtest und wenn Du dafür noch x-mal die Ärzte wechseln musst. Es lohnt sich. Bei mir ist es wohl die Zahl 3.:) Nach 3 Kliniken hatte ich meine finale Lösung und nun bin ich bei der 3. Gynäkologin innerhalb eines Jahres und scheine endlich angekommen zu sein. Der Weg war sehr nervenaufreibend und es war nicht immer einfach, immer wieder einen neuen Anlauf zu wagen, aber das Ergebnis zählt und damit bin ich jetzt zufrieden.

  • Guten Morgen ihr lieben,

    nach einer unruhigen Nacht berichte ich euch gerne, was der Doc gestern genau erzählt hat.


    Es ging insbesondere darum, dass bei mir (Gentest negativ, keine familiäre Häufung, kein Mikrokalk, keine Multizentrität des Tumors) grundsätzlich keine Veranlassung zur Mastektomie bestünde, da diese wohl keinerlei Überlebensvorteil hinsichtlich der aktuellen Erkrankung liefern würde. Da wären BET+Bestrahlung und Mastektomie wohl gleich auf.

    Er meinte, dass er verstehen kann, dass man aktuell einfach nur Angst hätte und sich erhofft, mit möglichst radikalen Schritten viel zu gewinnen. Aber, dass das bei Brustkrebs wohl nicht so wäre. Denn der Tumor in der Brust ist da ja nicht das Hauptproblem. Damit könne man problemlos leben. Das Problem ist die Streufähigkeit von dem Mist, aber gegen Metastasen würde nunmal keine Amputation der Welt vorbeugen.


    Ich hab ihm dann gesagt, dass es mir ja auch nicht nur um diese Erkrankung geht, sondern ums Vorbeugen. Damit der Mist in 30 Jahren nicht zrück kommen kann. Er meinte, dass man so gar nicht denken solle. Erdtens weil ich keine genrtische Veranlagung habe, zweitens weil jetzt grade die aktuelle Situation zählt und drittens weil in 5 oder 10 Jahren, wenn das alles vorbei ist und man sein Leben wieder lebt, der Krebs nicht mehr so Thema sein wird für mich.

    Er sagte, dass aktuelle Panik den Wunsch nach der Mastektomie bestimmt. Aber dass diese Angst, so nachvollziehbar sie ist, nur in meinem Kopf ist und es wissenschaftlich keinen Grund dazu gibt.


    Stattdessen solle ich bedenken, was ich mir an Land ziehe mit einer Mastektomie. Mit einer einzigen OP wäre es wohl sehr häufig nicht getan, selbst bei Sofortaufbau. Da hängen wohl oft noch weitere Korrektur-OPs dran. Wähle ich Implantate, müssten die im Laufe meines Lebens mehrfach gewechselt werden.

    Wenn die Achsel bestrahlt wird oder ich zusätzlich zur Mastektomie noch die Thoraxwand bestrahlt haben muss/möchte würde mein Komplikationsrisiko bei Implantaten bei fast 70% liegen.

    Er sagte: "Das sind unter Umständen Baustellen über mehrere Jahre, immer wieder wird sie der Krebs so einholen, auch wenn sie längst gesund sind. Sie sind 26, machen sie nur die kleine OP, werden Sie wieder fit und leben Sie dem Krebs davon. Statt sich in 3 Jahren den nächsten OPs wegen Komplikationen unterziegen zu müssen, kriegen Sie Kinder die Sie stillen können und tun das, was junge Menschen so tun sollten. Wenn Sie meine Frau wären würde ich Ihnen von jeder Form der Mastektomie zum jetzigen Zeitpunkt abraten."


    Er hat ja nicht Unrecht, aber es ist soooo schwierig Vertrauen in sich und den eigenen Körper zu fassen. :(

  • Hallo Kajuscha ,

    im Grunde kann ich mich Heideblüte nur anschließen. Hör auf dein Bauchgefühl. Bei mir hat sich das immer wieder so bestätigt.......

    Was ich evtl. bedenken würde - kannst du dir durch die Mastektomie die Bestrahlung evtl. komplett sparen? - wenn nicht....

    Eine 100%ige Sicherheit wirst du nicht kriegen, wichtig ist, daß DU hinter deiner Entscheidung stehst.

    Ich wünsche dir viel "Erfolg" bei deiner Entscheidung, ich kann gut nachvollziehen wie schwierig das für dich ist.

    LG LEO

  • Liebe Kajuscha , die Erklärung deines Arztes listet genau die Argumente die ich vorgetragen habe, um meine Gyn für eine BET statt Total-Mastektomie zu überzeugen. Ich bin auch BRCA-negativ und habe nur einen Tumor, wenn auch gross. Ich muss so oder so in die Bestrahlung wegen positiver LKs. Das war bei mir ausschlaggebend.


    Ich stehe also auf der anderen Seite. Ich will meine Brust (erstmal) behalten. Ich denke im Moment nicht dass eine Vollmastektomie mich beruhigt. Und abschneiden kann man sie immer noch, wenn wirklich indiziert.


    Ich will mir keine andere Baustellen durch die Folge-OPs einhandeln, genauso wie dein Artz aufgeführt hat. Wundheilungsstörungen, Anpassungs-OPs etc. Und die Qual der Wahl, welche Aufbau-OP. Diese OPs werden sich in der Zukunft auch noch verbessern.

    Und letztendlich mag ich meine Brust und mag keine Ersatzbrust haben.


    Ich habe viel mehr Angst vor Metastasen als vor einem Lokalrezidiv. Bei einem Lokalrezidiv kann man immer noch operieren. Und im Wiedererkankungsfall bist du froh, wenn du dich nicht anderen Baustellen rumschlagen mußt.

    Hat man erst einmal Metastasen bleibt die Brust oft dran.


    Ich hatte die Chemo lang Zeit darüber nachzudenken und habe die Zeit genutzt mir alles von allen Seiten zu beleuchten. Du bist ja viel jünger, da kommt der Aspekt Stillen noch dazu.


    Nicht falsch verstehen, ich will dich nicht überzeugen. Wie die anderen Foris schon schrieben, hier geht es um Bauchgefühl und ob du eine (ggfs nicht umkehrbare) Entscheidung später bereust. Und nochmal: Es gibt keine Garantie für Krankheitsfreiheit oder Rezidivfreiheit. Nicht bei BET und nicht bei Total-Mastektomie.

  • Um Gotteswillen =O was erzählt der Arzt dir da für einen furchtbaren Blödsinn ! Die Implantate müssen überhaupt nicht gewechselt werden .

    Früher war das so, aber bei den heutigen ist das nicht mehr der Fall. Solltest du innerhalb der ersten 5 Jahre eine Kapselfibrose bekommen,

    könnte dir ein Wechsel blühen ,ansonsten kannst du mit den Implantaten steinalt werden und sie irgendwann mit ins Grab nehmen.

    Korrekturoperationen sind gar nicht nötig , wenn es gleich gut gemacht wird und du einen fähigen Chirurg hast.


    Du bist noch sehr jung , angesichts dieser Tatsache kann ich deinen Arzt und seine Argumente schon verstehen. Eine Bestrahlung mit

    Implantaten ist kontraproduktiv , da hat er recht. Letztsendlich kann dir niemand deine Entscheidung abnehmen.

    Bei Entfernung Deiner Brüste verlierst du deine Stillfähigkeit, das ist schon zu überlegen mit 26. Waren Lymphknoten befallen ? Wenn ja, ist

    eine Bestrahlung immer teil der Behandlung . Wenn nicht würde bei einer Masektomie die Bestrahlung wegfallen. Wie sagte mein Arzt so schön, wo nichts mehr ist, muß nichts mehr bestrahlt werden. Ich lasse mir einfach die Brüste abnehmen , klingt leicht ist aber eine

    wirklich schwere OP . Bei mir hat sie 6 Stunden gedauert. Überlege Dir das gut : Lass Dich mal fest drücken :hug:

    Ich bin sicher , du findest einen guten Weg für Dich.


    LG

    Fidi

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Hallo zusammen, danke für eure lieben Antworten :)


    Ähm das mit der Bestrahlung ist halt der Knackpunkt. Das möchten die Ärzte mir selbst überlassen, da bisher nur ein LK gesichert befallen (Nadelbiopsie) und eine Bestrahlung daher optional ist. Da man aber vor der Chemo nicht weiter geschaut hat, wie viele LK tatsächlich betroffen waren, werde ich nie wissen, wie viele es tatsächlich waren. Daher werde ich die Bestrahlung (in welcher Form auch immer) in jedem Fall machen.


    Und da kommt man dann mit dem Wiederaufbau wohl in Teufels Küche. Zumindest was Implantate betrifft. Bestrahlte Haut + Implis ist wohl nicht der Hit zusammen...



    Busenwunder

    Ich finde es super, dass du deinen Weg mit mir/uns teilst. Einfach weil es mal die komplett andere Seite beleuchtet quasi. Wedhalb man die Mastektomie wünscht, kann ich voll und ganz verstehen (häng da ja selber drin). Einen anderen Blickwinkel dazu finde ich echt nicht schlecht :)


    Fidi

    Die Ärzte meinten, Implantate wären heute schon seeehr lange haltbar. Aber dass ich tatsächlich damit rechnen müsse, dass in 25 oder 30 Jahren die Dinger mal getauscht werden müssten.

    Dass vorher noch bestrahlt wird, wird die Situation dabei wohl noch verschlechtern. Man sagte mir, dass sich dadurch auch nach vielen Jahren noch Kapselfibrosen unterschiedlichen Ausmaßes bilden können. Und dann nachoperiert werden muss oder auch mal das Implantat gewechselt werden muss...

  • Hallo Kajuscha ,

    ich bin in ähnlicher Situation wie du. Aktuell befinde ich mich noch in neoadjuvanter Chemotherapie wegen invasiv lobuläres Mamma-Karzinom g2, Luminal A mit befallenem Lymphknoten - die letzte erhalte ich Ende Januar. Am 1.3. werde ich operiert. Ich aber bin Trägerin der pathogenen Variante im BRCA2-Gen und daher stand für mich ganz außer Frage, eine Mastektomie durchführen zu lassen. Ich wünsche mir aber auch eine Sofort-Rekonstruktion. Ich brauche das einfach für mein Selbstbild. Nach der langen Chemo habe ich durch das Cortison zugenommen, die langen Haare sind weg (klar die wachsen wieder) und meine Haut sieht aus wie ein Streuselkuchen aufgrund der toxischen Reaktion. Da ist der Verlust meiner Brust ohne einen "Ersatz" für mich gerade schwer vorstellbar. Wegen dem befallenem Lymphknoten steht aber schon fest, dass ich nach der OP noch bestrahlt werde. Wegen der leider eher etwas dürftigen Beratung in meinem Brustzentrum bin ich mir aber relativ unsicher, was ich wie und wann machen lassen sollte. Wenn ich eine direkte Rekonstruktion vornehmen lassen würde, wäre laut meiner Ärztin eine skin-sparing Mastektomie möglich und sie rät zu Silikonimplantaten. Die Rekonstruktion mit Implantaten ist - wie du schon sagtest - aber nicht wirklich empfohlen, da aufgrund der nachfolgenden Strahlentherapie das Risiko einer damit entstehenden Kapselfibrose wohl immens erhöht ist. Und auch zu der Rekonstruktion mit Eigengewebe wurde mir nicht sofort geraten, da dies so eine umfangreiche Operation ist und diese in meinem jetzigen Gesundheitszustand nach der fast 5-monatigen Chemo und vor der Strahlentherapie auch mit Risiken verbunden ist (mehrere Wunden, eventuell schlechtere Wundheilung, lange OP-Zeit, ggf. schlechtere Durchblutung des Gewebes). Wenn ich mich zu einer späteren Rekonstruktion entscheide, dann geht doch sicher mein Hautmantel verloren und ich muss die Haut dann erst wieder mit Expandern dehnen lassen. Nach meinem Bauchgefühl würde ich wahrscheinlich daher das Silikon wählen, um das Ausmaß der OP in meiner jetzigen körperlichen Verfassung zu reduzieren. Allerdings würde ich dann gern vielleicht in ein bis zwei Jahren - wenn sich die Haut regeneriert hat, die Silikonkissen durch Eigengewebe gern ersetzen lassen. Auch ich habe mich in einer spezialisierten privaten Klinik für Plastische Chirurgie zusätzlich beraten lassen, die mir direkt zu dem Aufbau mit Eigengewebe geraten haben. Letztlich aber muss ich das wohl allein entscheiden, ob spätere Rekonstruktion, direkt mit Silikon oder direkt mit Eigengewebe. Aufgrund der noch anstehenden Bestrahlung blühen mir demnach ohnehin mehr als eine OP. Die Frage ist nur, übernimmt die GKK auch die Folge-OP´s? Hat jemand damit Erfahrung?

    Liebe Grüße

    Andrea

  • hi Andrea

    Du kannst grundsätzlich bei skinsparring einen expander als Platzhalter einsetzen lassen dann die Bestrahlung machen und später final aufbauen lassen (mit was auch immer).

    Erst Finale sillis und 2 Jahre später dann einfach so auf eigengewebe gehen wird die Kasse eher nicht finanzieren. Ausser es gibt Komplikationen oder du hast psychische Probleme mit den sillis. Ansonsten wird bezahlt was an Folgekosten anfällt.


    Kajuscha: dein Arzt hat dir die aktuelle datenlage dargelegt und argumente vorgebracht, die in deiner situation durchaus ihre berechtigung haben und die du kennen sollst. Hätte er das nicht getan wäre er ein schlechter Arzt. Zum Thema Silikon scheint er aber ein ähnlich schlechtes uninformiertes Verhältnis zu haben wie mein ex-gyn der mir kurz zusammengefasst erklärte, dass Silikon immer sch... aussieht und nur Komplikationen macht. Er hatte nicht recht, aber das wird er nie erfahren weil ich nach dem Gespräch entschieden habe, dass er meine nie sehen wird. (Manchmal juckt es mich aber schon, mal vorbeizuschauen und mein sehr gelungenes silikon-dekollete vorzuführen ;))


    Sucht euch bitte beide noch einen Arzt für eine alternativmeinung und geht erst dann in den op wenn ihr euch gut informiert und verstanden fühlt und mit euch, eurer Lösung und eurem Bauchgefühl im reinen seid.

    Wünsche euch eine gute Entscheidung

  • Heideblüte

    Dass mein Arzt gestern nicht zu 100% vom Sili überzeugt ist könnte daran liegen, dass ich in einer Klinik war, die sich auf die Eigengewebskorrektur spezialisiert hat.


    Aber tatsächlich haben mir mehrere Ärzte unabhängig von einander gesagt: Bestrahlung + Sili = schlechte Kombi. Da fielen Zahlen zwischen 40 und 70 % Komplikationsrate.


    Dass man mich darauf hinweist, dass u.U. die Implantate im Laufe meines Lebens mal raus müssen, ist ggf auch etwas Eigenschutz. Ich meine, sich jetzt hinzustellen und quasi zu versprechen, dass das Zeug 50 Jahre oder länger hält, kann man ja auch keinem Doc abverlangen, fürchte ich. Die wollen auch nicht, dass ggf nach 20 Jahren die Patienten wenn doch was schief geht klingeln und sagen "Ja mooooooment, aber Sie haben doch gesagt, dass das ewig hält".



    Ich fühl mich halt zeitlich auch einfach mega unter Druck. Nächste Woche ist Chemoende, 3 Wochen später soll die OP sein. Da bekommt man nicht mal eben noch Termine irgendwo. Dabei hab ich schon echt früh angefangen mich zu informieren. Und wenn es nach meinem BZ geht, hätte ich noch gar keine Infos. Die machen OP-Beratung erst kurz vor der OP um um war ein Drama im Dezember den Termin bei ihrem Chirurgen zu erzwingen||||||||||

  • oh ja. Das kenne ich. Hab nach der hälfte der chemo nach Termin gefragt und bekam zu hören "1 woche vor op" als ich fragte ob sie noch alle latten am Zaun hätten hiess es "dann eben 3 wochen". Hab echt Theater gemacht und andere Kliniken abgeklappert. Versuch wenigstens anderweitig anzurufen und nach Termin zu fragen. Die brustzentren haben Notfalltermine vielleicht hast du Glück. Meine kk hat einen ärzteservice. Da hatte ich auch ein gutes Telefonat. Die Ärztin konnte mir eine gute operateurin empfehlen.

  • Hallo Heideblüte !


    Danke dir! Hab nochmal in den Beiträgen gelesen, dass du auch einen BCAR2 trägst und direkt in der Brust-OP auch die Eierstockentfernung hast machen lassen, richtig? Ist das nicht ohnehin schon eine umfangreiche OP, an der der Körper erstmal zu knabbern hat? Ich würde mir auch gern direkt den Eierstock entfernen lassen aber bin wegen der Chemo gerade mit meinem Immunsystem ziemlich am Boden ... ich hab mich auch zumindest so weit es ging sportlich betätigt und war immer auf Trapp wegen meiner zwei Kinder ... dennoch bin ich schon ziemlich angeschlagen jetzt zum Ende und mein Körper zeigt mir deutlich meine Grenzen auf. Daher weiß ich nicht, wie gut ich das alles so wegstecke.

  • ich bin 4 Wochen nach Chemo operiert worden. Eigentlich sollte 3 Wochen danach operiert werden ich hab aber gefragt wie lange ich max mit der op warten kann ohne mein Risiko zu erhöhen um mich so gut es geht von der Chemo zu erholen. War auch ziemlich platt. Eine Klinik sagte sogar 6 Wochen ist o.k. 2 Wochen nach Chemo ging es dann deutlich bergauf und ich konnte mein sportprogramm noch etwas steigern. Ich würde die op immer wieder so machen. (Den Port hab ich auch noch in der op mit entsorgt) ich vertrage Narkosen ohne Probleme da war es nicht schlimm mich ein Stündchen länger schlafen zu lassen. Wg der beidseitigen brustop konnte ich ja eh nix machen und hab anfangs auf dem Rücken liegen müssen (geht ganz gut wenn Kopf und fußende des Bettes höher gestellt werden), also wunderbare schonhaltung für operierten bauch. Das und die Schmerzen der Brüste haben dafür gesorgt dass ich am Bauch überhaupt keinen zusätzlichen Schmerz empfunden habe. Die Bauch op wurde laparoskopisch durchgeführt, d.h. 3 kleine Schnitte. Ich war nach der op 2 Wochen im Krankenhaus weil meine eine drainage so lange drin war. Also solange absolutes schonprogramm. Wie du das mit Kindern schaffst dich zu schonen musst du schauen. Allerdings sehe ich genau da die Gefahr wenn du die eierstock-op separat machst, dass du dich dann eben nicht die 6 Wochen postoperativ schonst. Nach der Brust op bleibt dir nix anderes über:)

  • Hallo Kajuscha,

    ich hatte am 03.05.17 (nach Chemo) eine subkutane Mastektomie mit Silikonprothese als Platzhalter (wollte von Anfang an Aufbau mit Eigengewebe) und anschließend Bestrahlung. Beim gestrigen Ultraschall wurde eine beginnende Kapselfibrose festgestellt ( Folge der Bestrahlung ). Meine Aufbau OP ist bereits in Planung.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)

  • Hallo Stupsi,

    Supi für dich! Ich hatte mehrfach gelesen, dass man der bestrahlten Haut mindestens erstmal ein Jahr Zeit zur Regenerierung geben sollte, bevor wieder operiert wird. Waren das diese sogenannten Expander oder richtige Silikonkissen, die du theoretisch auch drin belassen könntest. Hast du bereits Probleme durch die Kapselfibro? Wenn deine Aufbau-OP nun in Planung ist, hast du vorher die Kostenübernahme mit deiner KK geklärt oder hat das für dich dein Arzt/Ärztin gemacht? Sorry für die vielen Fragen!

    LG

  • Hallo Anrai,

    obwohl das A.......loch vor der Chemo 6 cm groß war, konnte die komplette Haut mit Brustwarze erhalten werden. Es wurde ein 450 ml grosses Silikonkissen eingesetzt, das theoretische bleiben könnte, für mich aber keine Option war.

    Probleme mit der Kapselfibrose habe ich keine, fühlt sich eben nicht so schön an.

    Die Kostenklärung übernimmt die Klinik.

    Liebe Grüße von

    Stupsi


    Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden (Carl Hilty ) :)