Curcumin, Indol-3-Carbinol und Grüner Tee

  • Ihr Lieben alle,


    ich weiß leider nicht mehr wo ich von dem geplanten Zwischenbilanzgespräch mit meinem Onkologen erzählt hatte und wer darum gebeten hatte, zu hören, was er so empfiehlt, darum mache ich hier dieses Thema auf und hoffe, dass diejenige, die darauf wartet, es auch entdeckt (sorry, gute Ausrede: Chemobrain 8| ...).
    Ich mache es kurz. Auf meine Frage, wie ich die Chemo (noch 3 von 6 stehen aus) mit komplementären Methoden/Mitteln begleiten kann, gab mir mein Onkologe die Empfehlung, auf ausreichend Zufuhr von


    Curcumin, Indol-3-Carbinol (der Wirkstoff, der in Broccoli enthalten ist) und Grünem Tee (Japanischer Sencha, 9 Minuten ziehen lassen)


    zu achten. Da Curcumin nur in Kombination mit schwarzem Pfeffer und natürlich in bestimmten Mengen seine Wirkung entfalten kann, sind Kapseln sinnvoll. Das gleich gilt für den Broccoli-Wirkstoff (nicht in Bezug auf den Pfeffer aber auf die Menge). Außerdem ist dann die Zufuhr gleichmäßiger. Eine Misteltherapie werde ich jetzt auch beginnen und erzähle dann, wie ich sie vertrage.


    Ich persönlich glaube, dass die hochdosierte Gabe dieser "natürlichen" Wirkstoffe als ebenfalls systemische Therapie - neben der Chemo - sehr wichtig ist.
    Das muss natürlich jede für sich selbst entscheiden. Wer von euch nutzt diese komplementären Mittel auch? Freue mich über eure Meinungen und Erfahrung.
    Liebe Grüsse!

  • Hallo Joni,


    ich nehme regelmäßig Curcuma Kapseln ein. Anfangs war ich sehr davon überzeugt. Dann habe ich aber mitbekommen, dass zur Krebstherapie 8 g täglich eingesetzt werden müssen. Andernfalls ist die Dosis zu gering, da der Körper (auch bei Zusatz von Piperin) Curcuma nicht gut aufnehmen kann. Aber....8 g sind ja täglich eine handvoll Kapseln. Das ist gar nicht zu schaffen und geht echt ins Geld. Ich habe dann reines Curcumapulver gekauft. Das ist für 2 € zu haben. Aber...wie nehme ich das ein? Ich kann ja nicht jeden Tag ein Currygericht kochen. Grundsätzlich finde ich Curcuma schon einen tollen Wirkstoff und ich würde auch gerne Curcuma einnehmen. Ich bin mir nur unsicher, ob die geringe Menge etwas bringt. Wer kennt sich da aus?


    Lg Paula

  • Das ist leider bei den meisten Wirkstoffen das Problem, dass man die kaum in der notwendigen Dosis aufnehmen kann. Da steckt eh noch alles ziemlich in den Kinderschuhen. Meistens handelt es sich um Laborerkenntnisse, wo keiner weiß, in welcher Form die überhaupt übertragbar sind auf einen komplexen Organismus. Ich nehme an, da wird sich in den nächsten Jahren noch was tun. Allerdings lohnen sich in diesen Bereichen Studien kaum, da es sich nicht um patentierbare Wirkstoffe handelt. Warum sollte also ein Konzern Interesse haben, da Unmengen Geld in die Forschung zu stecken?


    Dennoch glaube ich, wir stecken noch sehr in der Durcheinander-Phase und im Moment herrscht viel Verwirrung. Das wird sich hoffentlich alles noch sortieren.

  • Ja, es ist alles nicht so leicht zu beurteilen. Wie bei der Chemo übrigens auch - da finde ich es fast noch schwerer, weil die Wirkungen nochmal komplexer sind und eben auch leider nicht ungefährlich. Was die Dosis z.B. beim Curcumin angeht, habe ich auch unterschiedliche Informationen entdeckt. Da ich es aber nur zusätzlich nehme und nicht als Ersatz für z.B die Chemo, gehe ich schon davon aus, dass sich eine positive Wirkung entfalten kann. Aber garantieren kann das wohl niemand. Allerdings kenne ich inzwischen einige Ärzte und Ärztinnen, die die Anwendung empfehlen (ohne Angabe von Bezugsquellen).
    Aber ich will hier gar nicht werben. Ich wollte von diesen Empfehlungen berichten, weil mich jemand darum bat. Ich kann mich leider nicht erinnern, wer das war... Chemobrain... 8|
    Und natürlich interessiert mich, wie ihr darüber denkt und welche komplementären Methoden und Mittel ihr anwendet.


    Ani, ja die Forschung lohnt sich nicht für die "Industrie" und dass nicht nur wegen nicht patentierbarer Wirkstoffe sondern viel schlimmer: zu erfolgreich dürfen Therapien nicht sein. Wir dürfen gar nicht so umfassend gesund werden, weil man dann an uns nichts mehr verdient!!! Ich weiß, dass klingt ganz schön heftig aber wenn man sich mal die Pharmabranche anschaut, kann man doch heftige Zweifel entwickeln... Umso wichtiger sind für uns Ärzte und Ärztinnen, denen wir vertrauen können und die fachlich breit aufgestellt sind, so dass sie uns sehr gut beraten und behandeln können. Und dazu können wir uns hier super austauschen. Das finde ich toll!
    Liebe Grüsse und einen schönen Tag ^^

  • wenn du viel Zeit und Muße hast kannst du ja mal die Komplementären Behandlungsmethoden hier im Forum durchforsten. Hier haben schon viele User über ihre ganz eigenen Erfahrungen mit unterstützenden Therapien und Vitaminen usw. geschrieben. Auch ich habe hier dankbar viele Tipps erhalten und über Dinge gelesen, mit denen ich mich in meinem "früheren Leben" gar nicht beschäftigt habe. Obwohl ich auch da versucht habe gesund zu leben und alternativen Heilmethoden nicht abgeneigt war. Aber es kommen natürlich auch immer neue Erkenntnisse dazu, oder was vor einem Jahr aktuell und richtig war ist plötzlich verpönt und falsch. Und ständig immer "tollere" Mittelchen, da schwirrt mir schon oft der Kopf. Ich denke man soll und darf sich da auch nicht verrückt machen lassen. Viele Dinge kannst du ja schon durch ausgewogene, gesunde Ernährung zu dir nehmen. :)
    Liebe Grüße Angelina

  • Joni, ich handhabe das ähnlich wie du.


    Achte aber darauf, vernünfitge Dosen einzuhalten (also nicht zuviel).


    Ergänzend mache ich noch eine Woche pro Monat eine Enzymkur - hängt auch mit der Tamoxifeneinnahme zusammen.


    LG
    Diana

  • Hallo Distudis,


    ich drücke Dir zunächst einmal alle Daumen und Zehen, dass Du den
    Kampf um die Kostenübernahme für die 2. Op gewinnst :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Heute habe ich mal eine Frage an Dich. Was nimmst Du für ein Präparat ein,
    wenn Du diese Enzym-Kur machst? Und wie führst Du sie durch?
    Habe zum Beispiel von W. gelesen, dass es auch bei entzündlichen Prozessen
    gute Arbeit leistet und bei Knochenbrüchen gegen Svhmerzen hilft und eine Heilung schneller
    von Statten geht.
    Auf Grund meiner schweren Osteoporose und den vielen Brüchen, die ich bereits
    erlitten habe, bin ich außer BK, stark in meiner Lebensqualität eingeschränkt!!! :thumbdown:


    Ich suche außerdem noch nach einer Alternative, "noch mehr für mich tun zu können
    nach den Therpien".


    Ich danke Dir und wünsche wie gesagt, VIEL GLÜCK :hug:


    Lg Miami :hug:

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  • ………habe ich ganz vergessen: in den Apotheken die Tees/Kräuter nach der TCM mischen/Verkaufen,
    in diesen Apotheken haben wir vielleicht auch die Möglichkeit den Jiaogulan-Tee zu erwerben.
    Die Apotheken beziehen ihre Tees/Kräuter aus kontrolliert biologischem Anbau :thumbup:
    Fast alle Apotheken verkaufen Tee/Kräuter!


    Grüßle :) ika :)

  • Jiaogulan kannst du auch als Pflanze kaufen. Ich bestell jedes Jahr meine Kräuter und Würzpflanzen bei einem wunderbaren Händler im Internet. Kann man aber auch direkt dort in der Gärtnerei kaufen. Ich schick dir gern den Namen.
    Liebe Grüße Angelina

  • zu deinem Problem der Menge der Menge von Curcumin habe ich heute gelesen, dass die orale Bioverfügbarkeit von Curcumin wohl recht gering sein soll (d.h. dass wenig davon auch in den Blutkreislauf gelangt) und dass wohl eine Formulierung mit höherer Bioverfügbarkeit entwickelt worden sein soll …


    Das werden sie sich aber sicher auch wieder gut bezahlen lassen. ;)


    Liebe Grüße Angela

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  • Ich beschäftige mich schon seit mehr als 30 Jahre mit alternativen Heilmethoden.
    Das Interesse daran habe ich natürlich auch bei meiner Krebserkrankung nicht verloren.
    Ich versuche mich regelmäßig über komplimäntäre Behandlungsmethoden zu belesen und habe auch schon einige angewendet.


    Vtitamin B17 habe ich leider nicht vertragen und es in der zweiten Woche wieder abgesetzt.
    Dann habe ich über 1 Jahr Murdania genommen. Murdannia ist eine thailändische Heilpflanze. Sie soll eine günstige Wirkung bei Darmkrebs haben und auch helfen die Chemo besser zu vertragen.
    Mir hat sie gut durch meine erste Hammerchemo geholfen. Ich habe so gut wie keine Nebenwirkungen gehabt.
    Murdannia schmeckt nach Gras- einfach nur grün und das war mein Problem. Nach 1 Jahr habe ich sie beim besten Willen nicht mehr runterbekommen können.


    Seit ca. 1 1/2 Jahren nehme ich täglich Curcumin Kapseln. Sie tun mir gut und in den Zeiten in denen ich sie nehme sind meine Metastasen auch nicht gewachsen.
    Erst in dem Moment, wo ich das Curcumin wegen einer großen Leber OP absetzen musste sind die Metastasen wieder gewachsen und der Krebs hat auch in die Lunge gestreut.


    Jetzt nehme ich die Kapseln wieder und meine Befunde sind stabil. D.h. kein Tumorwachstum. Der nachteil von Curcumin ist, das es die Blutgerinnung beeinflusst und ich es vor jedem geplanten Eingriff absetzen muss. Mein Knochenmark ist geschädigt, daher die Thrombozyten sehr niedrig. Das in Kombination mit dem Curcumin ist das vor OPs nicht günstig.

  • Absolut interessant Chrissie :P :thumbup:

    ich gehe mal davon aus, dass du alles in Rücksprache mit deinen Ärzten einnimmst, weil ja gerade einige
    alternativen Methoden Veränderungen in unserem Körper bewirken….positiv wie negativ.
    Bin wirklich über die Curcumin Kapseln erstaunt :thumbsup: :P :thumbsup:
    Freue mich schon mehr von dir zu lesen…………. :thumbup:


    Grüßle :) ika :)

  • Hi, Ika!


    Weil ich mich schon sehr lange mit alternativen Heilmethoden beschäftige ( mein Schwerpunkt ist die Phytotherapie) und um ihre Gefahren weiss, mache ich alles nur in Absprache mit den Ärzten.
    Ich werde in einer Uniklinik behandelt. D.h. ich bekomme jedes Jahr im Oktober einen neuen behandelnden Onkologen/in!
    Mein erster Onkologe fand das mit der Murdannia interessant und hat sich die dazu vorliegenden Studien angeschaut. Es war von seiner Seite kein Problem die Murdannia zu nehmen.
    Mit dem Curcumin sah das schon anders aus. Der erste Onkologe war nicht begeistert von meiner Idee Curcumin einzunehmen.
    Mein derzeitiger Onkologe ist wohl Inder und sieht das ganz anders, total gelassen!

  • Hallo Suse!


    Soviel ich weiss sind die bitteren Aprikosenkerne auch unter Vitamin B17 bekannt.
    Ich habe sie genommen aber nach zwei Wochen absetzen müssen, weil ich sie nicht vertragen habe. Mir ging es nicht gut mit der Einnahme. Ich habe mich gefühlt, als wäre mein Kopf in Watte gepackt, hatte arge Probleme mit dem Kreislauf und dann noch Magenschmerzen ( obwohl der eigentlich bei mir total belastbar ist :D ).


    Goji Beeren bekommt man bei uns nur gezuckert und ich verzichte auf alle sichtbaren Zucker. D.h. ich fühle mich wohler wenn ich auf sichtbare Zucker verzichte


    Arominasaft tut gut! Mir jedenfalls. Wie gesagt ich mag nichts süßes und trinke in der Regel nur ungesüßten Kräutertee, Kaffee oder stilles Mineralwasser. Da ist Arioniasaft sehr lecker. er wird verdünnt getrunken, schmeckt fein säuerlich und ist eine echte Abwechslung zu meinen sonstigen Getränken.


    Ich habe immer mehrere Dinge gleichzeitig gemacht und kann deshalb nicht direkt sagen: Aroniasaft hat mir geholfen die Chemo besser zu vertragen. Er wird sein Steinchen dazu beigetragen haben, aber das hat der rote Beetesaft und einige andere Dinge auch.
    Aber das Gefühl, das man auch etwas tun kann wenn man Goji beeren, Aronisaft und Co in die tägliche Ernährung einbaut gibt Kraft und Zuversicht.

  • Hallo zusammen,


    das Thema "Aprikosenkerne" ist hier schon diskutiert worden.
    Schaut mal unter:
    mich hat es leider schon wieder erwischt, ich kann es immer noch nicht fassen!!!!
    Am 18.9.2013 hat Saphira da ein paar warnende und erklärende Worte geschrieben, und ich glaube, die haben immer noch Gültigkeit.


    Liebe Grüße von der Jo