Plötzlich Angst und Unruhe. Ist das das Therapieloch?

  • Ja, Aurora- das spült so manches hoch..... Was auch mit Sicherheit daran liegt, dass wir viiiiiiel sensibler/empfindlicher geworden sind - in Bezug auf andere und auch uns selbst, so zumindest meine Erfahrung. Und die Umwelt?? Ja, die will auch nur das Beste, am liebsten aber umgehend zum ¨Normalzustand¨ zurück (nicht aus bösem Willen - Normalzustand gibt Sicherheit!). Behandlung vorbei, alles gut (WUNSCHGEDANKE - war auch mein eigener) - ich weiß, was du mit deinen Worten meinst. Ich bin dir etwa voraus mit allem - ... und arbeite zumindest wöchentlich daran, meinen Lieben zu verklickern - es ist nicht so wie vorher, so wird es nie wieder sein! Ich werde nie wieder so wie vorher sein!! Gefallen hat mir die Erkenntnis anfangs nicht wirklich.... ein Jahr später sage ich: Ja!! Hättest du man schon früher..... Egal bzw. nachträglich nicht zu ändern- wichtig ist das HEUTE!
    Schrieb dir schon mal: Die Seele klickert irgendwie hinterher, zumindest in meinem Fall - aber ich glaube, auch bei anderen. Erst mal ist Körper/Therapie dran - dann nachdenken, Resumee, Schlüsse - und ehrlich gesagt: Die stellen Mitmenschen oft vor Probleme - soooooo kannten sie einen bisher nicht. Aber genau da liegt der Punkt: Wir müssen für uns sorgen, unsere Ansprüche durchsetzen - oft genug haben wir das über lange Zeit nicht bzw. viele von uns - oder einige.. (oder nur ich??).
    Drücke dir fest die Daumen und bin mir sicher: Auch du wirst deinen Weg finden und gehen, nicht ohne Karambolagen - aber du wirst es schaffen :thumbsup:

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenblümchen ()

  • Liebe Aurora,


    ich nehme dich ganz lieb in den Arm und wiege dich etwas um dir ein gute Gefühl dee Geborgenheit zu geben.
    Ja deine Schilderungen kommen mir sehr bekannt vor. Meine Psychoonkologin hat mir darauf gesagt, die Diagnose ist ein traumatisches Ereigniss, was man erst viel
    später anfängt aufzuarbeiten. In der Akuttherapie ist man voll besch#ftigt alles gut zu packen und erst wenn dieTherapie zu Ende ist, dann kommt dieses Loch.
    Wie schon geschrieben worde, versuche dich einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen und suche dir eine gute Psychoonkologin, mir hilft das sehr nach und nach
    die Diagnose und auch die Ängse nach und nach abzubauen.
    Hoffe das du auch in der AHB dich wieder stabilisieren kannst, die Täler gehören zum Verarbeitungsprozess dazu, auch wenn sie einfach so schlimm sind.
    Du gehst gestärkt dann daraus und die Sonne lacht wieder, ganz bestimmt.
    Drücke dir die Daumen das die AHB dir sehr gut tut, auch die räumliche Veränderung tut ihr seiniges dazu.

  • Hallo Mädels,


    möchte das Thema mal wieder aufgreifen.........


    Wie sehr hab ich das Ende meiner Therapie herbeigesehnt (letzte Gabe Tdm1 vor 7 Wochen) und nun fühle ich mich gar nicht so wohl. Während der Behandlung fühlte ich mich doch sicherer und nun kommt die Angst. Vor einem Rezidiv und noch viel mehr vor Metas. Werde den Gedanken daran gar nicht mehr so richtig los. Hatte heute wieder Nachsorge bei meiner Gyn. Sie hat es mir auch gleich angemerkt, dass ich nicht so ganz gut drauf bin und fragte natürlich auch nach. Da liefen dann gleich die Tränen. Sie meinte ich bin nicht die Einzige, die in ein Loch fällt, wenn alles vorbei ist.


    Ich glaube ich stehe schon ziemlich dicht am Rand des Loches.......


    Das ist doch alles so bescheuert und ich ärgere mich über mich selber, denn eigentlich geht es mir gut, körperlich jedenfalls. Sie hat zu meiner Sicherheit auch noch gleich einen Ultraschall gemacht und es sah alles gut aus. Also was will ich eigentlich mehr.
    Was ich allerdings bei der Nachsorge vermisse ist, dass die Organe sprich Leber, Lunge, Kopf und auch Knochen so gar nicht kontrolliert werden. Nur bei Beschwerden.......und dann kann es ja manchmal schon zu spät sein.


    Ach Menno, ich will mein altes Leben ohne Angst zurück.


    Wie geht ihr mit euren Ängsten um? Hab auch schon an psychologische Hilfe gedacht.....ach ich weiß auch nicht.


    Danke fürs zuhören (lesen) Eure Lexi

  • Hallo Lexi,
    ja das kenne ich sehr gut. Das Loch tat sich auch bei mir auf. Und mir hat wirklich geholfen in psychonkologischen Gesprächen über meine Angst zu reden, sie mir ganz genau anzuschauen und dabei zu lernen ihr nicht mehr Raum als nötig zu geben.
    Ich bin die Angst teilweise auch kunsttherapeutisch mit Malen angegangen. Meine Psychoonkologin arbeitet mit einer tollen Arbeitstherapeutin zusammen, die diese Art von Verarbeitung anbietet.
    Leider müssen wir auch akzeptieren, dass wir nicht mehr unser altes Leben zurückerhalten werden. Wir müssen lernen das beste aus dem neuen Leben zu machen. Und wir müssen lernen eine andere Art von Vertrauen in unseren Körper zu entwickeln, als das was wir vorher hatten. Schwierig, aber machbar.
    Was die Nachsorge betrifft, so bin ich mir sicher, dass du jederzeit bildgebende Untersuchungen von deiner FA verschrieben bekommst, wenn du sagst, dass du diese oder jene Schmerzen hast. Kein vernünftiger gynäkologischer Onkologe wird dir das verwehren. Alle kennen unsere Ängste.
    Liebe und vor allem solidarische Grüße sendet dir
    Angie

  • Lass dich mal feste :hug: und fühl dich verstanden :love:
    Wie oben geschrieben, fiel auch ich in dieses Loch, nachdem alles überstanden war.... und manchmal falle ich noch immer hinein, zumindest, wenn irgendein neues ¨Zipperlein¨ auftritt - dann kommt die automatisch Maschenerie in Gang, ob ich will oder nicht - und dann helfen mir auch keine rationalen Überlegungen.... Bestes Beispiel waren tagelange Kopfschmerzen (habe ich sonst 1,2 mal im Jahr!) vor der letzten Nachsorge... Du kannst dir denken, was in meinem Kopf rumspukte.... logisch wäre gewesen, an die Anspannung und daraus resultierende Spannungskopfschmerzen zu denken..... ( Die Kopfschmerzen waren übrigens nach Entwarnung wie weggeblasen) - aber nein, es setzten sofort die Ängste ein.
    Ich denke, das Problem betrifft uns alle, die eine mehr, die andere weniger, aber irgendwie doch alle (widersprecht mir, wenn ihr euch da ausnehmen könnt !).
    Eine Lösung weiß ich auch nicht, ich habe während der Akuttherapie 3 Gespräche mit der sehr netten und sehr jungen Klinikpsychologin gehabt und entschieden, das ist nicht meins. Meine Umwelt akzeptiert diese Zustände, ohne sie wirklich nachvollziehen zu können (ist doch alles gut).
    Das ist mit ein Grund, warum ich dieses Forum so schätze - ohne weitere Erklärungen versteht dich jede, unterstützt dich moralisch - allein das tut gut: Zu sehen, man ist nicht bekloppt, nicht unnormal, man wird verstanden!
    Ich habe zudem eine Art Vogel-Strauß-Politik angenommen..... ich will gar nicht alles wissen... Wäre ich nicht an K. erkrankt, hätte ich auch vieles nicht gewusst, was in mir so los ist.
    Wahrscheinlich ist das auch nicht der richtige Weg - aber gibt es den überhaupt??

  • Hallo Lexi,


    ja, das Loch kenne ich auch. Das ist anscheinend normal. Das habe ich schon oft gehört, auch von den Ärzten. Während der Behandlung ist man nur am Funktionieren, fällt das weg, kommt die Krise.


    Bei mir waren die Ängste so groß, dass ich mir eingebildet habe die Chemo wäre nicht ausreichend. Ich habe dann meinen Onkologen angerufen und ihn angefleht, er solle noch ein paar Zyklen "zur Sicherheit" hinterherschieben. Das hat er natürlich nicht gemacht. Dann habe ich beim Krebsinformationsdienst angerufen und mich erkundigt, ob denn alles "ausreichend" sei......im Nachhinein kann ich darüber schmunzeln, aber ich kann mich noch genau an die Situation damals erinnern.


    Blicke nach vorne. Du hast die Behandlung geschafft!!! Das ist doch toll!!! Die Angst wird zwar besser, sie begleitet uns aber schon noch einige Zeit. Die Angst ist da, mal mehr mal weniger. Wir müssen lernen damit umzugehen. Das kann uns niemand abnehmen.


    Lg Paula



    ...hab noch vergessen...


    Auch ich habe mir oft gedacht...ich will mein altes Leben zurück!!!! Ich war da oft etwas weinerlich und hatte manchmal das Gefühl die Krankheit hat mein Leben zerstört, die Unbeschwertheit war einfach weg.


    Das ist vielleicht sogar richtig, ich kann es aber nicht ändern. Heute versuche ich einfach nicht mehr darüber nachzudenken. Es ist wie es ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Beiträge zusammengeführt. :-)

  • Liebe lexi, :hug:


    ich nehm Dich mal in den :hug: . Auch ich bin durch diese Talsohle, sprich Therapieloch, geschritten. Ich glaube ganz fest, dass es allen so geht!!!! :hot:
    Den (Schutz)Mantel, den Du dann abgeben mußt nach den Therapien, habe auch ich vermißt. Diese Angst wird weniger, aber nie mehr endgültig verschwinden!!!! Ich horche leider auch bei jedem Zipperlein auf und bin froh, wenn es am nächsten Tag wieder weg ist!
    Die Nachsorge beruhigt mich eigentlichlich auch in keiner Weise. Deshalb habe ich mir zumindest halbjährlich, wenn ich zum Brustwandsono muß, zusätzlich ein Oberbauchschall eingeräumt und bekomme es ohne Kommentar von meiner Gyn. :thumbsup: Sprich über Deine Ängste mit Deiner Gyn und vielleicht ist es auch bei Dir möglich, einen regelmäßigen Oberbauchschall zu machen, wenn Du z.b. zur Mammo gehst! :thumbsup:
    Knochenszinti hatte ich vergangenes Jahr wieder, da ich starke Knochenschmerzen hatte! Auch damit hatte ich keine Probleme. Als ich über Schwindel geklagt habe, wurde der Schädel mittels MRT unter die Lupe genommen, oder wie jetzt bei Angelina, wegen der Doppelbilder. Ich glaube schon, dass wenn Du Beschwerden vorträgst, dass Du dann auch die notwendigen Untersuchungen erhälst! Meine Ärzte sagten mir alle, dass es keinen Überlebensvorteil bringt, wenn man diese Untersuchungen regelmäßig durchführt. Deshalb stehen sie nicht mehr in den Leitlinien.


    Lexi.... :hug: , versuche Dich daran zu freuen, dass der lange Therapiemarathon zu Ende ist und genieße es in vollen Zügen! Auch ich habe schwarze Tage, aber im großem und ganzen kann ich behaupten, der Angst ein Stück weit weg zu sein!" :thumbsup:


    Ich drücke Dich und wünsche Dir, dass es Dir bald gelingt, Deinen Körper wieder zu vertrauen und Freude an jedem Tag hast!!!!! :hug:


    Lg Miami :hug:

  • Danke ihr Lieben für die tröstenden und mitfühlenden Worte.


    Das ist der Grund, warum ich mich hier mal angemeldet habe und noch immer sehr gerne hier bin. Man trifft immer auf Verständnis.


    Danke und liebe Grüße von Lexi

  • Diesen Thread hab ich mal für Ticino rausgesucht. Ich denke das trifft es, kann es aber schlecht beurteilen, weil ich selber noch nicht soweit bin.


    Hallo zusammen

    Ich hab zwar keine nennenswerten Termine..aber brauch euch und die

    Wir kriegen die Kurve grad nicht..seit ich von Reha daheim bingestern hab ich gedacht ich krieg nervenzusammenbruch, heute hab ich mich weinend ins Schlafzimmer eingesperrt


    Ich hab noch nicht mal fertig ausgepackt..und sehe überall nur Berge 🙈


    Liebe Ticino , sei an dieser Stelle von mir ganz doll gedrückt:hug:

    Ich hoffe, dass die Berge kleiner werden, wenn es auch nur Stück um Stück ist.


    LG Nicki-Lydina

  • Danke, Nicki:hug:

    Ich denke ich hab kein thetapieloch.

    Ich bin glaub nach der Reha ohne Unterstützung zuhause zu hart gelandet und weiss nun eigentlich nicht mehr weiter....

    LG Ticino

  • Liebe Ticino ,


    lass dich erstmal fest :hug:.

    In der Reha macht man so vieles und lernt, was einem alles gut tut und dann kommt man zu Hause an und landet im sogenannten Alltag. Plötzlich muss man sich wieder um vieles selber kümmern wie putzen, kochen, einkaufen und was so alles zum Leben dazugehört.

    Versuche, aus dem großen Berg kleine Hügelchen zu machen. Die kann man einen nach dem anderen erklimmen. Und überlege dir, was unbedingt nötig ist und welche Aufgaben auch ruhig noch ein paar Tage warten können. Das wird schon wieder :thumbup:


    LG Danka

  • Ticino


    uff, schweiss abwisch. Kein Therapieloch :thumbup:


    Versuche, aus dem großen Berg kleine Hügelchen zu machen. Die kann man einen nach dem anderen erklimmen.


    Diesen beiden Sätzen von Danka kann ich mich nur anschließen, ....genau....was ist das Wichtigst?


    LG Nicki-Lydina

  • vielen Dank für die Berge Tipps!

    Es ist so dass die in der Reha nicht mitziehen wollten an 'danach' zu denken. Dort im 'hier und Jetzt' ginges mir gut. Aber zuhause musste ich mich alleine um die wirklichen Probleme kümmern:nämlich wie genau überleben wir die nächsten Wochen, sprich: wovon leben wir dann? Das Zeugnis das mir ausgestellt wurde,wird nicht akzeptiert :rolleyes:ich weiss in gewissen Momenten immer noch nicht wo mir der Kopf steht ?(

    LG

  • Hallo und Grüß Gott an das Forum,
    jetzt habe ich mich endlich aufgerafft und mich registriert. Die letzten Monate dachte ich, das schaffst du locker. Brustkrebs heisst nicht gleich: "Jetzt ist dein Leben gelaufen." Also Augen zu und durch. Aber so funktioniert das leider nicht. Nach zwei Operationen (Dezember 2018, Januar 2019) und Brachy-Therapie im März war ich froh, das Schlimmste überstanden zu haben. In wenigen Tagen beginnen die Reha-Massnahmen. Aber nun kommt innere Unruhe und Unsicherheit, was ich mir nicht erklärten kann. Die Diagnose war Mammakarzinom linke und rechte Brust -HER2/neu: negativ. Eine Chemo war nicht erforderlich. "Glück im Unglück", so sagte der Arzt. Zu diesem positiven Verlauf passt mein derzeitiger Gemuetszustand ganz und gar nicht. Hat jemand Aehnliches erlebt?

  • hallo Jeli22


    Ich bin sicher das es mit der Therapie und der Diagnose zusammenhängt. Unser Unterbewusstsein geht manchmal komische Wege 😉 und glaub mir, selbst die „Glück im Unglück“ haben sind nicht davon verschont geblieben.


    Und noch ein herzliches Willkommen hier im forum und schön das du ohne chemo davon gekommen ist.


    Ich selbst habe einen Gebärmutterhalskrebs und kenn mich nicht mit Brustkrebs aus, bin aber sicher das die vielen bk-Mädels hier Dir gerne bei deinen weiteren Fragen weiterhelfen.


    Dein Beitrag ist bestimmt durch die Ostertage hier nur übersehen worden 😉


    Wünsche dir eine erfolgreiche Reha 👍🏻 Wo geht es hin?


    Liebe Grüße

    Biggi

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe Jeli22,


    ich möchte Dich herzlich begrüßen hier im Forum der FSH. Ja, wir können sehr gut hier verstehen, wie Du Dich gerade fühlst. Natürlich ist es verschieden, wie man/frau mit dieser Diagnose umgeht, aber es ist ungemein erleichternd festzustellen, dass hier niemand alleine gelassen wird und sicher kannst Du von den Tipps und Strategien der Foris profitieren.


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch und viel Kraft und Ausdauer auf Deinem weiteren Weg.

    Liebe Grüße Monalisa


    Mitglied des Moderatoren-Teams


  • Hallo.

    Ich bin auch rein gefallen.

    Ins Therapieloch.

    Ins Versorgungsloch.

    Müsste feiern - eigentlich - was das Zeug hält. Oder die Leber.

    Therapie beendet.

    Heute letzte Bestrahlung.

    Gestern noch Hurra!

    Und jetzt... ;(;(;(;(;(.

    Da wird man über Monate permanent versorgt, beobachtet, befragt... und dann... Schluss. Ein fröhliches "Alles Gute". Danke. Es folgt ein leise gemurmeltes "Auf nimmer Wiedersehen".

    Shit.

    Gibt dir das Leben Zitronen, dann frag nach Salz und Tequila! 8)

  • Hallo Silly 75 ,

    ich war heute zum Blutabnehmen, Kontrolle vor meinem 6. Zyklus Capecitabine/Xeloda. Bei der Gelegenheit hab ich kurz mit meinem Onko-Arzt gesprochen - hab etwas Wasser in den Füssen und wollte wissen, ob das irgendwie von Bedeutung ist...

    Naja, wo wir grad am erzählen waren, hab ich dann auch mal gefragt, wie es eigentlich aussieht, ob von Seiten des Brustzentrums nochmal irgendeine Nachkontrolle nach Abschluss der Xeloda-Therapie erfolgt - die Antwort war: NEIN. Es ist in den Leitlinien nicht vorgesehen. Und das wohl schon seit Jahren nicht und da wird sich wohl auch nichts dran ändern, weil es sich wohl gezeigt hat, daß ständige Kontroll-CTs oder MRTs keinen Überlebensvorteil bringen. Im Gegenteil, die Strahlenbelastung steht wohl in keinem Verhältnis zu den wenigen Patientinnen, die man dadurch frühzeitig mit Auffälligkeiten entdeckt hat.

    Wenn sich irgendwelche Probleme einstellen, wird natürlich sofort kontrolliert und das dann auch sehr kurzfristig, aber Routinemäßig gibt's kein Staging oder etwas, was über Ultraschall der Brust halbjährlich und Mammo jährlich hinausgeht...

    Finds auch n bischen seltsam und mir ist mulmig dabei, so einfach "Fallengelassen" zu werden...

    Noch hab ich ja die Xelodas, an die ich mich "klammern" kann, aber wenn das dann Anfang August vorbei ist, was ist dann????

    LG

    Tanja

  • Hallo TanjaJ1972 ,

    Ich weiß, dass routinemäßig keine CT 's etc gemacht werden. Kenne auch die Gründe.

    Darum geht es mir, glaube ich, auch gar nicht.

    Klar hab ich Schiss, dass nochmal was kommt. Bei TN auch nicht unwahrscheinlich.

    Um so mehr sollte ich mich doch jetzt gerade freuen!

    Ich habe eine pcr erreicht. Was will frau mehr?

    Die Therapie ist abgeschlossen. Ich gelte damit wohl als krebsfrei. Alles, was man derzeit machen kann und was Sinn macht, ist geschehen.

    Und trotzdem...

    Ich fühle mich allein gelassen mit dem normalen Leben, dem Alltag, der nun folgt.

    Über ein 3/4 Jahr haben andere das Denken größtenteils für mich übernommen.

    Haben zu fast 100% meinen Terminkalender bestimmt.

    Jetzt darf ich wieder selber bestimmen.

    Ich glaube, das ist komisch.

    Gibt dir das Leben Zitronen, dann frag nach Salz und Tequila! 8)