"probiotische " Therapie/nützliche Darmkeime

  • Hallo zusammen,


    habe mich lange nicht gemeldet nach meiner 2.Brustkrebserkrankung in 2013 nach 20 Jahren. 2013 war mein OP-,Chemo- und Bestrahlungsjahr und es ging mir entsprechend. Anfang 2014 ging es mir nach der Reha deutlich besser. Im Spätsommer kam dann meine Erschöpfung wieder und jetzt bin ich nach der 4.Erkältung in diesem Winter schon sehr beunruhigt. Morgens steht mir jeder Tag "bevor" - kennt Ihr das auch? Leichte Übelkeit, Schwäche, wenig Appetit und immer schnell müde. Dazu Schlafstörungen. Mein Mann ist voll verständnis und ich will ihn auch nicht immer wieder neu beunruhigen. Er hat genug mitgemacht. Die "Anderen" können das nicht verstehen "müde bin ich auch....!" Aber das kennt Ihr sicher auch. Werde gerade durchgecheckt und es wurde schon ein zu hoher Zuckerspiegel festgestellt. Passt eigentlich nicht zu meinem Typ, sagt die Ärztin, aber mal sehen.


    Jetzt habe ich mich erst einmal bei Euch ausgesprochen und jetzt zu meiner eigentliche Frage. Eine Freundin meint, mein Immunsystem sollte durch Darm-Bakterienstämme gestärkt werden. Habt Ihr davon schon mal gehört? Bin neugierig auf alles,was mich in Schwung bringen könnte - aber auch vorsichtig. Vielleicht habt Ihr Erfahrungen damit?


    Danke überhaupt für Eure tollen Beiträge und das "Zuhören" - es tut einfach gut, dass jemand versteht, was ich gerade fühle. Liebe Grüße an alle und viel Kraft - Eure Louisa

  • Hallo Louisa,


    ich finde es für mich immer schwierig, wenn ich "von außen" irgendwelche Ratschläge bekomme, was ich tun kann/soll, damit dieses oder jenes Unwohlsein verschwindet. Denn jeder meiner Freunde oder Bekannten weiß ein anderes Mittelchen, das gut getan hat und das deshalb auch mir gut tun könnte. Daher bin ich immer recht zurückhaltend. Bei mir muss unbedingt mein "Bauchgefühl" stimmen, sonst fang ich gar nicht an, irgendwelche Tipps umzusetzen. Mir hilft im Übrigen Obst und Gemüse recht gut, mit Erkältungen fertigzuwerden oder eingermaßen in Schwung zu sein (mit Fatigue habe ich aber dennoch zu kämpfen, dagegen scheint bei mir kein Kraut gewachsen zu sein).


    Zum Thema "Stärkung des Immunsystems" gibt es beim Krebsinformationsdienst (KID) übrigens interessante Infos. Du findest sie unter Immunsystem und Krebs auf der Homepage des KID unter http://www.krebsinformationsdi…dlung/immunsystem-faq.php .


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Louisa,
    wir haben sozusagen zeitgleich einen "Nachschlag" bekommen, den wir so nicht "geordert" hatten. :D (Bei mir waren gerade mal acht Jahre um!) Auch ich kenne das leidige Thema Erschöpfung, Müdigkeit, allerdings ohne Übelkeit, Appettitlosigkeit und Schwäche.
    Hast du schon einmal in Richtung Fatigue gedacht? Chemo und Bestrahlung können diesen Erschöpfungszustand noch nach Jahren hervorrufen. Zur Darmsanierung kann ich dir nichts schreiben.
    Mir helfen gegen die Erschöpfung, die sich in meinem Körper immer wieder breit macht, Spaziergänge an der frischen Luft. In meinem Lieblingspark habe ich das sogenannte "Bank-hopping" praktiziert - ich habe mich also Bank für Bank durch den Park gearbeitet und heute laufe ich schon wieder ziemlich flott die komplette Parkanlage ab. Außerdem gibt es ja in vielen Städten Angebote im Bereich Reha-Sport. Vielleicht wäre sanfte sportliche Betätigung etwas für dich?
    Ich wünsche dir, dass du gute Lösungen für dich findest. :thumbsup:
    Herzliche Grüße
    Angie

  • Liebe Louisa,


    20 Jahre lang hatte ich ein-, maximal zweimal im Jahr mit Erkältungen zu kämpfen, meist ohne Fieber, nur das lästige Niesen, Husten, Naselaufen oder - verstopfen - nach 10, maximal 14 Tage war es vorbei.
    Seit der Behandlung (keine Chemo, nur einige OPs!!) stolpere ich von einer in die nächste und sie dauern auch viel länger... OK, ich arbeite mit Kindern/Jugendlichen, habe also täglich "vollen Beschuss" durch Viren und Bakterien (hat mir vorher aber auch nicht viel getan). Doc hat mir erklärt, dass auch OPs durchaus das Immunsystem schädigen, je mehr in je kürzerem Abstand, desto stärker (bei mir waren es 6 in 5 Monaten) .. Erquickend fand ich das nicht - aber ich hatte zumindest eine Erklärung.
    Was kann ich dagegen tun? Ich achte schon auf eine Ernährung, die ausgewogen ist und genügend Vitamine, Ballaststoffe etc. enthält, das tat ich schon sehr, sehr lange. Im Winter lege ich noch einmal Vitamin C extra drauf.
    Mir ist auch bekannt, dass eine gesunde Darmflora wichtig ist - aber ich gestehe, ich lasse mich da nicht von "probiotisch", "linksdrehend" oder "rechtsdrehend" beeinflussen - halte das so manchmal auch für ein Werbekonzept...
    Wenn das die Lösung ist - bin ich sofort dabei. Zusammenfassend: Ich habe noch keine Lösung dieser Probleme und auch keine endgültige Erklärung gefunden - und denke, die dürfte auch recht individuell sein. Was einem hilft/nützt, ist ok!

    Einmal editiert, zuletzt von Sonnenblümchen ()

  • Liebe Louisa,


    es ist hart, wenn die Kräfte so nachlassen und alles schwer fällt. Das kann ich gut verstehen. Gerade hat mich auch eine Erkältung erwischt und ich fühle mich total schlapp. Vor Jahren hatte ich mit chronischen Nebenhöhlenentzündungen zu tun und eine sehr gute HNO-Ärztin hat mit mir erst einmal eine Darmsanierung gemacht. Dabei spielten auch bestimmte "Darmbakterien" eine Rolle - gleichzeitig musste ich mich jedoch auch für drei Monate absolut vollwertig (und ohne jeglichen Industriezucker!!!) ernähren. Der Darm spielt schon eine wichtige Rolle für die Immunabwehr aber auch insgesamt für unser Wohlbefinden. Ich würde allerdings nicht ohne ärztliche Begleitung und vor allem auch ohne genauere Eingrenzung der Ursachen für deine Kraftlosigkeit mit Darmbakterien experimentieren. Vor allem scheint es wichtig, gleichzeitig die Ernährung umzustellen.


    Ansonsten kann ich Angie nur zustimmen: Bewegung an der frischen Luft ist das A & O. Als ich am Wochenende so krank war, habe ich mich sogar dick eingemummelt immer wieder für 5 Minuten auf den Balkon gestellt und dabei ein bisschen die Beine bewegt....


    Ich wünsche dir, dass du bald wieder Kraft gewinnst und du mit deinen Ärzten Ursache und gute Wege findest!!!
    Alles Gute und herzliche Grüße :hug:

  • Danke Ihr Lieben für Eure ehrliche Rückmeldung. Es ist wohl wie immer: wenn es mir nicht gut geht und ich mich nicht in den Griff bekomme, greife ich nach jedem Strohhalm. Natürlich sollte und werde ich erst mit meinem Arzt reden, bevor ich gutgemeinte Ratschläge auch tatsächlich befolge. Ihr habt völlig recht. Ernährung und Bewegung sind auch für mich ganz wichtige Säulen und ich versuche alles, um mein Immunsystem zu stärken. An Fatique habe ich gar nicht mehr gedacht - das würde die Antriebslosigkeit erklären. Allerdings nicht meinen Gewichtsverlust. Daher bin ich froh, dass meine Ärztin der Sache auf den Grund gehen will. Ich kenne mich irgendwie kaum wieder - schaffe nur das Notwendige, möchte so gerne alles Mögliche und habe dann Angst, dass ich es körperlich nicht schaffe. Diese Schwäche ist voll ätzend!! Genug gejammert - alles wird gut. Das Buch von Simonton "Auf dem Wege der Besserung" ist mir mal wieder eine große Hilfe. Hat mir schon in der Zeit der Chemo und Bestrahlung unheimlich geholfen. Vielleicht ein Tipp für Intessierte an Visualierung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte. :read: :thumbsup: ganz liebe Grüße von Luisa

  • Hallo Louisa,


    ich lasse mich ganzheitlich nebenher behandeln. Meine Onkologen wurden immer über alles informiert.
    In diesem Zuge habe ich einige Untersuchungen machen lassen und es wurden einige massive Mangel festgestellt.
    Unter anderem wurde auch eine gründliche Darm/Stuhluntersuchung gemacht. Es wurde festgestellt, dass ich Pilze habe und ein total schwaches Immunsystem.


    Habe eine Darmsanierung gemacht, mit einigen Mittelchen zum einnehmen und ich muss sagen es hat mir sehr gut getan und es geht mir sehr gut.


    Wenn du mehr wissen möchtest, Frage einfach.


    LG Lexi