Zeitmanagment

  • Manchmal habe ich das Gefühl, das ich von morgens bis abends nur damit beschäftigt bin die Folgen der Behandlungen in erträglichem Rahmen zu halten.
    Morgens 30 Minuten Entspannungsübungen...wahlweise visualisieren.
    15 Minuten Hometrainer
    Körperpflege- anschließend mindestens 20 Minuten der extrem trockenen Haut zu Leibe rücken.
    3x täglich 15 Minuten Hand- und Fußpflege.
    3x täglich 5 Minuten Mundspülungen.
    3x täglich meine entzündeten Nagelbetten 20 Minuten baden und anschliessend versorgen
    20 Minuten spazieren gehen und frische Luft tanken
    1 Stunde Mittagsruhe
    Gesicht, Hände und Füße nochmal mit Creme versorgen.....das dauert eben seine Zeit.
    Am Abend spult das volle Körperpflegeprogramm einschließlich Bürstenmassage nochmal ab.
    Zwischendurch erledige ich noch ein über den anderen Tag die Stomapflege.


    Ich wundere mich manchmal, das ich noch Zeit für andere Dinge übrig habe ;) ...manchmal nimmt mir das einfach zuviel Zeit ein, die ich lieber für andere Dinge verwenden würde und ich versuche "Zeit" einszusparen.
    Das gelingt aber nur auf Kosten eines schlechten Gewissens (kein hometrainer, keine Spaziergänge) oder das mein Wohlbefinden und meine Gesundheit leiden.
    Stimmt mein Zeitmanagment nicht? ?(

  • Hallo Chrissie,


    so viel Zeit würde ich auch gerne zur Verfügung haben. Ich bin schon froh die täglichen Gleichgewichtsübungen zu praktizieren. Und dann freue ich mich immer wieder, wenn sich doch noch Zeit findet mich an den PC zu setzen und meine Kontakte zu pflegen. Trotz allem will ich mich nicht beschweren, denn ich schaffe jetzt weit mehr als vor der Diagnose, bin auch zufriedener geworden und wieder zuversichtlich. :)


    Liebe Grüße Micha

  • Hi Micha!


    Ich hätte ja auch gerne mehr Zeit :D
    Naja, ich bin auch körperlich nicht zu viel mehr in der Lage. Ich habe 3 sehr schwere Leberoperationen einschließlich Anlage eines Stomas hinter mir, stehe seit 2012 mit kleinen Pausen unter Chemo und lande mal immer wieder notfallmäßig im Krankenhaus.
    Wenn man will und nicht kann ist das auch nicht schön. Ich suche mir halt das aus was ich kann und muss zähneknirschend meinem Mann den Haushalt zu 90% überlassen.
    Anderseits geniese ich es auch keine Verpflichtungen mehr zu haben.
    Bei mir ist das so zweischneidig. Ich geniese es, das tun zu dürfen was mir Spaß macht- Anderseits nervt mich meine körperliche Eingeschränktheit und ich würde gerne wieder etwas mehr Haushalt übernehmen.