Behandlung von Knochenmetastasen

  • GUTEN Morgen an euch alle und gaaanz lieben Dank für die vielen mutmachenden Worte.

    Ich hab eine tolle Familie hinter mir,und euch und auch Freunde. Ich bin nicht allein.

    Ich hoffe ,wenn die Behandlung erst mal begonnen hat ,kommt vielleicht auch der Kampfgeist zurück.

    Und die Angst kennt wohl jeder von uns..

    Ich soll zur Unterstützung der Psyche Citalopram nehmen. kennt sich jemand damit aus?

    Ich bin schon zum Teil recht depressiv,das geb ich zu.

    Euch allen weiterhin viel Kraft und morgen einen schönen Feiertag. Eure Mairegen

  • mairegen Ich nehme auch Citalopram, muss sagen, bei mir hilft es gut. Bin ruhiger geworden und ich hatte keine Panikattacken mehr seit dem. Zuerst sollte ich sie nur ein paar Monate nehmen- aber weil ich mich besser fühle, hab ich sie bis heute nicht abgesetzt. Ich hoffe, sie helfen dir genauso gut, aber es kann durchaus sein, dass du vielleicht ein anderes Medikament brauchst. Es braucht Zeit bis es wirkt, oder eben nicht und dann gibt es auch andere Möglichkeiten.

    Ich drück dir die Daumen

  • Danke schön,ja diese Panikattaken kenne ich auch und Angststörungen,mittlerweile vor allem und jedem...Ich werde heute damit beginnen,in einer Woche startet die erste Chemo,mal sehen ob ich dann wenigstens etwas ruhiger bin. Danke

  • mairegen Gut, dass du heute damit beginnen kannst. Aber in einer Woche wirst du wahrscheinlich noch nichts merken. Man sagt so an der dritten Woche- ich selbst hab es nicht so wahrgenommen. Mein Mann hat festgestellt, dass ich mich (positiv) verändert habe.

  • Hallo liebe@mairegen,

    Ich bekam bei meiner Erstdiagnose 12xnab Paclitaxol + Carboplatin. Meinst du das?

    Ich hatte 2-3 Tage Knochenschmerzen. Ansonsten ging es mir gut.Während der Chemo bekam ich Eishandschuhe umd Eisschuhe an,um Nervenschäden vom Paclitaxel zu germeiden.Am Chemotag hatte ich zu Hause weitergekühlt.

    Wenn du Fragen hast,dann immer gerne.

    LG Erdnuss

  • Chemo fortsetzen oder auf (Anti)hormontherapie usw. umsteigen bei zusätzlich einer einzelnen Knochenmetastase?


    Zu Beginn meiner Langzeit Chemo wurde plötzlich eine einzelne Knochenmetastase festgestellt. Nun hat man mir (zusätzlich zur Bestrahlung der Knochenmeta) zwei unterschiedliche Behandlungwege (bei zwei unterschiedlichen Behandlern) angeboten, einerseits Langzeitchemo einfach wie geplant fortsetzen, oder aber Umstieg auf vorerst alle andern Mittel (Antihormontherapie usw.). Wie haben sich andere hier entschieden? Hat die konventionelle Chemo überhaupt noch Vorteile? Oder ist es fahrlässig, sie wegzulassen? Ich würde mich über Erfahrungen freuen. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Ahyoka () aus folgendem Grund: Verschoben

  • @Pipa21 als bei mir die drei Knochenmetastasen in der Wirbelsäule entdeckt wurden, sind diese bestrahlt worden und die Therapie wurde nicht gewechselt, erst später, als dann weiter Metastasen entdeckt wurden.

    Wenn es sich nur um diese, bereits behandelte Metastase handelt, dann sehe ich keinen Grund eine gut funktionierende Therapie zu wechseln. Die konventionelle Chemo sollte an letzter Stelle stehen, wenn alles andere nicht mehr wirkt oder auch in Organen Metastasen entstanden sind.

    Ich hoffe, es melden sich noch ein paar um deine Entscheidung zu unterstützen

  • Liebe @Pipa21,


    Verzeih einer älteren chemobraingeplagten Dame... 🤭

    Irgendwie blicke ich noch nicht so ganz durch.

    Du hast also einen hormonabhängigen Brustkrebs und die Knochenmetastase auch.

    Dann brauchst Du auf jeden Fall eine Antihormontherapie, da gibt es kein oder.

    Eine Chemotherapie brauchst Du m.E. nach auch.

    Warum wurde sofort operiert?

    Was für eine Chemo bekommst Du denn? Du schreibst irgendwo von Langzeitchemo und dann von 12 Wochen, was ja keine Langzeitchemo ist.

    Lymphknoten sind keine befallen, richtig?

    Was sind für Dich alle anderen Mittel?


    Puh, viele Fragen.

    Ich frage aber so ausführlich, weil ich ebenfalls eine Knochenmetastase im Becken HATTE.

    Sie wurde gleich bei ED entdeckt zusammen mit einem zweiten Tumor und befallenen Lymphknoten.


    Ich bekam die klassische Chemo EC und Pacli 4 bzw 12 und nach den OPs noch 16 Kadcyla, weil der eine Tumor bei OP trotz Chemo fast noch 5 cm hatte. Aber die Knochenmetastase wurde durch die Chemos platt gemacht 💪

    Knochenmetastasen gelten als gut behandelbar, wie ich auch beweise. Also das ist doch schon mal gut, oder?


    Nach der OP bekam ich 36 Bestrahlungen der Brust und Lymphabflusswege und begann gleichzeitig mit der Antihormontherapie parallel zur Kadcyla. Das geht alles gleichzeitig.

    Jetzt bekomme ich alsLangzeittherapie Kisqali (CDK 4/6 Hemmer, falls das bei dir mal aufgetaucht sein sollte) und Anastrozol.


    Die Metastase habe ich mir nach gemeinsamer Überlegung mit dem Strahlenarzt nicht bestrahlen lassen. Man kann ja nicht so oft bestrahlen und wir wollten uns das als Plan B in der Hinterhand behalten.


    Bis jetzt ist alles gut bei mir und so soll es auch bitte bleiben.


    Vielleicht helfen dir meine Ausführungen etwas.

    Wenn Du noch Fragen hast, her damit.


    Bitte bleib oder werde optimistisch. Es gibt so viele Behandlungen, die helfen können.


    Wünsche Dir alles Gute und einen super Behandlungserfolg.


    Liebe Grüße


    Zimtmaus

  • Liebe Zimtmaus,


    bei mir wurde wegen eines EINZELNEN Brusttumors (2,6 cm, kein Lymphknotenbefall), wohl der Standard 4xEC/12xweitere Chemos sowie Brustbestrahlung und Tamoxifen 5 Jahre geplant, mit Aussicht auf völlige HEILUNG. Nach OP und schon zwei EC-Sitzungen erst wurden bei mir "routinemäßig" CT-Abdomen, Knochen-Sintigraphie und dann MRT gemacht, und so im Nachhinein erst die Knochenmeta entdeckt. Ich finde, diese Untersuchungen nicht sofort bei Tumordiagnose zu machen, sehr, sehr fahrlässig. Ich bin dann erstmal in ein Loch gestürzt, denn die Ärzte sagten, der Krebs ist jetzt nicht mehr heilbar und ich wäre jetzt quasi "palliativ", was mich total geschockt hat, denn ich hatte ja Heilung erwartet. Die Klinik sagte, man macht jetzt einfach weiter wie bisher, und setzt auf Chemo und bestrahlt den Knochen parallel, allerdings arbeitet man dort überhaupt nicht mit den ganzen neuen Medikamenten (Antihormone, CDK/46-Hemmer usw.) Ich war durch alles plötzlich so verunsichert, dass ich jetzt kurzfristig in eine andere Klinik gewechselt bin, und dort wendet man wohl viel die Antihormontherapie an und verzichtet erstmal auf Chemo. Wie können die Ansätze alle so sehr unterschiedlich sein? Und was ist richtig und hilft mir wirklich, auch langfristig? Allerdings ist es jetzt das Krankenhaus hier in Hamburg, das als sehr renommiert gilt. Erstmal wird dort jetzt eine Biopsie gemacht, um die genauen Eigenschaften der Meta zu klären, und danach werde ich wohl dem Fahrplan der Ärzte vertrauen müssen. Ich finde es sehr irritierend, dass alle Kliniken andere Wege favorisieren, auch bei den bisherigen Antworten hier im Forum ist der Weg bei jeder der Frauen ein anderer. Rein gefühlsmäßig ist es irgendwie doof, dann auf Chemo zu verzichten, denn ich kenne es seit Jahren so, dass diese alle Krebszellen erfolgreich zerstört, und eigentlich war dieser Weg bei mir ja auch geplant, und ich werde wohl als nächstes diesbezüglich mit meiner neuen Ärztin auch darüber reden, ich habe Angst, dass die Antihormontherapie nicht so erfolgreich wirkt, obwohl das ja jetzt überall schon auch praktiziert wird. Inzwischen bereue ich es fast, dass ich die vorherigen Behandler gewechselt habe. Vertrauen in die Ärzte zu haben fällt mir irgendwie unendlich schwer.

  • Hallo! Ich habe auch ein Problem. Ich bekomme jetzt seit neuem am Donnerstag die dritte x-geva-Spritze zur Behandlung meiner Knochenmetastase, die zusätzlich zu meiner Lebermeta und Lymphknotenmeta gefunden wurde. Vor einem halben fast 3/4 Jahr wurde mit meiner Chemo begonnen. Seitdem die rum bekomme ich jetzt in Dauertherapie alle 3 Wochen Antikörper und alle 4 Wochen eine Spritze. Die Nebenwirkungen sind fast unerträglich. Ich habe sehr starke Knochen- und Gelenkschmerzen und Kurzatmigkeit. Ist eine Bestrahlung vielleicht eine Alternative?

  • Hallo Eule1207 alsp grundsätzlich werden knochenmetas bestrahlt, wenn sie schmerzen. Grad auch, wenn es beider nur 1 ist. Parallel dazu ist aber xgeva notwendig, um die Knochen zu stärken.


    Ich bekomme xgeva jetzt seit einem Jahr. Nur bei der allerersten Spritze hatte ich knochenschmerzen, die aber nach einem Tag auch wieder weg waren. Bei allen folgenden hab ich nie was gespürt, keinerlei schmerzen.


    Könnten die NW von den Antikörpern kommen? Da hab ich keine Erfahrung mit.

  • Hallo Eule1207 , ich glaube auch dass Bestrahlung der Knochenmetas das beste gegen die Schmerzen wäre.

    Was Xgeva betrifft, so gibt es sicher manche die Nebenwirkungen haben, aber ich bekomme Xgeva seit über 2 Jahren und habe überhaupt keine spürbaren Nebenwirkungen.

    Ich vermute auch dass die starken NW von den Antikörpern kommen, habe selbst keine Erfahrung mit Antikörpern.

    Ich hoffe Dir kann geholfen werden.

  • Kaku ; KatzenMom 64 : bekommt ihr Xgeva alle 4 Wochen? Hat euer Onkologe etwas über einen längeren Rhythmus erzählt? Ich lese immer wieder, dass es anfänglich 4-wöchig gegeben werden soll und dann der Abstand sich verlängern soll. Leider habe ich noch keinen getroffen, bei dem dies wirklich so gemacht wird.

  • Liebe Annett , es gibt wohl eine Studie in Israel, die - wenn sie ausgewertet ist - die Verabreichung nach 12 Monaten monatlich auf 4 x im Jahr erlaubt. So sagt mein Oberarzt. Aber leider eben noch nicht ausgewertet. Ich hab schon überlegt, auf 6 Wochen zu strecken. Nehm Xgeva jetzt ein Jahr.

  • Hallo in die Runde! Im Jahr 2017, vor der Diagnose, hatte ich eine Radiusfraktur, „typischer Osteoporosebruch“ wurde gesagt und eine Knochendichtemessung verordnet. So hatte ich einen Referenzwert, als 2018 die Knochenmetastasen entdeckt wurden. Seit Anfang 2019, also seit der Zahnarzt grünes Licht gegeben hat, bekomme ich die Xgeva-Spritze. Wie bei euch zunächst alle 4 Wochen. Nun erfolgt weiterhin einmal im Jahr die Knochendichtemessung. Dank Xgeva, Bewegung und Ernährungsanpassung haben sich die Werte stetig so verbessert, dass mein Onkologe ab letztem Jahr die Intervalle verlängert. Inzwischen bekomme ich die Spritze nur noch alle 8 Wochen. Die „Halbwertszeit“ sei bei 12 Wochen, und diese 12 Wochen werden angestrebt. Im Oktober wird wieder gemessen, und hoffentlich gibt es Grund genug, den Abstand weiter zu verlängern ^^:)

  • Alphabet ; Bertha: ich habe auch von einer Studie gelesen, in der Schweiz, von einer Krankenversicherung. Sicher, die wollen einen längeren Zyklus, aber die Pharma einen möglichst kurzen. Also beide nicht unbedingt neutral.;) Ergebnisse habe ich leider noch keine gelesen.

    Eine Knochendichtemessung hatte mein Mann zu keinem Zeitpunkt. Die Studie in Israel wäre natürlich interessant. Wäre schön, wenn sie bald mal ausgewertet wäre.

  • Hallo Annett ,


    ich kenne nur die Studien zu den Bisphosphenaten, da kann man auch alle 12 Wochen die Infusion geben. Zu XGeva hab ich noch nicht recherchiert, Spritze es mir alle 4 Wochen.

    Wäre eigentlich eine gute Frage für den KID 😊

  • Hallo Annett, ich habe XGeva seit Anfang dieses Jahres alle 4 Wochen bekommen. Da ich dazu inzwischen Capecitabin mit einem 3-Wochen-Zyklus bekomme, meinte meine Onkologin, sie gibt mir jetzt alle 6 Wochen die XGeva-Spritze, das sei gar kein Problem.

    Ich wundere mich allerdings ein bisschen, weil bei mir noch nie eine Knochendichtemessung Thema war, obwohl ich schon den Oberschenkel und diverse Rippen gebrochen hatte. Ich werde da mal nachfragen. Seit ich eine Lebermetastase habe, wird den Knochen scheinbar nur noch wenig Beachtung geschenkt 🤔

    Alles Gute!