Beschwerden nach Eierstockentfernung

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin zwar nicht an Eierstockkrebs erkrankt, sondern an Brustkrebs, musste mich aber einer Eierstockentfernung unterziehen, wegen BRCA2.


    Da ich im Brustkrebsforum nicht viel Feedback zur Ovariektomie bekam, möchte ich es gern hier versuchen. Leider ist es ja bei EK auch so, dass man um diesen Eingriff nicht mehr drumherum kommt. :-(


    Die OP wurde am 05.01.15 durchgeführt und ich leide nun zunehmend an belastenden Symptomen/Beschwerden. Da es mir seit Ende der Chemotherapie (August 2014) schlecht geht, weiß ich nicht, verschlimmert sich mein Zustand oder kommen jetzt die “Wechseljahressymptome“ dazu?!


    Ich leide unter innerer Unruhe, Depris, negative Gedanken. Vermehrten Muskel- & Gliederschmerzen. Kaltem Nachtschweiß. Auch tagsüber fühle ich mich sehr abgeschlagen und krank, ständig das Gefühl von kaltem Schweiß, wobei ich nie nass geschwitzt bin. Es fühlt sich so an, aber ich schwitze nicht. So auch Nachts, ich werde davon wach, aber ich bin nie nass geschwitzt.


    Geht es euch so ähnlich??? Wie macht sich das bei euch bemerkbar? Hormone sind ja ein Tabu, aber gibt es irgendwas was man einnehmen könnte, um etwas gegenzusteuern?


    Vielen Dank für eure Hilfe,
    Andrea.

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  • Liebe Andrea,

    zuerst möchte ich Dich vorsichtig :hug: .


    Es tut mir sehr leid, dass Du Dich neben der BK-Erkrankung auch noch mit sehr viel
    anderen Begleiterscheinungen rumschlagen mußt.


    Mir sind zwar nicht die Eierstöcke entfernt worden, aber vielleicht kann ich
    Dir trotzdem einen kleinen Hinweis geben.
    Ich leide auch unter Depressionen und habe dabei manchmal richtig Panik!!!!
    Diese sind begleitet von kalten Schweiß. ANGSTSCHWEISS, würde ich denken,
    ist das bei Dir auch. Das Du in Deinen Träumen auch davon "verfolgt"
    wirst, ist durchaus möglich. Deshalb auch die Reaktion Deinen Körpers
    in der Nacht mit kaltem Schweiß.


    Ich möchte Dir eine Beratung bei einer Psychoonkologin ans Herz legen.
    Es kostet nichts und Du kannst es ausprobieren, ob Dir das gut tut und sich
    Deine Symptome eventuell sogar verbessern.
    Man will immer nicht wahr haben, dass die Psyche eine Rolle dabei
    spielt. Aber ich selbst habe es erkannt, dass es so ist und konnte
    meine Angstattaken, begleitet von Schweiß, dadurch deutlich lindern.


    Ich wünsche Dir alles Liebe und das Du bald weniger Beschwerden hast.


    Lg Miami :hug:

  • Hallo Andrea,


    die Ovariektomie (BRCA1) steht mir noch bevor. Daher kann ich (noch) nicht mit Erfahrungen in dem Bereich dienen.


    Zur Zeit der Chemo habe ich damals Zoladex bekommen, das mich in die Wechseljahre versetzen sollte, um die Ovarien zu schützen. Rückblickend kann ich nicht sagen, welche Symptome von der Chemo und welche durch den Wechseljahreszustand gekommen sind.
    Das Meiste kam sicherlich von der Chemo und es hat auch gedauert, bis es wieder deutlich besser wurde. Damals konnte ich nur die klassischen Hitzewallungen dem Zoladex zuordnen. Plötzliches, unangenehmes Hitzegefühl von innen heraus.
    Wie Miami schon schreibt, können einige Symptome viele Ursachen haben.... und auch ich würde empfehlen, einfach mal eine Psychoonkologin aufzusuchen. Aber auch mit den behandelnden Ärzten würde ich darüber sprechen. Solange bis Dir geholfen ist :)

  • Hallo Andrea,
    ich kann deine Symptome nur bestätigen ... mir wurden wegen Gebärmutterkrebs zusätzlich auch die Eierstöcke entfernt. Das war zwar schon im Nov. letzten Jahres, aber anfänglich hatte ich nur wenig Probleme. Das hat sich aber immer weiter verstärkt und es kamen noch zusätzliche Beschwerden hinzu, kalter Schweiß, Nervosität, Schlafstörungen, innere Unruhe, Reizbarkeit, depressive Phasen, Hitzewallungen ... da kann ich wirklich mitreden. Mein Krebs war hormonpositiv, da sind Hormone nicht gerade die erste Wahl. Gerade hatte ich ein Gespräch mit meinem Gynäkologen hierzu, der meinte dann, dass eine Hormongabe das erneute Krebsrisiko nur um 2 % erhöhen würde und ich darüber nachdenken sollte, da meine Lebensqualität doch stark eingeschränkt ist. Eine pflanzliche Alternative hat er mir nicht empfohlen, da Phytohormone im Körper ähnlich wirken würden, also auch riskant sind.
    Danach war ich so schlau wie vorher ... und habe beim KID (Krebsinformationsdienst) angerufen, um mich beraten zu lassen. Den Wert meines Arztes konnte man mir dort nicht bestätigen aber sie haben sich viel Mühe gegeben und diverse Studien eingesehen. Leider konnte man mir aber abschließend keinen Ratschlag geben, da die Studien an gesunden Frauen vorgenommen wurden und man dann eine Gruppe mit Hormongabe mit einer Placebogruppe in der Langzeitwirkung verglichen hat. Diese Studien wurden aber nicht an Frauen, die bereits Krebs hatten, vorgenommen.
    Ich habe mich jetzt entschlossen, erst einmal auf Hormone zu verzichten und hoffe, dass es sich mit der Zeit bessert ... habe einfach zuviel Angst davor, mir nachher Vorwürfe zu machen, dass ich durch meine Entscheidung sonst einen Rückfall oder neuen Krebs mit verursacht hätte.

  • Hallo zusammen,


    im Oktober 2015 war nun meine Ovarektomie, also Entfernung der Eierstöcke und Eileiter.
    Leider (oder eher zum Glück) hat man im Zuge der OP eine Schädigung der Leber festgestellt (Chemo & Co.) :( Daher darf ich nun die "geplante" Hormonersatztherapie nicht starten. Auch meine Depression muss ich nun ohne Antidepressivum "aushalten".


    Nun zu den Beschwerden nach der OP:
    Es hat mit Hitzewallungen und dadurch bedingten Schlafstörungen angefangen. Kurz darauf kamen Gelenkschmerzen dazu - meist in der Hüfte und den Beinen. Zeitweise auch in den Armen bis in die Finger hinein. Dabei ist egal, ob ich mich bewege oder nicht - halbe Stunde Gassi oder Stunde Autofahren tun sich da nix. Das hat etwa ein- zwei Wochen nach der OP schon angefangen.
    Nehme nun seit zwei Monaten S. Bei den Hitzewallungen hiflt es sehr gut. Auch die Gelenkschmerzen sind etwas besser geworden. :)
    Meine Schlafstörungen ansich (vermutlich durch innere Unruhe) werden derzeit eher schlimmer.
    Tendenziell ist mir auch häufiger kalt. Ich war vorher keine Frostbeule und auch im Winter gerne draußen. Nun friere ich relativ oft.
    Ob meine Stimmung durch o.G. oder durch die Ovarektomie zeitweise im Keller ist, kann ich nicht sagen. Meine Libido scheint sich zusammen mit der Stimmung in den Keller verzogen zu haben. *grmpf*
    Die Haut hat sich verändert, aber das ist momentan noch fast das kleinste Problem ;)


    Bin nachwievor bei einer Psychoonkologin in Behandlung.


    Die Sache mit der Leber ist zwar bereits per Biopsie geklärt, einige Untersuchungen stehen aber noch aus. Ich hoffe sehr, dass sich dann etwas findet, das mir bei den Beschwerden hilft.


    Wie geht es euch bisher mit den Wechseljahressymptomen? Wie geht ihr damit um?
    Macht ihr eine Hormonersatztherapie oder nehmt andere Mittel?


    Liebe Grüße
    Sonja

    Liebe Grüße und ta-ta
    Sonja

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  • Ich habe , nein HATTE zwar BK - aber hormonpositiv und nehme daher seit 11/13 Tamoxifen - die Wirkung dürfte so etwa deiner OP entsprechen - oder zumindest die Folgen.... Erkenne mich da ziemlich wieder... Libido weg, Hitzewallungen vom Heftigsten, Beschwerden in Gelenken und Knochen (GsD wechselnd, sonst käme ich schon wieder auf schräge Ideen..) Auch die Frierattacken kenne ich gut.... und habe rund 8 kg zugenommen , zum Glück ist seit rund einem Jahr diesbezüglich zumindest ein Stillstand eingetreten...
    Auch ich habe S....... für mich entdeckt, hilft wirklich richtig gut, bei mir allerdings nur gegen die Wallungen, die sind um 90% reduziert. Ich darf es nach Absprache mit Gyn nehmen, weil es keine hormonellen Eigenschaften hat - anderes dürfen die hormonpositiven BK-Damen nicht nehmen, wäre kontraproduktiv.
    Wie ich damit umgehe? Ich nehme es hin, ertrage es, schimpfe manchmal wie ein Rohrspatz oder bemitleide mich selbst - und dann mache ich weiter :D


    LG

    ***********************************************************************************

    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Hallo Sonja ,


    ich hatte genau wie Du eine komplett Entfernung der Eierstöcke. Was Du da beschreibst kenne ich nur zu gut. Zusätzlich nehme ich noch Tamoxifen was diese ganzen


    Beschwerden noch verdoppelt. Das erste Jahr bin ich fast verrückt geworden. Nach knapp 1 Jahr wurde es besser. Die innere Unruhe habe ich zwar immer noch aber


    Hitze und Kälte sind besser zu ertragen. Ich nehme nichts , auch nichts pflanzliches. Ich tröste mich mit dem Wissen , das es vielen Frauen so geht und ich nicht allein bin.


    Ich schimpfe wie Sonnenblümchen , jammere ein bißchen bei meiner Freundin und noch seltener bei meinem Mann und gebe die Hoffnung nicht auf das es irgendwann


    aufhört. Ist hart aber es wird besser, du brauchst Geduld und davon viel. :hug:


    LG


    Fidi

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Hallo ihr Lieben,


    es tut gut, von anderen Erfahrungen zu lesen. Ich bemühe mich, möglichst souverän und stark mit den Malessen umzugehen, packe es aber nicht immer.
    Vielen lieben Dank für eure Antworten :hug:


    LG
    Sonja

  • Hallo Andrea37,


    ich leide auch an Brustkrebs und bei wurde BRCA1 positiv getestet. Ich bin "erst" 35 Jahre alt und habe somit noch 5 Jahre Zeit bis zur Eierstockentfernung aber dennoch fange ich jetzt bereits an mich ein wenig zu informieren was dann möglichweise auf mich zu kommen könnte damit ich ein bisschen zumindest vorbereitet bin. Geht es dir, bzw. euch anderen denn in der Zwischenzeit besser.


    LG
    Puchel

  • Mir geht es glänzend . Ich schwitze und friere noch , aber alles deutlich entspannter als vor 1,5 Jahren :D Das einzige was im Moment an mir nagt , ist meine Kondition.
    Letzte Woche Montag war ich das erste Mal bei meinem Gymnastikkurs für Frauen. Die Damen waren Anfang 60 bis 80 . Oje, habe ich noch gedacht , das wird ja eine
    schlappe Nummer und ziemlich entspannt. Denkste !!!! Die älteren Damen haben mich fertig gemacht ! Während ich schwitzend und keuchend und mit den Armen rudernd
    durch die Halle gerannt bin, gaben die nochmal richtig Gas :hot: Es war erschreckend. Sie haben mich voller Mitleid getröstet , das würde schon mit der Zeit. Oh mann....

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • liebe sonie, liebes sonnenblümchen,
    was für ein geheimnisvolles s... nehmt ihr???
    schickt ihr mir bitte ein pn?
    danke!
    lg ani64

    da es sehr förderlich für die gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. 8) voltaire

  • hallo...hat jemand Erfahrung mit Cim. (Traubensilberkerze) pflanzlich.

    Habe gerade eine Woche nach meiner Total Op hinter mir und die Hitzewallungen werde besonders Nachts sehr unangenehm. Hat jemand Tips...:/

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  • Hallo Romaseto,

    mein Gyn hat damals vom Cim. abgeraten - weil pflanzliches Östrogen....Die Hitzewallungen kenne ich (schrecklich)

    Ich decke mich immer ab und drehe die Bettdecke um...hilft nicht lange, aber hab bisher auch nichts wirklich wirksames gefundenX(

    Bei mir wurde es mit der Zeit von alleine besser.


    "Kühle" Grüße

    LEO70

  • Hallo zusammen!Bei mir wurde letztes Jahr ein triple negativer Tumor entdeckt.Nach der Chemo hatte ich eine Masektomie mit Silikonaufbau und da bei mir eine Brca1 Mutation vorliegt, sollen in zwei Wochen die Eierstöcke raus.Überall werde ich nur bemitleidet und höre totale Horrorgeschichten.Langsam kriege ich auch Panik und habe Angst,dass ich ein haarloses altes Wesen mit lauter Schmerzen und Depressionen werde.Vielleicht hat irgendwie auch mal was Positives oder Aufbauendes zu berichten:)?Hat irgendwer das auch hinter sich und kann mir berichten,ob man dann Hormone nehmen darf oder naturheilkundlich was machen kann?Ich wäre echt dankbar über Antworten.Liebe Grüße Iris

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