Umfrage: Wie wichtig ist Sport für Euch?

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich hab mich ja schon einige Zeit nicht mehr gemeldet und was soll ich sagen.. ich war viel unterwegs :D


    Am Freitag war ich - zusammen mit einem Freund - wandern in den Bergen, 850 Höhenmeter in 2 Stunden und 35 Minuten (nach oben, den Berg runter warens dann 1 Stunde 55 Minuten). Ich war fix und fertig als ich oben war, meine Atmung glich dem einer Dampflock :whistling: ABER!! Ich hab es geschafft. Ich war so stolz auf mich. Und das runter gehen war überhaupt kein Problem, da hab ich nichts mehr gemerkt. Nur der Muskelkater am nächsten Tag - Ohhhaaaa :D Alles egal. Das wars sowas von Wert ;)


    Mir geht es wie Dir, liebe Petra! Ich kann Dir da (aus meiner Sicht) nur zustimmen. Wenn ich mich ausgepowert habe und einfach das Gefühl hatte, meinen Körper wieder an seine Grenzen (ja ich weiß, der hat genug mit der Chemo zu tun...) gebracht zu haben.


    Ich gehe seit meiner zweiten Chemo (26.08.) wieder zweimal wöchentlich joggen (ca. 30 Minuten, 3-4 km, je nach Tagesform ;) ) und dann noch täglich (wenn möglich) 30 Minuten Yoga :D ich kann mich irgendwie nur schlecht still halten :P


    Ich bin danach geschafft, aber glücklich. Ich stecke mir immer kleine Ziele die ich schaffen möchte! Und wenn man wirklich will, schafft man das auch. Es dauert vielleicht ein bisschen länger als früher bzw. schafft man nicht mehr so viel wie vor der Erkrankung. Aber ich will mich nicht gehen lassen. Ja, ich bin krank. Mein Spiegelbild erinnert mich täglich daran...


    Ich hoffe, das ich bei meiner wöchentlichen Chemo - ab Ende Oktober - mich auch noch sportlich betätigen kann. Es wird sich herausstellen und ich werde berichten ;)


    Eine gesunde Bewegung, je nach der körperlicher Befindlichkeit, schadet sicher keinem. Aber jede/r nach seinem Tempo und Können. Ich kann die körperlichen Einschränkungen von anderen Betroffenen immer schlecht nachvollziehen, da ich vorher schon relativ fit war. Außerdem hatte ich nach der OP nur kurz (etwa 3 Wochen) körperliche Beeinträchtigungen. Die einzige Blockade, die ich nach der ersten Chemo hatte, war die in meinem Kopf.


    Mal sehen, ob sich meine sportliche Begeisterung im Winter hält, oder ob ich vor der Kälte kapituliere :huh:


    Dazu hätte ich noch eine Frage. Ich liebe den Winter. Konntet ihr währende eurer Behandlung Skifahren gehen oder Langlaufen? Oder welche Wintersportarten auch immer? Vielen Dank für Eure Antworten :)


    LG
    Mäusel

  • Hallole,


    weil es auch bei uns keine geeigneten Sportangebote gibt, werde ich wohl endlich im Januar in Kooperation mit einem Sportverein eine Gruppe "Sport und Krebs" gründen. Als ich letztes Jahr gewählt wurde, war es für mich ganz wichtig, das Sportangebot für meine Gruppe und andere Betroffene zu erweitern. Und jetzt bin ich glücklich, dass es im nächsten Jahr Realität wird.


    Wünsch Euch einen schönen, bewegungsreichen (falls möglich) Tag!!!


    Grüßle


    rose55

  • Liebe rose, :hug:


    WOW :thumbsup: ich finde es ganz super, wie Du Dich engagierst und eine Sportgruppe für Betroffe gründest!!!! :thumbsup: Schade, dass es von mir soweit weg ist! :(
    Würde mich sehr gern anschließen! :thumbsup: Muß leider im Alleingang täglich meine Walkingstunde absolvieren, aber es macht auch Spaß! :hot: :thumbsup:


    Drücke ganz fest die Daumen für Dein Vorhaben und wünsche viel Spaß und Erfolg!!!! :thumbsup:
    Lg Miami :hug:

  • Meine erste Frage nach der OP war, wann kann ich wieder Fahrrad fahren und wann kann ich wieder meinen Rucksack auf schnallen kann, um wandern zu gehen.
    Ohne Sport???? Nein, das ginge gar nicht. Das macht den Kopf frei, lässt mich an andere Dinge denken, da kann ich wunderbar abschalten.
    Nach der Bestrahlung, egal wie ich mich fühlte, erst mal raus. Allerdings merkte ich gleich das mir plötzlich Grenzen gesetzt waren. Das belastete mich schon sehr. Eine Tagestour von 100 Km mit dem Fahrrad ist für mich nie eine Hürde gewesen, außer in den Bergen natürlich.
    Die Einschränkung machte mir schon ganz schon zu schaffen. Auch heute 2 Jahre danach kann ich noch nicht an meine Leistung anknüpfen. Und es wird auch nicht mehr werden.
    Dennoch ich treibe weiter Sport so gut ich kann.
    Da fällt mir eine Geschichte ein. 2009 hatte ich eine Konisation, also Unterleibs OP. Am nächste Tag fragte ich den Arzt wann ich denn wieder Fahrrad fahren kann. Der schaute mich an als sei ich ein wenig verrückt. Und genau das gab er mir dann auch zu verstehen.
    Wichtig ist nicht welche Leistung man beim Sport bringt (nicht jeder kann der erste sein), sondern das man es überhaupt tut. (Das habe selbst ich begriffen)
    Und es muss Spaß machen.
    Gruß Karo58 ?(

  • Ich war noch nie besonders sportlich, hab nix gemacht außer die 1,5 km zur Arbeit mit dem Fahrrad zu fahren, aber das ist ja nicht wirklich viel. Ich habe mir fest vorgenommen, jetzt regelmäßig aufs Rad zu steigen. Die erste Tour habe ich am Dienstag gemacht, das war 8 Tage nach meiner Nachschnitt-OP, und da habe ich 4 km geschafft. Gestern bin ich gute 11 km gefahren, danach fühlte ich mich schon kaputt, aber auch unheimlich wohl. Das hat mir so gutgetan, durch die frische Nordseeluft zu radeln. Ich werde das auf jeden Fall beibehalten, ich weiß bloß noch nicht, was ich dann im nächsten Winter mache, wenn das Wetter einfach tagelang zu schlecht zum Radfahren ist. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.


    LG Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Auch ich muss Geduld haben . Das ist garnicht so einfach . Ich war es bisher gewöhnt zu walken , Inliner fahren, joggen , schwimmen und Gymnastik zu machen. Nun ist das ganze dem Spazieren gehen gewichen. Mir fehlt das sehr. Doch mit dem Walking das geht kurze Strecken. Das Problem sind die Beine die immer schnell dick werden. Das Unterfangen mit den Inlinern muss ich auch noch etwas verschieben aber das ist bei mir nicht vom Tisch. Das werde ich in den nächsten Tagen probieren. Aber jetzt warte ich erstmal ab , bis ich etwas kräftiger und mobiler werde. Aber liebe Kirsche das wird - Geduld müssen wir leider haben . Aber das müssen wir bei unserer Krankheit so oft.
    LG :hug:alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Zusammen,
    ich bin auch ganz wild drauf, endlich wieder vom Spazieren gehen zu "richtigem" Sport zu wechseln. Leider macht mir mein Port nach nunmehr über 3
    Monaten noch immer Probleme und die Thrombose ist auch nicht gerade hilfreich, so langsam habe ich das Gefühl, dass meine Schulter so langsam
    einrostet und der Rest gleich mit. Und wenn ich dran denke, dass ich nach der Chemo neue Brüste kriege und dann 12 Wochen lang kein Sport machen
    darf, kriege ich fast Zuviel. Die Sozialdame hatte eine interessante Idee: nach der Chemo zur AHB fahren und erst dann die Brüste entfernen lassen.
    Muss ich mal mit den Ärzten besprechen. Wenn ich es schaffe, den Port direkt nach der Chemo loszuwerden und die Narbe dann gut verheilt, könnte
    ich bei der AHB etwas auf die Beine kommen und dann gestärkt in die OP gehen. Mal sehen, was die Ärzte zu der Verschiebung meinen. Der Tumor
    ist ja schon weg (hab ich vor der Chemo rausholen lassen).
    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Hallo Heideblüte,


    warum 12 Wochen keinen Sport?
    Ich hatte auch beidseitige OP mit Sofortaufbau. Die Chirurgin empfahl mir, 8 Wochen heilen zu lassen und dann in die Reha zu gehen. Bis dahin war die OP Wunde so weit verheilt, dass ich allen Sport mitmachen konnte.


    LG Fanti

  • Hi Fanti,
    wurde mir so gesagt. Werde ich dann aber nochmal hinterfragen. 8 Wochen sind ja doch erträglicher als 12. Aber wenn es 12 sein sollen/müssen
    werde ich auch das aushalten. Hauptsache das Ergebnis wird gut.
    Danke für den Hinweis. Noch eine kurze Frage, die mir gerade in den Kopf schießt (passt nicht so ganz zum Sportthema): wie ist das mit Autofahren
    und Anschnallen nach der OP?
    Liebe Grüße
    Heideblüte

  • Hallo,


    auch ich fnde Sport wichtig, und er ist ja auch Teil der Therapie. Hatte nur 2 normale Op`s, keinen Brustaufbau, da bin ich nach 2 Wo. wieder ins Fitness, mit einem etwas angepaßten Trainingsprogramm. War auch danach im Urlaub wandern, klar nicht ganz so intensiv wie früher und meine Wauzis halten mich auch auf Trab. nachdem ich letztes Jahr keine Wettkämpfe gemacht habe hatte ich Karftreitag den Ersten wieder mit Beiden, war einfach toll.
    Also, alles was uns Spaß macht und geht ist gut und jeder sollte etwas für sich finden, und ja es macht den Kopf frei.


    LG Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist

  • Das Wetter regt mich im Moment echt auf: Regen, Regen, Regen. Ich möchte jeden Tag 30 Minuten Fahrrad fahren, aber gestern fiel das schon ins Wasser, und heute sieht es auch nicht gut aus. Seit dem Mittagessen regnet es schon wieder.


    Eine Bekannte hat gestern ein Foto gepostet mit dem Spruch: "Der kleine November möchte bitte aus dem Mai abgeholt werden."
    Ja, bitte, ich will endlich mal über 10 Grad draußen haben!!


    LG mit Wetterfrust
    Nordlicht

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Heute war ich endlich wieder Tango tanzen - hat mir so sehr gefehlt!
    Da habe ich hoffentlich heute Nacht mal keine Rückenschmerzen.
    Bis zum Standard/Latein oder gar Zumba ist es noch ein Weilchen hin, aber frau gibt sich ja auch mit kleinen Schritten zufrieden.
    Euch eine schöne Woche!
    LG Kirsche

  • Hallo Kirsche,
    du bist ja wirklich ein Wirbelwind :D
    Aber wenn es gegen die Rückenschmerzen hilft, sag Bescheid, dann versuche ich es vielleicht auch mal mit Tanzen, das wåre doch mal eine tolle Therapie :thumbup: .
    Also Gute Nacht :hug:

  • Mit hat der Sport sehr geholfen. Ich habe nur während der OP pausiert. Bin während der Chemo wenn es irgend ging jeden zweiten Tag ins Fitnessstudio gegangen. Es hat mich immer wieder aufgebaut und man vergisst die trüben Gedanken. Ich denke auch, die OP aufgrund meiner körperlichen Leistungsfähigkeit besser überstanden zu haben. Bin jetzt zwei Wochen nach der OP und will Ende der Woche wieder trainieren gehen - zwar langsam anfangen, aber es wird meine Beweglichkeit und Kraft wieder aufbauen.
    Meine Ärzte habe sich im Krankenhaus schon gewundert, wie wenig ich in meiner Bewegungsfährigkeit eingeschränkt war.


    Wer sich ein Beispiel nehmen will: Immer Handschuhe anziehen, wegen der Ansteckungsgefahr, und auf keinen Fall mehr machen als Spaß macht.


    Liebe Grüße
    Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Liebe Sylvie,
    Tanzen hilft definitiv gegen Rückenschmerzen. Vor allem argentinischer Tango. Die Haltung wird auch im Reha-Sport ständig gepredigt: gerade Aufrichtung, Schultern runter, Nacken locker, Bauchspannung, kein Hohlkreuz, durchlässige Knie.
    Bitte eine ordentliche Tanzschule suchen, bei der auf diese Haltung geachtet wird!
    Standard/Latein geht natürlich auch. Beim Standard ist zwar viel Spannung im Oberkörper, aber gegen Rückenschmerzen hilft das auf jeden Fall.
    Mein Mann und ich hatten beide mit Schmerzen zu kämpfen (zu viel am Schreibtisch) und sind diese beide los, seit wir tanzen. Probier es doch mal aus!
    LG Kirsche