Neuzugang

  • Hallo alle miteinander


    Bevor ich mich hier angemeldet habe, habe ich als Gast ein paar der Beiträge bereits gelesen und möchte zunächst ertmal allen Danken, die bereit waren / sind, hier über den Brustkrebs in allen seinen Formen und Ausprägungen zu berichten.
    Dadurch sind ein paar meiner Fragen bereits beantwortet worden und ich durfte feststellen, dass ich nicht alleine bin.


    Mein Name ist Dany, bin 47 Jahre jung und habe vor 4 Wochen die Diagnose Brustkrebs (Triple negativ mit 12 befallen Achsellymphknoten - davon 11 rausoperiert, der 12. wurde erst durch das Thorax-CT entdeckt) erhalten.
    Wie gerne würde ich hier jetzt schreiben, dass ich die OP hinter mir habe - leider ist mein Tumor in der Brust zu groß (12 cm) und bereits in die Thoraxwand gewachsen, um zum jetztigen Zeitpunkt operieren zu können.
    So muß ich leider die Chemo VOR OP durchziehen und das geht mir beim besten Willen nicht in den Kopf, zusätzlich zu meiner Angst vor der Chemo.


    Ich gestehe - ich bin der Schulmedizin sehr kritisch eingestellt und habe ganz stark den Eindruck, dass es nicht in erster Linie darum geht, den Patienten an sich, individuell zu betrachten und zu behandeln.
    Ich hoffe ich habe einen Arzt gefunden, der in der Lage ist, individuell zu behandeln - gehört habe ich dahingehend schon positives.


    Ich steckte noch in den "Untersuchungsschuhen" - Tumorgenetik und PET/CT steht noch aus - solange muss ich noch warten, bis die Therapie beginnen kann.
    Und dann noch mal ein halbes Jahr warten, bis der Tumor entfernt werden kann :S
    Ich habe mich viel über die Behandlungsschemata belesen, über die Nebenwirkungen und mit welchen Medikamenten diese unterdrückt werden sollen.


    Da ich in meiner Grundeinstellung nach dem Motto: Ursache finden, individuell behandeln, Selbstheilungskräfte aktivieren und eine Heilung herbeiführen, lebe, fällt es mir sehr sehr schwer mich damit abzufinden, dass ich eine Chemotherapie durchführen lassen muss.


    Ich für meinen Teil bin mir sicher, die Ursache für meinen Brusttumor gefunden zu haben - die Schulmedizin interessiert es leider nicht.
    Nunja, und dann sind im Vorfeld sowie im Verlauf der letzten Wochen seitens der Schulmedizin "Fehler" passiert - Fehler in "" weil ich nicht genügend informiert war und daher nicht rechtzeitig nein sagen konnte.
    Was mein Vertrauen in den bevorstehenden Behandlungsweg (der noch nicht feststeht, außer dass es Chemo vor der OP heißt) nicht gerade gesteigert hat.


    Ich nehme nun seit 14 Tagen Curkuma (micelliert), Mariendistel und 2 Vitalpilze ein - meinen Tumor scheint es nicht zu interessieren, er wächst munter weiter .... was mich in einen argen Gewissenskonflikt bringt: Naturheilkunde wirkt nicht = schulmedizinischer Weg gehen ohne dem zu Vertrauen :hot:


    Ich werde ganz sicher begleitend zur Therapie naturheilkundlich, sehr wahrscheinlich durch prozessorientierte Homöopathie, zusehen, dass mein Körper und meine Seele den ganzen Mist hinter sich bringt, ohne bleibenden Schaden zu hinterlassen.


    puh - irgendwie alles negativ - ein Ansatzpunkt, an dem ich arbeiten muss...


    ich verbleibe erstmal


    LG Dany

  • Hallo Dany und herzlich willkommen :hug:


    Schön das du hier bist auch wenn es aus einem weniger schönen Grund ist. Ich bin selbst noch nicht sehr lange hier aktiv aber ich muss sagen hier gibt es sehr viele liebe Leute die viel Erfahrung haben und es auch gerne Teilen. Ich hoffe fest du findest die Antworten die du suchst.


    Ich habe zwar keinen Brustkrebs und kann dir in dieser hinsicht wohl auch nicht weiter helfen aber ich verstehe deine Skepsis der Schulmedizin gegenüber.
    Ich war nie ein Mensch der sich Tabletten geschmissen hat wenn irgendwas war. Nur hatte ich keine Chance irgendwas zu entscheiden weil bei mir sehr schnell gehandelt werden musste (Akute myeloische Leukämie)


    Und schon sass ich da und die chemo lief unaufhaltsam in meinen körper. ich hatte noch nicht einmal verstanden um was es genau geht und das ich gesund werde, davon war ich schon gar nicht überzeugt. Aber ich glaube fest daran das die eigene lebens Einstellung viel dazu beitragen kann wie man die chemo übersteht. ich bin eigentlich ein optimistischer mensch und nach dem ich mich nach dem ersten schock gefangen hatte. Habe ich mir immer wieder gesagt das ich das schaffe und das alles gut kommt. Eine art autogenes Training, ich glaube daran das es mir geholfen hat.


    Ich bin mir jetzt nicht so sicher ob dir das was hilft aber ich hoffe doch sehr


    Liebe grüsse


    Alexa :)

    Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tages. Alles Liebe an Euch! :hug:
    (Johann Wolfgang von Goethe)
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  • puh...Dany, das ist schon starker Tobak, was du uns hier berichtest.


    Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum; hier kannst du wirklich alles loswerden, was dich belastet - es gibt immer liebe Forenmitglieder, die dich aufbauen und nette Worte finden.


    Bei mir liegt die Diagnose zwar schon 1,5 Jahre zurück - da war ich auch gerade 47 - aber ich hatte auch zuerst die Chemo und dann die OP. Ich berichte mal, wie es mir so ergangen ist, vielleicht hilft dir das ja in deiner Entscheidungsfindung und du kannst dich mit diesem Weg ein wenig anfreunden.


    Also: Im September 2013 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs, links auf ca. 1 Uhr, G3, hormonrezeptorpositiv, 2 befallene Lymphknoten, Tumor sternförmig wachsend, 2,9 x 2,1 cm groß, keine Metastasen.


    Als man mir empfahl, zuerst die Chemo und dann die OP, war ich auch erst mal dagegen. Ich wollte nur noch, dass das Ding rauskommt. Ich habe den Arzt gefragt, bei welcher Methode die Heilungschancen denn größer wären; er sagte, im Ergebnis wäre es letztendlich gleich. Der Vorteil der neoadjuvanten Chemo wäre zum einen, dass der Tumor wahrscheinlich so weit schrumpfen würde, dass das kosmetische OP-Ergebnis sehr gut sein würde. Alles gut und schön, dachte ich, mir ist es völlig egal, ob ich später eine Delle in der Brust habe oder nicht - das Ding soll raus. Er meinte dann jedoch, dass man bei vorangehender Chemo sehen könnte, ob der Tumor auf die Therapie reagiert - wenn dem so wäre, wäre man auf dem richtigen Weg; wenn nicht, könnte man die Chemo entsprechend ändern. Gut, dass leuchtete mir ein, wenn der Tumor erst weg ist, weiß man natürlich nicht, wie er reagiert hätte. Außerdem könne man davon ausgehen, wenn der Tumor auf die Chemo reagiert, würden eventuell herumfleuchende Mikrometastasen auch einen übern Deckel kriegen.


    Letztendlich habe ich dann zuerst die Chemo gemacht (nach Entnahme Sentinel und gleichzeitiger Portlegung). Bereits nach der 1. Chemo war der Tumor um ca. 30 % geschrumpft, ich sage dir: Motivation pur! Nach der letzten Chemo war außer Narbengewebe auf dem Ultraschall nichts mehr zu erkennen!


    Im März 2014 folgte dann die BET und nochmal Entfernung 10 Lymphknoten sicherheitshalber (nicht befallen), und das Ergebnis ist wirklich Bombe. Mal abgesehen von der bereits verblassenden Narbe sieht die Brust genau so aus wie vorher.


    Ich habe die Chemo relativ gut vertragen; mir hat Yoga sehr geholfen. Meine Blutwerte haben sich durchgehend gut gehalten, so dass ich zwischendurch sogar arbeiten war (Bank Marktfolge). Mir hat das sehr gut getan - das war so herrlich normal, wo doch nichts mehr normal war.


    Für mich war es im Nachhinein sicherlich der richtige Weg - ich wünsche dir, dass du für dich den richtigen Weg findest.


    Ganz liebe Grüße


    sunshinelady

  • Danke Dir Alexa - ja das wäre ein No Go für mich, wenn man mir gar nicht mehr die Wahl lassen könnte.
    Am Anfang, im KH, hatte ich so den Eindruck, da die Ärztin den Tumor nicht operieren wollte, weil er so groß war. Da hatte ich keine Entscheidungsgewalt....
    Letztlich wäre es zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch machbar gewesen ..... :S


    Ich versuche mich auch damit zu beruhigen, dass ich durch die Thorax-CT die Gewissheit bekommen hatte, dass der Tumor definitiv zum jetzigen Zeitpunkt nicht operiert werden kann und eine Chemo unausweichlich ist.
    Ohne Thorax-CT wäre für mich immer die Ungewissheit gewesen, was wäre wenn.....


    Begonnen hatte ich auch schon mit einer Chakren-Aktivierung - einmal hab ich dafür Ruhe gefunden.
    Ich weiß was mir für Möglichkeiten offen stehen, selbst aktiv zu werden, aber es fällt schwer mich darauf zu konzentrieren bzw. daran zu erinnern.


    LG Dany

  • Danke Dir Sunshinelady - genauso geht es mir auch - raus mit dem Teil, bevor noch mehr Schaden anrichten kann (siehe, dass in 14 Tagen ein weiterer Achsellymphknoten befallen ist).
    Dieses warten ist unerträglich.
    Mir hatte der Arzt auch dasselbe gesagt - Heilungschancen gleich, man könne sehen ob der Tumor auf die Chemo anspricht und die brusterhaltende OP.
    Die mir ebenfalls egal ist - zumal, sollte der Krens erblich bedingt sein, sowieso angeraten wir, die 2. Brust gleich mit zu amputieren und die Eierstöcke auch gleich raus :pinch: .
    Dazu braucht man meines Erachtens dann aber nicht wissen, ob der Tumor auf die Chemo anspricht.
    Sowieso - warum Chemo hinterher, wenn der Tumor bereits entfernt wurde?
    Alles Fragen, die mich beschäftigen.


    Das klingt natürlich sehr motivierend, wenn der Tumor bereits nach der 1. Chemo um 30% kleiner wurde. Ich freue mich für Dich, dass es bei Dir so toll abgelaufen ist und wünsche mir, dass es bei mir ebenfalls so gut hilft...
    LG Dany

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: "Codes" entfernt, damit der Text besser lesbar wird. Grüssles Saphira

  • Liebe Dany,


    ich begrüße Dich recht herzlich hier bei uns im Forum.


    Da Du Deine Diagnose noch nicht so lange hast, verstehe ich gut, dass Du ganz viele Fragen hast. So ging es mir, so ging es am Anfang vielen von uns. Und ich wünsch Dir sehr, dass Du von uns hier den einen oder anderen guten Tipp für Dich mitnehmen kannst, dass Du Dich bei uns wohl und verstanden fühlst!




    Viele herzliche Grüssles



    Saphira

  • Vielen Dank Saphira


    Ich habe schon gesehen, dass ich nicht alleine stehe und das tut gut, auch wenn es natürlich kein schönes Thema ist ...


    LG Dany

  • Liebe Dany


    Weisst du das ging so schnell bei mir das der verstand gar nicht nachgekommen ist.
    Es ist gut wenn dir die CT s Gewissheit geben. Es ist nicht einfach das ganze zu akzeptieren.


    Ich glaube dir das dir das schwer fällt weil du wahrscheinlich im Moment gar nicht offen bist dafür du bist zu sehr abgelenkt durch all die Gedanken die eine solche Diagnose zu folge haben, nehme ich mal an.
    Ich hoffe du findest mal zeit und ruhe um in dich gehen zu können.


    Liebe Grüsse


    Alexa

    Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tages. Alles Liebe an Euch! :hug:
    (Johann Wolfgang von Goethe)
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  • Danke Dir Alexa, das hoffe ich auch und meist klappt es etwas, wenn ich mit meinem Hund Gassi gehe :-)


    LG Dany

  • Auf jeden fall Ganz viel Glück dabei und ein bisschen Geduld mit dir selbst :hug: (auch wenn dieser Rat nicht von der rechten Person kommt.)

    Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tages. Alles Liebe an Euch! :hug:
    (Johann Wolfgang von Goethe)
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  • Hallo Dany,


    auch von mir noch ein herzliches willkommen :)


    Auch ich habe die Zeit des Wartens stets am schlimmsten empfunden. Ist man erstmal dabei etwas zu tun und sieht die Erfolge, ist alles deutlich einfacher.
    Deine Skepsis gegen die Schulmedizin kann ich sehr gut nachempfinden. Auch ich habe mich sehr großflächig heilpraktisch begleiten lassen. Meine Heilpraktikerin hat aber am Anfang etwas sehr wichtiges gesagt: Wenn der Tumor schon so groß ist, ist offensichtlich, dass der Körper nicht mehr mit der Immunsituation zurecht kommt und dringend Hilfe braucht. Die Homöopathie und Naturheilkunde braucht Zeit und in diesem Stadium haben wir manchmal nicht alle Zeit der Welt, um abzuwarten und zu gucken, ob der Körper wieder ins Gleichgewicht kommt.
    Also habe ich auch neoadjunvante Chemo, OP und Bestrahlung hinter mich gebracht.
    Während dieser ganzen Zeit hatte ich eine enge Kommunikation zwischen Onkologie und Heilpraktiker. Diese Kombination hat beiden Seiten Sicherheit gegeben, nicht zuletzt mir und ich bin erstaunlich gut durch diese Zeit gegangen.
    Tiefs sind natürlich mit inbegriffen, man ist ja nur ein Mensch ;)


    Ein Tipp gegen die Unsicherheit habe ich noch für dich:
    www.krebsinformationsdienst.de
    www.biokrebs.de


    Dort findest du jeweils einen ärztlichen Beratungsdienst und eine riesige Informationsquelle.
    Mir hat es immer geholfen genau Bescheid zu wissen, vielleicht geht es dir ja genauso.


    Ich wünsche dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft und Energie.
    Hör auf deine innere Stimme, sie wird dir sagen, was du brauchst.


    LG, Sonja

  • Auf jeden fall Ganz viel Glück dabei und ein bisschen Geduld mit dir selbst :hug: (auch wenn dieser Rat nicht von der rechten Person kommt.)

    Hallo Alexa - na sag nicht sowas, Deine Worte tun mir auch gut :-)


    LG dany

  • Ich sage das nur weil ich der letzte Mensch bin der Geduld hat und schon gar nicht mit mir selbst :pinch:


    Aber es freut mich zu hören das auch ich dir helfen kann :)


    Alexa

    Nichts ist höher zu schätzen als der Wert des Tages. Alles Liebe an Euch! :hug:
    (Johann Wolfgang von Goethe)
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  • Danke Sonja (schnief)


    ja ich weiß das - Naturheilkunde braucht seine Zeit und die it bei mir nicht mehr gegeben ..... harter Tobak für mich....
    Da Immunsystem allein ist es bei mir nicht - so meine Meinung.
    Es gibt bei mir einen engen Zusammenhang zwischen 3 Ereignissen emotionalen Stress und dem Tumormwachstum - daher habe ich die prozessorientierte Homöopathie im Hinterkopf, als Begleittherapie.


    LG Dany

  • Ich sage das nur weil ich der letzte Mensch bin der Geduld hat und schon gar nicht mit mir selbst :pinch:


    Aber es freut mich zu hören das auch ich dir helfen kann :)


    Alexa


    :hug:


    LG Dany

  • Herzlich willkommen hier im Forum. Schön, dass Du zu uns gefunden hast, auch wenn der Anlass nicht so toll ist.
    Ich hoffe Du fühlst Dich hier wohl bei uns. Sieh Dich hier um und lies ein bisschen. Du siehst es gibt viele starke Frauen
    hier und Du bist mit der Situation doch nicht ganz allein. Aber trotzdem ist der Krebs bei jedem anders , hat einen
    anderen Verlauf und jede findet einen - ihren eigenen Weg damit umzugehen.
    Meine BK Erkrankung ist schon länger her. Ich hatte auch zuerst Chemo , dann OP und danach Bestrahlung. Mir war das
    zuerst unheimlich mit der neoadjuvanten Chemo- die Tumore noch drin - soll die Chemo das schaffen die platt zu
    kriegen oder in Schach zu halten ? Ich hatte Bedenken. Aber die Ärzte erklärten mir das alles sehr genau. Sie sagten mir
    dass man sehen könnte ob die Chemo wirkt und so die Operabilität verbessern. Hab zur Ergänzung angefangen
    ein Enzympräparat zu nehmen , aber das vertrug ich nicht und ich nahm es dann nicht mehr.



    Also ich denke ganz ohne Schulmedizin geht es nicht aber in Kombination mit der Schulmedizin und homöopathischen
    Medizin - so wie Sonja es beschreibt - das geht.
    Ich war auch bei einer Heilpraktikerin während der Chemo, aber die wollte ihr eigenes Ding machen ohne Rücksprache mit
    meinen behandelnden Ärzten. Ich wollte das nicht und bin nicht mehr zu der Heilpraktikerin hingegangen. Ich habe
    - eigentlich schon immer auf leichten Sport während der ganzen Therapie geschworen, sowie auf gesunde Ernährung
    mit viel Gemüse und Obst. Ich bin viel spazieren gegangen und habe Nordic walking gemacht. Das tat mir gut und
    gab mir irgendwie Kraft- zumindest glaubte ich das. Meine Ärzte befürworteten das auch und das wurde dann so mein
    Weg durch die ganzen Behandlungen zu kommen. Hat auch gut geklappt.Die Chemo war bei mir erfolgreich , zwar nicht
    Komplettremission, aber es konnte gut operiert werden. Heute nach fast 9 Jahren geht es mir gut.
    Für die noch ausstehenden Untersuchungen und die weiteren Behandlungen drücke ich Dir die Daumen, sowie viel Kraft
    und Mut.



    Ich wünsche Dir, dass Du eine für Dich richtige Entscheidung ,wie Deine Behandlung aussehen soll,triffst. Sicher wird es
    eine Möglichkeit geben Homöopathie und Schulmedizin zu vereinbaren.
    LG alesigmai52

  • Hallo Dany,


    auch ich möchte Dich ganz herzlich bei uns im Forum begrüßen. Mein Tumor war 3,4 x 2,8 cm groß und auch bei mir wurde erst Chemo durchgeführt vor OP. Als Begründung sagten die 'Onkologen, dass er besser operiert werden könne wenn er kleiner sei. Schon nach den ersten 2 Chemos mit EC war der Tumor um 1/3 kleiner und so ging es bis Ende der Chemo weiter. Das hat mich sehr motiviert, weil ich wusste wofür ich die ganz Tortur mitmache. Vor der OP war er nur noch unter 1 cm groß. Auch wenn ich Anfangs Zweifel hatte bin ich im Nachhinein über diese Vorgehensweise froh, da ich so bei jeder Kontrolle sehen konnte, dass die Chemo gut anschlägt und der Tumor schrumpft. Ist der Tumor schon entfernt, hat man ja nicht wirklich die Möglichkeit festzustellen, ob die Chemo anschlägt.


    Ich stehe der Homöopathie sehr offen gegenüber und denke begleitend kann es nicht schaden - natürlich immer nur unter Absprache mit den Onkologen, da es Stoffe gibt, die sich mit der Chemo nicht vertragen. Bei einer so schweren Erkrankung ganz auf die Schulmedizin zu verzichten halte ich nicht für sinnvoll, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass Du Vertrauen zu Deinen Onkologen hast. Scheue Dich nicht, denen "Löcher" in den Bauch zu fragen - das ist Dein gutes Recht. Trotz unserer Erkrankung sollten wir mündige Patienten sein und die Möglichkeit haben, in gewissem Rahmen mitzuentscheiden. Andererseits denke ich, dass wir uns auf das Urteil der uns behandelnden Ärzte verlassen können. Ich wurde in einem qualifizierten Brustzentrum behandelt und habe mich dort bestens aufgehoben gefühlt. Heute habe ich Chemo, OP und Bestrahlung hinter mir und am Dienstag trete ich meine AHB an. Jetzt nehme ich noch für fünf Jahre Tamoxifen, da ich einen hormonabhängigen Tumor hatte.


    Die Angst vor der Chemo kann ich sehr gut verstehen - ich hatte sie auch! Trotzdem es mir zeitweise nicht gut ging und ich anfangs auf Paclitaxel allergisch reagiert habe, kann ich heute sagen, dass es gut zu schaffen ist.


    Für die kommenden Untersuchungen wünsche ich Dir viel Kraft! Versuche trotz allem Zeit für Dich zu finden und eine Entscheidung darüber zu treffen wie Du den Kampf gegen Deinen Krebs gestalten willst. Du wirst sicher die richtige Entscheidung treffen!


    Liebe Grüße


    Carmen

  • Liebe Dany,


    auch möchte dich herzlich willkommen heißen. Bei uns bist du gut aufgehoben und ich habe den schon langen thread gerade gelesen. Habe dem nichst essentielles hinzuzufügen, außer, dass auch ich eine große Skeptikerin bin, dennoch durch die Chemo gegangen bin, allerdings erreichen konnte, dass diese individuell auf mich zugeschnitten wurde (und das hieß in meinem Fall verkürzt und nur drei statt vier Substanzen). Ich bin auch sehr an komplementären Methoden interessiert. Dazu findest du hier im Forum auch eine Menge ganz unterschiedlicher Informationen. Seit der 4. Chemo spritze ich mir Mistel und jetzt, wo ich die Chemo abgeschlossen habe, werde ich meine Ernährung noch einmal fokussieren auf Lebensmittel, die nachweislich hilfreich sind. Im Moment sind meine Beine und Arme noch wie Blei. Es fühlt sich so an, als wenn das Zeugs überall sitzt und mich lahmlegt. Aber dagegen werde ich jetzt verstärkt angehen und am Montag mein Sportprogramm wieder aufnehmen. Bis zum Bestrahlungsbeginn habe ich knapp vier Wochen Zeit.


    Jetzt habe ich so viel von mir erzählt - und du bist noch in der manchmal zermürbenden Wartezeit... Vielleicht kann dir aber mein Bericht auch Mut machen. Das hoffe ich und wünsche dir, dass du bald gemeinsam mit deinen behandelnden ÄrztInnen und AlternativmedizinerInnen einen für dich gangbaren Weg entwickeln kannst. Dafür drücke ich dir ganz fest die Daumen.


    Liebe Grüsse,

  • Guten Morgen und lieben Dank für eure Worte :-)


    Es tut gut zu lesen, dass es auch ohne schwerwiegende Nebenwirkungen zu schaffen ist.


    Btw - ich sehe den Brustkrebs nicht als Feind an, gegen den ich kämpfen muss.
    Es ist ein Teil meines Körpers, der wie ein entzündeter Blinddarm Schaden anrichtet und raus muss.


    Ich kämpfe eher um den Erhalt meiner Überzeugungen - den Ärzten und auch meiner Familie ggü.
    Aber auch hier ist ein Kampf energieraubend, wo die Energie doch anderweitig sinnvoller und nutzbringender gebraucht wird - zb. um mich innerlich zu stärken und den Weg zu gehen der sich abzeichnet ;-)


    LG Dany

  • Huhu dany,auch von mir willkommen in dieser runde......
    Ich hab nun meine erste chemo seid zwei wochen hinter mir und den tumor noch drin,für mich war die erklärung des arztes eindeutig,ich mein es geht ja nicht nur um den tumor an sich,sondern ist er bereitwillig zu streuen?
    Meiner ist es ganz derb,allerdings hab ich gott sei dank noch keine matastasen da mein knoten wirklich früh erkannt wurde....Nur die lympfknoten sind auch schon befallen, der arzt sagte mir halt das sie sehen wollen ob der tumor anspricht,da ja die krebscellen die schon auf den weg geschickt wurden,noch gar nicht wirklich zu sehen sind,aber sie sind nunmal da,das heisst wenn mein tumor also anspricht,wissen wir das auch die ich nenn sie jetzt mal abgesanten meines knuddels auch platt gemacht werden...Ich hab ein chip im tumor,weil sie davon ausgehen das der tumor verschwindet aber ja dann das gewebe noch weg muss.....Zum thema chemo,ich wollte das auch erst nicht wirklich,aber ich hab vier kinder und denke es ist wichtig das ich wieder gesund werde, ich hab meine selbstheilungskräfte jetzt in sofern derigiert das sie meine organe schützen sollen und reinigen und die chemo soll sich ausschliesslich um die tumorcellen kümmern.....Meine nebenwirkungen halten sich in grenzen,und zum thema naturheilkunde,kann ich sagen meine onkologen sind da auch für,sie sind die welche mir diesen und jenen tipp geben,wo ich vorher gar nichts von wusste,also sie geben dir zu medikamenten immer eine alternative weil auch sie der meinung sind das nicht alles immer sofort mit chemie bekämpft werden muss....Mein onkologe ist somit auch mein heilpraktiker..Das wiederum finde ich echt super,weil ich dadurch weiss das sie einfach ein ohr für mich haben und eben nicht nur schulmedizinisch bewandert sind sondern tatsache auch auf die menschen eingehen......Mein knuddel regt sich seid der chemo mächtig auf und ich weiss dem geht es grad ganz mega an den kragen,tja hätte ja nicht einziehen müssen.....Ich finde es wichtig das man vor der chemo das gefühl hat man ist stabil,körperlich wie auch die seele...Ich fühl mich jedenfalls wohl,4 tage ging es mir nicht so und nun mach ich krebs und chemo pause,ganz wichtig sich ne zeit damit nicht zu befassen bis die nächste am 19 kommt,und auch wenn sich das vielleicht vollkommen doof anhört,ich freu mich darauf...Ende des jahre werd ich geheilt sein,davon gehe ich einfach aus,und nach der chemo gibt es die erste party,schritt für schritt ins grosse glück....Boah war wieder mal viel,ich kann auch immer nicht aufhören...sorry ;(
    Wünsche dir natürlich alles gute und das du deine kraft behälst.... :hug:

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o