Lobulärer Brustkrebs

  • Liebe Amy48 , ich muss vielleicht vorsichtiger sein, so was einfach zu behaupten. Hilfreich ist auch das falsche Wort. Wenn ich es richtig verstanden habe, es bei lob. einfach noch schwieriger, einen Tumor bildgebend darzustellen. Ob nun mit Mammo, US oder MRT. Natürlich sollte man trotzdem ein MRT erwägen oder fordern. Bei mir zumindest, war ein 42 mm Tumor nicht richtig zu erkennen vorher. Nur zwei Herde 9 mm und 1,5 mm. Was bei dem MRT vor der OP herausgekommen ist, hat keiner richtig mit mir besprochen. Ich glaube, selbst dort war das Ausmaß nicht zu erkennen. Daher erstmal BET. Soll ich dir das Interview mal schicken? Das geht nur, wenn du mir eine Mail schickst. Im Forum kann ich nichts anhängen. (PDF, kein Link)

  • https://breast-cancer-research…10.1186/s13058-019-1234-9


    Hiet die jüngsten Ergebnisse einer groß angelegten Studie zu den Rückfallquoten des lobulären BK nach 5 Jahren AHT.


    Ganz kurzes Fazit: Prognostische Relevanz für einen späten Rückfall ab 5 Jahre nach Diagnose haben (nach meinem Verständnis!) eher ein hoher KI67 Wert (ab 20% aufwärts) als der Nodalstatus.


    Allen euch ein gutes Neues Jahr.

  • Vielen Dank für den link bitterlemon ! Könnte ich doch besser Englisch! Dein Fazit habe ich auch so verstanden; da ich nodal-positiv mit niedrigem Ki bin, würde ich mich natürlich auch für das frühe Rückfallrisiko, also vor den 5 Jahren, interessieren. Weißt Du, ob das auch untersucht wurde?

    Dir und allen Anderen auch ein gesundes und zuversichtliches 2020!

  • Lilli.Blume, gerne.


    Liebe Carlotta, dann ist das für dich immerhin eine eher gute Nachricht. Und das freut mich.


    Zu den ersten 5 Jahren nach Dx eines lobulären BK fallen mir iMo keine Studien ein, doch sollte ich welche entdecken, werde ich sie hier posten.


    Was für dich m.W. wichtig wäre, sind Aromatasehemmer, die angeblich beim lobulären besser wirken als das Tamoxifen und ferner v.a. auch Bisphosphonate (zB Zometa) zur Vorbeugung von Metastasen (wahrscheinlich off-label).

    Dann evtl. eine molekulare Testung, ... - wobei ich mich hier wenig auskenne! - um vllt in der Richtung off-label oder im Rahmen von Studien..., Zweitmeinung etc. ...

    Dir alles Gute

  • bitterlemon , das mit den Aromatasehemmern und den Bisphosphonaten hatte ich schon auf dem Schirm, bzw. Letrozol liegt schon auf meinem Tisch. Ich habe mich nochmal etwas in die Studie reingefummelt - da gibt es auch Tabellen, die die Rückfallquote innerhalb von 5 Jahren betrachten - leider keine Kurven, sondern Tabellen mit merkwürdigen Quotienten. Das ist zu hoch für mich. Aber wenn ich das Resümee richtig verstanden habe, gab es innerhalb dieser 5 Jahre bei ca. 1800 Probanden nur 89 Fernmetastasierungen. Das ist ja insgesamt erfreulich wenig. Da will ich einfach mal hoffen, dass ich nicht dazugehöre!!

    Viele liebe Grüße

  • Hallo ihr Lieben, ich habe heute erfahren nach der Tumorkonferenz, dass ich keine Chemo bekomme. Da ist mir schon ein ziemlich großer Stein vom Herzen gefallen <3Ich bekomme Bestrahlung, Antihormontherapie und Aromatasehemmer. Damithabe ich mich noch garnicht beschäftigt...Was ist das denn genau? was mich total gewundert hat und bin auch etwas sauer, der Arzt im Brustzentrum ging wohl davon aus, dass alle Staging Untersuchungen schon gemacht wurde wie CT Thorax, Abdomen und Knochenzinti...Aber hat mir niemand gesagt? Ich hatte das heute angesprochen ob das nicht sinnvoll wäre...Und er meinte nur, Ja auf jeden Fall, aber dachte das wäre schon gemacht und alles OB! Oh mann....Hab jetzt doch wieder so ein unruhiges Gefühl, und etwas Angst, was wenn es doch schon Metastasen im Knochen gibt? Seit zwei Tagen tut mir direkt unterhalb der OP Narbe der Rippenbogen extrem weh. Kann mich kaum strecken oder drehen...Ihr könnt euch vorstellen was in meinem Kopf abgeht :rolleyes::rolleyes::rolleyes:Ich möchte irgendwann an den Punkt kommen, dass alles fertig untersucht ist...Wie können die so etwas vergessen????

  • Liebe Ocean76 ,

    ich freue mich für dich, dass Du keine Chemo benötigst. Ich hatte auch keine. Bei mir wurde vor OP nur Lunge geröntgt, mir wurde gesagt, dass die anderen Untersuchungen bei einem G2 wohl nicht nötig wären. Am Anfang der Diagnose habe ich den Ärzten nichtsahnend geglaubt. Auch MRT wurde nicht vor OP gemacht. Ich war im Juni 2018 mit Bestrahlung fertig...du kannst es auch in meinem Profil nachlesen. Mir geht es soweit gut und ich bin wieder im Alltag angekommen.

    L.g.von Amy48

  • Liebe Ocean76 und Amy48 ,

    bei mir wurden CT und Skelettszinti vor der Op gemacht, ebenfalls bei einem G2.

    Mir erklärte man, dass das grading durch die Stanzbiopsie nicht gesichert ist und erst nach der Op eindeutig bestimmt werden kann. Und, dass Fernmestastasen zwar selten, aber nicht ausgeschlossen sind. Ein MRT bietet man mir nach Abschluss der Akuttherapie an, warum genau da müsste ich mal nachfragen.

    Diese Untersuchungen zu vergessen, finde ich schon heftig und ich kann mir gut vorstellen, Ocean, was du für Kopfkino hast, ginge mir nicht anders. Ich hoffe die holen das schnell nach und ich drück die Daumen, dass alles o.B. ist :hug:


    Freut mich sehr für euch beide, dass ihr keine Chemo benötigt habt, erspart einem mental und körperlich ja doch einiges. Ich hoffe ja auch noch, dass ich drum rum komme, wird aber erst der Endo-Predict Test zeigen, also mal wieder warten :rolleyes:

  • Liebe Ocean76 ,

    die Schmerzen im Bereich der Rippen hatte ich auch. Bei mir hiess es "Strangbildung" als Diagnose und ich habe deswegen Physio verschrieben bekommen. Typisch sind dafür auch Bewegungseinschrängungen der Arme. Meine Brustschwester am BZ hat die Physio gemeinsam mit meiner betreuenden Ärztin in die Wege geleitet. Mir wurde erklärt, dass es sich um Gewebe-Verklebungen im Bereich der Narbe auf der operierten Seite handelt, die bis runter in den Bereich der Hüfte reichen können. Wenn ich meinen Arm nach oben gehoben habe, konnte man deutlich sehen, wie ein Strang - wie eine Gitarrenseite - von meiner Achsel bis runter, ca. 5 cm unterhalb, meiner Rippen verlief. Er endete dann im seitlichen Bauchraum. Neben dem Strang gab es noch kleine Dellen zu sehen. Den Strang konnte ich auch deutlich fühlen. Nach 12 Sitzungen in der Physio war der Strang weg und die Beweglichkeit meines Armes deutlich besser!

    Herzliche Grüsse, Ardnas

  • Liebe Isira ,

    nach OP hatte ich die gleiche Tumorbiologie wie auch die Stanze ergeben hat. Woher wusstest Du vor OP schon, dass ein Lymphknoten befallen ist? War er auffällig und wurde gestanzt? Bei einem lobulären BK sollte immer vor OP ein MRT gemacht werden, um noch andere Tumore auszuschließen ( auch in der anderen Seite) das habe ich aber erst lange nach meiner OP erfahren, sonst hätte ich drauf bestanden. Das erste MRT wurde dann erst 7 Monate nach Therapieende gemacht....die meisten Frauen ( ich auch) sind leider bei ED sehr unwissend und befolgen das was die Ärzte sagen/ wollen. Woher soll man denn das Wissen über die Krankheit auch haben, man befasst sich viel zu wenig bis gar nicht damit....Deshalb bin ich auch sehr froh über dieses Forum😘 an dieser Stelle mal DANKE an ALLE.:love: Für Dich alles gute und ich drück die Daumen für: Keine Chemo.

    L.g.von Amy48

  • Danke liebe Amy48  
    Ja genau, im Ultraschall sah man zwei Knoten und einen auffälligen Lymphknoten, die gestanzt wurden und alle positiv waren. Bei mir wurde beidseitig eine kontrastmittelverstärkte spektrale Mammographie (CESM) gemacht, die alle Herde in Größe und Ausdehnung gut erkannt hat, wie jetzt nach Op die Pathologie bestätigt, so dass ich, nun speziell in meinem Fall, der Meinung bin auch noch ein MRT zu machen wäre übertherapiert. Ansonsten geht es mir da wie dir, dass vor Op eines gemacht werden soll wusste ich auch nicht.

  • Bei mir wurden auch keine Staginguntersuchungen gemacht. Auch G2, weder vor O. P noch jetzt danach. Das hat mich auch ein wenig verunsichert. Jetzt nachdem ich bei der Risikosprechstunde war und rauskam, dass keinerlei Genmutation besteht, bekomme ich eine erweiterte Nachsorge angeboten mit 1 Mrt im Jahr... 🤔 Das soll mal einer verstehen?... Und nicht etwa weil Lobulär oder so, sondern weil ich noch so jung erkrankt bin... 🤷‍♀️... Allerdings bekomme ich das nur bis zum 50.Lebensjahr? Und dann? Verstehe einer diese Leitlinien....