Frust- Abladestation

  • Ich möchte mal eine Lanze für das Pflegepersonal brechen! Ich war in den letzten beiden Jahren in 5 Krankenhäusern und habe sehr engagierte und geduldige Pfleger erlebt. Bei der Diagnosestellung ist meine Welt zusammengebrochen und die Krankenschwester war für mich da und hat mich getröstet.

    Das ist ein harter Job und bestimmt gibt es schwarze Schafe oder jemand hat einen schlechten Tag, aber ich ziehe meinen Hut vor jedem, der heutzutage noch in der Pflege arbeitet.

  • Ich schließe mich Buchliebhaberin an.

    Vor und nach Neujahr musste ich 2 mal notfallmäßig mit hohem Fieber ins Krankenhaus. Ich bin beide Male trotz Urlaubszeit und Wochenende sehr gut betreut worden.

    Das Pflegepersonal braucht manchmal auch sehr gute Nerven. Manche Patienten sind der Meinung, dass sie eine persönliche Rundumbetreuung brauchen. Ich habe die Schwestern und Pfleger manchmal sehr bedauert.

    Liebe Grüße

    Uta

    …………………………………………………………………………………………
    Die besten Menschen sind die, mit den Flausen im Kopf,

    dem Arsch in der Hose und dem Herz am richtigen Fleck. <3

  • Kathi58 Sie brauchen nicht nur gute Nerven sondern auch gute Patienten. Wenn die nämlich nur nörgeln und jammern und meinen, dass KH ein allinclusive Hotel ist, dann passt das nicht.


    Ich bin auch sehr gut betreut worden, trotz Rappel voller Station. Und ich habe versucht, so viel wie möglich alleine zu machen, um die Pflegekräfte zu entlasten.

  • Kyscia

    Da kann ich dir nur zupflichten! Beim 2. Aufenthalt haben sie sich gefreut, mich zu sehen. Ich bekam sogar eine super nette Zimmernachbarin ins Zimmer dazu gelegt.

    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch heraus.

    Liebe Grüße

    Uta

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    Die besten Menschen sind die, mit den Flausen im Kopf,

    dem Arsch in der Hose und dem Herz am richtigen Fleck. <3

  • Heute muss ich auch mal meinen Frust abladen. Es hat sich so vieles gestaut.

    Meine Mutter liegt momentan im KH und wird künstlich ernährt. Es gibt seit einem Monat keine Zustandsverbesserung.

    Das Bauchwasser drückt auf den Magen und selbst wenn sie eine kleine Portion isst oder trinkt erbricht sie sofort. Sie hat vll gefühlt nur noch mehr 50KG und ich verliere langsam die Hoffnung. Ich habe Angst.. Angst sie zu verlieren, ich bin erst 25 und möchte wie jeder dass meine Mutter meine Hochzeit, meine Kinder mal miterlebt. Ich möchte das alles nicht ohne ihr. Mein Bruder ist erst 15 er braucht sie doch auch.

    Das ist das erste mal seit der Erstdiagnose dass ich fühle, dass es nicht mehr wird. Ich hab einen riesen Kloß im Hals der mich nicht sprechen lässt.


    Traurige Grüße an allen tapferen Frauen hier

  • Kathi58 😀👍Genau so ist es. Ich wurde auch zu um 7:00 Uhr hinbestellt und dann war nochmal kein Zimmer frei. Aber ich war freundlich und habe nicht geschimpft, wofür ich denn so früh aufgestanden bin. War dann frühstücken, 11:00 Uhr immer noch kein Bett frei, aber freundlich geblieben. Und am Ende durfte ich um 16:30 mein Bett beziehen auch mit einer ganz lieben Zimmernachbarin. Kann Zufall gewesen sein, kann aber auch nicht.

  • Summergirly


    JA, lass den Frust raus! Es steht dir zu! Du kannst nicht immer nur tapfer und taff sein! Du hast Angst, das ist verständlich.
    Die Ärzte wissen was sie tun und wenn sie künstlich ernähren, dann ist das gut so. Ich weiss wovon ich rede, ich wurde bei Diagnoseerstellung künstlich ernährt und damit stabilisiert sich auch der Zustand und die Bauchdecke wird entlastet. Und ich hatte Eierstockkrebs FIGO IV und Peritonealkarzinose. Nach der Drainage und 4 l Bauchwasser weniger wars dann etwas leichter.

    Nein, ich kann dir nicht versprechen dass deine Mutter wieder gesund wird, das kann auch kein Arzt!
    Aber deine Mutter liebt dich und deinen Bruder und wird alles tun um zu versuchen wieder an eurem Leben teilzunehmen.

    Mädl, ich drück dich und denk so an dich

  • pupi1230

    ich habe den Frust gestern rausgelassen. Heute geht es mir um einiges besser. Die Angst wird uns wohl ständig begleiten aber es ist so wie es ist. Man sagt ja nicht umsonst wenn dir das Leben eine Zitrone gibt dann nimm dir Tequila und Salz. Ich muss lernen mehr über meine Ängste zu sprechen sonst erstickt mich mein Kloß noch (der heute wie weggeblasen ist). Ich denke ich werde hier in der Frust Abladestation öfter schreiben *sorry*. Ich hoffe nur du hast Recht und meine Mama kämpft sich zurück.

    LG :*

  • Hallo liebe Mädels... Ich... Mal wieder...

    Wahrscheinlich wird dieser Thread hier meine Hauptanlaufstelle werden. Ich weiß aber sonst nicht wirklich wohin mit meinen Gedanken und Gefühlen. Und momentan habe ich gerade - zumindest für meine eigene subjektive Wahrnehmung - ein ziemliches seelisches Tief.

    Ich bewundere die Frauen hier, die trotz aller negativen Ereignisse, Erlebnisse, Rückschläge etc. ihren Optimismus nicht verloren haben und positiv gestimmt sind. Wie macht ihr das nur? Ich würde das auch so gerne (lernen) wollen, da ich leider eher zu den pessimistisch Denkenden zähle, viel grübel und teilweise hinterfrage. Das ich heute so bin wie ich eben bin, so fühle und denke - das hat die Zeit und damit verbundenen sowie einschneidenden Erlebnisse mit bzw aus mir gemacht. Meine Wege waren immer steinig... Ich bin sie gegangen.

    Mittlerweile bin ich aber an dem Punkt, an dem ich es einfach nur noch Leid bin vom Schicksal herausgefordert zu werden.

    Mein Alltag ist Stress pur und das Tag für Tag. Ich habe nie wirklich Zeit an mich zu denken, es ist immer etwas anderes. Vieles bleibt an mir kleben. Mein Mann geht von früh bis spät arbeiten (Haushalt, Kinder, Termine etc. manage größtenteils ich) Zeit für uns ist eher Mangelware. Kommt er mir zu nahe was sich in die sexuelle Richtung entwickelt, dann fehlt mir die Lust. Wo soll die auch herkommen?

    1. ist meine Optik und das damit verbundene Selbstbewusstsein so wie Selbstwertgefühl auf dem absoluten Nullpunkt.

    2. Bin ich gedanklich schon beim nächsten und übernächsten Tag.

    Ich würde auch mal wieder sooo gerne durchschlafen wollen aber seit Monaten sind Tag und Nacht bei mir quasi eins.

    Es nervt mich alles nur noch! Ich würde am liebsten abhauen wollen - vor alles und jedem. Ja ich weiß, das ist keine Option.

    Aber ich fühle mich einfach nur noch ausgebrannt. Täglich sitze ich in einer ruhigen Minute da und heule wie ein Schlosshund.

    Ich dachte, ich kann relativ stark mit der Erkrankung und allem was da dran hängt und evtl auch in Mitleidenschaft gezogen wird, umgehen. Aber ich habe mich und die ganze Situation anscheinend doch etwas unterschätzt.

    😢😢😢

    Danke, für's Zuhören bzw Durchlesen.

    Sorry für mein Geheule. Ich will euch damit keinesfalls nerven oder runter ziehen. Bitte bleibt weiter so taff.

    Ich ziehe den Hut vor euch. Chapeau! 🌺


    Liebe Grüße

  • isaleolu

    Bitte entschuldige dich nicht für dein "Geheule"!!! Erstens ist es kein Jammern und Geheule, sondern es sind deine Gefühle die raus müssen. Und wer wenn nicht wir könnte dich da am besten Verstehen, machen wir alle doch das gleiche durch! Also lass es weiter raus und entschuldige dich dafür nicht :hug:


    Der Ablauf deines Tages und dem deines Mannes ist zu 100% meiner! Auch ich gebe immer alles damit der Alltag (Haushalt) läuft, die Kinder (3+7 Jahre alt) alles haben was sie brauchen und vergesse dabei oft mich selbst.

    Sexuelle Annäherung meines Mannes kann ich im Moment auch nicht erwiedern. Auch aus den Gründen die du erwähnst. Ich mag meinen Körper nicht leiden, kann mich nicht fallen lassen und bin gedanklich schon dabei den nächsten Tag zu planen....

    Ich habe dies meinem Mann schonungslos ehrlich gesagt und er "versucht" es zu verstehen. Das rechne ich ihm hoch an!!! Da ich aktuell noch in der Chemo bin, haben wir vereinbart, dass er Freitags wenn ich zur Chemo bin, für die Kinder da ist. Er holt sie von Kiga und Schule ab, verbringt den Nachmittag mit ihnen und ist auch Abend fürs Essen und zu Bett gehen zuständig. Ich kann schlafen (nach Chemo bin ich hundemüde). Und was soll ich sagen :) es funktioniert ganz wunderbar :) auch er und die Kinder profitieren davon sehr, da die Bindung intensiver wird.

    Auch am Wochenende gibt er mir die Auszeiten die ich brauche um wieder zu Kräften zu kommen. Das hilft ungemein!

    Rede offen mit deinem Mann das du dich überfordert fühlst und überlege mal ob dir nicht ein Psychoonkologe helfen könnte. Ich drück dich mal ganz fest wenn du magst :hug:

    Alles Liebe Cathianna

  • Liebe isaleolu , ich befürchte Du bist kurz vor oder schon im Burn-Out und Du musst dringend die Reißleine ziehen !!!!!

    Es ist ja toll wenn Dein Mann von früh bis spät arbeitet - aber da muss er einfach eine Weile kürzer treten.

    Ihr müsst eine Möglichkeit finden dass Du Dich wenigstens an 1 Tag in der Woche nur um Dich selbst kümmerst, die Kinder sollte jemand anders versorgen (Mann, Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin oder Freundin, vielleicht abwechselnd, und der Haushalt soll mal liegen bleiben. Vielleicht kannst Du an diesem Tag/Nacht woanders unterkommen (Gästezimmer bei Freundin oder Verwandtschaft), damit Du nicht in Versuchung gerätst, Dich doch um irgendwas zu kümmernn.
    Rede mit Deinem Mann, wenn Du komplett zusammen klappst, ist niemandem geholfen.

    Viel Glück und alles Liebe, Tina :hug::hug::hug::hug:

  • Liebe isaleolu


    Es ist bestimmt nicht leicht mit 3 Kindern und wenn ich es richtig in deinen Beiträgen gelesen habe, sogar mit einem 1 jährigen, den ganzen Tag mit dieser Erkrankung und dann auch noch einem Rezidiv in den ersten 2 Jahren, zu meistern.


    Was ich nicht erkennen konnte, warst du nicht in Reha?

    Vielleicht ist das eine Lösung und du bist einfach mal 3 Wochen raus aus deinem stressigen Alltag?


    Du schreibst von einer liebevollen Schwiegermutter die Dir hilft. Vielleicht kann sie dir auch was mehr abnehmen und tut es bestimmt auch gerne für ihre Enkelkinder?

    Es gibt bestimmt Patentanten oder Patenonkel die sich gerne mal die Kinder schnappen und einen Zoobesuch oder andere schöne Ideen für deine Kids haben.


    Lass Hilfe zu und fordere sie auch ein. Du wirst dich wundern wie gerne gerade die engste Familie genau darauf wartet - so ist es zumindestens bei mir gewesen 😉


    Und ich finde es immer klasse wenn Männer so hart für ihre Familie arbeiten. Es fällt deinem Mann bestimmt auch nicht immer leicht das er nicht mehr machen kann.

    Rede offen mit ihm, auch offen über deine Gedanken und Gefühle, denn das kann ihm helfen dich und deine momentane Situation und Erschöpfung zu verstehen.

    Liebe Grüße

    Biggi

    _______________________________________________________


    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe isaleolu


    gut, dass Du Dir das alles von der Seele geschrieben hast, lass Dich lieb drücken, hier gibt´s keine "Krone für best-of-Krebs-durchgestanden", fast alle, die hier schreiben, haben ebenso dunkle Tage durchgemacht, jetzt geht es um Dich, Du darfst Dir erlauben, mal nicht zu funktionieren und alles zu managen, Du bist ein wertvoller Mensch und eben gerade von einer Krankheit betroffen, die alle Deine Kraft erfordert, bitte sprich das offen an, zuerst mit einer Psychoonkologin in Deinem BZ, dann vielleicht ein gemeinsames Gespräch zu Dritt mit Deinem Mann, Freunde und Familie hilft gern bei Unterstützung, da sie sich eh hilflos fühlen und froh sind, zu erfahren, wo und wie sie Dir/Euch helfen können.


    Und ich hab mich bekochen lassen bei jeder EC-Chemo, eine Freundin hat drei Mal nach OP mein Bad geputzt, die nächste war einkaufen, hat Wäsche gemacht, mein Partner konnte nicht immer bei mir sein (Fernbeziehung), mit Kindern könntest Du über eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse nachdenken, überleg, was Dir am meisten hilft, auch wenn am Anfang ganz viel auf uns einstürzt, sortiert sich mit der Zeit nach und nach alles und Du schaffst das, mit Unterstützung von Deinen Lieben.


    In der Partnerschaft möchte Dir Dein Mann vielleicht zeigen, dass er Dich weiterhin begehrenswert findet, ein tolles Zeichen, doch nur Du kannst sagen, was Du Dir gerade wünschst, ggf eben Füße massieren, kuscheln, oder eben gerade nichts außer Küssen, alles andere kann warten, unser Umfeld ist einfach oft unsicher, wie sie sich verhalten können, was uns hilft etc.....wer nicht drüber reden mag, es gibt Broschüren vom Krebsdienst dazu, wie wir uns als Betroffene fühlen, welchen Ängsten und Stimmungsschwankungen wir unterliegen, ich war es auch irgendwann leid, allen alles zu erklären und dieselben Fragen zu beantworten, schau, was Dir hilft und gut tut aktuell....


    Ich schick Dir eine große Portion Kraft und Zuversicht :hug::*

    Liebe Grüße

    Du musst Dir schon selbst Konfetti in Dein Leben pusten. 8) (visual statements)


    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. (Alexis Carrel)


    Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten. (finnisches Sprichwort)

  • Hallo an alle, die mir vor ganz paar Tagen geantwortet haben... Ich wollte mich für eure aufbauenden, tröstenden und unterstützenden Antworten bedanken!

    Besonders bei Cathianna und Lucia0605 - DANKE! 😘 Fühlt euch lieb von mir gedrückt :hug:


    Ich hatte mir die letzten Tage eine kleine Auszeit und mir eure Worte zu Herzen genommen.

    Vor gut einer Woche hatte ich gegenüber meinem Mann - ich hab mich ihm gegenüber mit meinen Sorgen und Ängsten geöffnet - meinen bisher gefühlt schlimmsten emotionalen Nervenzusammenbruch (so nenn ich es jetzt mal). Ich habe in seinen Armen geheult und geschluchzt wie ein kleines Kind, dem man sein liebstes Spielzeug weggenommen hat. Ich glaube so geheult habe ich zuvor noch nie und ich weiß, dass ich in dem Moment auch ab und an selbst dachte: "Mensch Mädel, jetzt hör mal wieder auf und beruhige dich!"

    Er hat mich die ganze Zeit umarmt und gestreichelt, während ich immer wieder den gleichen Satz im Tränenfluss in seinen Pullover gestammelt habe: "Ich will mein altes Leben wieder haben, wieder ICH sein und meine Haare haben!"

    Das ging gut 1,5 Stunden so. Als ich dann endlich langsam runter gefahren und wieder mehr bei Sinnen war, habe ich ihn von meiner Entscheidung in Kenntnis gesetzt, dass ich mich an eine Psychoonkologin wenden will und werde, in der Hoffnung, dass sie mir helfen kann. Ich habe ihm auch gesagt, dass eher ich selbst das Problem bin als alles andere und ich irgendwie wieder zu meiner Mitte finden will.

    Dann habe ich ihm zu verstehen gegeben, wie unendlich dankbar ich bin, dass er so starke Nerven, Verständnis und Kraft hat, das alles so mit zu machen und durchzustehen und dass ich ihn unendlich liebe - auch wenn es gerade durch meine Stimmugsschwankungen manchmal vlt nicht so rüber kommt.

    ... Ich habe mir auch vorgenommen, wieder mehr auf mich zu achten. Möchte wieder täglich oder aller zwei Tage meine 10 Kilometer spazieren gehen, mich wieder etwas gesünder ernähren und mich NICHT MEHR in meiner Angst, was die Erkrankung betrifft, verlieren.

    Ich würde auch gern mehr Sport machen aber ich weiß nicht, in wie weit ich da gehen kann? Zuhause war ich bspw vor der Erkrankung immer drei bis vier mal die Woche für ne halbe Stunde auf meinem Crosstrainer.

    Ich habe mich seit der Diagnose sehr hängen lassen und dem Frust/Stress freie Bahn gelassen.

    Ich will das nicht mehr! Ich denke, mit der Psychoonkologin ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht. Am Dienstag habe ich meine 4. EC und sechs Tage später wird im BZ kontrolliert, ob diese angeschlagen hat - was ich sehr hoffe! Im Hinterkopf kommt leise immer kurz durch "was wenn nicht?" aber ich versuche diesen schnell wieder bei Seite zu schieben.


    Das war mein, naja, nicht zu kleines Update der letzten Tage 🙈


    Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche, viel Kraft und toi toi toi 🍀💪🍀


    Liebe Grüße isaleolu

  • Liebe isaleolu

    schön, was Du schreibst, ich hab zwischendurch mal geschaut und gedacht, wie es Dir wohl geht.....und es ist Dein gutes Recht, hier zu pausieren, das Forum soll helfen, nicht zusätzlich Stress machen.


    Ich danke Dir erstmal für Dein Vertrauen und Deine Offenheit hier, bin zwar keine Psychoonkologin, dennoch würde ich Deine Reaktion als VÖLLIG NACHVOLLZIEHBAR und SEHR GESUND (seelisch gesehen) einordnen, das waren anfangs auch meine Worte in den Armen meines Partners, "ich will mein Leben zurück", ich hatte oft das Gefühl, mein Körper macht das alles brav mit , meine Geist versteht so langsam die medizinischen Details, aber meine Seele sitzt tief im Loch und hat aber auch so gar keinen Bock da raus zu kommen...wie auch, das überrollt uns anfangs ja alles ….und da hast Du einen ganz tollen Mann, diese Nähe wird Euch weiter durch alles tragen, Ihr werdet das zusammen durchstehen, das ist toll!


    Meine Therapeutin sagt gern, bitte ausbalancieren, die ganze Trauer und Wut und Verzweiflung muss raus, sonst erstickt man noch daran, erst danach kann man wieder Luftholen und ATMEN, ATMEN, ATMEN.....


    Das mit dem Sport / Spazierengehen wird ärztlich sehr unterstützt, ich hab gemacht, was mein Körper so mochte und das kann auch mal weniger sein als früher, eben nur langsam spazieren oder gemächlich auf dem Heimtrainer strampeln, ich fand frische Luft gut, hab aber auch einfach viel geschlafen tagsüber, da ich vom Cortison nachts wach lag...


    Und für die Kontrolluntersuchungen sind meine Daumen aber sowas von gedrückt :thumbup::*


    Liebe Grüße 🍀🍀🍀

    Du musst Dir schon selbst Konfetti in Dein Leben pusten. 8) (visual statements)


    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. (Alexis Carrel)


    Wer ins kalte Wasser springt, taucht ein in ein Meer voller Möglichkeiten. (finnisches Sprichwort)

  • Ah, endlich habe ich genau den passenden Thread gefunden!


    Ich bekomme eine experimentelle neoadjuvante Chemotherapie, die nur stationär verabreicht werden kann. Die Blutbildkontrollen und weiteren Begleitmedis laufen dann ambulant. Ambulant tut man dann so, als wenn die das alles nix anginge. Letztens haben sie‘s noch nicht mal geschafft, meine Laborwerte ins KH zu faxen. Ich dürfte sie dann selber abholen und mailen. Die vom KH geforderten Medis wurden nicht verordnet. Ich war so kaputt von dem Chemozeugs, hab nix gepeilt. Aber eins sage ich euch: der nächste Zyklus läuft anders oder ich bin ambulant woanders....