Frust- Abladestation

  • ganz schnell Schnee von gestern, ist leider heute in unserer oberflächlichen Gesellschaft so,

    Das macht mir im Moment mehr zu schaffen, als die Erkrankung selbst! Denn, wenn nachher nichtmals mehr deine Lieben an dich denken... Irgendwann wird ja auch das leider der Fall sein. Ich habe ja auch schon viele liebe und nicht liebe Menschen verloren. Natürlich denke ich gerne an die lieben, wie z.B. meine Mama und Schwiegermama. Aber das Leben geht ja weiter und für die meisten ist es dann halt so.....

  • paetzi , da bin ich ganz bei Dir, mir macht auch vieles mehr zu schaffen als die Erkrankung selbst, aber langsam komme ich in die Gänge um mich gegen das eine oder andere zu wehren und manches Verhalten ist mir mittlerweile schlichtweg egal.Gestern Abend rief mein Bruder mich an um mir mitzuteilen, dass eine 84-jährige Tante von uns verstorben ist. Der sagte doch allen Ernstes zu mir, ich könne gerne mit meiner Schwägerin auf die Beerdigung gehen, dann käme ich mal wieder unter Leute, d.h. mindestens eine dreiviertel Stunde in einer nicht geheizten Kirche und anschließend noch so eine gute dreiviertel Stunde auf dem Friedhof, ganz zu schweigen von dem anschließenden Leichenschmaus, wofür ich noch nie Verständnis hatte, denn manche vergessen total nach ein zwei Bierchen den Anlass dieses Zusammenkommens. Meinem Bruder habe ich dann mal klipp und klar gesagt, dass er mal schön selbst da hingehen soll mit seiner Frau und ich übernehme dann während dieser Zeit seinen Hund. Aber wie Du so schön schreibst, das Leben geht weiter, aber auch für uns paetzi , alles eine Frage der Zeit, es wird alles wieder gut:hug:

    Biggi58

  • Heute muss ich hier mal wieder einen großen Berg abladen.


    Die Mutter meiner Freundin hatte letztes Jahr quasi zeitgleich mit mir ED. Bei ihr war es die Lunge. Zwei Lungenlappen haben sie ihr auf der einen Seite entfernt. Die anschließende Chemo musste sie leider abbrechen, weil die NWs zu stark waren. Die Ärzte sagten, es wäre nicht so schlimm. Die Chemo wäre nur zur Sicherung gewesen. Nach der Bestrahlung schien dann alles gut.


    Ende dieses Sommers dann die Hiobsbotschaft: Hirnmetas!

    Nicht operabel. Erneut gab es eine Bestrahlung. Die wurde Anfang November abgeschlossen.

    Ich traf sie vor fast zwei Wochen bei der Geburtstagsfeier meiner Freundin. Sie war sehr geschwächt. Die Bestrahlung war Mega anstrengend. Aber sie war auch guten Mutes. Immerhin waren die Sehstörungen, aufgrund derer die Metas entdeckt wurden, verschwunden nach der Bestrahlung.

    Am 30.12. sollte es ein CT zur Kontrolle, was die Bestrahlung bewirkt hat, geben und Anfang Januar dann eine Tumorkonferenz usw.

    Ich hatte mir fest vorgenommen kurz vor dem Termin hier für sie um eure Daumen zu bitten.


    Nun wollte ich heute meiner Freundin einen schönen Nikolaustag wünschen. Stattdessen haben wir gemeinsam am Telefon geheult. Denn ihre Mutter liegt im Sterben.

    Ich finde das und diese ganze Sch..ßkrankheit so unfair!


    Momentan bleibt mir nur für sie zu hoffen, dass sie schnell loslassen kann und nicht mehr so sehr leiden muss.

    Ich könnte einfach nur Heulen! 😭

  • heute musste ich verstehen, dass meine jüngste Tochter (4) versteht. Wir waren in der Kirche um die Krippe zu bestaunen. Im Anschluss wollte die kleine unbedingt eine opferkerze anzünden. Gesagt getan.... und dann sagt die kleine doch ganz laut : lieber Gott mach doch bitte meine Mama wieder gesund...

    Das war zu viel für mich !!!!!😔

  • Hallo Claudia.s.


    Oh ja das kenne ich. Meine Tochter, damals auch 4 Jahre sollte in ein Freundebuch schreiben. Dann kam die Frage, was wünschst du dir am Meisten.

    Ihre Antwort war auch " dass Mama wieder gesund wird!"

    Kinder verstehen viel mehr als wir glauben.


    Liebe Grüße und dir alles Gute

    Anja