Zwei Antikörper: Herceptin (Trastuzumab) und Perjeta (Pertuzumab)

  • Hat einer Erfahrung mit Paclitaxel, Traskezumab und Pertuzumab? LG

    Hallo bekomme seit Anfang des Jahres Tr und Pe soll Ende des Jahres überprüft werden ob ich es noch weiter nehmen soll. Fühle mich halt nach wie vor krank und habe mannigfaltige NW aber echte Alternativen bei Brustkrebs mit mit Lebermetastasen gibt es nicht sonderlich viel und ich genieße jeden guten Tag...

  • Hallo Schniepsel50 , Tolea

    Diese 3 Medis sind auch Bestandteil meines Chemotherapie-Schemas. Alle 3 Wochen war noch Carpoplatin dabei. Ich habe morgen meine letzte "Happy Our" mit diesem Cocktail🍹, und ich bin langsam echt froh darüber. Auch wenn ich im Grossen und Ganzen gut durch die Therapie gekommen bin und relativ geringe Nebenwirkungen hatte, (Schlimmer geht immer😉) wurden meine Gefühlsstörungen in den Fusszehen von Zyklus zu Zyklus schlimmer. Allerdings kann ich nicht sagen welches Medikament jetzt dafür verantwortlich war....


    Ich habe allerdings auch einen Tumor der sehr gierig das Gift eingesaugt hat und auf den Kontroll-Ultraschalls nicht mehr zu sehen war. 👍🏻 Ich hatte allgemein eine recht gute Prognose und habe immer da dran gedacht: Wenn es Dir nicht gut geht geht es Deinem Krebs auch nicht gut!🦀🥊 (Manchmal hilft es, auch wenn dunkle Phasen leider zu unserem derzeitigen Leben dazu gehören...)


    Da ich nach der anstehenden OP auf jeden Fall intravenös eine Antikörpertherapie bekomme, werde ich wohl noch länger mit diversen Nebenwirkungen zu kämpfen haben....Ich hoffe Mal dass die körperliche Schwäche dann wenigstens besser wird. Ich fühle mich nämlich absolut unfit und brauche ständig Pausen. Meine Oma👵🏼 war mit 85 fitter als ich jetzt.....


    Du machst es auf jeden Fall richtig, geniesse die guten Momente so bewusst wie möglich. Die schlechten gehen irgendwann vorbei, dafür drücke ich dir ganz fest die Daumen!

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  • Liebe Boonie ,

    habe die beiden Antikörper nun 13 von 18mal bekommen, und bisher überhaupt keine Nebenwirkungen. Wünsche dir alles Gute <3

    Tolea dir wünsche ich, daß sich die Nebenwirkungen nicht verschlechtern und nur alles Liebe und Gute <3

    Samira4313 , ich wünsche dir, daß du schnell fitter wirst und die Antikörper aleine dann sehr gut verträgst <3

    Seid alle lieb gegrüßt

    Frusti :*

  • Boonie


    Ich bin seit Freitag fertig mit den Antikörpern, ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Da darf man auch wieder selber mit dem Auto in die Chemopraxis fahren, du bekommst wirklich nur die AK und Kochsalzlösung. Das hat rein gar nichts mehr mit der Chemo gemeinsam!:)

  • Boonie


    Wie gesagt, AK sind keine Chemo mehr, klar wachsen da die Haare! Leider auch die, auf die man gerne dauerhaft verzichtet hätte... ;)


    Ich habe auch zugenommen während der Chemo, die AK hatten keine Auswirkungen auf mein Gewicht. Inzwischen passen meine Klamotten wieder, die ich vor der Chemo getragen habe.


    Mach dir keinen Kopf, du wirst da alle drei Wochen lächelnd in die Chemo-Praxis laufen, es ist echt nicht schlimm! Bei mir haben sich die ganzen Zipperlein, die ich von der Chemo hatte, während der AK-Therapie fast vollständig verabschiedet!


    LG Gonzi:)

  • Liebe Boonie ,

    Gonzi hat es schon treffend beschrieben :hug:die AK ist keine Chemo, die Haare wachsen, und auf das Gewicht haben die AK bei mir auch keine Auswirkungen ;) leider, denn ich könnte ein paar Kilos mehr gut gebrauchen :D

    Auch bei mir haben sich die Nebenwirkungen von der Chemo vollständig verabschiedet, mir geht es wieder sehr gut, so wie vor der Therapie :)

    LG Frusti :*

  • Ich vertrage die AK auch super. Unter Chemo hatte ich etwas abgenommen (das einzig Erfreuliche daran), diese Kilos sind schon wieder drauf.

    Ich habe leichten Bluthochdruck, der ist unter den AK ein wenig höher, obwohl ich nach erster Einstellung, ein paar Monate nach Diagnose schon weniger Medis brauchte. Ich hoffe, es reguliert sich wieder nach unten, wenn ich mit AK durch bin.

    Höherer Blutdruck ist wohl eine bekannte NW.

  • Hallo an Euch alle.

    Ich habe mal eine Frage. Ich bekomme gerade zur Chemo schon eine Antikörpertherapie. Die soll danach alle 3 Wochen fortgesetzt werden. Laut der Aussage meines Arztes aus dem Krankenhaus wo ich operiert wurde, auf unbestimmte Zeit. Kennt das so jemand von Euch oder hattet Ihr eine vorgegebene Zeitspanne? LG Naticatt

  • Hallo Zusammen

    Schön wenn es den meisten gut geht unter Antikörpern aber es können fast genau dieselben NW auftreten wie bei der Chemo. Leider habe ich unter einigen zu kämpfen - es ist halt doch eine Menge alle 3 Wochen und kein Ende!


    Ich möchte niemand Angst machen, aber mich stört im Moment vor allem meine Umwelt die auch alle sagen ach jetzt bekommst du nur noch Antikörper das ist doch nicht so schlimm! nein so schlimm wie die Chemo, oder wie meine Not Op, oder wie 36mal Strahlen ist es nicht! Aber ich habe immer noch kaputte Fuß und Fingernägel, bin sehr schlapp habe extreme Durchfallanfälle und bin sehr Stimmungsschwankungen unterworfen. Also nichts sieht anders aus - durchhalten ...

  • Tolea genau so ist es, Nebenwirkungen können auftreten müssen aber nicht.

    Ich habe das Perjeta letztes Jahr im Januar aufgrund des Durchfalles und der Lebensqualität mit der Zustimmung der Ärzte abgesetzt. Die extreme Schwäche ist immer noch da, aber der Durchfall ist weg und meine Knochenmetastasen geben auch weiter Ruhe.

    Aber man muss halt schauen ob man es ein Jahr bekommt oder bis zum Progress, ist ja schon ein Unterschied.

    LG

    Anke

  • Als ich im Dezember 2018 die Diagnose Brustkrebs bekam, hatte ich als Vorerkrankungen u.a. Weichteilrheuma und fortgeschrittene Arthrose im linken Knie, im rechten Knie auch Arthrose, aber nicht so weit fortgeschritten. Mein Behandlungsplan war "klassisch": 4 x EC, 12 x Taxol und ab Taxol in 3-wöchigem Abstand die beiden Antikörper, insgesamt 18 mal. Für mich die heftigste Nebenwirkung waren Gelenk- und Muskelschmerzen in den Beinen, die im Laufe der Behandlungsdauer immer stärker wurden. Die Gekenkschmerzen hielten auch nach Beendigung der Antikörpertherapie an. Die letzten Monate ist es leider so, dass mir jeder einzelne Schritt sehr starke Schmerzen in beiden Knien bereitet. Extrem ist es beim Treppensteigen, aber auch beim Stehen habe ich innerhalb von Sekunden so starke Schmerzen, dass ich mich wieder hinsetzen muss. Im Juli 2020 ließ ich ein MRT von beiden Knien machen. Das Ergebnis war niederschmetternd: beide Knie haben den höchsten Grad Arthrose (Grad IV) und der Gelenkkorpel ist komplett verschwunden. Zusätzlich ist im linken Knie das Kreuzband gerissen und der Meniskus eingerissen, im rechten Knie ist der Meniskus völlig deformiert. Das erklärt auch meine vielseitigen starken Schmerzen, die ich mittlerweile auch in Ruhigstellung habe. Um überhaupt noch mobil zu sein, nehme ich seit Monaten die Tageshöchstdosis an Diclo..... Alles läuft kurz- bis mittelfristig auf zwei Knieprothesen hinaus. Momentan versuche ich durch konservative Behandlungen (Physiotherapie, Akupunktur etc.) ein Knie soweit zu stabilisieren, dass das andere operiert werden kann. Offensichtlich ist bei mir - bedingt durch meine bereits bestehende Arthrose - durch die Chemo und/oder Antikörpertherapie der degenerative Prozess (Verschleiß) rasant beschleunigt worden. Dieser Zusammenhang wurde mir auch von einem mich behandelnden Orthopäden bestätigt.

    Weitere Nebenwirkungen durch die Antikörpertherapie waren Abgeschlagenheit, Durchfälle und Hautausschläge an beiden Armen; das hat sich mittlerweile wieder alles normalisiert.

  • Ich habe nach der Chemo auch noch 18 mal insgesamt beide Antikörper gehabt. Ich hatte die Gleichen Nebenwirkungen wie bei der Chemo auch, aber deutlich reduzierter und besser aushaltbar. Extrem angeschlagene Schleimhäute, Finger und Fussnägel, Durchfälle, Müdigkeit, erhöhte Herzfrequenz (mein Herz selbst hat es aber bis dato unbeschadet überstanden!). Dadurch das ich eine Schrittzähleruhr trage kann ich genau sehen wann die Antikörpergabe zuende war. Ab dem Zeitpunkt war mein Ruhepuls auf Dauer wieder viel niedriger.


    Wie macht ihr es jetzt mit Herzecho Kontrollen nach Absetzen der Antikörper? Weiter alle drei Monate oder gestreckter? Gibt es da eine Vorgabe? Ich war das letzte Mal im März und da hieß es vom "normalen" Internisten ich bräuchte jetzt nur noch alle 6 Monate zur Kontrolle kommen.

  • Enola

    ich bekam die letzten Antikörper im April 2020. Hatte dann im Mai und im August jeweils eine Kontrolle bei meiner Kardiologin. Bisher war alles o.B. Als ich im August zum Herzecho war, meinte meine Ärztin, dass ab jetzt eine halbjährliche Kontrolluntersuchung reicht.

    Ich glaube es gibt keine strikte Vorgabe.

    LG Gaby61