Zwei Antikörper: Herceptin (Trastuzumab) und Perjeta (Pertuzumab)

  • Hallo Gelixy,

    ich bekomme auch Herceptin noch bis September 2018.Seit der Taxotere Chemo Plus Herceptin habe ich am ganzen Körper Muskelschmerzen und allgemeine Schwäche .Dachte das kam von der Taxotere Chemo und nicht vom Herceptin.Aber so wie Ihr alle schreibt kommt das vom Herceptin, na das kann ja heiter werden.Wie soll man dass schaffen?????

    Bin jetzt total fertig.Schmerzmittel helfen mir gar nicht.Was kann man sonst noch tun?

    Liebe Grüße Giecher

  • Liebe Giecher71, ich habe diese Nebenwirkungen erst jetzt aufs Ende der Behandlung hin bekommen ca ab der 11. ten Herceptingabe. Ich habe auch schon überlegt ob es daran liegt, dass ich jetzt keinen Port mehr habe und das Herceptin jetzt normal in die Vene bekomme? Keine Ahnung. Habe mich lange mit meiner Hausärztin unterhalten und die meinte je mehr Antikörper das werden, desto mehr ist irgendwie ein Überschuß da und das greift dann gesunde Gelenke und Muskeln an. Das kann auch zu Entzündungen führen. Ich bin jedenfalls ratlos. Manchmal nehme ich 2 Naproxen oder Ibuprofen 600mg und dann wird es ein bißchen besser naja und seit ich mit Chemo und Bestrahlung durch bin diverse Nahrungsergänzungsmittel. An Deiner Stelle würde ich jetzt erst mal abwarten was passiert, wenn du mit der Chemo durch bist, denn die geht auch schon auf die Muskeln. Es muss nicht sein dass du diese Nebenwirkungen unter dem Herceptin hast. :* Liebe Grüße Gelixy.

  • Hallo Gelixy,

    ich bin seit 7.12. mit der Chemo fertig.Bei mir läuft das Herceptin durch den Port und ich hatte gestern das 1. Mal Herceptin ohne Taxotere .

    Hoffe das es nicht noch schlimmer wird da ich auch Wasser in den Beinen seit der Taxotere Chemo habe.Vielleicht bin ich auch nur ungeduldig und muß einfach mal abwarten.

    Danke für Deine Antwort und ich wünsche Dir dass es bei Dir auch besser wird.

    Liebe Grüße Giecher

  • Hallo,

    ich verfolge hier sehr aufmerksam Eure Posts, weil mir vieles noch bevorsteht.... 4x Docetaxel mit Herceptin und Perjetta habe ich nun hinter mir (letzte Chemo 19.12.), ab dem 09.01. geht es wohl mit der reinen endokrinen Therapie weiter.


    Es ist schon komisch, dass OP und/oder Bestrahlung offensichtlich gar nicht zur Debatte stehen, wenn man bereits Metastasen hat.


    Jedenfalls habe ich zwar sehr unter NW gelitten, aber die von Euch beschriebenen waren nicht dabei. Weder Wassereinlagerungen, noch Schmerzen in den Gelenken und Muskeln. Ich habe leider nicht mehr genau im Kopf, was mir damals zur AHT gesagt wurde (da erstmal die Chemo im Vordergrund stand), aber irgendwie habe ich in Erinnerung, dass mir gesagt wurde, die muß ich ein Leben lang machen. Das scheint mir nach Einlesen in das Thema aber unmöglich zu sein, es sei denn, man gibt mir nur noch eine relativ kurze Lebenserwartung :/


    Ich hoffe, ich bekomme hierzu noch einige Infos von meinem Onkologen, die abschließenden Untersuchungen stehen mir ja auch noch bevor. Nach 2 Chemos war der Tumor in der Brust bereits mehr als halbiert und die Leberwerte hatten sich exorbitant verbessert.


    Bis jetzt haben mich sowohl Hausarzt als auch Onko immer damit getröstet, dass die AHT erheblich weniger NW hat als die Chemo und gut verträglich sei, aber das scheint mir ein wenig "optimistisch" ausgedrückt....

  • Hallo Red Lita, du solltest es so sehen, dass jeder Mensch unterschiedlich reagiert, also mach Dir bitte wegen der Nebenwirkungen keine so großen Gedanken, die müssen bei Dir ja gar nicht so ausfallen... Du bekommst bestimmt die bestmögliche Therapie, wichtig ist dass diese bei den Metastasen mit anschlägt. Bitte bitte bleib positiv. Mein Mann hatte vor zehn Jahren das hochaggressive T-Zell Lymphom und die Ärzte meinten er hätte eine Überlebenschance von 20%. Irgendwie haben wir Ihnen nicht geglaubt und es geht ihm heute sehr gut. Die Nebenwirkungen von Herceptin stehen bei mir wahrscheinlich deshalb so im Vordergrund, weil ich mich endlich aufs Gesundwerden konzentrieren wollte und ich jetzt noch etwas Geduld brauche und alles dann doch etwas länger braucht als gedacht und Geduld ist einfach nicht meins;). Bleib stark LG Gelixy.


    Hallo Giecher, vielen Dank für Deine mutmachenden Worte, wir schaffen das. Einen guten Start ins Neue Jahr und ganz ganz viel Gesundheit. LG Angelika.

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  • Liebe Red Lita,


    ich habe keine Metastasen, bin aber Hochrisiko-Patientin. Ich hatte große Tumore in beiden Brüsten, Chemo musste abgebrochen werden und Lymphknoten waren befallen. Nach der Chemo wurde ich operiert und bekam auch noch Bestrahlungen. Ich bin nun auch in der endokinen Therapie. Meine AHT besteht aus Letrozol. Vorerst für 5 Jahre, vielleicht werden auch 7 draus.

    Ich empfinde die AHT auch sehr anstrengend, aber mit der Chemo ist es nicht zu vergleichen. Ich kann mein normales Leben weitgehend leben. So schlimm ist es gar nicht, gibt es uns doch die Chance, immer weiter gegen diese furchtbare Krankheit zu kämpfen.

    Deine Ärzte haben schon recht wenn sie sagen, dass die AHT erheblich weniger NW hat als die Chemo. Auf jeden Fall fallen keine Haare raus. Was ich merke ist eine permanente Appetitlosigkeit. Dadurch esse ich wirklich sehr sehr wenig und kämpfe trotzdem dagegen nicht zuzunehmen. Ich gehe regelmäßig zum Sport und so kann ich Muskel- und Knochenbeschwerden unter Kontrolle halten.

    Ich schlafe ziemlich viel und bin sehr oft antriebslos. Aber was ist das gegen die Chemo?


    Du wirst es schnell merken, dass es wirklich nicht so schlimm wie die Chemo ist. Lass es dir jetzt gut gehen und feiere mit deinen Lieben ins Neue Jahr. Ich wünsche dir, und allen anderen hier, alles Gute dafür.


    LG Christina


    Wenn es ein Löwenzahl durch den Asphalt schafft, dann wirst du doch sicher auch einen Weg finden.

  • Hallo,

    Ich hab mich jetzt nicht durch jeden Beitrag gelesen aber bei denen, die ich gelesen habe lese ich immer von herceptin. Hat eine von euch Erfahrung mit Perjeta?

    Ich habe am 22.12 eine endokrine Therapie mit herceptin und perjeta gestartet. Außer starke Hautprobleme ca. 4-5 Tagen nach Infusion geht es bei mir mit den Nebenwirkungen. Ich hoffe das bleibt auch so 8)

  • Liebe Anika,


    ich habe irgendwann mal was dazu geschrieben. Ich bekomme seit April 2014 Herceptin (vorläufig geplant bis April 2019). Perjeta habe ich von April 2014 bis April 2017 bekommen. Außerdem hatte ich Chemo, OP, Bestrahlung und nehme Tamoxifen.

    Meine Nebenwirkungen, die evtl. (auch) mit den Antikörpern zu tun haben:

    Ich hatte bis vor gut einem Jahr sehr mit niedrigem Hämoglobin-Wert, Vitamin B12 Mangel und Müdigkeit zu tun. Habe Eisen (auch als Infusion über den Port) und Vitmanin B12 (subcutan) genommen und es wurde besser. Außerdem hatte ich Kribbeln und Taubheit in Händen und Füßen und manchmal auch in und um den Mund herum. Das ist seit Absetzen von Perjeta fast weg gegangen (während der Chemo hatte ich das noch nicht). Meine Nägel sind immer noch sehr brüchig und die Nasenschleimhaut sehr trocken aber auch oft stark laufend (z.Zt. bei Bewegung an der frischen Luft). Seitdem ich Herceptin nicht mehr über den Port, sondern subcutan bekomme, ist die Haut nach der Spritze rund um die Einstichstelle für eine Weile gerötet und juckt. Desweiteren habe ich fast immer sehr weichen Stuhl. Ach ja, am Anfang der Therapie hatte ich nach der Infusion auch ganz leichte grippeartige Symptome.

    Alles in allem kann ich die beiden Antikörper für mich bisher als sehr nebenwirkungsarm beschreiben! (Und dazu als sehr wirksam gegen den Krebs: ich hatte eine Komplettremission!!)

    Was bleibt ist meine Angst, dass sie meinem Körper langsam und nachhaltig schaden. Dass der Herzmuskel gefährdet ist, ist ja bekannt. Ich frage mich, ob z.B. auch die Knochen schlechter wachsen? - Ich werde das mal meine Ärzte fragen.

    Wenn ich noch Metastasen hätte, würde ich mir diese Gedanken nicht machen, da würden für mich die Vorteile der Antikörper klar überwiegen. Aber da ich nach der - auch gegen meine einzelne Metastase im Brustbein - erfolgreichen Chemo- und Atnikörpertherapie als "geheilt" entlassen worden bin, frage ich mich ob ich mich noch so lange so intensiv behandeln und überwachen lassen sollte wie Patientinnen mit Metastasen...


    Ich erlaube mir noch eine kleine Korrektur: Du schriebst "endokrine" Therapie. Aber darunter versteht man die Antihormontherapie (z.B. Tamoxifen und Aromatasehemmer). Herceptin und Perjeta sind Antikörper. Das fällt unter den Oberbegriff "Immuntherapie".


    Ich hoffe, Deine Hautprobleme werden sich noch ganz verabschieden!


    Liebe Grüße

    Olivia

  • Hallo Anika,

    ich bekomme seit 10 Mon. Herceptin und Perjeta, vorher seit Anfang 2016 nur Herceptin.

    Trockene, unreine Haut und besonders trockene Schleimhäute, Dauer - Nasenlaufen, gelegentlich Nasenbluten. Sehr brüchige, sich teilweise ablösende Fingernägel. Ob die Muskel -/Gelenkschmerzen von den Ak herrühren, bezweifle ich, da sie schon vorher bei ausschließlicher Aromatasehemmer - Behandlung auftraten.

    Zwischen den Herceptin Nw und den Nw der dualen Blockade mit beiden Ak habe ich keinen wesentlichen Unterschied verspürt, vielleicht sind die Schleimhäute etwas stärker angegriffen.

    LG Katzi64

  • Liebe Olivia,

    Ich erlaube mir noch eine kleine Korrektur: Du schriebst "endokrine" Therapie. Aber darunter versteht man die Antihormontherapie (z.B. Tamoxifen und Aromatasehemmer). Herceptin und Perjeta sind Antikörper. Das fällt unter den Oberbegriff "Immuntherapie".

    da hab ich mich wahrscheinlich etwas missverständlich ausgedrückt.


    Ich bekomme tatsächlich eine endokrine Therapie (Tamoxifen und Zoladex) in Kombination mit den zwei Antikörpern. Das 12 Wochen und dann startet meine Chemo.


    Laufende Nase, schnelle Nasebluten leichte Geschmacksveränderung (alles etwas saurer) und leichtes Sodbrennen..wenn das o bleibt könnte ich damit gut leben...aber ich hatte ja erst eine Sitzung:/

    LG, Anika


    Danke für die ausführlichen Antworten!

  • So, heute beginnt mein Leben mit der endokrinen Therapie. Ich habe es richtig verstanden, die Gabe von Herceptin und Perjeta ist bei mir unbefristet, oder anders ausgedrückt: "so lange es wirkt". Ich habe nochmal explizit nach zu erwarteten Nebenwirkungen gefragt, und es wurden mögliche Herzprobleme und Durchfall genannt.


    Was mich ein bißchen erschreckt hat, ist, dass der 3-Wochen-Rhythmus peinlich genau einzuhalten ist, mit einem plus/minus von 1 Tag. Meine Urlaube und sonstigen Termine soll ich genau danach timen. Der Onkologe ging sogar so weit, mir von einer möglichen Reha abzuraten, da er den Ärzten dort wegen der zuverlässigen Einnahme nicht traue. Das finde ich schon heftig.


    Von Gelenk- und Knochenproblemen sei ihm übrigens nichts bekannt.....

  • Liebe Red Lita,


    ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Du gar keine Nebenwirkungen von Herceptin und Perjeta haben wirst!

    Deine Infos zum 3-Wochen-Rythmus sind ja interessant! Mir wurde im Brustzentrum gesagt: bis zu 4 Tage länger kann man die nächste Gabe hinauszögern. Eine 4wöchige Dienstreise, die ich sehr gerne machen wollte, haben sie mir aber auch nicht verboten (sie haben mir aber extra einen Termin so spät wie möglich, am Abreisetag gegeben, obwohl es ein Sonntag war).

    Die Schwestern bei meinem nächsten Arzt habe mir öfter ganz locker eine Woche Verzögerung gestattet. Mein jetziger Arzt meint 3-4 Tage sind das Maximum.

    Mal wieder so viele gegensätzliche Meinungen... Allerdings bekomme ich das Zeug ja sozusagen "nur vorsorglich".


    Vielleicht kannst Du ja irgendwo zur Reha, die nicht so weit weg ist und dann für die Antikörperinfusion einen Tag Urlaub nehmen?


    Liebe Grüße

    Olivia

  • Ich konnte/ kann immer die Antikörper Therapie um bis zu 1 Woche verschieben. In der Reha habe ich sie auch bekommen. Da dort eine Portthrombose festgestellt wurde als subkutane Infusion.

    Ich hab mal gehört wenn die Therapie länger unterbrochen wird muss wieder mit der Erstdosis begonnen werden muss.

    LG Mar K

  • Hallo Mar k, wenn bei mir verschoben werden musste, hab ich zb eine zwei Wochen Dosis bekommen. Wenn deine anderen Therapien beendet sind und du willst, kannst du arbeiten. Ich hab manchmal etwas Kopfweh danach, sonst gehts mir danach gut. Ist ja jeder verschieden. Meine Knochen tun mir weh, ob das davon kommt oder vom Tamoxifen, weiß ich nicht. Morgen bekomme ich meine letzte 😊

  • Am 09.01. hatte ich meine erste Gabe Herceptin und Perjeta ohne Chemo. Bis jetzt konnte ich ja noch nicht unterscheiden, welche NW von welchen Medikamenten kommen. Das Tränen der Augen ist deutlich besser geworden, auch das Naselaufen ist weniger geworden. Der Geschmack kommt langsam wieder. Eigentlich ist es mir bisher ganz gut ergangen, ich habe lediglich das Gefühl, die Beine sind schwerer und angeschwollen. Wenn es so bleibt, wäre ich sehr zufrieden :saint: (mit Ausnahme der Haare natürlich, ich hoffe, dass der Haarwuchs bald einsetzt; da scheint es ja mit Herceptin auch manchmal Probleme zu geben...)