• Hallo zusammen,


    ich war gerade in der Onkologie und habe mal nachgefragt, ob ich nach der Behandlung ein PET CT machen kann.


    Laut Ärztin steht das nicht in den Leitlinien und ich müsste das selber bezahlen.


    Wer bzw. aufgrund welcher "Tatsachen" hat das PET CT bezahlt bekommen???
    Was muss ich machen, damit ich das bei meinen Ärzten durchsetzen kann???
    Gibt es bestimmte Voraussetzungen, die man haben muss, damit es bezahlt wird???


    Ich hatte einen G3 Tumor mit Lymphknoten Befall 8 Stück und teilweise war das Gewebe um die Lymphknoten nicht sauber!!! Sonst alles sauber Knochen Lunge Leber!


    Wurde mich freuen, wenn mir jemand eine Tipp geben könnte.


    Liebe Grüsse


    Britta

  • Hallo Britta,


    bei mir wurde ein PET-CT gemacht im Rahmen noch der Voruntersuchungen - auf Empfehlung des Nuklearmediziners als auch auf Empfehlungen meines Onkologen.
    Soweit ich informiert wurde vom Nuklearmediziner, ist es seit kurzem in den Leitlinien zur Krebstherapie geändert worden, dass nicht mehr NUR in der Nachsorge ein PET-CT angewendet werden kann, sondern auch in den Vorunterscuhungen.
    Die Änderungen in den Leitlinie sind wohl sehr neu.


    Aber - bei Dir käme es ja im Rahmen der Nachsorge in Frage und DAS dürfte durchaus den Leitlinien entsprechen und bezahlt werden.


    Ich hab hier mal den Link vom Krebssinformationsdienst - vielleicht kannst Du damit was anfangen oder gar Deinem Onkologen die Tel an Herz legen, damit der sich mal informiert ;-)


    LG Daniela

  • Hallo Britta,


    ja, es stimmt (leider), dass es nicht in den Leitlinien steht und die Krankenkassen sich da gerne querstellen. So wurde es mir auch gesagt.
    Meine Gyn hat mal erwähnt, dass sie mir mal ein "schlechtes" Bild von der Brust schallen würde, um zur Abklärung ein MRT verordnen zu können. Vielleicht geht sowas mit Onkologen und PET ja auch?


    Ich habe mein PET-CT durch eine Grauzonenregelung bekommen.
    Meine Ärztin hat mich dafür in eine benachbarte Stadt geschickt, deren Klinik einen vorstationär aufnimmt und somit als Akutkrakenhaus normal mit der Krankenkasse abrechnen kann. Ich brauchte dafür nur eine Krankenhauseinweisung und Zeit zum Autofahren.


    Ich kann dich verstehen, dass du Sicherheit haben möchtest und dich ein PET natürlich beruhigen würde.
    Wenn es aber keinerlei Anzeichen gibt, die irgendetwas Blödes aussagen, würde ich mir die Untersuchung gut überlegen.
    Jede Belastung von Strahlen und in diesem Fall auch Radioaktivität empfinde ich persönlich als kritisch. Auch wenn die Ärzte immer behaupten, dass das alles in einem Rahmen sei, der kaum schädlich ist, bleibt es eine Belastung. Nicht ohne Grund gibt es die Leitlinien, um übermäßige und unnötige Diagnoseverfahren zu verhindern und nicht ohne Grund gehen Ärzte Diagnoseschritte nur weiter, wenn ein konkreter Verdacht besteht. Unsere Körper haben gerade sehr viel zu tun und manche Belastungen können ein i-Tüpfelchen sein. Ich überlege mir in solchen Fällen ganz stark, was aus welcher Untersuchung resultiert und welchen Nutzen ich davon habe. Das ist aber natürlich nur meine bescheidene Meinung.


    LG, Sonja

  • Hallo noch mal,


    ja das mit der zusätzlichen Belastung stimmt schon, aber es sollen evtl. folgende Untersuchungen gemacht werden:


    Rhöntgen Thorax, Knochensynthiegramm, Knochendichte Messung, Schädel MRT ( habe zur Zeit ein extremes Druckgefühl im Kopf und auf den Ohren, hier soll geklärt werden, ob evtl. doch Metastasen im Kopf vorhanden sind) und Oberbauchsono.


    Da stellt sich mir natürlich die Frage, wenn man ein PET CT macht, kann man doch, anstatt der vielen kleinen Untersuchungen, auch eine grössere machen, und hat somit alles abgedeckt. Oder sehe ich das falsch?
    In dem PET CT musste man doch auch sehen können, ob im Bereich des Gewebes rund um die Lymphknoten, evtl. noch etwas ist. Das Gewebe war ja teilweise nicht Tumorfrei.


    PET CT bedeutet für mich, einmal Kpl. den ganzen Körper auf evtl. Auffälligkeiten, sprich Metastasen bzw. Krebs hin untersuchen. Oder ist meine Sichtweise falsch???


    Da ich ja BRCA 2 Träger bin, besteht ja noch die Gefahr: das in der zweiten Brust noch etwas sein könnten und dann noch Eierstockkrebs.
    Hier könnten nämlich ebenfalls noch weitere Untersuchungen anstehen, die den Körper belasten würden. ( MRT der Brust usw.)


    Das musste doch dann auch mit dem PET CT geklärt werden können!?


    Sorry für meine etwas eigenartige Schreibweise, aber die Chemo hat definitiv meine Gehirnzellen angegriffen. Chemobrain



    Liebe Grüsse


    Britta

  • Stimmt. Beim Pet-CT wird der ganze Körper untersucht und alle Auffälligkeiten (auch Entzündungen) können dort gesehen werden. Manchmal ist es dann nicht einfach zu beurteilen ob es sich um Krebs oder eben um eine andere Entzündung handelt (deshalb vielleicht auch die vielen kleineren (?) Untersuchungen?). Ich habe zweimal pet-CT bekommen weil bei meiner Leukämieform sich manchmal so eine Art Knoten bilden. Da ich das zweimal hatte wird bei mir jetzt danach geschaut. Trotzdem bekomme ich aber noch andere Untersuchungen wie Sono und MRTs und so. Ich mag Pet-CT überhaupt nicht (schon weil man so ewig nichts essen darf). Aber ich würde wirklich beim Infodienst fragen wie es genau in deinem Fall aussieht ...

  • Huhu nochmal,


    da hast du wohl recht, Britta.
    Wenn die eh shcon so eine lange Latte ansetzen, würde ich auch das PET präferieren.
    Mein Onkologe sagte mir, dass es die genaueste aktuellste Untersuchungsmöglichkeit wäre, Kopf allerdings etwas vage sei. Dafür hätte er mich ins MRT geschickt. Das hat wohl irgendwie damit zu tun, dass das Hirn anders verstoffwechselt. Ich frage mich aber gerade, was ein MRT im Kopf besser darstellen kann, als ein CT (was beim PET ja gleichzeitig läuft!). Mhmmm - ich befrage mal morgen meine ärtzlichen Kollegen für dich :)


    Und ich glaube auch, dass sobald Ika das hier ließt sicherlich ganz viele Infos dazu hat, wie ich sie kenne :)


    LG, Sonja

  • Hier mal ein Link zum PET/CT (hoffe, daß ich diesen hier `reinsetzen darf) :




    http://www.nuklearmedizin.de/docs/petct_broschur.pdf



    Soviel ich weiß, stellt ein MRT des Schädels detailgenau die Organe und das Gewebe dar und auch die Körperebenen (quer, längs und schräg) und ist somit sehr aussagekräftig. Für die Untersuchung der Lunge ist jedoch eine CT aussagekräftiger.


    Ich hatte das bis dato auch nicht so ganz verstanden, aber ich denke die Erklärung (Link) macht es jetzt etwas verständlicher (?)


    Liebe Grüße
    TochterT

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich hab`da mal ne Frage: ich habe gerade gelesen, dass meine KK die PET-CT-Untersuchung übernimmt, wenn z.B. Brustkrebs entdeckt wurde und der Verdacht auf Metastasen besteht.


    Bei mir wurde ja vor gut einem Jahr Brustkrebs und Metastasen in den Knochen/Wirbeln festgestellt. Im letzten Jahr war ich (nach einem Knochenszintigramm) insgesamt 6 mal zur Kontrolle
    (der Wirbel und des Beckens) im MRT , 3 mal im Thorax-CT, 2 mal im Abdomen-CT, 1mal Mammographie, mehrmals Ultraschall (Brust, Herz, Nieren, usw.). :rolleyes:
    Jetzt steht wieder ein ReStaging (bescheuerter Ausdruck, klingt wie bei den Supermodels :D ) an und ich frage mich, ob ich mich nicht von der behandelnden Ärztin zum PET/CT überweisen lassen
    soll.
    War da schon mal jemand? (Ich meine, das war hier schon mal Thema, aber die Suche spuckt nichts aus)
    Seh ich das richtig, dass da in einer Untersuchung festgestellt wird, was sonst mehrere Untersuchungen erfordert und die Ergebnisse im Zweifelsfall genauer sind?


    Gruß Esma

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. (Marie von Ebner-Eschenbach)

    2 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • Ich glaube Sonja war schon im PET CT und kann dir bestimmt sagen wie so eine Untersuchung abläuft.
    Ich habe mich auch schon damit beschäftigt und bei meiner privaten KK nachgefragt wegen der Kostenübernahme, auch wenn ich nur ein Rezidiv ohne Metastasen habe.
    Meine KK wird die Kosten übernehmen.
    Ich drücke dir die Daumen
    Lg Keinohrhase :hug:

  • Guten Abend Esma,


    den Thread den du gesucht hast ist hier: pet ct


    Die Deutlichkeit der Bilder entsteht durch übereinander legen von Bildern aus 2 verschiedenen Untersuchungsmethoden, die aber gleichzeitig durchgeführt werden. So kann man bei bestehenden Metas zB sehen, wie viel und welcher Teil überhaupt aktiv ist und was schon abgestorben ist. Ich bin Fan von so wenig Strahlenbelastung und Radioaktivität wie nur möglich und da kann man sich mit dem PET ein bisschen was sparen.


    LG, Sonja

  • Hallo Esma,


    ich war auch schon mal in einem PET-CT. Als man bei mir 2013 eine Leiomyosarkom Meta aus der Lunge entfernt hat und sämtliche Untersuchungen keinen Primär zeigten, war für meine Ärztin das PET-CT die letzte Möglichkeit. Leider wollte meine KK es nicht zahlen mit der Begründung: es gibt genügend andere Bildhafte Möglichkeiten[size=10]. Meine Ärztin hat mich dann für zwei Tage stationär aufgenommen und dann wurde diese Untersuchung auch bezahlt. Völlig bekloppt, wurde für die Krankenkasse ja dann noch teurer!!


    Vor der Untersuchung musste ich eine Stunde eine Flüssigkeit schlucken. Während dieser Zeit saß ich in einem Rollstuhl. Mit diesem wurde ich dann nochmal zur Toilette gefahren, denn ich durfte den kurzen Weg nicht gehen. Dann ist es eigentlich wie beim Knochenszinti, man muss gut 30 Min. ganz still liegen. Leider hat die Untersuchung bei mir damals auch keinen Primär gezeigt, aber ein Versuch war es wert!


    Wenn du das Glück hast, dass deine KK diese Untersuchung bezahlt, dann würde ich es nutzen. Ist auf jeden Fall angenehmer alles mit einer Untersuchung zu erledigen.


    LG Pea1961

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: "Size"-Zeichen entnommen. :-)