Wer ist euer Hauptansprechpartner für die Nachsorge ?

  • Der Einladung liegt doch immer ein Bogen bei, auf dem man ankreuzen kann, ob man an BK erkrankt ist/war, um dann keine Einladungen mehr zu bekommen. Jedenfalls hier in HH.

    Und ansonsten so, wie Tempi es schon sagte.

    Ist ja auch keine Zwangsveranstaltung.

  • Ja, so ein Bogen liegt bei, den soll man bei der Untersuchung dann abgeben....🥴... zu der ich ja nicht gehe..


    Bei mir hat die Vorsorge leider auch nichts gebracht....

    Vor 2 Jahren war - offensichtlich - noch alles o.k. .... und nun.....😏


    D.h. Absagen und Nachsorgemammo läuft dann über den Ansprechpartner der Nachsorge....
    Richtig?

  • Liebe Frusti ,


    das sind völlig verschiedene Dinge. Ab 50 Jahren bekommt man alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographiescreening. Jeder und unabhängig von einer Vorgeschichte oder aktuellen Erkrankung. Denn die sind aus Datenschutzgründen nicht bekannt. Die zentrale Stelle bekommt die Daten (Alter und Anschrift) zur Versendung der Einladungen vom örtlichen Einwohnermelderegister. Diese Einladung kann man online oder telefonisch absagen, denn die hat nichts mit der Nachsorge nach BK zu tun.

    Tempi , kann man auch zu dem Termin hingehen und stattdessen Ultraschall bekommen? Sozusagen als Früherkennung vor ner Neuerkrankung?

  • @Toyota , normalerweise fällst Du aus dem Screening raus, wenn Du schon mal erkrankt bist. Jedenfalls steht das auf der Einladung, die ich immer bekommen habe.

    Grund ist, weil man ja eh jährlich eine Mammo hat. Du kannst aber bei Deiner radiologischen Praxis nachfragen.

    Mir wurde das sogar angeboten, dass ich zwischendurch immer noch ein US bekomme, d.h. ich kriege also jährlich Mammo und halbjährlich US, da sie ja nach der Mammo auch immer noch schallen.

  • Christine6861 , ich habe den Bogen ausgefüllt ubd zurückgeschickt. Seitdem kommen keine Einladungen mehr.


    Die Nachsorge hat mit dem Screening nichts zu tun, absagen musst Du an der Screeningstelle.

  • @Toyota , normalerweise fällst Du aus dem Screening raus, wenn Du schon mal erkrankt bist. Jedenfalls steht das auf der Einladung, die ich immer bekommen habe.

    Grund ist, weil man ja eh jährlich eine Mammo hat. Du kannst aber bei Deiner radiologischen Praxis nachfragen.

    Mir wurde das sogar angeboten, dass ich zwischendurch immer noch ein US bekomme, d.h. ich kriege also jährlich Mammo und halbjährlich US, da sie ja nach der Mammo auch immer noch schallen.

    Ich hatte beidseitige Mastektomie, da geht nur noch Ultraschall und MRT.....aber was davon ist dann Früherkennung?

  • @Toyota , bei uns gibt es nur noch Nachsorge. Früherkennung ist für die Gesunden.

    Dann sprichst Du eben trotzdem mit Deiner Radiologie und machst US und MRT im Wechsel, das dürfte doch kein Problem sein.

  • Liebe @Toyota ,


    ergänzend zu @Milli , die das wesentliche ja schon beantwortet hat (Früherkennung ungleich Nachsorge): Das Screeningprogramm wird aus einem anderen „Topf“ finanziert und dient ausschließlich der Früherkennung bei bisher nicht Erkrankten.


    Eine „Früherkennung vor einer Neuerkrankung“ gibt es nicht, das ist alles Nachsorge, wenn Du die Krebsart bereits hast/hattest. Als Früherkennung hast Du weiter Anspruch auf bspw. Hautkrebsscreening, Darmspiegelung usw. (vorausgesetzt, es gab noch keine Erkrankung).


    Bei mir wird halbjährlich US beider Brüste im Rahmen der Nachsorge gemacht. Dazu kann der Arzt natürlich auch in ein BZ oder Mammo-Zentrum überweisen, wenn er selbst nicht die entsprechenden Geräte oder Qualifikation hat oder eine weitere Abklärung beauftragen möchte. Das alles hat aber nichts mehr mit dem Früherkennungsprogramm zu tun.


    Grundsätzlich ist die Nachsorge bei jeder Krebserkrankung ja engmaschiger als die Früherkennung. Darum ist man aus dem Standard raus.

  • @Milli und Tempi ... danke für die Ausführungen. Ich dachte immer, weil eine Erkrankung der anderen Brustseite als "Neu-" Erkrankung gilt, gibts für die Gegenseite auch ein Früherkennungsprogramm.Dem ist scheinbar nicht so.

    Da in meiner radiologischen Praxis sowohl das Mamma Früherkennungsprogramm, als auch die Tumor-Nachsorge stattfindet, werde ich versuchen, dort zu bleiben. Meine Gyn. selber kann es nicht machen, sie sagt, sie hat zu wenig Erfahrung, macht keine Fortbildungen für Brustschall und Achsel-Lymphknoten. Sie sagt, nur wenn was Auffälliges ist, wie jetzt bei mir, dann schaut sie kurz drauf und stellt dann ne Überweisung in die Radiologie aus, damit die Beurteilung von den Radiologen gemacht wird.


    Na dann versuche ich auch, das ich halbjährlich ne US-Überweisung bekomme.

  • Meine Ärztin die mich operiert hat, hat eine Privatpraxis. Sie ist aber ebenfalls eine Ärztin des Brustzentrum. Zu ihr gehe ich jetzt aber privat zur Nachsorge. Ich zahle zwar 150 Euro pro Termin bei ihr, dafür hat sie aber Kontakte zum Brustzentrum und kann mich notfalls schnell dort einspeisen und auch Untersuchungen veranlassen die außerhalb der Leitlinien liegen. Das letzte mal bei der richtigen 1. Nachsorge hat sie sogar auch einen Brustschall gemacht. Meine normale KassenGyn ist sehr nett, zu der werde ich zur normalen Vorsorge gehen, aber alles was Nachsorge der Brust betrifft ist sie nicht geeignet weil sie auf Krebs nicht spezialisiert ist., sagt sie sogar selbst.

  • Liebe @Toyota , ich denke, das wird kein Problem sein. Mir hatte die Radiologin das sogar angeboten. Die macht das so supergenau, dass ich dann wirklich beruhigt rausgehe.

    Und ich bin kein Privatpatient.

    Ich drücke Dir mal die Daumen.

  • Meine Ärztin die mich operiert hat, hat eine Privatpraxis. Sie ist aber ebenfalls eine Ärztin des Brustzentrum. Zu ihr gehe ich jetzt aber privat zur Nachsorge. Ich zahle zwar 150 Euro pro Termin bei ihr, dafür hat sie aber Kontakte zum Brustzentrum und kann mich notfalls schnell dort einspeisen und auch Untersuchungen veranlassen die außerhalb der Leitlinien liegen. Das letzte mal bei der richtigen 1. Nachsorge hat sie sogar auch einen Brustschall gemacht. Meine normale KassenGyn ist sehr nett, zu der werde ich zur normalen Vorsorge gehen, aber alles was Nachsorge der Brust betrifft ist sie nicht geeignet weil sie auf Krebs nicht spezialisiert ist., sagt sie sogar selbst.

    Enola , welche Untersuchungen " ausserhalb der Leitlinien" macht sie denn? Die Leitlinien kann man voll vergessen, sagte mal einer meiner Fachärzte..., er meinte, das was da steht, kann man nicht mal "Nachsorge" nennen, weil es keine Bildgebung vorsieht wie bei anderen Ca-Erkrankungen.

  • @Toyota Immerhin Brustultraschall hat sie "außerhalb" der Leitlinie gemacht. Denn die bekommt man ja, wie die Mammo auch, nur einmal im Jahr. Beides hatte ich Mitte März und sie hat bei meiner letzten Nachsorge bei sich in der Praxis nochmals ein Ultraschall gemacht. Ich hatte sie dann darauf angesprochen ob ich denn ein MRT oder CT nochmal bekommen könnte. Da meinte sie ein PET CT könnten wir frühstens Anfang nächsten Jahres (ein Jahr nach der letzten Antikörpergabe) mal machen. Laut Leitlinie vom Brustzentrum ist dies ja nicht vorgesehen.


    Herzschall wurde mir vom "normalen" Internisten jetzt einmal im Halbjahr angeboten. Beim letzten Herzschall haben sie auf meine Anfage auch Abdomenschall und Halsaderschall mit dazu gemacht. Mein Blutuntersuchungen schreib ich mir mehr oder weniger selber vor.8o Da gehe ich einfach nur zu meinem Hausarzt und sag was ich kontrolliert haben will der gibt mir eine Überweisung zum Labor und dann bekomme ich alles was ich will.

  • Hallo @Toyota,


    die Erkrankung schließt nach meiner Erfahrung die Teilnahme am Früherkennungsprogramm für die Gegenseite nicht aus. Ich bin sowohl im Saarland als auch an meinem neuen Wohnort in Rheinland-Pfalz zum Screening eingeladen worden, habe mich dann unter Hinweis auf die Erkrankung und die jährliche Mammo der kontralateralen Seite abgemeldet und daraufhin einen Hinweis erhalten, dass ich trotzdem am Screening teilnehmen kann. Man kann also Nachsorge-Mammo und Früherkennungs-Mammo im Wechsel machen. Mache ich jetzt aus Bequemlichkeit nicht, weil ich für das Screening nach Alzey fahren müsste. Die Mammo im Screening hat allerdings den nicht zu unterschätzenden Vorteil der Mehrfachbefundung.


    lG

    Lavara18

  • Lavara18 ...danke für den Hinweis, doppelte Untersuchung, doppelte Sicherheit, werde mich erkundigen. :-)

  • Lavara18 interessant. Mir wurde damals direkt bei Diagnose mitgeteilt (ich war noch keine 50), dass ich dann mit 50 die Einladung zum Screening erhalten würde, aber für die 5 Jahre der Nachsorge aus dem Screening rausgeschmissen werde. Ich hatte das Glück, dass meine Radiologiepraxis auch die ist, die das Screening durchführt und hab mich dort dann direkt abgemeldet. Da es aber auch verschiedene "Daten-Töpfe" sind, wurde es nicht in meine Akte eingetragen sondern man machte einen Eintrag in der Screening-Datenbank. Ohne mein Einverständnis hätte die die Daten nicht einfach übernehmen dürfen und hätten mich eingeladen, aber die Untersuchung im Screening nicht durchgeführt.

    da die Nachsorge Mammo jährlich, die Screening Mammo zweijährlich stattfindet, sehe ich auch keinen benefit im Screening. (noch dazu bei meinem beidseitigem Silikon, aber das ist ein anderes Thema)

  • Hallo @Toyota ,


    ich hab jetzt nochmal direkt beim Screening-Dienst und der KBV nachgefragt, die Antwort ist gleichlautend dazu:

    https://fragen.mammo-programm.…krebsdiagnose-weiter.html


    Grundsätzlich sollte aber nicht öfter als alle 12 Monate ende Mammo stattfinden - wegen der Strahlenbelastung. Und da bei mir im Rahmen der Nachsorge alle 12 Monate eine beidseitige Mammo stattfindet, macht die Teilnahme am Screening z.Zt. keinen Sinn bzw. würde man die Mammo eben auch nicht durchführen, weil sie bereits alle 12 Monate stattfindet.

  • Tempi , genau deshalb hatte ich mich auch angemeldet, weil ich darin keinen Sinn sah.

    Ich kriege ja auch alle 12 Monate Mammo und US, dazwischen halbjährig noch US, das reicht mir eigentlich auch.

  • @Milli , sehe ich auch so. Durch die Nachsorge ist man eh öfter als im normalen Screening-Programm zur Mammo und die Grenze der Strahlenbelastung möchte ich auch nicht überschreiten, wenn nicht unbedingt nötig.