Fragen zur BRCA-Testung

  • Hallo zusammen,


    ich weiß gar nicht ob ich überhaupt hier sein darf, aber ich hoffe es natürlich.


    Ich habe keinen Krebs und noch keinen Gentest auf das BRCA2-Gen.


    Zwei Tanten und eine Tochter der Tante haben dieses Gen in sich.


    Mein Vater hat sich nicht testen lassen und möchte es auch nicht und ich stehe jetzt vor der Entscheidung was tun????


    Ich war heute beim Check up 35 und die Allgemeinärztin (hatte selber Brustkrebs) hat mir dazu eher geraten mich nicht testen zu lassen, weil
    man mit dieser Angst im Falle eines positiven Ergebnissese erst mal klar kommen muss.


    Sie hat mir geraten ein Forum zu suchen um mich mit Betroffenen auszutauschen ob ihr mit der Angst klar kommt usw...


    Was hat man überhaupt vor "Vorteile" es zu wissen dass man dieses Gen in sich trägt?


    Ich gehe im Moment zwei mal im Jahr zum Brustultraschall und einmal im Jahr zur Krebsvorsorge mit Ultraschall unten.


    Ich hoffe ihr nehmt mich trotzdem in diesem Forum auf auch wenn ich keinen Gentest im Moment habe..


    LG

  • Hey du,
    ich heisse dich mal willkommen hier,ich denke das du dir sicher auch wenn nur informativ rat holen kannst hier,schliesslich haben wir hier ja auch genug gäste rumschweben,die sich auch nur durchlesen,von daher hoffe ich du findest hier einiges informatives für dich,ich kann dir da leider nicht viel weiter helfen da ich kein BRCA träger bin....
    Bis dahin
    Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Herzlich Willkommen hier im Forum. Ja, die Frage ob man sich auf BRCA testen lassen soll, oder nicht , ist schwer zu
    beantworten. Ich selber kann da wenig zu sagen, da ich BRCA negativ bin. Sicher das Wissen um diese Genmutation kann
    sehr belastend sein , aber andererseits kann diese Information wieder Angst nehmen, wenn man dann weiss was man zu
    tun hat , und die Vorsorge dann auch intensiver betreibt. Ich habe die Erfahrung gemacht: Worüber ich Bescheid weiss,
    davor habe ich weniger Angst. Ich kann dann was dagegen tun.


    Du weisst ja, dass in Deiner Familie Trägerinnen
    des BRCA Gens sind - aber sie sind doch nicht erkrankt oder ?Wenn man weiss , das man BRCA Genträger ist , muss man seine
    Vorsorge intensivieren d.h Mammografie und Brustultraschall schon in jüngeren Jahren, einmal jährlich. Ich glaube,
    dass man dann da sogar Anspruch darauf hat und die Krankenkassen die Kosten für diese Untersuchungen übernehmen,
    Unter Normalbedingungen sonst nicht. Auf jeden Fall sollten Mammografie und Brustultraschall bei jungen Frauen
    zusammen gemacht werden, da eine Maografie wegen des dichteren Brustgewebes nicht so aussagefähig ist.
    Du kannst Dich aber auch beim Krebsinformationsdienst darüber informieren
    www.krebsinformationsdienst.de. Tel : 0800-420 30 40.
    Ich denke dort kannst Du noch mehr darüber erfahren.
    Wünsche Dir noch alles Gute für Deine Zukunft . :)
    LG alesigmai52

  • Hallo Flotte Biene,
    ein herzlich willkommen auch von mir, habe das Gen auch nicht, hier im Forum kriegst du bestimmt die ein oder andere Andwort auf die Fragen die dir
    auf dem Herzen liegen.
    LG schokokeks

  • natürlich darfst Du hier sein... uns ist hier jeder herzlich willkommen. :hug:


    Leider kann auch ich Dir zu Deiner Frage nicht viel sagen. Allerdings fällt mir in Deinem Beitrag auf, dass du von Tanten, Cousinen und dem Vater schreibst. Hast Du denn auch Infos von Deiner Mutti?


    Liebe Grüße


    Johanna

    „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“ :)

  • Liebe Flotte Biene,


    willkommen hier im Forum!


    Ich muss sagen, dass ich den Tipp deiner Ärztin erst einmal gut und ausgewogen finde. So ein Gen-Test muss gut überlegt sein. Klar, wenn das Ergebnis negativ wäre, würde man sich freuen und weiterhin denken, unverwundbar zu sein ... Aber was, wenn das Ergebnis positiv ist? Wie würde sich das auf deine Lebensqualität auswirken? Aber das ist sicher sehr stark typabhängig. Letztlich kannst das nur du entscheiden.


    Neben dem Erfahrungsaustausch mit anderen BCRA-Trägerinnen bringt dich möglicherweise auch ein klärendes Gespräch mit einem Humangenetiker weiter. (Ich hatte einen solchen Termin, weil eine meiner Cousinen auch an BK erkrankt ist und mein Brustzentrum mir deswegen diese Möglichkeit gab).


    Ich wünsche dir einen guten Austausch hier und hoffe, dass du zu einer guten Entscheidung für dich findest.


    LG, Aurora

  • Hallo FlotteBiene,


    ich kann mir gut vorstellen, dass die Frage "Test Ja oder Nein" Dich umtreibt, vor allem, weil wohl in Deiner Familie eine Genmutation schon festgestellt wurde. Und natürlich stellt sich Dir auch die Frage, was Du mit dem Wissen, möglicherweise auch diesen Gendefekt zu haben, anstellen sollst.


    Eine Entscheidung ist sicherlich nicht einfach - und möglicherweise hilft Dir dann Wissen und Beratung. Deshalb habe ich ein paar Links für Dich, die Dir bei der Entscheidungsfindung vielleicht helfen:


    - Im BRCA-Netzwerk gibt es eine ganze Menge Infos zu familiärem Brust- und Eierstockkrebs unter http://www.brca-netzwerk.de/familiaerer-brustkrebs.html
    - Es gibt Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs, wo Du auch ausführlich beraten werden kannst. Die Adressen findest Du auf der Seite der Deutschen Krebshilfe unter http://www.krebshilfe.de/wir-h…rustkrebszentren.html?L=0.
    - In der Perspekive 3/2014, dem Magazin der Frauenselbsthilfe nach Krebs, gibt es einen Artikel, der sich mit Hoffnungen und Ängsten im Zusammenhang mit der genetischen Testung befasst. Du findest ihn dort auf S. 12 unter http://www.frauenselbsthilfe.d…ve/2014-3-perspektive.pdf.


    Wichtig ist es möglicherweise auch, dass Dein Gynäkologe - unabhängig davon, ob Du den Gentest machen lässt oder nicht - über die vorhandene Konstellation in Deiner Familie informiert ist. Denn dann kann er evtl. engmaschiger kontrollieren.


    Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.


    Johanna: Die Genmutation ist väterlicherseits. Meine Mama ist ja angeheiratet und ist somit nicht verwandt mit der Familie. Deshalb habe ich meine
    Mama gar nicht erwähnt :-)


    Mein Frauenarzt weiß darüber Bescheid und ich werde engmaschig kontrolliert. Zwei mal im Jahr Brustultraschall und einmal im Jahr Krebsvorsorge und
    und Ultraschall unten.


    zwei mal im Jahr darf ich zur Mammographie.


    Mein Frauenarzt wollte mich an eine Risikosprechstunde anbinden. Diese nimmt mich aber nicht auf, weil ich mich nicht testen habe lasse.


    Jetzt weiß ich im Moment gar nicht wohin ich überhaupt gehen soll und wer mir bei der Entscheidung testen oder nicht testen lassen helfen kann.


    Was es für Vorteile hat es zu wissen. Welche Untersuchungen ich damit mehr bekommen würde... usw...


    Ich weiß nur dass auf alle Fälle eine MRT-Untersuchung mir zustehen würde im Falle eines positiven Ergebnisses....

  • Hallo ihr lieben

    Kann mir einer sagen ,wie ich vorgehen sollte wenn ich den GenTest auch mit meinen zwei Töchtern machen möchte ?


    Lg an alle ☘️😘

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Beitrag verschoben

  • Hallo Mery ,

    ich habe das Gen BRCA2 leider an meine beiden Töchter vererbt.Wenn Du auch Genträgerin bist,dann kannst Du Deine Töchter auch beim Genetiker, bei dem Du warst,einfach testen lassen.Der weiß dann ,auf welches Gen er testen soll und dass dauert dann nur 2 Wochen.

    Ich wünsche Dir und Deinen Töchtern,dass Deine Mädels einen negativen Test erhalten.

    Wenn Du noch Fragen hast,beantworte ich sie gerne.

    Drück Euch die Daumen:*

  • Ich möchte hier niemanden verunsichern, aber nur das Gen zu testen, das bei der Mutter nachgewiesen ist, ist zu wenig, es sei denn, der Vater wurde auch getestet und nichts hat. Selten vererben beide Elternteile mutierte Gene weiter. Am besten alles testen, was zu dem Moment möglich ist.

  • Liebe Amulett

    Da möchte ich dir 100%ig zustimmen. Das ... wollte bei meiner Tochter auch nur auf das Gen testen, das bei mir nachgewiesen wurde. Dann hat sie protestiert mit der Begründung, dass nur die Mutter getestet wurde u jeder auch der Erste in der Kette sein kann. Also wurde nochmal Blut abgenommen. Ergebnis noch offen... 🤔

  • Hallo Mery !


    Ich habe aus Deinen Beiträgen nicht herauslesen können, ob bei Dir ein Gentest gemacht wurde. Da Du noch sehr jung bist, ist das schon

    ein Kriterium dafür. Es gibt einen genau definierten Kodex, in welcher Situation eine genetische Untersuchung gemacht wird.

    Frage in Deinem Brustzentrum oder Deinen Gynäkologen; die überweisen Dich gegebenenfalls zur Genetischen Beratung.

    Davon ist abhängig, ob der Test auch bei Deinen Mädels nötig ist.

    Viel Kraft und Durchhaltevermögen für den weiteren Therapieverlauf, und überhaupt Alles Gute! :thumbup:

    Glg ML

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Beitrag geteilt

  • Liebe Amulett ,

    ich gebe Dir vollkommen Recht da aber meine beiden Töchter das Gen haben ,konnten beide vorsorglich etwas unternehmen.Wären sie negativ gewesen,hätte ich auch die väterliche Seite testen lassen aber die Genetikerin meinte,dass die mütterliche Seite in meinem Fall und Vorgeschichte zu testen( meine Mutter und meine Cousine hatten auch das Gen und bei meinem Mann seiner Seite gab es gar kein Krebsgen... ausreichend wäre.

  • Liebe giecher71

    Liebe Marie Louise


    Ich selbst habe kein Gentest von mir machen lassen aber da meine Oma den mistk...auch hatte und ihre Geschwister,gehen die Ärzte davon aus das ich es geerbt habe.

    Ich habe jedoch 2011 an der gleichen Brust

    einen kleinen,guten 3cm Tumor weg operieren lassen ,da er auch schnell gewachsen ist .

    Nächsten Mittwoch gehe ich zur 3. chemo ins Krankenhaus ,dort werde ich auf jedenfall mal nachfragen ...


    Vielen Dank ihr Lieben

    Lg Mery ☘️☘️☘️

  • Liebe Mery,


    so war es bei mir auch 🤔 2012 wurde mir ein gutartiger Tumor sicherheitshalber entfernt und nun hat es richtig zugeschlagen... die Narbe hat mich immer tierisch geärgert... Kontrollen habe ich regelmäßig durchführen lassen... nie war was auffällig...


    Ich drück dir ganz fest die Daumen 💐

  • BRCA1 negativ?


    Hallo zusammen,

    bei meiner Mutter wurde 2018 fortgeschrittener Eierstockkrebs festgestellt. Die Untersuchung ergab BRCA1+.

    Wir sind drei Kinder, 2x weiblich und 1x männlich und haben uns alle testen lassen. Die Untersuchung ergab, alle sind negativ.

    Das war zunächst einmal erfreulich. So wie ich das verstanden habe liegt die Chance, dass wir alle negativ sind bei 12,5% (50% pro Person). In der Hinsicht hätten wir echt Glück gehabt.

    Aber irgendwie haben wir nun die Befürchtung, dass so eine Testung auch fehlerbehaftet sein kann und man sich so in falscher Sicherheit wiegt.

    Ich vermute eine erneute Testung macht wenig Sinn und wird vermutlich nicht bezahlt?

    Einmal editiert, zuletzt von Lieselotte () aus folgendem Grund: Beiträge verschoben