Schlafstörungen

  • Ja, KatzenMom 64, gestern hatte ein Mod ja schon den Vorschlag mit dem Sonnendeck gemacht und ich hab absolutes Verständnis dafür, dass das hier nicht ausarten darf in dem Thema. Daher kam ich ja auf die Idee unter Dies und Das einen Extra-Thread zu machen.

    Das Leben ist ein Keks, jeden Tag beissen wir ein Stück davon ab

  • Schlaflosigkeit bei Kadcyla/Tamoxifen _ Hormonabhängiger Brustkrebs


    Ihr Lieben,


    hat jemand von euch auch diese extreme Schlaflosigkeit unter Kadcyla (Trastuzumab Emtansin) plus Tamoxifen?

    Neben Sport (Cardio, HIIT, Laufen), Meditation, Entspannungsübungen habe ich so vieles ausprobiert. Ich habe einfach zuviel Energie und komme vor 3 Uhr nicht gut in den Schlaf, was regelmäßig dazu führt, dass ich erst gegen 10, 11 Uhr aufstehe. Dann bin ich den Tag über okay, aber abends wieder schlaflos. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und hat einen guten Weg gefunden, das zu lösen?

    Ich schicke einen herzlichen Gruß an euch alle :love:


    Meer

  • Ich Reihe mich ein in die Gruppe der Schlafgestörten....

    Immer nur mal so 1-2 Stunden am Stück. Da ich nach dem Krankenhaus nicht so gut und schon gar nicht so oft aufstehen konnte, ist mein Mann kurzfristig aufs Sofa gezogen nachts.

    Heute gehe ich dann wieder ins Wohnzimmer, wenn ich gar nicht wieder einschlafen kann.


    Aber mir gehts auch so, obwohl ich nie auf mehr als 4-6 Stunden pro Nacht komme und das ja auch nicht am Stück, bin ich nicht übermüdet.

    Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen :)

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  • Meine Schwester (hat ja Apotheke gelernt/studiert) sagt zu dem gestörten Schlaf und der miesen Laune folgendes:

    Gerade bei Brust- und Eierstockkrebs ist die Gabe von Corticosteroiden (Cortison) ja Standard. Die Nebenwirkungen sind aber immens: Dazu gehört nicht nur die schlechte Wundheilung, sondern eben auch psychische Störungen und ein völlig zerstörter Schlafrhythmus... die Ein- und Durchschlafstörugnen halt, unter denen wir alle mehr oder weniger leiden.


    Sie ist zwar keine Ärztin, aber der festen Meinung, dass die Fatigue eben dadurch auch mit ausgelöst wird. Nur gibt es zum Kortison halt keine (verträglicheren) Alternativen... die Chemo in der Akutbehandlung würde uns sonst schlicht umbringen.


    Ich habe mich also, wenn auch mit Schwierigkeiten, damit abgefunden, dass ich den Rest meines Lebens immer wieder mal die halbe/ganze Nacht nicht zum Schlafen komme. Zeitung fahren für ne Stunde geht, aber Vollzeit danach arbeiten nicht. Meine Vorgesetzten wissen aber darum und ich kann mich ggf ohne gelben Schein für einen Tag krank melden. Ich versuche also in der Früh, das Wichtigste zuerst zu erledigen und mindestens 4 Stunden durchzuhalten... dann kann ich meine Gleitzeit nutzen und früher Schluss machen. Geht auch das nicht, dann falle ich halt einen tag aus...ist bisher etwa 4x vorgekommen, dass ich nicht mal die 4 Stunden geschafft habe.


    Gegen die miese Laune helfen kleine Leckereien... bei mir steht seit gestern wieder eine Dose löslicher Eiskaffee (damit ich nicht erst mühsam Kaffee kochen und abkühlen muss) und meine Tochter schaut, dass immer etwas Schokoladiges vorhanden ist...


    Mein Fazit: Ich weiss nicht ob meinen Schwester mit ihrer Meinung richtig liegt. Aber diese Denkweise hat mir geholfen, mich damit abzufinden, dass ich nicht mehr wie früher tagsüber 150% Volldampf geben kann und dann nachts wie eine Tote zu schlafen und zu regenerieren. Wobei ich es trotzdem immer weider versuche, zumindest bei 90% anzukommen.

  • Hallo MeLene ... Es gibt ein Antidepressiva zur Nacht was einen Gedankenfrei einschlafen lässt und auch gegen Schmerzen hilft... (Zumindest bei mir)


    Wenn du deinen HA mal danach fragen möchtest sag einfach Bescheid, dann schick ich dir den Namen.


    Lg Karin

    Wer nicht den Mut hat, Ängste zu durchleben, kann nicht daran wachsen :/

  • Razshara

    das verrückte ist: obwohl ich seit November grad mal 3-4 Stunden pro Nacht "schlafe" (manchmal muss ich alle 30 Minuten aufstehen), bin ich nicht müde. Ich fühle mich nicht erschöpft. Ich fühle mich nur mental am Boden und nervlich überbelastet, die Augen schmerzen und ich bin depressiv. Also das klassische Fatigue-Syndrom erkenne ich bei mir nicht.

    Cortison nehme ich nicht (mehr). Ich kann mir kaum vorstellen, dass es sich über Monate im Körper hält. Es sollte sich bereits abgebaut haben.

    Ich habe mittlerweile aufgegeben nach einer Lösung zu suchen. Die letzten 6 Monate habe noch zuversichtlich alles probiert.

    Aber scheinbar will die Schlaflosigkeit bei mir bleiben. Ich könnte mir ein Hobby suchen, das man nur nachts machen kann: Haselmäuse fotografieren zum Beispiel.

  • Hallo meine lieben „NIchtschläfer“

    Bin auch dabei, habe mir jetzt so eine UHr mit Schlafüberwachung gekauft.Tja war hochwertiger als ich gedacht habe meist nur 4 Stunden und meist nur Max 2 Std am Stück. Habe unterschiedliche Symptome die mich vom schlafen 🛌 abhalten, immer mal was anderes. Da ich Freiberufler bin setz ich mich manchmal einfach an den Computer und Schaf dann tagsüber, aber es ist halt auf Dauer wirklich belastend. Ich kenne mich manchmal selber nicht wieder. War früher wirklich immer positiv gestimmt und jetzt schwankt es bedrohlich - hoffe es pendelt sich mal wieder ein ☹️

    Einen schönen Tag und viel Kraft und Freude wünscht

    Ina & Willy wuff-)

  • Ich schlafe immer noch mit Schlafmittel und Neuroleptikum nach Bedarf. Ich kann damit nach wie vor gut ein - und durchschlafen, brauche keine höhere Dosierung, und bin, seit ich wieder schlafe, ein ganz anderer Mensch. Das mache ich jetzt seit Januar so.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Ich reihe mich auch ein.


    Ich bin aber einfach schlaflos weil ich Alpträume habe. Alles im Zusammenhang mit der Krankheit. Wache weinend auf und bis man sich beruhigt dauert es natürlich.


    Generell bin ich aber auch schätzungsweise 6-7 x die Nacht wach. Ich bleibe allerdings auch konsequent 7-8 Stunden im Bett. Sonst geht bei mir gar nichts. 🤷🏻‍♀️

    <3 Wenn dich das Leben umhaut, bleib kurz liegen und beobachte die Sterne! <3

  • Trine schickst du mir bitte PN wegen dem Medikamentennamen. Danke dir.

    Mittlerweile gesellen sich leider auch üble Alpträume dazu..

    Das Herz voller Wünsche, die Augen voller Tränen und den Kopf voller Fragen.

  • An alle lieben Schlechtschläfer,


    Habe schon ewig Schlafstörungen und nehme mit Unterbrechungen ein Antidepressivum in sehr leichter Dosierung, das hilft mir sehr gut. Ich habe aber einmal zwischendurch gewechselt.

    Dass die Medikamente gegen Schmerzen helfen können, wusste ich nicht.


    Übrigens:

    Bei meiner psychosomatischen Reha vor vielen Jahren hat der Chefarzt in einem Vortrag gesagt, dass wir die Finger von Schlaftabletten lassen sollen. Er meinte, die Schlaftablettenabhängigkeit ist noch schwerer zu therapieren als Heroinsucht.


    Ich habe gerade nochmals die Forumsregeln durchgelesen.

    Entweder ich habe es überlesen oder es steht da nirgends.

    Ich dachte man dürfe verschreibungspflichtige Medikamente mit komplettem Namen nennen, oder doch nicht?


    Bei Psychopharmaka ist das aber eh riskant finde ich.

    Entweder die HÄ/der HA kennt sich aus und empfiehlt was oder sie/er überweist an eine/n FA/FÄ.


    Wie auch immer, wünsche Euch allen eine baldige Lösung des Problems, denn lang anhaltender Schlafmangel ist echt schlimm und Gift für die Psyche und das Immunsystem.


    Alles Gute


    Zimtmaus

  • ohja Zimtmaus , du hast Recht... Sowas darf man ja öffentlich benennen 🙈


    Amineurin (Verschreibungspflichtig)


    Ich kann es auch nur als Empfehlung aussprechen, ohne Rücksprache mit einem Arzt läuft da nix 👌🙂

    Lg

    Wer nicht den Mut hat, Ängste zu durchleben, kann nicht daran wachsen :/

  • Habe es nun selber mit einem vom Arzt verschriebenen Mittelchen so 3 Wochen versucht. Seit 1 Woche nehme ich das nicht mehr und bin wieder 5-6 mal pro Nacht wach. Ist blöd, da jeder Morgen müde beginnt und sich die Müdigkeit durch den Tag zieht:rolleyes:

  • Ich habe über Jahre kaum geschlafen und hatte dadurch einen total verdrehten Rhythmus. Nichts half, gar nichts. Ich war einfach kein Mensch mehr, habe nichts geregelt bekommen, hatte überhaupt keinen Antrieb. Es musste was passieren. Eine Ärztin, bei der ich MBM mache, hat mir zu Schlaftabletten geraten. Wir haben sehr ausführlich darüber gesprochen. Meine Psychiaterin war derselben Meinung wie diese Ärztin. Ich hatte die gleichen Bedenken, dier hier schon geäußert wurden. Doch jetzt bin ich froh, diesen Weg zu gehen, für mich ist er richtig. Außerdem...Ich bin 67, was soll mir da noch passieren? Und letztlich wird auch nicht jeder abhängig, dazu bedarf es bestimmter Rezeptoren im Gehirn. Ich habe sie wohl nicht. Ich habe über einen langen Zeitraum Tavor in hoher Dosierung genommen und konnte es sofort absetzen, ohne etwas zu spüren. Das heißt jetzt nicht, daß ich bei Schlafstörungen zu Schlafmitteln rate, ganz im Gegenteil, ich erzähle nur, wie es bei mir ist.

    Liebe Grüße

    Jutta


    Ich habe alle Sinne beisammen, Blödsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn.

  • Hallo zusammen wieder mal schlaflos die 4 Nacht in Folge. Ich werde mich wirklich mal um schlafmittel kümmern müssen bin sonst tagsüber immer neben mir. Habt Ihr noch andere Tipps bekommen?

    Einen schönen Tag und viel Kraft und Freude wünscht

    Ina & Willy wuff-)

  • Guten Morgen Tolea,


    war schon vor Tamoxifeneinnahme ein Frühaufsteher. Als erstes hilft ersteinmal sich nicht verrückt zu machen, wenn man nicht schlafen kann. Wenn ich nachts wach werde, meistens weil ich auf Toilette muss, lege ich mich nochmal hin. Schlafe ich wieder ein:sleeping: ist es gut und wenn nicht, dann eben nicht. Dann stehe ich eben um 4.00 auf. Was solls, die Vögel zwitschern ja dann auch schon;).


    Muss aber zu der ganzen Problematik sagen, einschlafen geht gut, aber Schlafdauer ist unterschiedlich ausgeprägt. garnicht schlafen können ist nur, wenn ich zuviele Probleme wälze.


    ich weiß jetzt nicht, ob du Tamoxifen einnimmst. Da wird geraten in vollkommener Dunkelheit zu schlafen, da Tamoxifen ein Melatoninräuber ist und Licht dann kontraproduktiv ist.


    Drück dir die Daumen, dass es mit dem Schlafen bald besser wird.


    LG:hug:

    Kalinchen