Gewichtszunahme

  • Nach der Therapie (nur 6 Ops in 5 Monaten, keine Chemo, keine Strahlen) hatte ich ca. 12 kg abgenommen - die hatte ich vorher mit Beginn der Wechseljahre pö a pö über 3 Jahre raufgepackt und blieb dann da stehen. Ich fand es toll, in meinem Alter plötzlich wieder 36/38 zu tragen bei 170 cm..... Leider hielt das nicht lange an, ca. 6 Monate nach Beginn der Tam-Einnahme begann es... Die 12 kg waren nach einem Jahr wieder drauf... wäre ja ok gewesen, aber es hörte nicht auf ;( Ich gestehe, das derzeitige Ergebnis nach 3 Jahren und 3 Monaten kenne ich nicht.... ich mache seit vielen Monaten einen großen Bogen um die Waage, ich will es gar nicht wissen! Reicht mir zu merken, dass nachts immer irgendwer meine Klamotten enger näht.....
    Mittlerweile bin ich aber auch so weit zu sagen: Du bist 56, du hast Krebs überlebt - da brauchst du keine Figur, um die dich andere bewundern. Ich habe Hosen auf dehnbar (Bund) umgestellt, damit sie bequem sitzt - gleichzeitig brauche ich Hosen, die im Hüftbereich nicht so weit sind, da sitzen meine Polster nicht, hauptsächlich am Bauch, mittlerweile werden auch Beine und Arme dicker. (Habe Quelle gefunden für solche Teile, super bequem und mit langem Oberteil gut zu tragen, günstig, sende ich euch bei Bedarf per PN)
    Das mit dem Wasser kenne ich auch, selbst meine Strümpfe habe ich inzwischen ausgetauscht gegen welche mit extrem weichen Bund - auch dann habe ich abends leichte Abdrücke - aber nicht solche erschreckend tiefen Einkerbungen wie bei normalen schon nach kurzer Tragezeit...


    Auch von mir DICKE Grüße - versuche, damit zu leben.... besser so als....

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Hallo meine Lieben,


    bis zu meiner ersten Diagnose 2001 hatte ich ein völlig normales Gewicht. Ich war nie eine Gazelle....Aber wie meinten meine Töchter an Weihnachten beim betrachten alter Videos....Boah Mama da hast du ja ein richtiges Sixpack :)
    Lang Lang ists her. Bei unserem neuen Sportstudio meinte doch neulich jemand....Ihre Unterschenkel und Unterarme passen gar nicht zum Rest der Figur. Was für ein freundlicher Zeitgenosse. Aber er hat recht....wenn der Rest nur auch so wäre :D
    Ihr seht also wir sitzen alle im selben Boot.
    In diesen Sinne auf die Gesundheit.
    Lg Keinohrhase :hug:

  • Hallo ihr dicken Mädels ... :hot:


    die Chemozeit hatte ich fast ohne Zunahme geschafft, aber dann während Pacli 3 + 4 ging die Waage schon beim Kucken hoch. Unglaublich....
    Ein Blick in den Spiegel sagt: Presswurst in Saitling!


    Da hilft auch kein Beschwichtigen, dass ich den Krebs geschafft habe, der innere Hund, das Schwein sagt dann bloss: "du bist fett und deine Haare sehen auch gerupft aus!" Toll.... :cursing:


    Und wenn ich jetzt noch an die nächsten H(Ä)mmer denke, wird mir ganz übel - allein der Gedanke, dass es stetig mehr und mehr wird ist für mein seelisches Wohlbefinden, welches eh durch die Krebsdiagnose arg gebeutelt wurde, ziemlich heftig ...


    genervte Grüße, :wacko:
    Tiggy

  • hallo ihr Lieben
    Eigentlich traue ich mich gar nicht zu schreiben. ;(
    Ich nehme seit Ende August 2015 Anastr.... seit Mai 2016 bis jetzt habe ich 15 KG Abgenommen . :thumbup:
    Selbst während der Chemo und Cortison habe ich mein Gewicht halten können ,worüber sich alle immer gewundert haben
    aber ich denke es lag daran das ich kaum essen konnte bzw sehr wenig bei mir behalten habe , muss dazu sagen ich bin eh zu Dick :D
    Ich drücke euch die Daumen das ihr irgendwann auch wieder abnehmt und euch nicht zu sehr quälen müsst .
    Liebe grüße Trinchen50

  • Hallo Trinchen,
    für alle die Angst vor der Einnahme haben bin ich froh dass Du geschrieben hast. Ich finde Deinen Beitrag sehr wichtig um zu zeigen:
    Es geht auch anders!
    Wieder zeigt sich alles kann, nichts muss!


    Ich wünsche Dir von Herzen dass es Dir mit Anastrozol weiter so gut geht!
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Hallo Ihr Lieben,


    danke für eure Berichte.
    Ich hatte während der Chemo keine Probleme. Ich hab nach der OP (noch vor der Chemo) 6kg abgenommen und das Gewicht bis zum Ende meiner Chemo. Mein Chemo-Ende war am 10.02.2016 und seitdem geht die Waage nur noch nach oben. Ich weiß nicht, ob ich auch Wasser habe. Aber es wäre durchaus möglich. Eine Lymphdrainage hatte ich noch nie, werde ich demnächst bei meinem Arzt mal ansprechen.


    Es ist einfach frustrierend zu überleben und dann aber in ein Loch zu fallen, weil sich der Körper so verändert, das man (zumindest geht es mir so) keine Selbstliebe mehr empfinden kann. Ich musste mich schon mit der besch***enen Frisur anfreunden die nie haben wollte.
    Ich werde demnächst soweit wie möglich komplett auf Kohlehydrate verzichten. Sobald ich wieder kann, werde ich Sport machen wie eine Irre und mir die Kilos hoffentlich wieder runter laufen. Und wenn das nicht funktioniert dann werde ich meine Medikation überdenken, weil so will und kann ich nicht leben.


    LG Mäusel

  • Hallo Mäusel,


    lass Dich mal fest :hug: . Das selbe hier! Nie Probleme mit dem Gewicht gehabt Kleidergröße 34. 6 Monate nach Einnahme von Tam begann das Elend, heute habe ich Hosengröße 40 ;(
    Es war einfach nur gruselig als ich die Tage einen Rock in 34 aus meinem Schrank zog , der passte höchstens über einen Oberschenkel. Im Juni nehme ich Tam nun 3 Jahre und habe
    wie Sonnenblümchen lieber einen Bogen um meine Waage gemacht. Sport , gesund ernährt und Kohlehydrate verbannt , es hilft nichts . Ich nehme nicht mehr zu, aber auch nicht ein
    verdammtes Gramm ab :thumbdown: Irgendwer schrieb hier den schönen Satz : Keiner hat gesagt das Leben leicht ist und ich füge mal hinzu überleben erst recht nicht.


    Fühl Dich umarmt


    Fidi

    Anfangs wollt ich fast verzagen,

    und ich glaubt, ich trüg es nie,

    und ich hab es doch getragen -

    aber fragt mich nur nicht wie?

    Heinrich Heine

  • Liebe Foris,


    lese mit Erschrecken von euren teils massiven Gewichsproblemen.
    Wisst ihr, ob die Gefahr nur bei Einnahme von Tam so hoch ist oder auch bei Entfernung der Eierstöcke?
    Habe schon bei der Chemo 8 Kilo zugenommen und es geht nichts mehr weg. ;( .


    LG Fanti

  • Liebe Fanti,


    ich glaube ja die Gewichtsprobleme haben weniger damit zu tun welche Tablette genommen wird oder was sonst noch getan wird, sondern damit, dass der Hormonhaushalt verändert wird. Ob nun bei dir Gewichtszunahme passiert oder nicht, das wird die Zeit zeigen. Drück die Daumen, dass dir eine weitere Gewichtszunahme erspart bleibt :)


    LG Kalinchen

  • Liebe Fidi,


    vielen Dank für deine Lieben Worte. Ja, überleben ist nicht einfach. Aber welchen Preis zahlen wir, um ein paar Prozent mehr Überlebenschance zu haben? Ich hadere im Moment echt mit mir... :S
    Was ich für diese paar Prozent gerade an Lebensqualität einbüße... ich bin mir nicht sicher, ob das in Relation steht! Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, die Ärzte zu Rate ziehen und dann eine Entscheidung treffen. Ich für meinen Teil finde die Antihormontherapie viel schlimmer als die 6 Monate Chemo...


    Liebe Fanti,


    ich weiß es zwar nicht, aber ich drücke Dir auch die Daumen, dass Dir eine weitere Gewichtszunahme erspart bleibt.


    LG Mäusel

  • Ihr Lieben,
    auch mir hat die Antihormontherapie sehr zugesetzt. Hitzwallungen, massive Muskel - und Knochenschmerzen, wunde Schleimhäute, kaputte Nägel, Gewichtszunahme.......
    Heute habe ich erfahren, dass ich die Antihormone absetzen kann. Freuen konnte ich mich allerdings nicht. Denn der Hintergrund ist, sie haben bei mir leider nicht ( mehr ) gewirkt. Ich habe jetzt multiple Hirnmetastasen. Liebend gerne würde ich stattdessen die ungeliebten Medis weiter schlucken.
    So kann sich der Gesichtswinkel ändern.....
    Lg Katzi64

  • Danke, dass du uns geerdet hast ! Es gibt wahrlich Wichtigeres als die Kleidergröße.
    Drücke dir die Daumen für die neue Therapie und wünsche dir viel Kraft, Zuversicht und Durchhaltevermögen :thumbsup: :hug:

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

  • Liebe Katzi,
    oh man.. das tut mir so leid. Da ist mein "Problem" gerade wieder jammern auf hohem Niveau.
    Ich wünsche Dir für deine Behandlung alles erdenklich Gute!
    LG Mäusel

  • Liebe Katzi,


    auch mir ist mein "Figurproblem" sehr peinlich, wenn ich deine Beiträge so verfolge. Mensch was haben wir doch für Luxusprobleme!!!!


    Ich bewundere deine Einstellung sehr und ich wünsche dir ganz ganz doll, das dir geholfen werden kann.


    Und du hast sowas von Recht, lieber mehr Kilos, aber leben.


    Drücke dir für deine Untersuchungen natürlich ganz doll die Daumen.


    Alles Gute lexi

  • Ihe Lieben,
    danke für die Anteilnahme.
    Aber natürlich ist auch die scheinbar unbremsbare Gewichtszunahme unter Antihormontherapie ein Problem.
    Man mag den eigenen Körper nicht mehr anschauen und fühlt sich einfach unwohl. Die Lieblingsklamotten hängen traurig im Schrank, weil sie zu eng geworden sind.
    Aber Frau sollte auch die Alternative bedenken, wieviel häufiger Rezidive oder Metastasen auftreten würden ohne diese Therapie.
    Alles ist halt relativ.
    Lg Katzi64

  • Hallo Katzi,
    du hast ja Recht mit deiner Aussage. Ich finde die Gewichtsproblematik im Gegensatz zu deiner Diagnose auch nebensächlich...aber für mich halt sehr belastend.
    Ausserdem ist ja nicht gesagt das eine AHT dich vor Rezidiven oder Metastasen bewahrt.
    Ich habe es am eigenen Leib erfahren.
    Ich drücke dir für deine Behandlung ganz doll die Daumen.


    Lg Keinohrhase :hug:

  • Ihr Lieben, die ihr auch mit den Pfunden kämpft,


    ja, angesichts ganz anderer und schwerwiegender Krankheitsbilder könnten wir natürlich sagen, dass die überflüssigen Pfunde Luxusprobleme sind. Dennoch gilt zu bedenken, dass bestimmte Formen von Übergewicht durchaus auch ein Risiko darstellen. Und die Fettpolster am Bauch sind ja auch ein Indikator für Stress. Jede kämpft halt an ihrer individuellen "Front" - und wenn man sich mit Gewichtsproblemen quält, ist das eben das wichtige Thema.


    Ich nehme meinen Hemmer jetzt seit fast 2 Jahren und bin weitgehend beschwerdefrei. Nach meinen morgendlichen Yogaübungen sind auch die Gelenke wieder fit und bisher kam ich auch mit der leichteren Gewichtszunahme zurecht. Aber das bedarf tatsächlich permanenter Disziplin. Wenn ich mal wegen leichter Erkrankung keinen Sport machen kann und darüber dann in eine eher frustige Stimmung gerate, dann sündige ich auch ernährungstechnisch. Ganz blöde Abwärtsspirale und schwupps sind drei Kilo drauf. Wenn der Punkt erreicht ist - und ich wieder fit bin - dann mache ich eine Suppenfastenkur (reichhaltige Gemüsesuppen, püriert und mit vielen Kräutern und guten Gewürzen) mit Extra-Sportprogramm. In zwei Wochen sind die drei Kilos dann wieder runter. Das Suppenfasten ist auch immer wieder gut für mein Lymphödem und Ich fühle mich spätestens am dritten Tag sehr vital.


    Durch die Suppenfastenkur komme ich dann auch wieder leichter in meinen normalen Ernährungsplan mit dem ich mein Gewicht gut halten kann. Es ist allerdings schon so, dass ich viel weniger und auch kontrollierter esse als früher (keine Zwischenmahlzeiten z.B.). Damit das nicht zu asketisch wird, gibt es einen sündigen Tag in der Woche. Mein Ziel ist, dass ich einfach so bleibe wie ich bin und mein Wohlfühlgewicht halten kann (und mit Kleidergöße 42 bin ich zufrieden). Es macht mir auch Spaß, mich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen und mich dementsprechend zu ernähren. Das hilft mir, die Ausschläge nach oben frühzeitig regulieren zu können.


    Ich wünsche euch, dass ihr eine gute Strategie für euch findet - entweder den status-quo anzunehmen oder ein paar Kilos zu verlieren :) .

  • Hallo zusammen


    Meine letzte Chemo war am Gründonnerstag... soweit so gut... langsam kommt der Geschmack zurück... mit den Nagelproblemen komm ich auch noch klar, aber was mir gestern beim anprobieren meines Mieders für die Zeit nach der Op mal wieder extrem aufgefallen ist... mein Gewicht... damit komme ich einfach nicht klar. Ich habe so extrem zugenommen :(

    Während der kompletten Behandlungszeit bin ich um etliche Größen gewachsen. Egal was in meinem Schrank hängt passt nicht mehr. Ich dachte das nach absetzen des Cortisons alles wieder normal läuft. Aber nein, ich nehme stetig weiter zu. Am Essen kann es eigentlich nicht liegen, da ich kein Hungergefühl spüre und auch nicht wirklich viel esse über den Tag. Habe mir auch schon einen Stepper gekauft um die lästigen Pfunde loszuwerden. ich bin einfach nur noch frustriert wenn ich in den Spiegel schaue


    Wie seid ihr mit euren Pfunden umgegangen?

  • Ich hab in sechs Monaten 10 kilo zugelegt. Ich könnte heulen, ich war mal sehr moppsig...80 kilo bei nur 1,50 m Körpergröße. Hab dann mit viel Disziplin und sport 30 kilo weggehungert und nun das. ;(

    Ich hab solchen Horror davor das ich am ende des Therapiejahres wieder so FETT bin. Ob ich nochmal die kraft habe für so eine Diät weiß ich nicht. Das war schon hart und ich bin oft hungrig gewesen, es hat mir alles abverlangt.

    Ich hab viel viel sport gemacht erstens nimmt man ab, zweitens ist man abgelenkt und denkt nicht an essen.

    Mein umfeld hat wenig Verständnis für meine Bedenken. So Sprüche wie...Du wirst die kilos noch brauchen oder Hauptsache Gesund was macht da schon rund....kann ich nicht mehr hören.

    Warum ich so zugenommen habe?

    Die ungewohnte Ruhe und die viele Zeit zum kochen. Dazu Cortison und andere Medis da wird wohl alles so zusammen kommen.

    Sooo das war ja jetzt schon fast frust abladen;)^^.

    LG