Angst vor krebs duch vorbelastung!

  • Liebe Magic-Lights,
    ich hab jetzt hier viele liebe mädel kennengelernt und festgestellt das viele ganz arg angst ausstehen weil sie vorbelastet sind....Und ich glaube auch so ein thema sollte man vielleicht mal besprechen...Voher kommt unsere angst? Weil vater, mutter oder auch jemand der einem nahe stand an krebs erkrankte verstarb und wir dies sofort auf uns beziehen?????
    Oftmals macht das unseren weg ein wenig schwerer,und oft sehe ich wie lange man warten muss um hilfe vom psychologen zu bekommen,ich stand damals ganz allein da und bekam die antworten termin in 6 wochen,manchmal können 6 wochen aber zu lang sein,also fing ich an zu überlegen wie,warum und wieso.....3 Jahre harte arbeit an mir und deswegen bin ich heut wie ich bin...Ohne angst...
    Nach wie vor ich hab riesen respekt vor meiner krankheit die mich erwischte,aber eben keine angst...
    Es gibt worte die man versuchen sollte umzustellen oder sichtweisen,wir verfallen oft in so ein will nicht mehr modus,der uns aber sofort runter zieht...Auch ich hab tatsache meine jammerstrecken und die koste ich voll aus......Das ist auch ein muss,denn wir sind menschen,aber ich finde man kann selbst vieles ändern...
    Hört sich blöd an und manchmal glaub ich es selber nicht,jedoch sehe ich es,versucht es mal, ihr geht irgendwo hin wo alles total voll ist,meist muss man sich durchdrängeln,stellt euch vor ihr habt so von früher nen riesen barockrock an und ganz grosse flügel die euch nach hinten ziehen und geht dann so durch die menschenmenge...Versucht das mal und schaut was passiert....


    Ich glaube man sollte auch ruhig mal sagen warum hab ich solch ängste,wir wissen viele haben sie und können es auch nachvollziehen aber manchmal fehlt ein kleines stück in der kette...Ich zum beispiel verlor meine mutter da war ich 14,alle frauen unserer familiel starben mit 47 und ich dachte na toll,ich 47 und habe krebs...Ein leichtes unwohlsein beschlich mich....
    Mein vater vertarb auch an krebs,und automatisch denkt man das war es jetzt......Aber wir wissen die zeiten ändern sich,die medikationen ändern sich und die statistiken ändern sich....Falls also jemand mag auch mal über seine tieften ängste zu schreiben damit man ein verständniss dafür bekommt warum seine angst einen so fesselt,dann hier rein.....
    Oder vielleicht hab ihr jemanden verloren den ihr doch noch was zu sagen habt dann auch.....Ich mach das gern als erste schrieb mal einen brief an meine eltern,wenn ihr den gern sehen würdet,dann poste ich ihn gern,für viele wäre dieser zum weinen,doch für mich ist er voller liebe und einfach auch voller freude..
    Ich hoffe ich trete euch nicht zu nahe,aber uns beschäftig nicht nur ein thema,sondern auch diese dinge...
    Ich umärmel euch lieb
    Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Servus,
    bei mir war es so als ich die Diagnose bekam, das mir sofort meine Schwester durch den Kopf ging. Sie bekam mit 15 Jahren Knochenkrebs, sie bekam ein Bein amputiert und bekam damals eine chemo, die furchtbar war.Mit 27 Jahren starb sie da der scheiß Krebs gestreut hatte. Das ganze ist 25 Jahre her.
    deshalb wollte ich auch keine Chemo machen da ich Angst hatte das sie genauso wird, mein Mann war ganz verzweifelt aber er hätte es akzeptiert. Mein Schwager ist Psychiater in der Onkologie und der hat mir sehr geholfen.
    Er meinte die Angst kann er mir nicht nehmen aber wie man damit umgeht.
    Meine grösste Angst war was alles auf einen zukommt, aber seit ich immer einen Schritt nach dem anderen mache und mir immer sage... jetzt hast du soviel schon geschafft...dann schaffst du den Rest auch noch.
    Was mir auch hilft ist das mein Schwester die 10 Jahre in denen es ihr gut ging genossen hatte.
    lg birgit

  • Hey Nuka,hut ab das du das erzählst,ich finde es dufte wie der berliner so schön sagt,ja ich denke das geht ganz vielen von uns so.......Und man muss echt aufpassen und umdenken......Aber du bist gut safe,da du ja ne gute rundumbetreuung hast sozusagen...Find ich cool....
    NAchher geb ich mal meinen text frei,einen einblick in mein leben den ich EUCH sehr gern gewähre,muss das suchen,es war ein brief an den himmel.....Also postanschrift meiner eltern,denke da kann man viel ziehen....Und wer da weinen mag solle dies dann tun,denn weinen befreit oft ganz dolle.......
    Bis dahin
    Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Brief in den Himmel……Zum Valentinstag……..
    Heute Nacht dachte ich an meine Kindheit mit einem Lächeln im Gesicht…….
    Und ich hatte das Gefühl ich muss euch das wissen lassen……
    Mein Vater arbeitete in einer Kaserne, meine Mutter putze eine Post und ein Polizeirevier…..
    Wir lebten in ärmlichen Verhältnissen zu 5 in einer zwei Zimmer Wohnung….


    Es war in Charlottenburg auf einem Hinterhof, meine Eltern, meine viel
    älteren großen Brüder und ich….Die Wohnung war ein Bruchbude und trotz
    dessen erinner ich mich gern an sie…….
    Ich schlief bei meinen Eltern
    mit im Wohnzimmer, und wir hatten solch vorhänge, mit bunten Quadraten
    drauf, ich weiß noch wenn ich morgens wach wurde, das ich dort
    Geschichten sah, sie fügten sich von ganz allein zusammen…Da war ich
    noch ganz behütet….
    Zu dieser Zeit, war alles noch ganz anders……
    Einfach schön…..


    Wir mussten dann irgendwann umziehen, nach Reinickendorf, mein Vater
    hat ein Jobangebot bekommen, von den Franzosen, da er ganz viele Jahre
    bei der Fremdenlegion war….
    Mein Vater erzählte davon sehr wenig,
    aber ich konnte mir als Kind schon vorstellen das es kein
    Zuckerschlecken war…Ich hätte gern mehr darüber erfahren….
    Aber in Uniform sah er total toll aus, und er hatte ganz viele Orden…………..


    Meine Mutter war eine ganz direkte und offene Person, und sie stand
    immer wie eine Löwin vor uns allen, wenn uns auch nur einer zu nahe
    kam…..
    Mein Vater wollte eigentlich meine Tante, aber die hat sich
    wohl einem anderen Mann zugewand als mein Vater in Indochina war als
    Legionär, also nahm meine Mama die Chance war und schrieb ihm im Namen
    von meiner Tante Briefe…Er wusste das nicht, erst als er in Berlin mit
    dem Zug ankam, und meine Mutter ihn abholte, ja und da war es um ihn
    geschehen…..
    Meine Ma hat mir erzählt das mein Vater zur Kur war,
    sehr lang, und das er am 28 Februar 1967 heimkam auf einen kurzen
    Besuch, in dieser Nacht haben sie mich gezeugt, und meine Mutter wusste
    das ich ein Mädchen werden würde, und obwohl ich 14 und 12 Jahre später
    kommen sollte als meine Brüder, war es doch klar das ich kommen
    musste….Dafür mal, danke Mama….
    Ich hatte meine Mama dann bis ich 14
    Jahre alt wurde, ich erinner mich gut, meine Konfirmation war grad
    vorbei und meine Mama brach zusammen…..
    Ich weiß bis heut nicht was
    sie hatte…..Sie lag im Bett und war fast gelähmt, ich gab ihr etwas zu
    trinken und sie sagte zu mir, ich liebe dich mein Kind…Wusste sie es da
    schon???
    Mein Vater sagte, sie muss ins Krankenhaus…..
    Meine Ma wollte das nicht, sie sagte wenn ich dort hingehe, komme ich nie wieder……
    Mein Vater wusste sich nicht zu helfen, und brachte sie ins Krankenhaus, ich sah sie nie wieder…


    Ich weiß nicht mehr an welchem Tag sie starb, aber ich weiß die Zeit,
    es war um 14.05 Uhr, denn ich kam grad mit meinem Pferd auf den Hof und
    schaute auf die Uhr und dachte, an. Mama…..Eine halbe Stunde später
    stand mein Vater auf dem Reiterhof und sagte, komm Kind, Mama ist
    gestorben und er weinte, schrecklich…….……
    In mir brach alles zusammen……
    Wie sollte ich das verkraften…..?????
    Ich dachte du musst stark sein, stark für Papa……Sie waren 25 Jahre glücklich Verheiratet….
    Nun war sie fort……
    Meine Mutter hat nicht einmal ein Grabstein, weil wir kein Geld hatten, aber ich weiss genau wo sie ist….
    Ja, viele Schicksalsschläge ereilten mich ab diesem Moment, ich sollte lernen was es heißt schmerz zu empfinden….
    Ich hatte ein Pferd, sie hieß Schnecke..lach


    Meine Mutter liebte diese Tier sehr, doch mein Vater konnte es sich
    nicht mehr leisten, also verkaufte ich sie nichtmal ein Jahr später, es
    war so schlimm…..
    Ich stürzte mich in Jungs Geschichten um meinen schmerz zu besänftigen….
    Das sollte der nächste Fehler sein….
    Aber ich hab alles gut überstanden….Dann bekam ich ein Baby ,meine Kyra….


    Sie war ein Geschenk, die Ehe war es nicht, und ich wünschte mir so
    meine Ma her..Denn ich wusste sie würde das alles regeln…..Mein Vater,
    war immer für mich da, immer, zu ihm hatte ich grenzenloses Vertrauen,
    aber es gibt Dinge die man nicht gern erzählt……
    Er hat nach dem Tod
    meiner Mutter eine neue Frau kennengelernt, und hat sich aber nie
    eingemischt wenn sie versucht hat mich nieder zu machen….
    Sie hat
    ihn geheiratet und sagte: nun bin ich eine K........, jetzt werden hier
    andere Seiten aufgezogen, man ich war 16 und sie verlangte das ich
    meinen Berliner Dialekt ablegen sollte…….
    Ich weiss noch, ich sagte
    zu ihr, du hast zwar den Namen, aber DU wirst nie eine sein……Sie rief
    meinen Vater und er sagte klärt das allein…..Was sollte er auch tun, er
    liebte mich und sie, heute weiss ich das es für ihn sehr schwer war und
    sie sich sicher oft wegen mir stritten…..
    Das war nicht meine Absicht…Papa!


    Meine Tochter Kyra wurde .1989 geboren, und sie gab mir alles, aber
    mein Mann, mein Mann nicht….Es kam also zur Trennung, und mein Mann nahm
    mir mein Kind, ich hatte keine Chance sie zu sehen, doch ich gab nie
    auf, niemals, denn das war es nicht was meine Eltern mir in den Jahren
    vermittelt haben……Dann kam mein zweiter Mann, er war so gut zu mir, und
    hatte viel Ähnlichkeit mit meinem Vater und er half mir über die
    schwersten Zeiten meines Lebens hinweg….wir haben zwei wundervolle
    Kinder und heut ist er mein bester Freund…
    Am 14.01.1997 starb dann
    mein Vater, er hatte Lungenkrebs, und ich weiß noch, den Abend zuvor war
    ich bei ihm, er kam aus seinem Bett hoch, lächelte mich an und ich
    denke er dachte ich sei Mama…..Ich betete die ganze Nacht, lieber Gott,
    hol meinen Papa, bitte…..Am nächsten Morgen der Anruf…Papa ist
    Verstorben….
    Es war ein Gefühl der Erleichterung und der Trauer….wir
    fuhren zu ihm, und er sah so friedlich aus, ich öffnete die Fenster und
    sagte :.Papa geh….
    Ich wusste damals nicht, wie erklärst du es
    deinen Kindern, ich sagte ihnen dann, Opa sitzt auf den hellsten Stern
    und putz den für uns später, könnt ihr ihn sehen, und sie bejahten es….
    Zwei wichtige Teile meines Lebens waren nun fort, aber ich war nun selbst Mutter……


    Dann ging es weiter, ich verliebte mich erneut, nein das war nichts,
    das schönste was daraus entstand war meine jüngste Tochter…..
    Viele
    Jahre ging es mir nicht wirklich gut, und alle meine lieben sagte, Vio,
    alles wird gut….Du bist stark…..Dafür danke an meine Freunde…….Das ihr
    an mich geglaubt habt, wo ich mich sehr verloren fühlte.
    Ich erinner
    mich, ich war vor zwei Jahren am Gab meiner Mutter, nichts erinnerte
    dort an sie, nicht mal ein Schild, doch ich wusste genau da ist sie, und
    ich redete eine Sunde mit ihr…Ich fühlte mich ihr nahe……
    Heut, geht
    es mir besser denn jeh, und meine Eltern wären so stolz auf ihre Enkel,
    ich denk meine Mutter war immer ein Schutzengel für sie, so wie damals
    als Kyra im Krankenhaus lag und fast gestorben wäre als Säugling, oder
    Samantha, als sie mit dem Dreirad die Kellertreppe runterfuhr, oder
    Kevin der in Italien den Abhang runter rollte, oder Kitara der es lange
    Zeit sehr schlecht ging….
    Ich glaub, meine Eltern sind da……..


    Sind sie sowieso, denn ihre Grundsätze, lebe ich weiter….Meine Mutter
    zeigte mir, Mut zu haben, für die Familie immer einzustehen, Fehler
    glattzubügeln und unendlich zu lieben….
    Mein Vater lehrte mich, dass es nichts wichtiges gibt als zu Vertrauen und Loyal zu sein….


    Mama, ich weiss nicht mehr wann du gestorben bist, aber ist das
    wichtig??? Denn du und Papa, ihr seid noch so real, das ich euch sehen
    kann….
    Ich bin nicht traurig das ihr gestorben seid, ich bin traurig
    das ich euch nicht nochmal in den Arm nehmen kann um zu sagen, ich
    liebe euch, auch wenn ich weiss das ihr das genau wisst….. Papa, ich
    erinner mich an deine Beerdigung, sie war so schön, deine Kameraden
    standen, mit Uniform und Fahne und erwiesen dir die letzte Ehre, aber
    das schönste war, das diese Menschen auf mich zukamen und sagten: Viola,
    du siehst genau aus wie deine Mutter.
    Ich bin so stolz gewesen, sie
    sagten auch, dein Vater war ein wahrer Kamerad, was immer das auch
    hieß, denn mehr sagten sie nicht….
    Eure Enkelkinder sind gut geworden, noch besser als..lach
    Ihr wärt stolz auf eure Enkel………
    Mama, ich trage noch heute deinen Ehering, den ich mit 18 von Papa bekam,… und du Papa,, ich vermisse dein lachen sehr…..
    Meine Kinder wissen wer ihr seid, auch wenn sie sich kaum erinnern können….
    Und ich bin soooo dankbar für alles, denn schaut mich an…..


    Ich wollte mit diesen Zeilen zeigen, wie sehr ich euch Liebte und das
    jeder der mal geht, nicht wirklich geht……Ich hab mich zudem gemacht was
    ich heut bin……Und meine Freunde lieben mich deswegen, aber sie wussten
    bis Dato nicht, das es ja auch euer verdienst ist „wink“-Emoticon


    Ich möchte euch nie vergessen, und auch meine Lieben sollen es wissen,
    denn sie sind mir alle so an mein Herz gewachsen und ich würde eine
    lange Tradition immer fortführen…..
    Für Menschen, wie meinen Freunde immer da zu sein, und sie nie im Stich zu lassen….


    Ich habe das auch bei meinen Kindern versucht, ist mir leider nicht
    immer gelungen, aber meine Liebe ist ihnen gewiss, ein Leben lang…….
    Dieser Brief geht jetzt zum Himmel……
    Ich möchte das alle wissen das ich nichts vergessen habe…..
    Ich wünsche euch da oben einen wundervollen Valentinstag……
    Meiner Familie und meinen Freunden auch, habt euch alle lieb und umarmt euch ganz fest, solange es geht…….
    Mama, danke, Papa, danke Ich liebe euch sehr……
    Happy Valentine
    Euer Kind, Mama und Freundin

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Toscha


    Ich weis garnicht was ich sagen soll ,so schön geschrieben so viel liebe so viel Dankbarkeit,.mir laufen gerade die Tränen.

  • mir geht es genau wie Hundemama!
    Danke, dass du das alles mit uns teilst! :thumbsup:
    Mehr kann und möchte ich gerade nicht schreiben!


    Sei ganz lieb umarmt :hug:
    von Mohnblume

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

  • Hey ihr meine Süßen,
    es freut mich das mein text euch gefallen hat,und hoffe er bewirkt viel,ich finde man kann eben auch ruhig über tiefste ängste reden und auch über seine vergangenheit,denn ich hab einfach festgestellt das ein umfeld oder auch fremde menschen sehr positiv darauf regaieren und du dadurch gestärkt wirst,manchmal fällt es sehr schwer sich auch mit solch themanen auseinander zu setzten und es bleibt im verborgenen und das wiederum nagt dann an einem,ich sag immer schrei es in die welt,denn hinter deine stirn kann niemand schauen....Sicher gibt es auch menschen die das nicht so gut finden,aber jeder ist halt anders was auch gut ist,denn so kann man erst gemeinsam stark werden......Ich schreibe ganz oft solche texte,nicht nur für meine freunde damit sie mich besser verstehen sondern einfach auch für meine kinder,ich hab sogar beschlossen für meine kinder ein buch zu schreiben,mit all meinen geheimnissen,damit wenn ich so mit 95 mal gehe,denn so alt werde ich frech grins keine fragen offen bleiben und sie alles über ihre mama wissen......Viele haben angst vor dem thema tot,hatte ich auch damals und regelrechte panikatacken,boah war das schlimm...Irgendwann überlegte ich mal mal,ist es angst vor dem tot?Oder einfach nur das ungewisse?????Wie jetzt mit unserer krankheit,wir wissen nicht was auf uns zu kommt...Angst vor der chemo,im nachhinein sagen wir ok ging so...Ich hab mir dann vorgestellt wie es ist wenn man auf die welt kommt,ich möchte nicht wissen was wir als babys schon durchmachten als unsere mama wehen bekam und wir durch den tunnel rutschten.....So vergleiche ich das für mich,ist wirklich komplex,aber bei mir wirkt es gut...Ich hoffe das ihr euch hier richtig aussprechen könnt,es tut gut und gehört auch zu uns,es ist unser lauf....Und wer weiss,vielleicht seht ihr dann vieles anders und gelassener.....
    Bin bei euch und drücke euch ganz dolle....
    Eure Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Liebe Toscha,


    habe beim Stöbern im Forum deinen Brief in den Himmel gefunden. Einiges könnte aus meiner Lebensgeschichte sein.


    Meine Mama starb als ich 17 war, an Brustkrebs. Erkrankt an dieser sch...krankheit ist sie aber schon als ich 12 war. Da war die erste Brustabnahme, die Nachsorge war Ende der 70ziger Jahre ja mit dem heutzutage nicht zu vergleichen, so konnte der Krebs streuen. Zur Zeit der 2. Brustabnahme waren meine beiden älteren Brüder gerade bei der NVA, so dass ich allein mit meinen Papa Mama zu Hause gepflegt habe. Ins Krankenhaus haben wir sie erst gebracht, als die Schmerzen zu groß wurden und sie Morphium brauchte. Auch in der Zeit nach der beerdigung waren wir auf uns gestellt, da die Brüder nur für den tag der beerdigung frei bekamen von der Armee. Die beiden konnten garnicht richtig Abschied nehmen. Als sie eingezogen wurden ging es Mutti noch gut und als ihre Armeezeit zu Ende war, war sie nicht mehr da.
    Mein Papa war ein sehr stiller, ruhiger Mann. Noch eine Paralelle zu deinem Leben - mein Papa war Soldat im 2. Weltkrieg und leider in russischer Kriegsgefangenschaft. Von seinen Erlebnissen dort hat er nie was gesagt.
    Nach dem Tod meiner Mutter bin ich auch erst mal losgezogen, jedes Wochenende Disco, Jungs und Alkohol. Das hat erst aufgehört als ich meinen Mann kennengelernt habe. Dieses Jahr feiern wir unseren 30. Hochzeitstag. Dadurch das ich meinen Mann an meiner Seite hatte konnte ich besser verkraften, dass mein geliebter Papa(ich war ein Papakind) 2 Jahre nach meiner Mutti gestorben ist. Er hatte Darmkrebs und nach dem Tod seiner Frau keine Kraft mehr dagegen anzukämpfen.


    Und nun sitze ich hier und habe diese Erkrankung ebenfalls und versuche mit meinen Ängsten fertig zu werden. An den Tod denke ich eigentlich ich nicht, eher die Ungewissheit was noch alles auf einen zu kommt. Aber diese Forum hilft mit allem etwas besser zu recht zu kommen und in diesem Sinne werde ich hier weiter stöbern.


    LG
    Kalinchen

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich falle gerade in ein tiefes Loch. Nachdem ich weiss dass die Chemo überflüssig war habe ich das Vertrauen
    verloren. Ob ich Tam nehmen kann weiss ich noch nicht, wegen der schweren Thrombose.
    Ich leide zur Zeit unter starken Gelenkschmerzen. Ich habe meinen Körper unnütz Schaden zugefügt.


    Ich muss damit leben ein höheres Rückfallrisiko zu haben.
    Wieder aufzustehen und das Leben zu geniessen fällt mir schwer.
    Mein Leben dreht sich nur noch um den sch.... Krebs.
    Mein Leben ist geprägt von Angst. Wie soll ich da rauskommen?


    Liebe Grüsse


    Sushi

  • Hallo, bin von dem was ich hier lese zutiefst beeindruckt. Hut ab, wer so etwas schreiben und sich so ausdrücken kann :thumbup: . ich glaube es hilf sehr wenn man seine Gedanken und Ängste, die ja jeder hat, auf so eine Art ausdrücken kann und sie sich von der Seele schreibt, egal ob sie jemand zu lesen bekommt, und wer sie liest wird wird sie auch verstehen. Ich kann das leider nicht und fresse viel zu viel in mich rein, mache mir selber das leben schwerer und stehe mir manchmal selber im Weg. Deshalb ein klein wenig Neid gegenüber den tollen " Schriftstellern" :)


    Liebe Sushi, ich kann Deinen Sturz in das tiefe Loch Loch verstehen, eine so qualvolle Therapie, und dann war sie überflüssig :thumbdown: .Laß Dir das mit dem TAM noch mal durch den Kopf gehen, die Entscheidung mußt Du aber letztendlich allein treffen. Steh trotzdem wieder auf und mach die nächsten Schritte, auch die Kleinen helfen. Hier im Forum kannst Du auch so viel positive Energie tanken, nutze sie, versuche wieder zu Leben, das Leben ist zu schön um es einfach so aufzugeben, auch für Dich. Laß dich gedrückt sein :hug:


    Mika

    Jeder von uns hat nur ein Leben (Marcus Aurelius), darum macht etwas daraus egal wie schwer es gerade ist