Jetzt gehöre ich auch zu euch...

  • Hallo ihr Lieben,


    seit 03.07. weiß ich, dass ich Brustkrebs habe, Triple neg. Seitdem ist nichts mehr wie es war. ;( Ich habe, glaube ich, die meisten Untersuchungen hinter mich gebracht, habe aber nur vom Bauch-Sono die Bestätigung, dass dort nichts Auffälliges ist. Die anderen Befunde stehen noch aus. Ich habe eine solche Angst, dass ich das alles nicht schaffen könnte, Chemo, Haarausfall, diese schreckliche Angst, die einen immer begleitet, der Port, einfach alles. Ich sag mir ja auch, immer einen Schritt nach dem anderen, trotzdem...
    Zu meiner Person: Ich bin 47, verheiratet und Mutter einer 11- jährigen Tochter. Wir sind alle wie vor den Kopf geschlagen, eigentlich wollten wir bald in den Urlaub starten... Jetzt ist natürlich alles abgesagt.
    Ich hab den Knoten selbst getastet. Zuerst dachte ich, mmhh wird wohl eine deiner zahlreichen Zysten sein, es hat sich auch nicht großartig anders angefühlt, vielleicht ein bisschen härter. Ich bin dann zu meiner Frauenärztin gegangen, die einen Ultraschall gemacht hat. Sie war sich nicht sicher und wollte mich zum Stanzen mit Mammo schicken. Weil dann aber ein langes WE mit Feiertag war, bemühte ich mich noch am selben Tag um eine Mammografie. Der Radiologe hat dann gesagt, es wäre nur eine eingedickte Zyste, er hat sogar noch einen Ultraschall gemacht. Er ließ mich so lange schwitzend und voller Angst auf der Liege liegen und machte in aller Ruhe seine Untersuchungen und hat überhaupt nichts gesagt!!! Bis ich dann fragte, ob man denn schon etwas sehen könnte.
    Dann fragte ich ihn, ob ich weiter noch irgend etwas tun müsste, worauf er dann sagte
    nein, nichts. Laut seinem Bericht sollte ich auch erst in !! 1 !! Jahr wieder zur Kontrolle. ich war so froh und mein Mann, der im Wartezimmer gewartet hat, auch. Wir waren so glücklich. Der Mensch hat mir 2 Monate geklaut! :cursing:
    Ich hatte dann noch ein Telefongespräch mit meiner FA , sie meinte man könnte den Juli noch zuwarten. Ich hatte aber ein ungutes Gefühl im Bauch und wir wollten im August ja in den Urlaub fahren, deswegen bin ich Ende Juni dann nochmals zum Ultraschall zu meiner FA. Sie meinte, es könnte auch ein Fibroadenom sein und schickte mich zum Stanzen und jetzt so eine Diagnose!
    Es wäre schön, wenn ich mich mit euch austauschen könnte, vielleicht könnt ihr mir auch ein wenig diese große Angst nehmen?
    Liebe Grüße Pealine

  • Ein herzliches Hallo !


    lass dich erstmal ganz fest drücken :hug: :hug: :hug: :hug: :hug:


    ich bin auch eine Triple negative, 32 Jahre alt. Den Knoten habe ich auch selbst getastet.


    Hey die Angst kann ich dir nicht nehmen, aber wir können gemeinsam den Weg gehen, Schritt für Schritt-


    Wenn du weitere Fragen hast, kannst mir gerne pN schreiben...



    Bitte lasse dich testen ob du eine BCRA Mutation hast...auch wegen deiner Tochter!

  • Hallo Pealine!
    Herzlich Willkommen hier im Forum bei ganz vielen tollen Frauen. Ich bin 33 Jahre und habe eine 3 jährige Tochter. Pfingsten habe ich mich von meinem Partner getrennt und am 11.6. einen Knoten in der Brust selbst getastet... Der Befund am 25.6. war dann für mich auch ein Schlag ins Gesicht! Bin auch triple negativ. Der Wächterlymphknoten (bei mir waren es 4) war nicht befallen. Seit Dienstag habe ich den Port und am Montag bekomme ich die erste Chemo... Bin schon total aufgeregt weil ich nicht weiß wie ich es vertragen werde. Bis jetzt muss ich sagen war ich meistens recht positiv eingestellt. Die letzt 2 Wochen sind irgendwie wie im Flug vergangen. Stress wars auf jeden Fall bis jetzt. Sehr viel Lauferei und Informationen die plötzlich auf einen einrieseln. Hab seitdem ein Hirn wie ein Sieb... Wenn du mal reden willst, kannst mir immer gerne schreiben! Ich kann dir zwar noch nicht viel zur Chemo usw. sagen aber hab trotzdem gerne ein offenes Ohr/Auge/Finger für einen Austausch!
    Ich drück dich mal ganz lieb!
    Lg Laly

  • Hallo Pealine, ich begrüße Dich auch hier im Forum wo Du vieele starke Mitkämpferinnen findest die mit Ratschlägen, Mutpaketen und Daumendrücken immer zur Stelle sind :thumbsup: Deine Situation kennen wir alle. Diese Angst und Ungewissenheit die einen gerade am Anfang nicht loslässt und man nicht weiß wie das alles zu schaffen ist.... Da steht man erstmal am Abgrund. Ich bin auch triple negativ. Habe ein infl. Mamma Ca. re. Im Februar begann meine Chemo und ich wusste gar nicht wie ich das schaffen sollte.
    Eine sehr intensive persönliche Zeit in der ich viel über mich erfahren habe und festgestellt habe, wie viel ich" tragen" kann. Ganz wichtig finde ich, das Du Menschen hast die Dich begleiten. Dir zuhören und bei Arztbesuchen dabei sind. Eine psychoonkolog. Betreuung ist auch wichtig finde ich. Meine Chemo ist geschafft und ich bin stolz das ich diese Zeit gut geschafft habe. Ich habe von Anfang an nur die anstehenden Termine im Auge gehabt und nicht so weit nach vorn geschaut. Das war mir pers. zuviel und zu stressig. Einfach jeden Tag und dann den nächsten usw. Das klappte am Besten. Am 5.8. ist meine Op.und bis dahin versuche ich mich etw. zu erholen und genieße den Sommer. :thumbsup: Ich wünsche Dir viele Menschen die Dir zur Seite stehen und Dich begleiten. Hier findest Du immer jemanden. Ich drück Dich mal :hug: und schicke viele liebe Grüße aus Köln
    Sabine
    Du wirst noch feststellen wie stark Du bist und was Du alles schaffen wirst!! :thumbsup: :thumbsup:

  • Willkommen bei uns liebe pealine (was sich da wohl hinter versteckt?),


    du bist hier ganz richtig und wie du siehst breiten sich bereits einige Arme aus um dich zu begleiten.


    Natürlich ist momentan der Schockzustand noch vorherrschend, wenn die Maschine aber erst läuft wirst du spüren das du einfach Schritt für Schritt mitlaufen kannst. Wenn es brennt, Fragen kommen (egal welche) oder du einfach nur mal da sein willst =hier findest du immer einen Platz und offene Arme und Ohren.


    Lossi grüßt Dich herzlich

    Die Pflicht ruft ......... sag ihr, ich ruf zurück

  • Hallo pealine
    Auch von mir ein Herzliches willkommen ,ich gehöre nicht zur den BK Kandidaten aber die ängstew haben wir alle gleich und auch unseer Weg änelt sehr .Ja die Dagnose stellt das ganze Leben auf den Kopf ,aber Du wirst sehen Du schafst das .

  • shirley
    Du sprichst gerade meine Gedanken! Ich denke auch nur von Termin zu Termin oder von Untersuchung zu Untersuchung. Weiter in die Zukunft denk ich nicht. Aber eigentlich ganz automatische. Ich glaube der Körper schüttet genug Hormone oder was auch immer, aus um die Psyche zu schützen!

  • Hallo Pealine,
    Auch ich bin tripple negativ und 30 Jahre jung ... Die Angst kann ich dir auch nicht nehmen aber ich habe anfangs auch gedacht ich schaffe das nicht, mittlerweile habe ich fast alles überstanden und freue mich ab August wieder arbeiten zu können ! Auch du wirst deinen Weg finden ! Also nur Mut auch du schaffst das !!! Wenn du Fragen hast kann du mir gerne eine PN schreiben !!!


    Liebe Grüße
    Lenchen

  • Hallo pealine,


    herzlich willkommen hier im Forum der FSJ. Die Diagnose Krebs zu bekommen ist immer mit sehr viel Angst verbunden. Die Angst kann ich Dir nicht nehmen, aber Du wirst lernen mit ihr umzugehen. Wir können Dir nur Mut machen, Angst haben wir alle. Deine Geschichte erinnert mich so an meine. Ich wollte auch in Urlaub fahren genau wie Du. Es ist jetzt fünf Jahre her und ich habe schon wieder mehrere Urlaube gemacht. Ich wünsche Dir viel Kraft und einen guten Austausch.

  • Auch von mir ein herzliches willkommen hier im Forum. Diese Diagnose ja, die verändert unser Leben . Es stimmt , nichts
    ist mehr wie es vorher war . Aber wenn Du die erste Schockphase überwunden hast, wirst Du merken, dass es nicht
    unbedingt schlechter ist. So, wie Du das mit dem Radiologen beschreibst , so ähnlich ging es mir auch. Ich hatte vorher
    noch ein MRT bekommen und als es fertig war , ging der einfach raus ( hatte wahrscheinlich schon Feierabend) und
    liess mich stehen. Auf die Frage , ob er da was krankhaftes gesehen hatte , antwortete er ganz kurz ja und das war, s.
    Irgendwie hatte ich da ein kurzes Gespräch erwartet, aber nichts.
    Deine Beschreibung klingt da etwas ähnlich. Ja, die Wartezeit auf alle Ergebnisse und bis der Therapieplan erstmal steht,
    ist die schlimmste Zeit , diese Ungewissheit. Aber ich wünsche Dir , dass Du diese Zeit mit Hilfe von lieben Mitmenschen
    gut überbrückt kriegst. Frage auch vorsichtshalber nach psychoonkologischer Hilfe. Mir hatte das gut geholfen meine
    Ängste und das Ganze zu verarbeiten. Diese Unterstützung steht dir zu, natürlich wenn Du magst.
    Die Chemo und auch die anderen Therapien sind zwar nicht immer einfach , aber sie sind zu schaffen. Wenn die
    Behandlungen erstmal angefangen haben, wirst Du sehen dass die Zeit schnell vergeht und Du verlierst zunehmend die
    Angst . Hier im Forum sind auch etliche Frauen in ähnlicher Situation. Du bist nicht alleine damit und alle untersützen
    Dich , so gut es virtuell eben geht. Hab nur Vertrauen zu Dir - Du schaffst es , so wie wir hier . Ich hoffe Du bist bei
    Deinen Ärzten und Schwestern gut aufgehoben. Gegen die Nebenwirkungen von der Chemo gibt es Medikamente , man
    muss den Ärzten und Schwestern nur sagen , wenn man was braucht. Auch vor der Chemo bekommt man Medikamente
    gegen allergische Reaktionen, Übelkeit und um die Magenschleimhaut zu schützen.
    Hab auch Vertrauen in die Therapien so wie ich das hatte . Ich habe dann gedacht:Ok, es wird nicht leicht , aber wenn ich
    mitmache , dann wird mir das schon helfen. Meine Mitarbeit bestand darin, dass ich etwas mehr auf die Ernährung achtete,
    und in regelmässigem moderatem Sport. Ich machte Nordic Walking und erledigte vieles mit dem Fahrrad. Das hat mir,
    glaube ich geholfen ganz gut dirch die Behandlungen zu kommen. Meine BK - Erkrankung ist jetzt 9 Jahre her, hatte auch
    das ganze Programm- Chemo , OP, Bestrahlung. Heute geht es mir gut, und bisher ist nichts nachgekommen. Zu Beginn hätte
    ich das auch nicht geglaubt, wenn mir das jemand erzählt hatte. Die Behandlungsmöglichkeiten beim Brustkrebs sind heute
    recht gut .
    Ich hatte auch Unterstützung durch meine Freunde vom
    Lauftreff, Familie und Arbeitskollegen. Das ist natürlich auch wichtig , dass man Menschen hat , die einen unterstützen.
    So, und jetzt schicke ich Dir noch ein dickes Kraft und Mutpaket mit auf den Weg , verbunden mit Zuversicht und
    Durchhaltevermögen. Wenn Du Fragen hast , stelle sie. Hier liest immer jemand mit und eine Antwort lässt meistens nicht
    lange auf sich warten. Für die restlichen Untesuchungsergebnisse drücke ich Dir die Daumen, dass da nur ein o. B rauskommt.
    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende trotz allem :hug:
    Schreib uns wie es Dir ergeht, wenn Du magst. :)
    alesigmai52

  • uhu Pealine,


    herzlich willkommen auch von mir. Die Angst und das plötzlich die Welt Kopf steht, das kennen wir alle. Aber wenn die Therapie beginnt wird es
    b ein bisschen besser, da man das Gefühl hat "aktiv" etwas zu tun. Das ist zumindest bei mir so ;) .
    Ich bin 37 und wie Shirley triple negativ bei einem Inflammatorichen Mamma Karzenom. Ich hab am Dienstag meine sechste Chemo und dann sind es nur noch zwei. Am Anfang dachte ich, das schaffst Du nie, aber es geht. Das Einzige was heutzutage Positiv ist, dass es gute und wichtige Hilfsmittel gibt, das Ganze zu schaffen. Du kannst zwischen den Chemos zu Hause verbringen und Deine Zeit recht frei einteilen. Früher musste man ja Wochenlang im KH bleiben und man war die meiste Zeit allein.
    Aber wenn Dein Mann und Deine Tochter, sowie Deine restliche Familie zu Dir stehen, wirst Du es gut schaffen. Vielleicht könnt Ihr ja was Schönes zusammen machen oder tust Dir was Gutes, was Du schon immer machen wolltest, wo aber bisher die Zeit gefehlt hat.


    Wenn Du psychoologische Unterstützung brauchst, nimm sie auf jeden Fall in Anspruch. Ich kann das irgendwie nicht, da ich aber sehr offen mit meiner Erkrankung umgehe und ale meine Fragen solange stelle, bis ich eine verständliche Antwot habe, geht es mir gut damit. Ich bekomm von allen Seiten zu hören, dass ich so stark bin....
    Sport kann ich leider keinen machen, dafür fehlt mir die Kraft. Aber ich versuche mindestens jeden zeiten Tag eine halbe Stunde zu laufen. Das musst Du aber alles für Dich selbst ausloten. Und den Gentest würde ich Dir in jedem Fall auch empfehlen, wegen Deiner Tochter, aber auch wen dem Therapieverlauf.
    Dann wünsch ich Dir ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit. Du schaffst das!


    Liebe Grüße Elaline

  • Halli :P Hallo liebe Pealine :hug:


    sei herzlich Willkommen hier bei uns im tollen Forum, schön dass du uns so schnell gefunden hast.
    Wir werden dir in der nächsten Zeit zur Seite stehen, versuchen dich aufzubauen, Fragen zu beantworten
    und Wege aufzeigen…………… :thumbup:


    Ich hätte dir lieber ein Fibroadenome gewünscht, aber deine Ärztin und DU seid hartnäckig geblieben und DU hast
    auf dein Bauchgefühl gehört, was ich persönlich sehr wichtig finde.
    Auch bei mir hatte mal ein Arzt gesagt, das ist nichts!………ha ha…und mein Bauchgefühl und ich hatten Recht :thumbup:


    Liebe Pealine :P dein Gefühlskarussell, deine Ängste, kenne wir nur zu gut und ich kann dir nur sagen: es wird besser,
    spätestens wenn du mit deiner Therapie beginnst, denn dann kannst du aktiv gegen den Eindringling angehen.
    Die Chemo ist mittlerweile gut zu schaffen, dank Mittelchen die die Nebenwirkungen abschwächen oder gar unterdrücken.
    Du hattest noch den Haarverlust angesprochen. Auch hier gibt es mittlerweile tolle Perücken und super Kopfbedeckungen.
    Ich persönlich habe bei meinen Chemos nie eine Perücke getragen, die sahen vor 28 Jahren wirklich wie ein Wischmopp aus.
    Hatte mir pfiffige Schirmmützen usw…ausgesucht und kaum einer (die nicht von meiner Erkrankung wussten) hatte bemerkt
    warum ich die Trage….die dachten…ich habe einen Tick….hi hi hi hi :thumbsup:
    Ich gehöre auch zur BK-Fraktion.


    Wenn du gute Info und Aufklärung im Netz suchst gibt es eine sehr gute Adresse:
    http://www.krebsinformationsdienst.de
    Hier kannst du dich auch telefonisch beraten lassen, wirklich zu empfehlen!


    Liebe Pealine :P ich sende dir für die kommende Zeit ganz viel Energie, Kraft und Zuversicht. Du schaffst das,
    du bist eine starke Frau und wir sind für dich da………….. :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

  • herzlich willkommen hier im schönen Forum. Mir hat es schon sehr geholfen, auch wenn ich nicht immer aktiv dabei bin. :huh:
    Aber ich danke all den lieben Mädels die hier die anderen aufbauen. Es macht Spass zu lesen und es gibt immer jemand der antwortet.
    Denke wenn du erst mal in den Behandlungen bist werden deine Ängste nachlassen. Es ist gut zu schaffen wie man hier an all den tapferen Frauen sieht. Ich gehöre zu den Eierstock Patienten. :(
    Wünsche dir ein Wochende mit viel Ablenkung :thumbup:
    Liebe Grüsse von Anni

  • :D Hallo Pealine
    Ich kann nur bestätigen was schon gesagt wurde. Natürlich ist es ein Schockzustand und der hält auch noch einige Zeit an, zumindest war das bei mit so..
    Aber wenn erst alles läuft, sprich die ersten Untersuchungen gemacht sind, die erste Chemo überstanden ist..., hatte ich zumindest das Gefühl, es passiert etwas und es wird alles erdenkliche getan, damit der Krebs besiegt wird...
    Auch ich habe von Termin zu Termin gelebt und zumindest bis jetzt die Chemos und die OP gut überstanden.
    Du packst das schon - fühl Dich gedrückt!!

  • Hallo an alle, die mir so lieb geantwortet haben,


    vielen, vielen Dank für eure Antworten und dafür, dass ihr mir so viel Mut macht, das hilft schon ein bisschen weiter. Auf jeden Fall werde ich den Gentest machen lassen, das hatte ich schon vor, auch meine Mutter hatte Brustkrebs. Ich habe auch psychoonkologische Hilfe, aber ich muss erst sehen, was mir das bringt. Ich bin dann auch einerseits froh, wenn es endlich mit der Chemo los geht, diese Warterei macht einen ja ganz irre und wie du sagst Anni, kann man dann gegen den Eindringling aktiv vorgehen.
    Ja, vor der Chemo habe ich schon Angst, vor allem vor den Begleiterscheinungen. Aber ich will sie zu meinem Verbündeten machen im Kampf gegen das fiese Ding.
    Hat einer von euch vielleicht an einer Studie teilgenommen und hat diesbezüglich Erfahrungen? Meine Ärztin hat mir das empfohlen, aber ich weiß nicht recht, ob ich das machen soll.
    Wie ist es euch mit dem Port ergangen? Ist das sehr unangenehm? Morgen muss ich zur Onkosprechstunde, was wird da denn gemacht? Der Therapieplan festgelegt?
    Hat von euch auch jemand zuerst die Chemo bekommen und danach die OP? Wie geht es euch damit? Ich fühle mich nicht so wohl dabei, dass der Tumor noch in meinem Körper ist und jederzeit streuen kann. :(


    Also nochmals vielen lieben Dank für eure aufmunternden Worte, ich muss stark sein für meine Familie und natürlich auch für mich!!
    Pealine

  • Liebe Pealine,


    Erstmal hallo, mir hilft dieses Forum sehr hier,alle sind freundlich ,jeder versucht zu helfen. Ich habe meine Diagnose oder den Verdacht am 30.4. erhalten und es riss mir wie jeden den Boden unter den Füßen weg. Aber nach jetzt 2 Monaten der Diagnose ,fange ich trotz chemo 4x EC und dann 12x packli wieder an zu leben. Deine Frage zum Port, er hilft dir und nach ein zwei Tagen tut dir auch nichts mehr weh , also keine Angst davor. Und nun zu den Begleiterscheinungen der chemo , 3 EC habe ich hinter mir, bei den ersten beiden , hätte ich alles was es gibt, Fieber , Verstopfung und Entzündung im Mund ganz schlimm , aber Rede wenn was ist mit deinem Arzt darüber , es gibt wirklich Mittel die helfen. Ich habe bei der dritten wegen Absturz der Blutwerte eine Spritze bekommen die zwar teuer ist , aber Bombe hilft , es geht mir super im Moment und das zählt . Aber jeder Körper reagiert anders auf die chemo, also wenn du Fragen hast , dann frag immer nach und wir geben dir Tipps . Du wirst stark sein und bekommst dein Leben trotz chemo zurück .
    Sei lieb gedrückt und in Gedanken sind viele bei dir !
    Ach ja meine op ist auch erst nach der chemo und morgen ist die erste Untersuchung ob der Mitbewohner kleiner geworden ist, ich kann dann berichten , bin ja auch gespannt auf das Ergebnis !
    Liebe Grüße und viel Kraft Gaby

  • Liebe Pealine,


    ich hätte dich gern woanders kennen gelernt - aber nun eben hier.
    Es ist so wie alle sagen. Wenn du erst einmal den Plan der weiteren Behandlung kennst und es auch los geht ist es einfacher.
    Genau das haben mir die Mädels hier auch gesagt, als ich voller Ängste neu war. Und glaub mir, ich hatte so eine große Angst, ich dachte ich müsste sterben.


    Ich kenne viele Frauen, die erst Chemo bekommen haben. Aber sie werden dir das selber sagen - hier ist immer die RICHTIGE dabei.


    Alles Gute, Suse

  • Liebe pealine,
    herzlichst hallo,mach dir nicht zuviele gedanken und google bloss nicht umher,die chemo schaffst du,es gibt soviel unterstüzung von den ärzten das du nicht all zuviel nebenwirkungen haben musst...Ich denke wir sind alle so in dieser chemo angst gefangen weil es früher ja auch wirklich schlimm war,heut ist alles schon viel angepasster,du hast eine kleine maus,allein für sie und durch sie wirst du merken das es alles nichts all zu schwer ist,ich hab auch eine 11 jährige tochter und bin auch 47 aber ich bin alleinerziehend und es hat alles funktioniert...
    Wenn du die op erst danach hast ist das sehr gut,denn du kannst schauen wie die chemo das ding zerschmettert und glaub mir mit gabe der ersten chemo hat dein tumor,meiner hatte ja einen namen,genug mit sich selbst zu tun,der schmeisst dann erstmal nichts mehr.....Lies dich hier kräftig durch auch wenn es manchmal mühseelig ist für einen zu lesen obwohl man keinen freien kopf hat,aber wenn du dich grad hier durchstöberst,siehst du,das die entwicklung zu immer ruhigeren frauen geht,mir ist das aufgefallen das viele wirklich viel enstpannter werden...
    Wir helfen dir,bei all dem,du bist nicht allein....
    Fühl dich umärmelt
    Toscha

    Ohmmmmmmm,ich bin ein Glückskeks... 8| ....... 8o

  • Hallo ihr Lieben,


    danke mal wieder dafür, dass es hier immer jemanden gibt, der eine Antwort weiß und einen aufmuntern kann. Es ist eine große Hilfe, wenn man immer mal was nachfragen kann.
    Gestern habe ich gute Nachrichten bekommen, alle anderen Untersuchungen sind ohne Befund. Ich freu mich! Am Freitag soll mir der Wächterlymphknoten entfernt werden. Hat man das bei euch auch gemacht? Wie war die OP bei euch? Eine Frau hat mir gesagt, das würde man heute prophylaktisch machen, der würde immer herauskommen. Meine 1. Chemo bekomme ich erst am 6.8. Ist noch ein bisschen Zeit. Gestern hat man mir die Station gezeigt, wo die Frauen ihre Chemo bekommen, naja... hat mich nicht gerade aufgebaut. Trotzdem, die ganzen Ärztinnen und Schwestern sind wirklich sehr nett und verständnisvoll. Ich hab nächste Woche einen Termin für die Perücke, mal schauen, wie das wird. Wie ist das eigentlich mit der Hausarbeit, kann man trotzdem alles erledigen, wenn man die Chemo bekommt? Wie ist das bei euch?
    Liebe Grüße an alle
    Pealine

  • Ja, das mit den Wächterlymphknotenentfernungen wird heutzutage bei den meisten Frauen gemacht. Diese liegen am
    nächsten zum Tumor , wo sich dann auch zuerst Absiedlungen bilden. Somit kann festgestellt werden , ob diese
    Lymphknoten befallen sind. Wenn sie befallen sind, muss man davon ausgehen, dass auch weitere Lymphknoten befallen
    sind. Dann müssen noch mehr Lymphknoten unter der Achselhöhle entnommen werden. Wenn diese Wächterlymphknoten
    nicht befallen sind, brauchen die Lymphknoten in der Achselhöhle nicht operiert werden. Dies ist natürlich wesentlich
    schonender für die Betroffenen.


    Wenn natürlich beim Ultraschall schon gesehen wird dass schon ein Lymphknotenbefall in der Achselhöhle vorliegt ,
    werden die Wächterlymphknoten nicht entfernt. Dann werden direkt , oder je nachdem wieviele und wie die LK,s
    befallen sind alle Lymphknoten entfernt. Eventuell muss dann zuerst eine Chemo gemacht werden und dann erst OP.
    Du kannst es auch beim Krebsinformationsdienst:www.krebsinformationsdienst.de nachlesen.
    Bei mir hat man die Wächterlymphknoten nicht entfernt , weil schon im Ultraschall gesehen wurde, dass die Lymphknoten
    befallen waren. Da hat man dann zurst mit Chemo begonnen und dann erst OP. Natürlich spielten da noch andere Faktoren
    eine Rolle , weshalb ich zuerst Chemo bekam.
    Vor 9 Jahren wusste man über Die Wächterlymphknoten noch fast garnichts und so gab es diese Methode noch nicht.
    Das entwickelte sich erst in den folgenden Jahren zunehmend mehr. Heute ist das schon Standard.
    Liebe Pealine , es freut mich, dass bei den anderen Untersuchungen keine Metastasen gefunden wurden. Das ist schon
    mal positiv.
    Bei jedem wirkt die Chemo anders, der eine ist total platt, der andere kann trotzdem alles machen. Gegen die
    Nebenwirkungen der Chemo bekommst Du vor Beginn der Chemo Medikamente über Infusion und du bekommst noch
    Medikamente mit nach Hause. Zudem kann man noch selbst etwas auf homöopathischer Basis tun. Aber das sollte man
    vorher mit seinen Ärzten absprechen. Was auch ganz gut gegen Übelkeit hilft ist Ingwertee. Der ist ganz eifach selbs zu
    machen. Etwas frischen Ingwer ( Supermarkt)schälen , mit heissem Wasser übergiessen , 10Min ziehen lassen . Dann die
    ingwerstücke rausnehmen , mit Zitrone abschmecken - fertig . Davon hatte ich immer 2Tassen täglich getrunken.
    Auch frische Ananas püriert und eingefroren helfen gegen den schlechten Geschmack. Aber Vorsicht , die Ananas sollte
    nicht angewendet werden , wenn die Mundschleimhaut geschädigt ist. Dann helfen meist Mundspülungen mit Salbeitee ganz
    gut, oder man bekommt dagegen etwas verschrieben.
    Ich konnte mir mit diesen Dingen immer gut helfen. Ich war zwar die ersten zwei Tage nach der Chemo zwar müde und etwas
    sclapp, aber danach wurde es zunehmend besser . Ich konnte meinen Haushalt weiter machen . Hab mir das alles irgendwie
    aufgeteilt und immer wieder kurze Pausen eingelegt. Ach mein Nordic Walking und Spaziergänge kamen nicht zu kurz. Diese
    Zeit habe ich mir immer genommen, denn die leichte Bewegung an der frischen Luft tat mir gut und lenkte mich ab.
    Zudem baute mich das auf, da ich merkte , dass ich immer noch was konnte.
    Du wirst sehen, wenn erst mal die Chemo begonnen hat, vergeht die Zeit schnell und bald bist du mit der Chemo fertig.
    So ging es mir, obwohl ich zuerst auch nicht glauben wollte, dass es so ist. Zuerst kommt einem das unendlich vor.
    Es ist schon viel Wert dass die Ärzte und Schwestern im Krankenhaus nett sind und Du Dich dort gut betreut fühlst.


    Alles Gute, viel Mut, Kraft und Zuversicht für die Chemozeit und die weiteren Behandlungen. Wenn Du Fragen hast, frage
    ruhig und schreib uns wie es Dir ergeht , wenn Du magst.
    Liebe Grüsse :hug:
    alesigmai52