Diagnose Brustkrebs - ein herzliches Hallo

  • Hallo,


    ich bin Elke, 45 Jahre, komme aus Österreich und hab 3 Kinder.
    Seit Mai 2015 lebe ich leider mit der Diagnose Brustkrebs, trotzdem war für mich von Anfang an klar, dass ich mich nicht unterkriegen lasse, der Krebs nicht zu meinem (einzigen) Lebensinhalt werden soll und auch nicht mein Leben bestimmen darf.


    Anfang April war ich beim Radiologen, weil meine Homöopathin bei der Gesundenuntersuchung in der rechten Brust was getastet hat, wo sie aber meinte, dass es wahrscheinlich nichts Schlimmes ist, ev. nur verhärtetes Drüsengewebe.War dann auch nichts, dafür zeigte sich in der Mammographie in der linken Brust Mikrokalk, knapp 1 cm groß, BIRADS 4. Mir wurde unbedingt eine weitere Abklärung empfohlen, was ich dann auch veranlasste, es könnte sich auch noch um eine Krebsvorstufe handeln.
    In einem Brustkompetenzzentrum wurde mir eine Biopsie empfohlen, gegen die ich mich aber entschieden habe, sondern ließ mir gleich einen Termin für eine OP geben. Nach 14 ewigen Tagen, mit Hoffen und Bangen, erhielt ich dann die Diagnose Brustkrebs ....


    Seelisch hatte ich mich schon drauf eingestellt, die Ärzte haben auch gemeint, dass es sehr wahrscheinlich bösartig ist. Trotzdem bleibt natürlich die Hoffnung bis zum Schluss. Aber ich hatte Glück im Unglück, von dem 8 mm großen auffälligen Gewebe waren in einem 3 mm Bereich bösartige Zellen, ganz im Anfangsstadium und wenig aggressiv, Lymphknoten nicht befallen, also beste Heilungschancen


    Nun hat die vierte Woche mit Bestrahlungen begonnen, die ich ganz gut vertrage, Chemo brauche ich keine, allerdings da der Zelltyp hormonrezeptorpositiv ist, wurde mit Tamoxifen verschrieben. Nun habe ich nach reiflicher Überlegung entschieden diese Therapie mit den Hormonblockern nicht zu machen.


    Ja, so steht das Leben nun teilweise Kopf, manchmal ist immer noch das Gefühl da, im falschen Film zu sein. Aber ich gehe trotzdem davon aus, dass nach der Bestrahlung alles gut ist und ich diese Zeit als eine schlimme Zeit, die aber gut ausgegangen ist, abhaken kann.


    Freue mich dieses Forum zu Austausch gefunden zu haben!


    Alles Liebe und sommerliche Grüße
    Elke :)

  • liebe Amberbaum,


    schön das du unser Forum gefunden hast. Hier findest du Informationen und Tips, wenn du sie brauchst.Stell Fragen wenn du welche hast. es gibt ganz bestimmt immer ein offenes Ohr, egal ob grad Trost und Anteilnahme oder ein Spass gefragt sind. Ganz besonders gefällt mir deine Einstellung, dass du dich nicht unterkriegen lassen willst. In diesem Sinne: Herzlich Willkommen.


    LG
    Kaktus :thumbsup:

  • Liebe Amberbaum,


    herzlich willkommen hier im Forum!
    Schön, dass wir auch in unserem Nachbarland gelesen werden ;) . Aber das macht ja natürlich auch Sinn, denn die Probleme die durch eine Krebserkrankung entstehen, interessieren sich nicht für Ländergrenzen.
    Du scheinst dich ganz gut eingefuchst zu haben im Forum, und hast auch schon ein Thema zu "Pro und Contra Tamoxifen" eröffnet.
    Dann freu ich mich auf weitere Beiträge von dir und wünsche dir, dass du die Bestrahlungen weiter gut verträgst, und dein Leben nach und nach wieder in geordnetere Bahnen gerät.


    Viele Grüße
    Ally

  • Liebe Amberbaum,


    herzlich willkommen hier :) ! Ich bin auch ganz neu hier. Bei mir wurde der Brustkrebs zufällig durch eine Mammografie entdeckt, die Bestrahlungen fangen nächste Woche an.


    Wie geht es dir und vielleicht auch deiner Familie


    mit deiner Entscheidung gegen Tamoxifen und - wie kommen deine Ärzte damit klar?


    Ich bin nämlich auch gerade dabei, mich dagegen zu entscheiden.


    Herzliche Grüße und toitoitoi für die restliche Bestrahlung,


    die Musikantin

  • Auch ein liebes Hallo von mir . Fühle Dich hier wohl im Forum, stelle Deine Fragen oder schreibe , wenn Du magst.
    Vieles kannst Du hier schon in den verschiedenen Threads nachlesen. Super, dass Du keine Chemo brauchst. Aber zuerst
    wenn man die Diagnose erfährt ist die Angst immer da , egal ob erst im Anfangsstadium oder weiter fortgeschritten.
    Das weiss man ja zu Beginn nicht , sondern erfährt es erst wenn alle Untersuchungsergebnisse da sind.
    Wünsche Dir noch alles Gute für die Bestrahlungen, wenig Nebenwirkungen.
    Liebe Grüsse
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Danke für die Willkommensgrüße! :)


    Hab mal ein nettes Bild gesehen mit einem Text, der mir sehr gefallen hat, wenn einem das Leben mal Steine in den Weg legt. Aufstehen, Krone zurechtrücken und weiter gehen!


    Österreich ist einfach zu klein, in den Foren tut sich meist nicht viel, drum greif ich auf euch zurück, ja und der Krebs macht leider nirgends halt ...


    Die Bestrahlungen vertrage ich ganz gut, lege jeden Tag Topfen (Quark) auf und creme mich mit Calendula-Salbe ein. Hab auch keine Müdigkeit, wie sie oft beschrieben wird und wenn, dann liegt das wohl eher an der Hitze, die mir phasenweise echt zu schaffen macht. Aber da gehts im Moment vielen so.


    Bezüglich Tamoxifen hab ich mit dem Leiter der Radio-Onkologie, wo ich die Bestrahlungen erhalte, gesprochen. Er meinte, dass bei etwas 9 % der Frauen, das Medikament eine wiederauftreten verhindert. Das erscheint mir nicht sehr viel. Er meinte dann, ich kanns ja probieren und wenn ich es nicht vertrage, dann kann ich ja wieder aufhören. So zwischen den Zeilen hörte ich da schon heraus, dass ich auch ohne ganz gute Heilungschancen habe. Das Problem ist, dass er als Schulmediziner da fast nichts anderes sagen kann ohne sich u.U. ins Wespennest zu setzen. Oder vielleicht hört frau dann auch das raus, was sie hören will ....


    Musikantin , hast du auch keine Chemo bekommen? Wie gehts dir mit der bevorstehenden Strahlentherapie und was sind deine Beweggründe die Hormontherapie nicht zu machen.


    Meine Familie unterstützt mich in meinen Entscheidungen, das hilft mir sehr!


    Liebe Grüße
    Elke

  • Liebe Elke,


    nein ich habe auch keine Chemo bekommen. Der Tumor war 16 mm groß, Zufallsentdeckung, und kein LK befallen, auch alle anderen Merkmale günstig.


    Mit der Bestrahlung sehe ich das ziemlich pragmatisch. Ich kann mir einfach gut vorstellen, dass bei der Vakuumbiopsie und der OP ein paar Zellen unterwegs in der Brust verloren gegangen sind und damit die nicht wieder neu Fuß fassen, lasse ich die Bestrahlung machen.


    Eine Rolle dabei spielt auch, dass wir seit meiner Pensionierung im Sommer im Wohnwagen leben und ich einfach meine Freiheit möchte. Wieder ins Krankenhaus gehen zu müssen, weil da wieder in absehbarer Zeit was wächst, entspricht nicht so meinen Vorstellungen von Freiheit ;).


    Herzliche Grüße nach Österreich,


    die Musikantin