Nachwehen - Probleme nach brusterhaltender OP

  • Liebe bella777 , auch bei mir wurden axilliär 3 Wächterknoten entfernt.


    Die Lymphknoten Narben an dieser Stelle werden optisch nicht so perfekt abheilen, wie die Narbe auf deiner Brust, von der wird in 12 Monaten nur noch 1 dünner Strich übrig bleiben.

    Und das wird dich dann auch nicht mehr stören.



    Bei mir bildete sich schon schnell nach der OP ein Strang über der LK Narbe und ich hab mit Hilfe eines Youtube Videos eine Übung vorsichtig jeden Abend vor dem Spiegel durch geführt, und konnte so den Strang eliminieren. Und zwar werden dabei die Handflächen seitlich an den Hinterkopf geführt und die Ellenbogen vor der Nase zusammen geführt.

    Bitte bitte nur ganz vorsichtig. Liegestütz finde ich auch 2 Wochen nach OP nicht sinnvoll.

    Das kann man vielleicht noch bei einem XA Körbchen machen und einer Tumor Größe von wenigen Millimetern.

    Wenn du dir überlegst, wie lange ein großer blauer Fleck braucht zum Heilen, dann braucht du hier mal die dreifache Geduld.


    Von Innen hab ich mir für ein paar Euro Arnika Globuli und die dazu passende Salbe geholt, die mir super geholfen haben, das sich die Hämatome und das Gewebe sortiert. Später kannst du dir von deiner Gyn mal eine Narbencreme Probe geben lassen und schauen, ob das funktioniert bei dir.

    Am Besten hilft Geduld. und die Narben werden noch etwas länger Zwacken, bei Wetterumschwüngen. Irgendwann ist es dann besser.

    Liebe Grüße

    Eli

  • Hallo Eli und Ringelblume,

    danke für Euere guten Tipps. Die Ärztin heute war nicht besonders einfühlsam. Aber immerhin ehrlich. Wenn ich euere Profile lese, sehe ich, dass ihr mit eueren Schalentieren auch schon viel mitgemacht habt.

    Ich werde als nächstes eine Bestrahlung bekommen - dabei sollen die Lymphe mitbestrahlt werden. Warum habe ich nicht begriffen, da die Wächterlymphknoten nicht befallen waren. Die Ärztin meinte, vielleicht wären sie anfangs befallen gewesen und hätten sich durch die Chemo zurück gebildet, das könnte man nicht mehr sagen. 8| Ich hatte damals eine Zweitmeinung von Regensburg, wonach sie vielleicht doch befallen aussahen. Dann könnte der Krebs durch die Lymphknoten ins Blut gestreut haben? ?( Aber wie Ringelblume sagt, es kann ja auch ganz anders enden, mit dem Ziegelstein ... Kennt ihr diese Panikattacken auch? Immer wenn mir ein Arzt in letzter Zeit etwas sagt, das sich gefährlich anhört, möchte ich am Liebsten schreiend aus der Praxis stürmen. Lg

  • Liebe bella777

    mir wurde es so erklärt, dass sie nach der Chemo erkennen, ob Lymphknoten befallen waren, weil danach immernoch Narben zu sehen wären. Leider war es bei mir so, dass die Chemo nichts genützt hat und einer von zwei Lymphknoten befallen war. Auch hier konnte man aber ersehen, dass noch kein Kapseldurchbruch vorlag. Vielleicht erklärt Dir die Strahlentherapeutin, warum die Lymphe mitbestrahlt werden soll.

    Schönes Wochenende, Ringelblume

  • Hallo Ringelblume

    Danke dir herzlich. Ich hoffe du hattest ein schönes Wochenende.

    Was bedeutet es wenn ein Lymphknoten befallen war bei dir? Was ist ein Kapsel Durchbruch? LG 8)

    Wo wären denn dir Narben dann zu sehen ? Wenn die Lymphknoten befallen gewesen wären?

  • Guten Morgen bella777

    Ich habe das so verstanden: es sind Zellen vom Tumor bis in den Lymphknoten gewandert, aber noch nicht weiter. Also kein Kapseldurchbruch. Vor der Chemo haben sie mir erklärt, dass man sehen kann ob diese Zellen danach nur noch Narbengewebe sind. Das waren sie nicht, also hat die Chemo nicht gewirkt. Deswegen bestrahlen sie jetzt die Lymphabflusswege mit. Ich hoffe, das reicht dann! Man nimmt wohl auch nicht mehr alle Lymphknoten raus, da die Patienten so Probleme mit Lymphstau bekommen.

    Hab ne schöne Woche, Ringelblume

  • BirgitDoT ,

    Zum Thema BH-Rezept hat man mir im Sanitätshaus gesagt, dass ich jedes Jahr zwei BHs verschrieben bekommen würde und alle zwei Jahre einen Badeanzug. Ich hatte auch eine brusterhaltende OP und dachte dass mir das nicht zusteht. Jedoch kann ich wegen der Narbe unterm Arm keine normalen BHs mit Bügel mehr tragen , das tut furchtbar weh, deshalb wollte ich mir einen weichen ohne Bügel zulegen. Die Mitarbeiterin im Sanitätshaus meinte , dass auf dem Rezept nur mit daraufstehen müsse dass es ein Protesten-BH sein soll ,egal ob man die Protesten braucht oder nicht. Werde ich auf jeden Fall in Anspruch nehmen, denn die BHs sind sehr teuer aber gut.

    LG Schaeflein

  • Liebe Schaeflein "Anspruch" hast Du nur, wenn Du nach einer BET eine Ausgleichsepithese brauchst oder wg. Lymphe oder Narbe einen Entlastungs-Bh oder Lymph-BH brauchst. Aber wichtig ist natürlich, was Dein Arzt aufs Rezept schreibt und wenn es die Kasse dann übernimmt, ist es auch o.k. Es gibt auch im normalen Handel mittlerweile eine gute Auswahl an BHs ohne Bügel und meist hübscher und oft günstiger als die aus dem Sanitätsgeschäft.

  • Hallo,

    bei meiner BET, die war am 22. März, wurden nur 7g Brust und 1g Sentinel entnommen.

    Ich habe alles gut vertragen, bis auf ein leichtes Serom nach ca. 1 Woche. Auch das ist wieder okay und ich kann mitlerweile sogar wieder auf dem Bauch schlafen.

    Es kann also auch sehr gut und ohne Komplikationen verlaufen. Auch rein optisch ist kein Unterschied zu vorher zu erkennen.

    Meine Gyn hat mir bei der letzten Untersuchung ebenfalls ein BH-Rezept ausgestellt. Mit der Begründung "unterschiedliche Größe"...

    Ich habe damit einen sehr schicken und hochwertigen BH "kaufen" können. Der sitzt super und ist mir in den ersten 6 Wochen auch noch wichtig, bevor da irgendwas komisch hängt oder sich in Richtungen ausbeult, die nicht gewollt sind...

    2 Rezepte pro Jahr kann ich bekommen (Badeanzug wohl auch?) und ich denke, dass werde ich auch nutzen.


    LG S.

  • Hallo zusammen,

    jetzt muss ich wieder mal nerven. Ich hab nach brusterhaltender OP im Februar immer noch Verhärtungen in der Brust. Wie ist das bei Euch ?

    Liebe Grüsse an alle🌷

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Beitrag in dieses Thema verschoben.

  • Hallo Dahlie ,


    op im Februar ist ja nun noch nicht lange her. Mir wurde damals gesagt, dass die durchtrennte Haut ein gutes Jahr braucht um zu heilen. Ich habe die Narben mit ÖL einmassiert und auch mit Cremes für die Haut nicht gespart. Muss keine teure sein. Die Narben sind jetzt nach fast 3 Jahren schön geschmeidig und die von der Lymphknotenentnahme fast garnicht mehr zu sehen. Auch die Verhärtungen sind im Laufe der Jahre verschwunden. Probleme habe ich mit den durchtrennten Nerven, da ich untern den Achseln immer noch etwas tauber bin. Merke ich aber nur beim Rasieren.


    Also nicht die Geduld verlieren.

    LG

    Kalinchen

  • Liebe Dahlie und Kalinchen ,

    meine BET war im März 2018 und ich habe auch noch verhärtete Stellen und noch etwas Wasser darin, deswegen gehe ich 1-2x in der Woche zur Lymphdrainage.

    Leider habe ich auch immer mal stechende Schmerzen, auch unter der Achsel. Die beiden Narben sehen gut aus und ich creme diese Seite mit Rad...creme ein. Seit der Bestrahlung bleibt mir das rasieren erspart;), da wächst auf beiden Seiten nichts mehr^^.

    L.g.von Amy

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: gem. Forumsregeln geändert.

  • Ich habe 2 Hämatome in der Brust. Das eine ist über die Narbe jetzt fast abgeblutet. Ich bin ganz schön erschrocken als die Wunde plötzlich aufging und alles voller Blut war . Das Hämatom sollte punktiert werden. Das ist jetzt nicht mehr nötig. Das andere Hämatom will der Arzt lassen. Ich meine dass sich da auch Druck aufbaut. Ich werde nochmal fragen, ob da auch was passieren kann.

  • Wie war es bei euch mit der Wundversorgung nach der OP? Bei mir sind die 3 Affen am Werk:

    Meine OP war am 30.04.2019, erster Verbandwechsel am Entlassungstag 03.05.2019 (vorher bei Visite Sichtkontrolle Verband, komplikationslos+Wundrand reizlos).


    06.05.2019 Termin bei Onkologin/Gyn: Wundkontrolle fast vergessen, nur auf Nachfrage, Pflaster teilweise entfernt und neues so dämlich durch Ärztin geklebt, dass ständig Schmerzen.


    07.05.2019 Hauskrankenpflege (supernette Nachbarin) macht den störenden Teil Pflaster ab, desinfiziert und schaut Wunde an, dass alles ok, neu gepflastert, Schmerzen weg.


    09.05.2019 Pflaster im Bereich Achsel verrutscht, Sch**** aber auch, ich doofe Kuh hab mich bewegt. Tel. Anfrage in Praxis (Onkologin), wer Wundversorgung macht, schmerzt und rot.

    "Wenn ich mag, kann ich ja morgen vorbeikommen, dann wechselt man das Pflaster."


    10.05.2019 nach Zerstechen der Venen im nicht operierten Arm, der Hand und beider Beine völlig aufgelöst (Füsse Schmerzen allein beim Tragen der Schuhe, laufen nur unter Schmerz) wird Pflaster entfernt ..."sieht doch alles gut aus", brauch kein Pflaster mehr. Auf meinen Einwand, dass es reibt und die Wunde schmerzt ... "Ach ja, ist rot, ich mach ein Pflaster zum Schutz drauf".


    14.05.2019 ich erfahre, wie es mit der Chemo weitergeht. Oha, Frau Dr. kommt selbst darauf, dass da eine OP war und die Wunde angeschaut werden muss ... oder vielleicht doch nur, weil ich gefragt hab, wer für die Wundversorgung zuständig ist?

    Pflaster das 1. mal seit dem 03.05.2019 vollständig entfernt, ziept ordentlich, aber ist auszuhalten. "Sieht doch gut aus!" Auf meine Frage, was wird mit dem Faden, der da rausschaut..."ach ja, den ziehen wir". Ich schau nicht hin, nicht das es vom Zuschauen schmerzt. Es zieht in der Wunde, ich gebe meinem Schmerz Raum und Schmerzenslaute von mir. "Ja, ja ... unsere Scheren meint die Schwester...Oups....entschuldigt ihre kalten Hände, als sie den Arm hochhält, geht noch nicht so gut. Die kalten Hände sind in dem Fall angenehm, dann spüre ich ein schmerzhaftes Reißen in der Wunde, nach 2-3 Versuchen ist der Faden raus. Abgedeckt wird die Wunde nicht mehr, ich bekomme Mull in die Hand gedrückt, das soll ich in den BH einlegen. Langsam wirkt die Schwerkraft, die Brust schmerzt, die gereizten Wundränder, vor allem die Stelle, an der der Faden gezogen wurde. Den BH bekomme ich kaum an, alles tut weh ... erst später wird mir bewusst, dass ich die Kühle eines Desinfektionsmittels nicht gespürt habe, Handschuhe habe ich auch nicht schnippeln gehört, hatte aber auch nicht hingeschaut.

    Nach einer Blutentnahme durch die Ärztin (Desinfektion, Handschuhe ... auch das wird mir erst später bewusst, mir tut alles weh) dackel ich raus, nur weg.


    Nach einer schmerzvollen schlaflosen Nacht (der Arm auf der operierten Seite schmerzt ) rufe ich in der Praxis an, werde auf verschreibungsfreie Mittel verwiesen. Die helfen nicht (hatte noch 2 IBU600 auf Zeiten vor dem Krebs) ... ich soll doch vorbeikommen. Ich weise wie bei meiner Frage nach Transportscheinen/Palliativpflege darauf hin, dass ich allein lebe (Mein Schatz und ich wohnen ca. 50 km voneinander entfernt und die Praxis ist etwa in der Mitte.). Ich kann nicht fahren, ich habe Schmerzen auch ohne, dass ich noch den Sicherheitsgurt über die operierte Brust lege ... dann soll ich zum Hausarzt, der aber Urlaub hat. Dann soll ich halt weiter IBU600 nehmen, die sind aber alle. Schmerzmittel habe ich nich verschrieben bekommen bei Wundschmerz. Ich donnerte den Hörer auf .... meine Kampfansage, die Gelegenheit wird sich schon bieten.


    Das Mull reizt mehr, als es schützt, meine Nachbarin rät mir, saubere Herrentaschentücher einzulegen. Außerdem, ich bin jetzt bei ihr in der Palliativpflege, lässt sie mir wirksame Schmerzmittel verschreiben. Endlich schmerzfrei bewegen ... juhuuuu, es geht mir wieder gut. Habe jetzt zwei Nächte gut geschlafen.


    Oh weh...heute ein böses Erwachen. Ich sehe, dass der Faden sich an mindestens weiteren 3 Stellen nicht zersetzt hat, so wie es in meinen Patientenunterlagen steht. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Hab natürlich Schiss, die noch mal ranzulassen, an einigen Stellen sieht es auch rot aus, aber nicht entzündet ...


    Lange Rede kurzer Sinn, ich werde bis Dienstag warten, dann kommt die Palliativärztin, nach meiner ersten Chemo. Ich hoffe, dass das noch ausreicht. Schiss habe ich schon.

    Wenn dir das Schicksal Steine in den Weg legt, heb sie auf und bau ein Schloss draus! ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt.

  • Hallo ratlos ,


    den ersten Verbandswechsel hatte ich auch erst einige Tage nach der Op. Da machte die Oberärztin Visite, die mich auch operiert hatte. Nach ihrer Aussage "Oh, das ist ja nach der Op-Verband", schließe ich mal, dass das nicht normal war.


    Ein Faden hatte sich ebenfalls nicht aufgelöst, der wurde dann bei der Nachkontrolle entfernt.

  • Hei!

    Schade wenn es so läuft. Aber mit den Restfäden kannst Du gut bis nächste Woche warten, mach Dir da keinen Kopf. Weiß gar nicht wann meine endgültig weg waren, das hat schon deutlich länger als 14 Tage gedauert. Irgendwann waren sie weg.

    Wünsche Dir weiterhin schmerzfreie Tage!

    LG friluftsliv


    __________________________________________________________________________________________________

    Man muss das Leben nicht verstehen, es reicht, wenn man sich darin zurecht findet.

  • Hallo die Damen,

    vor 3 Wochen hatte ich meine Brusterhaltende OP, alles ist bestens gelaufen, keine Schmerzen und auch sonst fühlte ich mich gut.

    Nur, leider schaut meine Brust sehr unförmig aus und zieht sich fast bis unterhalb der Achseln. Dies ist sehr störend und behindert enorm, zudem brennt es unter der Achsel. Ich möchte gern jemanden darauf schauen lassen, unabhängig des behandelten Arztes. Habt Ihr Erfahrungen mit eventuellen Gutachter?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt