Angst vor dem was kommt

  • Am 17.07 hatte ich Mammgographie, schon ein Tag später kam der Anruf. Unklarer Befund. Am 29. 07 hatte ich dann meinen nächsten Termin zum Ultraschall, und weil auch das nicht gut aussah bekam ich sofort eine Biopsie. Schon einen Tag später der nächste Anruf- bösartig. Erst mal bin ich in ein Loch gefallen. Dann hab ich mir gesagt das was da in mir drin ist will ich nicht haben. Das soll weg. Ich will das nicht haben.
    Heute war ich dann zum Gespräch, habe meine Mappe bekommen und alle Infos. Sieht wohl so aus das die linke Brust weg muss. Die Knoten sind zwar nur 1 cm groß, aber sie liegen zu weit auseinander als das man erhaltend operieren kann. Näheres erfahre ich Montag bei einem neuen Termin beim Operateur. Dort bekomme ich dann alles weitere erklärt und wohl auch meinen Termin zur OP.
    Ich habe eine Riesenangst vor dem was auf mich zukommt!
    Zuerst habe ich auch gesagt ok, dann ist die Brust halt ab. Aber ich habe mich dazu entschieden sie doch wieder aufbauen zu lassen. Irgendwie fühle ich mich ja doch noch nicht so alt als das ich sagen könnte wozu noch.
    Ich bin nur froh dass mein Mann so hinter mir steht! Er ist für mich da, stärkt mir den Rücken und hält mich in jeder Minute in der ich mal wieder heulen muss.

  • Hallo Annieholly,
    wie gut kann ich vestehen, wie du dch gerade fühlst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine BK-Diagnose einem den Boden unter den Füßen wegzieht. Aber:
    - du hast einen Mann, der dich unterstützt und
    - du hast die Möglichkeit deine Brust wieder aufbauen zu lassen.
    Natürlich wird der Weg dahin nicht einfach sein, aber du wirst im Laufe der Zeit merken, dass alles Schritt für Schritt zu meistern ist.
    Dafür wünsche ich dir ganz viel Kraft und Energie, verständisvolle Ärzte und dass du den Mut haben wirst deinen Ärzten alle Fragen zu stellen, die dir "auf der Zunge liegen".
    Liebe Grüße
    Angie

  • herzlich willkommen bei uns!


    Ja, dieses berühmt berüchtigte Loch kennen wir alle hier nur zu gut, das hat wohl (fast)keinen hier verschont. Aber alle konnten wir da auch wieder rauskrabbeln, meist mit Unterstützung von Familie, Freunden und diesem Forum und manchmal auch ganz Fremden, die unerwartet, die richtigen Worte für uns hatten :thumbup: . Die Kliniken bieten meist auch Gespräche mit einem Psychoonkologen an, was auch sehr hilfreich ist.
    Was auf dich zukommt, ist schaffbar! Gut informiert sein, hilft den meisten, aber es gibt auch Menschen, die einfach nur da durch wollen und sich keine großen Gedanken machen wollen - das ist dann auch für sie richtig.


    Hier im Forum wirst du immer Zuspruch bekommen und Tipps und "fast rund um die Uhr" ist jemand da, der dir "zuhört".


    Also nochmal herzlich willkommen und habe einen guten Austausch,
    Wölfin :)

    Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

    (Buddha, Siddhartha Gautama, ca. 563-483 v.Chr.)

  • Hallo liebe Annieholly :P


    sei herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.
    Oh ja, wie gut kann ich es nachvollziehen wie es dir geht. Montag werde ich in Gedanken bei dir sein und du wirst sehen,
    wenn du genau weißt was auf dich zukommt, wird auch deine Angst etwas schwächer…der erst Schritt ist getan um
    dieses Mistkerl zu Leibe zu rücken. Wenn deine Therapien stehen dann hast du deinen Fahrplan und du wirst sehen,
    deine Angst wird sich weiter reduzieren :thumbup:


    Schön zu lesen, dass dein Mann für dich da ist, hinter dir steht. Du hast auch die Möglichkeit, wenn du möchtest,
    das Angebot (auch vor OP) der Psychoonkologen in deiner Klinik in Anspruch zu nehmen. Die Krebsberatungsstellen
    vor Ort, oder im Nachbarort sind auch für uns/dich da.
    Du schaffst das, wir werden dich soweit es von hier aus geht unterstützen. Also, frag alles was dir auf dem Herzen liegt,
    es ist immer jemand da der mitliest und antwortet. Wir sind füreinander da :hug:


    Für die kommende Zeit schicke ich dir ein großes Paket mit Energie und Kraft,
    verschnürt mit ganz viel Zuversicht :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


    Grüßle :) ika :)

  • Liebe Anniholly,


    da Du jetzt zu Beginn der Behandlungen sozusagen "Neuland" betrittst, gibt Dir vielleicht das Faltblatt der Frauenselbsthilfe nach Krebs "Brustkrebs - was nun?" eine Orientierungshilfe. Du kannst es unter dem Link http://www.frauenselbsthilfe.d…er-Brustkrebs-Was_nun.pdf downloaden oder online lesen.


    Ich wünsche Dir einen guten Weg durch Deine Therapien!


    Viele Grüssles



    Saphira

  • Liebe Annieholly,


    dieses Loch - da war ich auch drin. Mir wurde am 11. März die linke Brust abgenommen.
    Es ging nicht anders, weil 3 Herde drin waren.
    Die OP habe ich gut überstanden und das wirst du auch.
    Weil ansonsten alles sauber war brauchte ich keine Chemo und auch keine Bestrahlungen.
    Die platte Seite ist gewöhnungsbedürftig. Mit der Epitese komme ich ganz gut zurecht.
    Wenn du Fragen hast kannst du mich gerne anpiepen.
    Wenn du am Montag erfährst wie es weiter geht wird es besser.


    Alles Gute und liebe Grüße, Suse

  • Sei herzlich willkommen hier in unserer Runde. Wir können Deine Angst alle gut verstehen. Und erst recht dass Du das
    Gefühl hast in einem tiefem Loch zu sitzen, wo man glaubt zunächst nicht mehr herauszukommen. Aber hier sind viele Arme
    die Dir gereicht werden, am nesten wir bilden eine Kette die bis zum Loch reicht , damit Du langsam da wieder rauskrabbeln
    kannst. Ja der Berg ist zu Beginn riesig erscheint, aber wenn Du das Schritt für Schritt angehst, Dich informierst und Du
    Dich erstmal auf die erste Behandlungsmassnahme konzentrierst, wird der Berg immer kleiner und alles wird für Dich
    übersichtlicher. Warte erstmal das Gespräch am Montag ab, schreibe Dir alle Fragen auf , die für Dich wichtig sind.
    Nimm am besten jemanden mit, dem Du vertraust , denn 4 Ohren hören mehr als zwei . Auch hier auf der Homepage der
    Frauenselbsthilfe nach Krebs gibt es einige gute Infos.Eine gute Infquelle für sämtliche Fragen rund um die Erkrankung
    ist der Krebsinformationsdienst: www.krebsiformationsdienst.de.Es ist toll, dass Dein Mann Dich unterstützt. Das ist schon
    mal eine wichtige Hilfe. In den Brustzentren gibt es auch die Möglichkeit der psychoonkologischen Hilfe. Das hilft Dir
    vielleicht die Ängste besser auszudrücken, zu mindern und das Ganze besser zu verarbeiten.
    Mir hatte das zu Beginn der Erkrankung sehr gut getan.Du kannst Dir mit allen Entscheidungsschritten auch Zeit lassen, vor
    allem was den Wiederaufbau der Brust betrifft.Lass Dich auch zu nichts zwingen.Du hast das Recht Dir eine zweite und
    auch dritte Meinung einzuholen.
    Gut die Therapien sind nicht einfach, aber es ist zu schaffen. Lass Dir alles gut erklären und stelle alle Fragen die Dir
    wichtig sind.
    Wünsche Dir viel Kraft , Mut , Zuversicht und Durchhaltevermögen
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo liebe Annieholly,


    nachdem ich meine Diagnose bekommen habe, hab ich schätzungsweise 2 Tage komplett durchgeheult. Toll, dass dein Mann dich so unterstützt. Alleine ist das alles wirklich schwer zu bewältigen.


    Du wirst sehen, wenn du erst mal genauer informiert bist, kannst du bestimmt besser mit der ganzen Situation umgehen.


    Für Montag wünsche ich dir alles Gute und weiterhin ganz viel Kraft. Du schaffst das!!!


    Liebe Grüße
    Cassi

  • Liebe Annieholly,


    bei wurde im Juni der Brustkrebs entdeckt und ich bin echt umgefallen, wieviel Angst in mir getobt hat. Unglaublich!


    Jetzt bin ich bei der Bestrahlung gelandet und alles ist wieder in ruhigerem Fahrwasser.


    Es ist eine richtig blöde Zeit, wirklich Schleudergang. Aber du kommst da durch!



    Wegen des Aufbaus musst du dich auch nicht sofort entscheiden. Das kannst du dir später auch noch überlegen, wenn du noch keine klare Meinung hast.


    Ich drücke dir ganz doll die Daumen für das Gespräch mit dem Chirurgen! Diese furchtbare Angst gehört leider am Anfang dazu, aber sie wird wieder kleiner werden. :hug:


    Liebe Grüße,
    die Musikantin.

  • Liebe anniholly,


    bei mir waren die Tumore beide groß und in weitem Abstand zueinander in meiner li.Brust. Ich dachte auch zunächst : jetzt kommt die Brust ab !


    Der Operateur hat sich aber dagegen entschieden und (zwar mit mehreren Schnitten)erhaltend operiert. Jetzt (war im NOV.14), nach der ganzen Behandlungsphase habe ich immer noch eine ziemlich malträtierte, aber erhaltene Brust. "Witziger"weise wird sie mal eine schönere Form haben als die andere. Das ist schade, aber im Alltag und angezogen merkt man keinen Unterschied.


    Für das Gespräch mit deinem Operateur wünsche ich dir ein Ergebnis mit dem du zufrieden bist, egal was er sagt. Die Hauptsache ist doch er erwischt alles was da nicht hin gehört.


    Auch wenn du jetzt noch voller Angst und Not bist - bald hast auch du es überstanden - hierbefindest du dich jedenfalls in bester Gesellschaft, ODER?


    LOSSI grüßt herzlich