Frage zu Tumormarker und Sorgen vor OP

  • Hallihallo,


    ich habe gerade mal meine Unterlagen sortiert und mir ist dabei der Arztbrief von meiner Diagnose in die Hände gefallen. Da habe ich gelesen, dass mein CA 15-3 Wert "nur" bei 22 lag, der CEA bei 1,2. Also beide Werte absolut im Normbereich. Nun frage ich mich ob die Bestimmung des Tumormarkers in der Nachsorge später überhaupt Sinn machen bei mir wenn diese gar nicht ansteigen...???


    Meine zweite Sorge gilt der bevorstehenden OP. Mein Tumor liegt (lag) fast direkt am Sternum. Er ist zwar durch die Chemo auf ein paar mm geschrumpft (letzter US vor 6 Wochen), aber ich mache mir doch Sorgen, dass man ihn bei der OP nicht ausreichend Sicherheitsabstand entfernen kann ;( . Eine Ärztin, die auch die Tumor ua. operiert meinte nur, man wird das dann sehen und die Lage kann man ja nun nicht ändern... War auch nicht sehr erbauend....


    Vielleicht war hier schon mal jemand in ähnlicher Situation und hat Erfahrung...



    Was muss ich eigentlich mit ins KKH nehmen??? Normale BH´s kann ich nach der OP ja wohl nicht tragen und ohne geht es auch nicht. Bei meiner Größe (70F) kriege ich nicht so einfach was kurzfristig von der Stange und wollte rechtzeitig auf die Suche gehen...



    Liebe Grüße


    Tina

  • Liebe Tina,
    viele Fragen - hier kommen schnelle Antworten:
    1. Sorge: Tumormarkerbestimmung ist bei einigen Frauen sehr verlässlich, bei anderen (wie z.B. bei mir) nicht so sehr. Die Entscheidung, ob Tumormarker mit in deine Nachsorge aufgenommen werden sollen, besprichst du am besten mit den dich behandelnden Ärzten.
    2. Sorge: Sollte eine Bestrahlung geplant sein, dann macht diese nochmals eine wichtige Arbeit am Sternum. Frage aber auch hier auf jeden Fall bei deinen Ärzten nach! ES IST DEIN RECHT SIE MIT FRAGEN ZU LÖCHERN!!!!!
    3. Wenn du brusterhaltend operiert wirst, ist ein BH ohne Bügel, am besten ein Sport -BH eine gute Lösung. Vielleicht kannst du aber auch hier nochmals auf der Station deines BZ nachfragen, die wissen schließlich am besten Bescheid.
    Viel Kraft uund Energie für deine bevorstehende OP - und natürlich sind meine Daumen für dich gedrückt! :thumbsup:
    Liebe Grüße
    Angie

  • Liebe Tina,


    mein Knoten war ganz dicht am Sternum.
    Nach der OP kam der Arzt zu mir und sagte dass er daher einen Keil schneiden musste.
    Dafür war aber alles sauber.
    Den "Keil" habe ich noch lange gemerkt, hat etwas mehr weh getan.
    Das Ergebnis war es mir wert.
    Ich denke dein Operateur wird da schon tun was erforderlich und möglich ist.


    Alles Gute für die OP und liebe Grüße, Suse

  • Hallo Tina,


    der Tumormarker scheint ja wirklich nicht sehr aussagekräftig zu sein bei dir. Aber ich glaube als wirklich verlässlich wird der in der Diagnostik eh nicht angesehen.. (Sonst würde er ja auch in der Vorsorge bestimmt werden...). Manchmal steig er sogar noch nach Behandlungsbeginn. Was aber auch nicht unbedingt etwas Wesentliches zu bedeuten hat. Am Besten fragst du das aber mal die Ärzte.


    Mein Tumor lag bei mir nah an der Brustwand, hatte diese auch befallen. Während der OP haben sie rausgeschnitten was ging und den Rest hat die Bestrahlung erledigt.
    (Wie sich im CT bei der Kontrolluntersuchung zeigte :) )
    Auch wenn die Ärztin dir das ein bisschen weniger schroff und klarer hätte erklären können, können sie wahrscheinlich wirklich erst während der OP beurteilen, was mit welchem Abstand
    entfernt werden kann und was ggf. bestrahlt werden muss.
    Dein Superbusen ist vermutlich eher ein Glücksfall, weil genug Haut, Fett und Muskel da sein wird, um das schön hinzubekommen.
    Zu dem BH kann ich garnichts sagen. Ich glaube, erst mal wirst du eh einen Verband haben. Vielleicht rufst du mal die Klinik, wenn es eine gibt, dann die Brustschwester an und fragst nach.


    Lieben Gruß
    Esma

  • Liebe Tina,
    noch zu der BH-Frage:


    Ich habe auf der Station 2 Kompressions-BH aus dem Sanitätshaus bekommen, die Rezepte hat die Chirurgin ausgestellt. Sie sitzen wie sehr feste Sport-BH's, man kann die Träger vorn mit einem Velcro-Verschluss öffnen, so dass nicht bei jeder Wundkontrolle der ganze BH abgemacht werden muss.


    Mir haben sie sehr gut getan, denn durch den festen BH bewegt sich der Busen nach der Operation nicht, wenn man sich im Bett umdreht oder auch etwas flotter geht. In den ersten Wochen waren der "wogende Busen" schon noch schmerzhaft. Ich habe die BH's vier Wochen getragen, jetzt ist alles in Ordnung.


    Die Tumormarker wurden bei mir überhaupt nicht bestimmt. Das hat mich in einer Uni-Klinik ziemlich gewundert und ich habe meine Ärztin darauf angesprochen. Sie sagte, dass die Tumormarker nicht genügend Aussagekraft haben und sie deshalb dort gar nicht mehr bestimmt werden.


    Alles, alles Gute für die OP! :hug:
    die Musikantin

  • Hallo Musikantin,


    danke für deine Antwort. Hatte jetzt nochmal im bz nachgefragt. Ich soll mir sport bhs mitbringen die gut halt geben. Also da kommt wohl niemand extra. Hab mir jetzt welche besorgt. Nächste woche soll es soweit sein.


    LG
    Tina

  • Hallo ihr Lieben,


    obwohl mein tumormarker ja zur Diagnose im normbereich gelegen hat (22), ist er zwei wochen nach chemoende nun bei 48! Da mache ich mir jetzt doch sorgen wie das sein kann? Er müsste doch jetzt normal sein? Zusätzlich habe ich ja seit der letzten chemo ständig erhohte Temperatur ohne das ein grund ersichtlich ist außer vielleicht einem kleinen schnupfen. Bedingt das eine vielleicht das andere? Und was was? Die Ärzte haben das gar nicht weiter erwähnt. Ich habe es nur in der Akte gelesen.


    Außerdem brauche ich jetzt auch mal eure daumen. Soll morgen brusterhaltend operiert werden und bekomme jetzt langsam angst auch vor den pathologischen befunden besonders der lk (3 wächter waren befallen).


    LG
    Tina

  • Da drück ich dir für morgen auf jeden fall meine daumen :thumbup: :thumbup:
    ja das mit dem tumormarker ist nicht so einfach. mein hausarzt hat mir da letztens gesagt, dass manche den haben und manche nicht. wenn man den hat kann man ihn gut für die nachsorge nehmen. vor allem bei uns eierstock patienten, da es im bauchraum sehr schwer zu erkennen ist. Wenn er bei dir vor der chemo unten war, dann wird das jetzt sicher nur eine andere entzündung in deinem körper sein, wodurch er etwas angestiegen ist. es ist ja ein entzündungswert dieser marker. und wenn deine ärzte das nicht erwähnt haben sicher harmlos. der wert mit 48 ist ja immer noch fast im normal bereich.
    aber wenn du beunruhigt bist sprich deine ärzte darauf an.
    wünsche dir alles gute und daumen sind gedrückt :thumbup: :thumbup:
    lg anni

  • hier kommen schon meine Daumen :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    und ich drücke auch gaaaanz feste!


    Ich wurde vor 2 Jahren brusterhaltend operiert und hatte einen befallenen Wächter-L.,
    erhielt Strahlentherapie und nehme seither Aromatasehemmer.
    Habe beides gut vertragen, bzw. vertrage es gut!
    Mein Tumormarker wird in der Nachsorge nicht bestimmt.


    Ich denk an dich und wünsch dir viel Zuversicht, eine erfolgreiche OP und so gute Ergebnisse wie möglich!
    :hug: :thumbsup: Mohnblume

    Eine Tür ist selten ganz verschlossen.
    Manchmal muss man nur den passenden Zeitpunkt zum Anklopfen finden!

  • Liebe Tina ,
    auch ich wünsche dir für morgen alles gute .
    Ich bin im März Brusterhaltend Operiert worden .Leider hatte ich das Pech das sie mir 37 Lymphen haben weg nehmen müssen, dadurch bedingt habe ich eine sehr große Narbe . Im Krankenhaus hat man mir auch meinen Normalen BH angezogen nach der Op . Als ich nach gut 9 Tagen entlassen und am nächsten Tag zur Kontrolle bei meinem Onko war hat er mich direkt ins Sanitätshaus geschickt mit Rezept für zwei Kompressions Bh´s und ich muss sagen ich habe sie als sehr wohltuend empfunden ,da sie einer großen schweren Brust sehr viel mehr halt geben . Ganz wichtig ist es das du sie Tag und Nacht trägst ,das wirst du selber schnell merken da du dich dadurch besser bewegen kannst .Nun schicke ich dir mal ganz viele Daumen drücker für Morgen :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    alles liebe Trinchen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: "Size"-Zeichen entnommen. :-)

  • Das mit den Tumormarkern ist oft nicht so besonders zuverlässig. Deshalb werden sie in der Nachsorge von vielen Ärzten
    garnicht bestimmt. Die Tumormarker können bei akuten und chronischen Entzündungen oder auch durch manche
    Medikamente erhöht sein . Es gibt leichtere Entzündungen , die unbemerkt ablaufen, auch ein Schnupfen gehört manchmal
    dazu und man nimmt das garnicht so wahr. Der Körper ist nach der Chemo noch geschwächt und er wehrt sich jetzt gegen
    die Schnupfenviren. Vielleicht ist auch die erhöhte Temperatur eine Reaktion darauf . Sonst würdest Du den Schnupfen
    nicht viel bemerken, aber jetzt so kurz nach der Chemo ist das anders.
    Ich hatte auch schon mal erhöhte Tumormarker in der Machsorge.Meine Gyn hält nicht allzuviel von Tumormarkern .
    Sie hat mich ins Krankenhaus überwiesen. Dort wurde alles untersucht und nichts gefunden. Daher kann ich Deine Angst
    auch gut verstehen. Lass Dich davon nicht runterziehen.


    Für die OP drücke ich die Daumen. Keine Angst wegen der Lymphknoten . Dass muss noch lange nicht heissen, dass noch
    mehr Lymphknoten befallen sein müssen. Aber das wird zur Sicherheit gemacht. Bei mir sind auch viele Lymphknoten
    entfernt worden. Die Beweglichkeit des Armes kommt sehr bald wieder. Normalerweise wird ab dem Tag nach der OP
    mit Physiotherapie begonnen, um die Beweglichkeit des Armes und des Schultergürtels wiederherzustellen. Dies geschieht
    langsam und schrittweise. Gegen die Schmerzen kannst Du Dir Schmerzmittel geben lassen. Bei uns z. B ist es üblich ,dass
    für die ersten Tage nach OP regelmässig ein Schmerzmittel gegeben wird. Der Schnitt heilt in der Regel problemlos.
    Aber alles braucht seine Zeit. Auch Arnica hilft gegen Schwellungen und Blutergüsse. Ein Lymphknotenbefall verschlechtert
    nicht unbedingt die Aussichten . Das wird zwar oft behauptet , aber das sind Statistiken. Bei mir mussten auch viele
    Lymphknoten entfernt werden und trotzdem geht es mir heute gut . Sicher ich muss etwas aufpassen wegen der
    erhöhten Neigung zu Lymphödem , aber das habe ich gut im Griff. Ich lasse mir regelmässig Lymphdrainage verordnen, das
    klappt problemlos .Auch ist es ratsam besonders in der ersten Zeit den betroffenen Arm etwas hochzulagern z. B auf einem
    Kissen. So habe ich das auch gemacht und tue das noch heute wenn die Arme dick werden.
    Ich hoffe dass ich Deine Angst ein bisschen mindern konnte.
    Ich schicke Dir noch ein dickes Kraft und Mutpaket mit auf den Weg.
    Liebe Grüsse und noch eine Umarmung :hug:
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Liebe Tina :P


    mach dir nicht so große Sorgen, deine TU-Marker liegen immer noch in einem Referenzbereich d.h. dieser Wert ist unbedenklich.
    Du musst bedenken dass du Chemo hattest, dein Körper war und ist immer noch im Streß. Zellen wurden getötet / geschädigt
    und diese schwimmen noch in deinem Körper herum bis diese wiederum vom körpereigenen Zellen vernichtet und
    rausgeworden werden….laienhaft beschrieben ;)
    Dann können noch andere Faktoren mit reinspielen, wie schon geschrieben wurde.


    Bei mir war vor OP meine TU-Marker sowas von niedrig und nach OP sind diese angestiegen. Mittlerweile sind sie wieder im
    Normbereich, aber nicht mehr auf dem niedrigen Wert der vor der allerersten OP bestand.


    Für morgen sind meine Daumen gedrückt :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: :thumbup:


    Grüßle :) ika :)

  • Hallo Esma,


    habe ich das richtig verstanden, dass bei dir bei der op nicht alles entfernt werden konnte und der rest dann durch die bestrahlung vernichtet wurde? Und was passiert in der zeit zwischen op u d bestrahlung? Da könnten sich doch die tumorzellen verselbständigen? Mein Ergebnis steht ja noch aus


    LG

  • Liebe Esma
    Da würde ich auf jeden Fall Deinen Arzt fragen! Mein Arzt sagte mir damals, ich dürfe alles machen ( ausser im Wasser natürlich). Meine Erfahrungen zeigten mir, dass es wichtig ist, auf den Körper zu hören. Bei mir wurde brusterhaltend operiert und danach bestrahlt. Trotzdem war durch die OP und vielleicht auch Bestrahlung die eine Oberkörperseite schwächer, was ich mit dem Rumpf kompensiert habe, was dann zu Rückenbeschwerden geführt hat. Physiotherapie hat mich wieder ins Lot gebracht. Ich würde alles anft angehen, aber der Arzt oder die Strahlentherapeuten können Dir bestimmt sagen, was Du darfst. Auf jeden Fall finde ich es auch wichtig, neben der Bestrahlung Dinge zu tun, die Spass machen! Ich wünsche Dir alles Gute!
    (Bin keine Reiterin, eine Hundefrau ;) spazieren war da kein Problem)