Psychologische Unterstützung

  • Hallo an Alle,


    nachdem ich mich durch die Therapie gekämpft hatte, sah ich mein Leben mit anderen Augen an. :S Ich wurde sehr nachdenklich über den Sinn und Zweck und merkte, dass mich diese Gedanken am normalen Leben behinderten. Da suchte ich mir eine Therapeutin für eine Gesprächstherapie und die folgenden zwei Jahre haben mir sehr geholfen. :)
    Vorhin las ich in einem Beitrag, dass auch andere diesen Weg gehen.
    Meine Nachbarin meinte: Du bist doch nicht verrückt, da musst Du doch nicht hin!


    Jetzt überlege ich eine erneute Therapie: bin ich doch verrückt? ?(

  • Liebe Gerda,


    Klar sind wir verrückt. Nur die Schreibweise ist in diesem Fall so: ver - rückt. Wir sind weggerückt von dem normalen, das alle kennen und wollen. Wir haben eine schwere Aufgabe zu bewältigen, Krebs mit allem drum und dran. Da ist man weggerückt von vielen Dingen, die vorher - vor der Diagnose - sooo wichtig zu sein schienen.
    Ich empfand mich an eine Stelle ver- rückt, an der neue Ziele wichtiger wurden. Und wie du schreibst, hab dir die Betreuung ja auch gut getan.
    Wenn du also für dich den Wunsch hast, weiter psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, ist das ein Signal in dir, dass gehört werden möchte.


    Lass die Nachbarn reden, es gibt da so ein Lied..... :D


    Wenn es für dich okay ist, teile dein Ver-rückt sein mit mir. Ich rücke mal hier und mal da, mal mit und mal ohne Hilfe. ABER: ICH RÜCKE ;)


    Viele Menschen in unserem Umfeld sehen nicht, dass ihnen das hier und da auch helfen könnte.


    liebe Grüße von
    phönix

  • Hallo,


    dieses Thema beschäftigt mich seit kurzer Zeit auch: Wie gehe ich mit der neuen Krankheit und somit mit der neuen Situation um. Ich stehe ja noch am Anfang, Diagnose habe ich , Biopsie folgt morgen und den OP -Termin erhalte ich auch morgen. In mir ist eine zunehmende Unsicherheit und ich weiß nicht wohin ich damit gehen kann. Ich befinde mich wegen einem schweren Trauma bereits in einer Traumatherapie, welche jetzt erst einmal ruht und in eine Gesprächstherapie umgewandelt wird - so meine Therapeutin(leider ist sie momentan nicht erreichbar wegen Urlaub). Aber ich bin froh eine Therapeutin zu haben.


    Ich stimme dem voll und ganz zu: wir sind ver - rückt, unsere Sichtweise dem Leben zugeordnet verrückt mit Erhalt dieser schrecklichen Diagnose. 2002 habe ich es bereits erleben müssen, ich sah das Leben - mein Leben - aus einer ganz anderen Perspektive, vieles wird so unbedeutend, was vorher so bedeutend war. Mit der Diagnose Krebs wird vieles anders, das zu verstehen und verkraften zu lernen braucht viel Kraft und Energie. Wenn man nun das Verlangen nach einer Gesprächstherapie empfindet, dann sollte jeder dem nachgehen und es machen. Was ist so schlimm daran? Ich werde jedenfalls diese Gesprächstherapie brauchen und auch in Anspruch nehmen, denn ich habe schon jetzt Schwierigkeiten mit dem Akzeptieren - da brauche ich definitiv therapeutische und auch eure Hilfe, wofür ich sehr dankbar bin diese zu erhalten.


    Vor morgen habe ich riesige Angst und noch mehr vor der OP - da bin ich sooo froh, das Forum und somit euch gefunden zu haben. Bitte macht das, was für euch wichtig und richtig ist - egal was andere Leute reden!


    Herzlichst Schlappi.

    Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.

  • Hallo Schlappi,


    Ich wünsche Dir für morgen viel Kraft. Denke immer daran, Wir sind auch noch da. Wir haben die OP hinter uns was danach kommt......... Denke auch immer daran es geht weiter auch wenn es für Dich jezt sehr schwer ist. Im Gedanken bin ich bei Dir.

  • Ich habe mal einen Vortrag einer Psychotherapeutin über "Angst" gehört. Ein paar Sachen habe ich mir gemerkt:
    - Das wirksamste Mittel gegen Angst, ist Reden mit Menschen, denen man vertraut.
    - Dazu brauchen wir Mut, uns zu öffnen.
    - Dieser Mut ist der 1. und wichtigste Schritt zur Verkleinerung der Angst. Davor hat die Angst am meisten Angst, dass man ihr entgegentritt, sie benennt, hinterfragt, analysiert.


    Mir hilft es tatsächlich, mir meine Angst einfach mal genauer anzusehen und sie in Einzelteile zu zerlegen, die ich dann besser verarbeiten kann.
    Am besten geht das natürlich im Gespräch mit lieben Menschen oder Profis. :)


    Aber das habt ihr ja alle schon selbst rausgefunden. :thumbup:


    Gerda, du bist nicht verrückt, sondern schlau, denn du sorgst für dich!


    Schlappi, ich denk an dich morgen. Du schaffst das :!:


    Liebe Grüße
    die Jo

  • Klar sind wir verrückt! Und zwar in einem ganz positiven Sinn. Verrückt-sein ist nämlich gar nicht so negativ, wie wir das immer denken.


    Ich glaube sowieso, dass die "Normalen" viel schlimmer sind... :D


    Das mit der Angst vor der Angst ist super! Ist eine systemische Herangehensweise (kurz vor meiner Diagnose hab ich das in einer Fortbildung gelernt und dachte, ich hab alles vergessen :S ). Verfolgen wir den Ansatz weiter, kann das sehr hilfreich sein. Ich glaube, ich hole mal die Unterlagen raus... :rolleyes:


    Vor knapp 3 Jahren wurde ich krank und bis heute habe ich keine psychologische Unterstützung, die ich mir so sehr erhofft habe.
    Aber ich stehe auf Wartelisten, ist das nicht toll???
    Es ist eine große Stärke, sich Unterstützung zu holen, wenn es alleine nicht mehr geht. Keine und keiner sollte sich jemals etwas anderes einreden lassen! Ich werde unheimlich wütend, wenn ich sowas höre.
    Überlegt mal, wer alles therapeutische/psychologische Unterstützung bekommt! Ich möchte kein "Schubladen-Denken" provozieren, aber manchmal krieg ich einen unheimlichen Hals! Ich weiß leider, wovon ich rede, denn ich bin selbst eine "Helferin" und das macht es nicht eben leichter. Ich werde mit einer potentiell tödlichen Krankheit konfrontiert und muss mir selbst helfen? Weil die Therapieplätze alle auf lange Sicht vergeben sind? Ich will damit bestimmt nicht sagen, dass ich wichtiger bin als andere (ich nehme mich nämlich gar nicht so wichtig!), aber ich will damit sagen, dass es verschieden gelagerte Prioritäten gibt und eine Krebserkrankung und die damit verbundenen Folgen haben zumindest für mich sagen wir mal hohe Priorität. Wie übrigens alle ernsten Erkrankungen!
    Und der Gipfel ist, dass ich mir z. T. anhören musste: Du zu einer Therapie? Das kannst Du doch selbst!


    Oh mann...da fehlen mir die Worte. Und das von Leuten, die niemals zugeben würden, dass sie mit einigen Dingen des Lebens nicht zurecht kommen und erst recht nicht krank sind!
    Sich Unterstützung zu holen ist richtig und wichtig.


    Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin,
    die meisten Leute haben ja gar nichts Böses im Sinn.
    Es ist ihr eintöniges Leben, was sie quält
    und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt..
    ("Die Ärzte") :D


    LG,
    Nicole

  • Hallo,


    nach einem harten Schicksalschlag habe ich mir auch Hilfe geholt. Nach meiner Diagnose Krebs, wollte ich auch keine Gespräche mehr. Heute denke ich : hätte ich es doch für mich in Anspruch genommen- .. die Zeit heilt nicht alle Wunden. Auch die Familie kann das nicht immer hören, was mich belastet. Es ist immer sinnvoll Hilfe anzunehmen. Es gibt Tage da geht es mir gut, aber heute,.......habe mal wieder eine Todesanzeige gelesen von einer guten Bekannten. Es zieht mich dann immer wieder runter und die Angst ist wieder da. Es kommt dan ganz plözlich. Sicherlich kennt Ihr das? Meine Gedaken stellen alles in Frage den Sinn des Lebens und und.......Zum Glück gibt es immer Menschen, denen es gelingt, mich wieder aufzubauen, so wie hier im Forum. Ich bin nicht sichtbar das macht es aus. Ich habe dann das Gefühl ich bin nicht alleine. So ist das Leben gestern noch Helau gerufen und heute ist Trübsinn angesagt. Morgen scheint bestimmt die Sonne. Schau jetzt einmal aufs Sonnendeck, dann geht es mir bestimmt besser. :(

  • Ich hole das Thema mal wieder aus der Versenkung, denn ich finde, es ist zu wichtig, als dass es irgendwo dahin dümpelt...


    Leider passiert das hier oft, dass Themen kurz "oben" stehen und beachtet werden und dann nach "unten" rutschen und nicht mehr beachtet werden.


    Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr gemacht habt mit den Wartelisten bei Psychologen und wie ihr Euch in dieser Zeit selbst geholfen habt.
    Ich freue mich wie immer über regen und kritischen Austausch! :)


    Liebe Grüße,
    Nicole

  • Hallo Nicole,
    ich hatte damals eine Gruppentherapie mitgemacht. Dort hatte ich nette Leute kennen gelerrnt und mir hatte es gut getan. Später bin ich dann zur Selbsthilfegruppe gegangen, wo ich mich auch heute noch sehr wohl fühle und mich immer vorher schon auf diesen Tag freue :thumbup:


    (Ich muß aber gestehen, daß ich mich vor diesen langen Wartezeiten auch gescheut hatte und mich deshalb gar nicht erst angemeldet hatte.)


    Ich drücke beide Daumen, daß Du nicht mehr so lange warten mußt.


    nikita

  • Hallo Nicole,


    Wartelisten sind mir auch begegnet, auf der Suche nach psychoonkologischer Unterstützung, 6 Monate Wartezeit fast normal, oder die schlichte Aussage, wir können im Moment keine neuen Patienten annehmen. :thumbdown:
    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Krebsberatungsstelle bei uns in der Stadt gemacht, gerade zur Überbrückung von Wartezeiträumen ideal, dort bekam ich schnelle und kompetente Hilfe. Anschließend wurde ich in eine Selbsthilfegruppe vermittelt und da fühle ich mich heute noch sehr gut aufgehoben. :) Wobei ich dazu sagen muss, dass ich bei meinem 1. Besuch in der Krebsberatungsstelle noch gesagt habe, Selbsthilfe wäre nichts für mich. Ja so geht's manchmal im Leben, mir geht's damit auf jeden Fall gut. :thumbup:


    LG
    die Jo

  • Hallo Ihr alle,


    über das Thema "pschoonkologische Betreuung" könnte ich mich fürchterlich aufregen. Überall wird propagiert, wie gut Krebspatienten doch psychologisch betreut werden. Dass Psychoonkologen zur Verfügung stehen, die über den Schock der Diagnose hinweghelfen. Aber die Realität sieht ganz anders aus! :cursing: Man hat das psychische Tief, wird dann, wenn es gut läuft, auf eine Warteliste gesetzt, wartet sechs Monate auf einen Termin und ist in der Zwischenzeit einfach alleingelassen. :thumbdown:


    Ich habe mich - wie Jo - mit Hilfe einer Krebsberatungsstelle über die erste Zeit nach meiner Diagnose gerettet. Dann hatte ich das Glück, eine gute Psychologin zu finden, die mir auch sehr geholfen hat.


    Jetzt ist aber das Kontingent an genehmigten Therapiestunden ausgeschöpft und weitere werden von der Krankenkasse nicht genehmigt (außer bei Inanspruchnahme einer anderen Therapieart). Wenn jetzt die Sorgen und Ängste wieder hochkommen, muss ich sehen, wie ich alleine zurechtkomme. Denn es fehlt mir einfach die Kraft, einen Psychologen zu suchen, das Wartelisten-Spiel zu spielen und dann während der Probesitzungen vielleicht noch festzustellen, dass die Wellenlänge nicht stimmt. Jetzt mogle ich mich eben irgendwie durch. Und wenn es ganz schlimm ist mit den Ängsten, dann hilft mir - wie am Anfang - die Krebsberatungsstelle weiter. Ein Glück, dass es so eine Einrichtung gibt!


    Grüße
    Tubi

  • Es ist doch zum Mäuse melken, oder?
    Ich stehe auch schon seit 9 Monaten auf drei Wartelisten...bei "normalen" Psychologinnen, denn von Psychoonkologen wollen wir ja mal gar nicht erst reden!!!
    Das ist doch ein Fehler im System!
    Wenn man bedenkt, wie rasant z.B. Depressionen in den letzten Jahren zugenommen haben, so frage ich mich, ob das nicht wahrgenommen wird oder schlicht und ergreifend unter den Teppich gekehrt wird.
    Schon als nicht Krebskranke habe ich diesen Zustand zur Kenntnis genommen und mich geärgert. Als "Betroffene" sehe ich das natürlich jetzt nochmal etwas anders.
    Ich finde es beschämend und es trägt nicht gerade zur "Entstigmatisierung" dieses Themas bei (wo sowieso noch einiges an Arbeit geleistet werden müsste!).


    Ob es wohl etwas bringen würde, an geeigneten Stellen zu protestieren? Denn wenn alle nur vor sich hinklagen, wird sich nichts ändern...


    Liebe Grüße,
    Nicole

  • ...hallo an alle... :D


    ...da kann ich nur zustimmen: ich fühlte mich anfangs auch sehr allein gelassen, informationen musste ich alle selbst suchen und finden, da müsste sich mal etwas ändern... :( ...


    ...in manchen bereichen gibt es schon hinweise auf die psychoonkologie und andere hilfen, wie krebsberatungsstellen oder der selbsthilfe, aber da muss noch viel aufklärung geschehen...in der urologie sieht es noch sehr mager aus, informationen, auch auf nachfrage, habe ich dort nicht bekommen... :( ...


    ...hilfe habe ich dann durch unsere krebsberatungsstelle bekommen...dadurch bin ich auch zur selbsthilfe gekommen... :) ...


    ...habe dann, nach wartezeit, eine therapie gemacht und war in einer tagesklinik... :) ...das hat mir weitergeholfen... :) ...dadurch habe ich gutes handwerkszeug bekommen und kann jetzt in schwierigen und traurigen situationen gut reagieren, damit ich nicht wieder in ein loch falle... :) ...


    ...die wartezeiten dürften nicht sein, da muss noch viel geschehen... :!: :!: :!:


    ...es ist wichtig, sich auf eine warteliste setzen zulassen, damit man, wenn auch spät, eine therapie bekommt...tut man das nicht, hat man NIE eine therapie...und das kann stillstand bedeuten... :!:

    liebe grüsse aussem ruhrpott von elefant :thumbsup:


    DER MENSCH IST DIE BESTE MEDIZIN DES MENSCHEN


    (aus Nigeria)

  • Hallo Ihr Lieben,


    damals, frisch nach meiner Erkrankung hatte ich das Glück, dass bei uns eine neue Psychologin ihre Praxis eröffnete. Juchhuu, ich bekam sofort Hilfe. Jetzt habe ich schon zweimal "Nachschlag" geholt, denn nach zwei Jahren Pause darf ich wieder hin.
    Krebsberatungsstellen sind eine super Adresse mit guten Leuten, aber hier bei uns gibt es so etwas nicht, bis zur nächsten sind es ca. 40 Minuten. Und da die natürlich einen großen Raum abdecken, haben auch die schon Wartezeiten.
    und so etwas ist ÄTZEND.

    Liebe Grüße aus dem wunderschönen Hessenland, heidih57



    Glück liegt nicht darin, dass man tut, was man mag,
    sondern dass man mag, was man tut.
    James Matthew Barrie

  • Jetzt muss ich dieses Thema doch nochmal aus der Versenkung holen. In der Ärztezeitung habe ich folgenden Beitrag zum Thema "Wartezeiten" gefunden:


    http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/psychotherapie/article/836411/psychotherapie-kassen-wollen-wartezeiten-verkuerzen.html?sh=6&h=195286116


    Ob bei diesen Anstrengungen wohl ein Ergebnis erzielt wird, das im Sinne der Betroffenen ist?


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Wartezeit für ein Erstgespräch durchschnittlich drei Monate???


    Da kann ich ja nur müde lächeln...
    Da siehst man doch mal wieder, wie sehr Theorie und Praxis auseinander klaffen, oder? :evil:


    Aber wisst ihr was? Nachdem ich jetzt mehr als neun Monate (!) auf ein Erstgespräch gewartet habe, habe ich nun gleich zwei.
    Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht... ;)


    Na ja, ich freu mich jetzt erst einmal. :D


    Liebe Grüße,
    Nicole

  • Hier habe ich evtl. Glück. :)
    Mein 1. Versuch gestern, mich auf eine Warteliste für ein Erstgespräch setzen zu lassen, endete mit einem Termin am 29.04.13.
    Ich könnte noch viele gedrückte Daumen brauchen, dass daraus auch "kurzfristig" Termine für eine Therapie erfolgen. :S


    Liebe Grüße
    Romy42



    Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
    (G.Ch.Lichtenberg)

  • @ Nicole
    Das ist ja eine gute Nachricht, dass Du jetzt endlich mal Termine für ein Erstgespräch hast. ich drücke Dir die Daumen, dass es dann auch mit Anschlussterminen klappt.


    Romy
    Du hattest wirklich Glück, dass Du so schnell einen Termin bekommen hast. Ich wünsche Dir, dass Dich das Glück auch weiter begleitet und dass es ganz schnell,weitere Termine für Dich gibt.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  • Hallo Flora,
    Deine Wünsche haben mir Glück gebracht. Heute rief mich die Therapeutin an und meinte, ich könnte doch schon am kommenden Montag kommen, da jemand abgesprungen ist. Ist das nicht toll? Ich freue mich und hoffe, dass es dann wirklich weitergeht. (Oder kann die Therapie dann auch erst in ein paar Monaten beginnen? - Kann mir das jemand beantworten? - Habe noch nie eine Therapie gemacht.)


    Allen anderen wünsche ich auch, dass Ihr bald einen Termin bekommt.


    (Ich bin ein bisschen beschämt :S )


    Liebe Grüße
    Romy

    Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen.
    (G.Ch.Lichtenberg)

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  • Hallo Romy,


    das Erstgespräch dient zuerst einmal dem "gegenseitigen Kennenlernen". Denn in der Psychotherapie ist es wichtig, dass man mit dem Therapeuten "klarkommt". Am Ende dieses Gesprächs wird Dir die Psychologin also vermutlich die Frage stellen, ob Du Dir eine Therapie bei ihr vorstellen kannst.


    Im Anschluss werden dann, im Normalfall ohne längere Wartezeit, Termine für sogenannte "probatorische Sitzungen" (zumeist vier bis fünf Termine) vereinbart. Diese dienen nochmals der Prüfung, ob die Chemie zwischen Dir und Deinem Therapeuten stimmt und ob Du Dir vorstellen kannst, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzuarbeiten. Erst dann folgt der Antrag an die Krankenkasse, die daraufhin ein gewisses Kontingent an Sitzungen freigibt. Keine Sorge, diesen Antrag musst nicht Du stellen, das erledigt Dein Therapeut.


    Konkret bedeutet das für Dich, dass Du sowohl nach dem Erstgespräch wie auch nach den sog. probatorischen Sitzungen sagen kannst: "nein, dieser Therapeut passt nicht zu mir - ich muss nochmal auf die Suche gehen.", ohne dass dadurch die Kostenübernahme durch die Krankenkasse für die Therapie bei einem anderen Psychologen beeinflusst wird.


    Natürlich wünsche ich Dir, dass es auf Anhieb zwischen Dir und der Psychologin klappt!


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.