Frühe Wechseljahre, Wechseljahrsbeschwerden, Hormontherapie?

  • Hallo, noch einmal kurz meine Vorgeschichte: Endometriumkarzinom (Adenokarzinom Typ 1, hormonpositiv), T1G2. Im Nov.14 Radikal OP, Entfernung Gebärmutter,Eierstöcke,Eileiter.
    Jetzt seit einigen Monaten Wechseljahresbeschwerden: Schweißausbrüche,Hitzewallungen,Schlafstörungen, die Nerven liegen auch blank. Habe geduldig auf Besserung gewartet ohne Erfolg und die schlaflosen Nächte zehren an mir. Bin ungeduldig bei der Arbeit, reizbar oder den Tränen nahe. Beim üblichen Nachsorgetermin habe ich dann meinen Gyn angesprochen, der mir sagte, dass ich durch mein Übergewicht ohnehin ein 40 % erhöhtes Risiko trage, an Brustkrebs zu erkranken und dass eine Hormongabe das nur um 2 % erhöhen würde. Phytohormone seien auch keine Alternative, da diese das gleiche Risiko in sich tragen. Aufgrund meines - sichtbar - desolaten Zustandes würde er mir dazu raten, die Hormone zu nehmen, um die Lebensqualität wieder herzustellen.
    Heute habe ich nun den Krebsinformationsdienst angerufen und mich hierzu beraten lassen. Die Studien zeigen durch Hormongabe kein erhöhtes Rezidivrisiko. In Bezug auf den Brustkrebs konnte man mir nichts Eindeutiges sagen, da die Testteilnehmerinnen gesund waren, d.h. keinen vorherigen Krebs hatten.


    Was tun? Ich weiß nicht mehr weiter ... mein Gefühl rät mir zwar ab, irgendetwas zu tun, was auch nur leicht das erneute Krebsrisiko erhöhen kann, aber so wie jetzt geht es auch nicht weiter. Bin nur noch ein Nervenbündel mit dunklen Ringen unter den Augen (vom Schlafmangel) und fühle mich echt mies.


    Ich weiß, dass ihr da auch keine konkrete Empfehlung geben könnt, würde aber einfach darum bitten, mir zu sagen, was ihr an meiner Stelle machen würdet. Vielleicht gibt es ja doch Gesichtspunkte, die ich bislang nicht berücksichtigt habe.

  • Lass Dich erst einmal drücken. :hug:


    Ich kann mir gut vorstellen , dass das ein sehr unangenehmes Gefühl und auch Situation ist. Bei mir wurde auch vor Jahren die Gebärmutter entfernt . Ich hatte auch eine Zeit lang sowas das war wie Depressionen ich war weinerlich , leicht reizbar und schlafen konnte ich auch nicht gut. Man sagte mir dass das mit den Hormonen zusammenhinge. In meinem Fall sagte die Ärztin mir , dass die Eierstöcke durch die OP gereizt werden und dann weniger Hormone produzieren. Das müsse sich wieder einpendeln.
    Sie verschrieb mir ein pflanzliches Präparat , welches bei mir mit der Zeit half. Zusätzlich half mir noch der Sport, den ich nach einer Zeit wieder aufnehmen konnte . Ich habe damals gejoggt und Gymnastik gemacht. Das habe ich 6 Wochen nach der OP wieder aufgenommen. Bis dahin machte ich oft Spaziergänge.
    Es ist erwiesen , dass moderater Sport das Krebsrisiko und das Rezidivrisiko um etwa 30% mindert. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit.
    Und Du musst ja , wenn Du ein Hormonpräparat nimmst, alle 6 Monate zur Untersuchung zu Deinem Gyn. Aber durch die Erkrankung musst Du eh häufiger zur Nachsorge bei Deinem Gyn. Da müsste der doch bemerken, wenn was nicht ok. ist. Zudem kann und sollte man seine Brust monatlich abtasten. Ich denke, da ist man halbwegs auf der sicheren Seite . Garantien gibt es natürlich keine. Aber die Lebensqualität muss stimmen . Da hat Dein Frauenarzt auch nicht ganz Unrecht. Das musst Du nochmal gemeinsam mit ihm abwägen in Deinem Fall.
    Sei ganz lieb gegrüsst und gedrückt :hug:
    alesigmai52

    Einmal editiert, zuletzt von Saphira () aus folgendem Grund: leeres Zitat entnommen.

  • Hallo kratzekatz,


    ja, das ist ein mieser Zustand. Das kenne ich noch ganz gut und ich bekam dann vor Jahren ein Hormonpräparat gegen diese Wechseljahrsbeschwerden. Das hat aus mir wieder eine Frau gemacht die am Leben mit Freude und Energieteilnehmen konnte. Ich war nie übergewichtig und bewegt habe ich mich schon immer viel. Der Gyn. behandelte auch meine Mutter, die an BK erkrankt war und inzwischen verstorben ist. Ich war regelmäßig 2xjährl. zur Vorsorge und trotzdem bekam ich Ende letzten Jahres auch die Diagnose BK. Da hatte ich den Salat. Ich wurde auch auf BRCA 1+2 getestet, aber der Krebs war eigenständig und Hormonabhängig. Ob das Medikament nun meinen BK begünstigt hat ??? Die Frage haben sich alle gestellt, aber keiner würde ohne Zweifel einfach ja sagen.


    Jetzt mache ich eine Antihormontherapie und die Wechseljahre sind wieder da - :thumbdown: so ein Mist, aber ich will gerne überleben und so nehmeich das halt in Kauf.


    Du siehst so einfach ist das nicht... Beim KID bekommst du sicher eine wertvolle Auskunft und ansonsten würde ich Nutzen und Risiko ganz offen mit dem behandelnden Gyn klären.... nicht den Kopf hängen lassen ... du findest einen Weg


    :hug: lossi grüßt dich

    Die Pflicht ruft ......... sag ihr, ich ruf zurück

  • Danke für Eure Gedanken lossi und alesigmai. Sie geben beide meinen Gefühlswirrwarr im Moment wieder. Es ist so ein Bauch gegen Kopf Dilemma ... Gefühl gegen Verstand. Eigentlich bin ich immer gut damit gefahren, auf mein Bauchgefühl zu hören und das rät mir eher davon ab. Ich werde mich doch noch einmal bez. Alternativen zu der Hormoneinnahme informieren, in einer Woche habe ich Urlaub, da kann ich mich dann in Ruhe damit befassen, da ich ja nicht so unter Arbeitsdruck stehe. Hoffentlich kühlt es dann auch etwas ab, die Hitze zusammen mit den mit meinem inneren Brennofen lässt den Schweiß in Strömen fließen, da fühlt man sich schon sehr unwohl. :hot:

  • Hallo kratzekatz,


    das hört sich gut an. Urlaub ist jetzt mal gut und vermutlich verändert das deinen Zustand ja auch deutlich positiv. Ich fürchte wir brauchen auch sehr viel Geduld um den Unwägbarkeiten dieser Zustände einen -für uns- richtigen Weg zu finden...lossi

    Die Pflicht ruft ......... sag ihr, ich ruf zurück

  • Liebe Frauen,
    ich bin ganz neu im Forum und auf der Suche nach Gleichgesinnten, d.h., Frauen mit Gebärmutterkarzinom. Ich hatte im Juni 2018 eine Totaloperation, davor hatte ich eigentlich schon mit den Wechseljahren abgeschlossen (ich bin 61 Jahre), zumindest waren sie nicht mehr so belastend. Nach der OP ging es jetzt wieder los, ich empfinde es schlimmer als vorher: Schlafstörungen, langes Wachliegen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen (Richtung Depression?), Konzentrationsschwäche, schnelles Gefühl von Überforderung, Gereiztheit, und, und, und.... Es belastet mich sehr. Habt ihr einen Weg gefunden, damit umzugehen oder bleibt wirklich nur die Lösung in Form von Hormonen? Was ich nach Möglichkeit vermeiden möchte, aber wie lange ich so wie jetzt weitermachen kann, weiß ich auch nicht.

    Liebe Grüße

  • Liebe Ostsee !


    Willkommen hier im Forum! Wünsche Dir, dass Du hilfreiche Antworten bekommst!

    Ich musste vor 2 Jahren ebenfalls eine Total-OP über mich ergehen lassen. Hatte bereits vorher über mehrere Jahre Wechselbeschwerden mit zeitweise hoher Intensität. Erfreulicherweise hatte ich nach der OP ein paar Monate Ruhe diesbezüglich, aber dann setzten sie wieder voll ein. Und sie blieben X(Gott sei Dank kann ich meistens gut schlafen, aber alles andere ist heftig. Schlucke ein pflanzliches Mischpräparat mit einem kleinen Anteil Phytoöstrogen. Mehr darf ich nicht wg. Hormonwirkung auf meine Brust, laut meinem Gyn.

    Kurzum, ich versuche es mit Fassung zu tragen, was nicht immer leicht ist. Bin beruflich häufig in engerem Menschenkontakt, sodass sich die Schweißausbrüche nicht immer verbergen lassen. Abgesehen davon, dass ich mich dann am liebsten hinsetzen möchte, was auch oft nicht möglich ist. Trotzdem sehe ich es relativ. Im Verhältnis zu dem, was ich im Rahmen der Therapien ertragen musste, ist das erträglich.


    Tut mir leid, dass ich auf Deine Fragen keine besseren Antworten weiß.

    Alles Gute ML

  • Hallo liebe Ostsee,


    meine Ausgangssituation ist etwas anders. Ich habe mir die Eierstöcke vorsorglich aufgrund meiner BRCA1 Genmutation entfernen lassen. Das Resultat ist aber ähnlich, jedenfalls was den Hormonmangel betrifft.


    Ich habe relativ schnell nach der OP mit Östrogen (und Progesteron, da meine Gebärmutter nicht entfernt wurde) begonnen und habe inzwischen relativ wenig Probleme mit Wechseljahrbeschwerden und zum Glück auch nicht mit Depressionen - vielleicht ein paar Stimmungsschwankungen, aber die hatte ich bei meiner PMS auch immer ;)


    Ich glaube, die HET ist besser als ihr Ruf und vielleicht ja trotzdem eine Lösung für dich? Ich weiß jetzt nicht genau, wie stark sich das Brustkrebsrisiko erhöhen würde, aber ich glaube, das ist im niedrigen einstelligen Bereich.


    Viele Grüße


    Eirene

  • Liebe Eirene und liebe Marie Louise,


    danke für eure Antworten. Ich bin noch nicht so gut vertraut hier mit dem Forum und habe sie deshalb heute erst gefunden ;-)

    Ich war gestern bei meiner Gynäkologin und nehme jetzt erst mal ein pflanzliches Präparat, in der Hoffnung, dass es Erleichterung verschafft. Wenn nicht wird ein anderes ausprobiert, Hormone selber will sie nach Möglichkeit vermeiden. Was ich persönlich auch bevorzuge, möchte doch lieber den "natürlichen" Weg gehen, wenn es irgendwie geht.

    Bedingt durch die hormonelle Geschichte und den schlechten Schlaf ging es mir gestern echt saumäßig, habe den ganzen Tag geheult, was ich so gar nicht kenne, und sie hat mich diese Woche krank geschrieben. Das ist dann immer mit einem schlechten Gewissen verbunden. Weil mein Krebs so rechtzeitig entdeckt wurde, nicht gestreut hat und ich weder Bestrahlung noch Chemo bekommen habe, noch Medikamente nehmen muss, denke ich immer noch, dass es ja gar nicht so schlimm war und ich schon längst wieder fit und voll einsetzbar sein muss. Die Operation verdränge ich dann gedanklich völlig.

    Einerseits macht mich das auch traurig mir selbst gegenüber, andererseits kann ich nicht aus meiner Haut heraus.

    Wenn ich hier die Beiträge lese, dann bekomme ich manchmal sogar fast ein schlechtes Gewissen, dass ich mich so schlecht fühle. Echt schräg, was?

    Liebe Grüße,

    Ostsee

  • Hallo liebe Ostsee,


    ich drücke dir die Daumen, dass das Präparat deine Symptome lindert.


    Ganz ehrlich, ich hatte gar keinen Krebs und fühle mich an manchen Tagen einfach besch***.


    Natürlich gibt es leider immer Menschen, die es noch schlimmer getroffen hat. Aber du hast trotzdem einiges durchmachen müssen in der letzten Zeit. Da ist ja nicht nur das körperliche, sondern auch die Angst, die Ungewissheit die belastet. Ich finde, da darfst du natürlich auch kaputt und fertig sein, auch wenn du es vielleicht nicht ganz so schlimm erwischt hast!


    Viele Grüße und weiterhin ganz viel Kraft!


    Eirene

  • Liebe Ostsee,

    Schräg finde ich es wenn du glaubst das du nach einer Operation und Krebs die einfache Variante hast.


    Ich glaube das es keinen einfachen Krebs gibt und für jeden die Diagnose ein Schock ist. Klar ist die Verarbeitung und der Ablauf der Erkrankung unterschiedlich aber jeder hat ein gutes Päckchen zu tragen.


    Ich hoffe es geht dir jetzt mit Hilfe der pflanzlichen Präparate besser.


    Liebe Grüße

    Birgit

    Liebe Grüße

    Biggi

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    Das Wesentliche ist für manche Augen unsichtbar!

  • Liebe Ostsee ,


    ich kann mich da Biggil nur anschließen. Auch ich hätte durch eine Chemo keine Vorteile gehabt und deshalb keine bekommen, aber deswegen haben wir doch trotzdem einen großen Einschnitt in unserem Leben erfahren. Mir geht es schlechter wie vor der Erkrankung und ich kann diesen Spruch: "Anderen geht es noch schlechter" nicht mehr hören, denn wievielen Leuten geht es besser wie mir. Warum werden wir nicht mit denen verglichen?


    Ich sende dir eine:hug:und hoffe, dass es dir bald besser geht.


    LG

    Kalinchen

  • Liebe Ostsee,


    Ich habe Gebärmutterhalskrebs gehabt und auch eine Totaloperation. Ich bin so in Deinem Alter, hatte allerdings nie Wechseljahresbeschwerden, aber nach der OP gewaltig. Kalte Schweißausbrüche, Konzentrationsprobleme, alles, was Du beschreibst. Da ich aber ein halbes Jahr vorher am hormonpositven Brustkrebs operiert wurde, auch ohne Chemo, aber mit Bestrahlung, sind für mich Hormone natürlich tabu.

    Mein Leben hat sich sehr verändert, ich bin einfach nicht mehr so belastbar, das ist einfach so. Für mich aber auch schwer auszuhalten, weil ich vorher total fit war, lustvoll und sportlich, und jetzt einfach immer noch schnell ermüdbar bin. Das nach 2 Jahren.

    Und ich schließe mich Kalinchen an, ich kann den Spruch "Anderen geht es noch schlechter" auch nicht mehr hören.

    Es geht erst einmal darum, wie ich mich fühle, und das will ich nicht vergleichen. Weil ich dann auch keinen Weg daraus finden kann. So freue ich mich über jeden neuen Schritt.

    Ich bin vor der OP z.B. am Wochenende manchmal einfach so 60 km mit dem Rad gefahren, einfach, um meine Seele baumeln zu lassen. An der Elbe entlang oder einfach drauflos.

    Nach der Total-OP ging erst einmal gar nichts.

    Dann saß ich auch dem Rad und war nach ein paar Metern schon müde. Da hätte ich am liebsten alles hingeschmissen.

    Irgendwann klappten 10 km, dann 20.

    Jetzt gehen wieder 40. Ob ich an die 60km wieder rankomme, das weiß ich nicht, aber ich versuche immer nach vorne zu schauen.

    Und diese Schwitzattacken sind auch fast weg.

    Stimmungsschwankungen habe ich immer noch. Das machen aber auch die Nachsorgetermine, da werde ich immer wieder an meine Krankheit erinnert, das haut mir dann jedes Mal die gute Laune raus.


    LG

    Milli

  • Liebe Alle,


    ich hatte schon mal im Neu Dabei Themenbereich gepostet aber Lieselotte hatte mich auf die Themenseite hier hingewiesen. Nun noch einmal mein Anliegen. Vielleicht geht es einigen von Euch so ähnlich.


    Ich bin neu im Forum weil ich einige Fragen zum Umgang mit frühen Wechseljahren habe. Ich hatte Leukämie mit 19 Jahren und bin zum Glück seit Behandlung mit Chemo, Strahlentherapie und Knochenmarkstransplantation in Remission (ich bin jetzt 37). Weil nach den ganzen Behandlungen meine Periode nicht mehr wieder kam, nahm ich seit dem auf Anräten von Ärzt*innen die Pille, um meinen Zyklus zu bewahren und nicht zu früh in die Wechseljahre zu kommen. Ich hatte zwei Mal in meinen 20er Jahren versucht die Pille abzusetzen, um zu schauen, ob meine Periode wiederkommt, aber das ist nicht geschehen. Ich nahm die Pille weiter, um den Zyklus und einen geregelten Hormonhaushalt zu bewahren. Nun bin ich 37 Jahre und denke, dass ich seit rund einem halbem Jahr in der Perimenopause oder Menopause bin. Ich habe seit Juni 2019 relative hohe Stimmungsschwankungen, irrationale Ängste, Schlafstörungen, Spannungen und Konzentrationsstörungen. Vor allem die irrationalen Ängste machen mir zu schaffen und ich fühle mich sehr allein damit. Es hat ganz plötzlich angefangen, ohne Grund, mir ging es sonst gut und ich hatte auch sonst keine Problem auf Arbeit oder zu Hause. Ich habe mit meiner Gynäkologin und Hausärztin darüber gesprochen. Meine Hausärztin hatte meine Bedenken, dass die ganzen gefühlten Störungen mit meiner Periode, Pille und Krebsgeschichte zu tun haben, abgetan. Meine Gynäkologin hatte mir dann empfohlen die Pille abzusetzen. Das hat relativ gut geholfen, vor allem in dem ersten Monat danach und mich in meinem Gefühl bestätigt, dass diesen ganzen Störungen hormonell bedingt sind. Nun bin ich rund 70 Tage ohne Pille und Periode (das stört mich nicht sondern finde ich sehr praktisch) und ich habe immer noch milde Formen von Konzentrationsstörungen, übertriebenen Ängsten, Stimmungsschwankungen und Emotionalität, die ich sonst so von mir nicht kenne. Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat? Wie seid ihr damit umgegangen? Wann hat das bei Euch wieder aufgehört? Und habt ihr Ratschläge was ich dagegen tun kann? (Ich gehe schon seit Jahren regelmäßig zum Yoga und joggen und versuche mich auch vernünftig zu ernähren. Aber das scheint nicht komplett zu helfen auch wenn Yoga/Joggen für den Moment entspannt.)

  • Hallo liebe Foris, ich habe jetzt mal einen neuen Thread eröffnet, da ich nix passendes gefunden habe. Ich benötige mal ein wenig Hilfe und Rat. Ich bin inzwischen seit 2 Jahren mit allen Therapien durch bei TN. Bis vor kurzem hatte ich noch meine Spirale, diese hatte sich nun aber auf den Weg in fremde Gegenden gemacht und musste deshalb operativ entfernt werden. Nun warte ich seit September auf meine Periode um eine neue Spirale legen zu lassen. Bisher ist davon nix in Sicht. Beim letzten Besuch beim Gyn meinte der nun ich bin wohl in den Wechseljahren. Im März will er jetzt Bluttests und so machen um seinen Verdacht zu bestätigen. Da ich noch ziemlich jung bin empfiehlt er mir eine Hormontherapie. Da schrillen bei mir erstmal die Alarmglocken. Ich habe jetzt viel im Netz gesucht und tatsächlich wird das wohl bei unter 45 jährigen durch neueste Studien empfohlen. Aktuell habe ich wenig Beschwerden ein bisschen Hitzewallungwn und ein bisschen schlafe ich schlechter. Aber echt nix wildes. Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen und was habt ihr gemacht. Oder habt ihr einen Tip?


    Danke Euch für euer neues Input. LG Filly

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Ich bin mit 41 Jahren tief in den Wechseljahren gewesen. Hitzewellen waren auch da für mich normal, ansonsten hatte ich wenig Probleme. Eine Hormontherapie kam für mich absolut nicht in Frage. Nicht nur aus Angst vor den Folgen, ich habe auch tierschützerische Gründe, wenn man weiß wie die Stuten leiden müssen.


    Aber das muss jeder für sich entscheiden. Auch damals ( das ist 25 Jahre her) empfahl man aber schon Hormontherapien. Bin froh keine gemacht zu haben. Denn nun habe ich hormonabhängigen BK.

    Es lebt nur der, der lebend sich am Leben freut. -Menander der Athener


  • Ich hab als erstes auch erstmal nein gesagt.
    Bin mir aber inzwischen nicht mehr sicher, nachdem ich mir diese ganzen Studien reingezogen habe. :/

  • Hallo Filly78


    danke für den neuen thread, der mich sofort angesprochen hat: bei mir ging es auch sehr früh los mit den Wechseljahren, ich war gerade mal 42. Meine damalige Ärztin empfahl mir die Hormon- Therapie, Ich war erstmal nicht begeistert wegen der Gefahr von Brustkrebs. Aber die Hitzewallungen hatte ich sehr stark. Das war besonders schlimm und belastend für mich, und sogar peinlich. Daher habe ich doch damit begonnen, habe sie genommen, sogar noch nach der Diagnose DCIS (in 2018), genau bis 2/2019 - bis zur Diagnose hormonbedingter Brustkrebs. Die Ärztin, die den Krebs bei mir feststellte und 9x die Stanze gemacht hat, konnte das nicht verstehen. Warum haben sie die Tabletten genommen? Leider konnte ich es nicht mehr rückgängig machen. Hätte ich den Krebs auch bekommen ohne Hormontherapie? War ich selbst daran schuld, dass die Ärztin mir eine Brust abschneiden musste, mit allem was dazugehörte? Würde ich es heute anders machen? Ja. Ich rate ab von einer Hormontherapie. Besser viel Sport machen, der mildert die Beschwerden.


    Ich drücke dir die Daumen für eine gute Entscheidung.

    Alles, was ist, wie groß und gut es sei, besteht seine Zwecke und geht vorüber. Franz von Assisi

  • Liebe Filly78

    Habe gerade von dir gelesen und muss dir trotz der Uhrzeit unbedingt schreiben. Ich hatte 2008 auch einen TN, da ich nach dem stets erfahren habe, dass ich Genträger bin, habe ich mir 2017 ( mit 40) die Eierstöcke entfernen lassen. Meine Gynäkologin hat mir immer gesagt, ich darf keine Hormone mehr zu mir nehmen! So musste ich mit Wechseljahrsbeschwerden da durch ( schwitzend 😉). Leider hat mich ein Jahr später wieder der Krebs gepackt, dieses mal TN und hormonbedingt. Weiß nicht, wie es mit Hormonen gewesen wäre?! Habe aber zum zweiten Mal den Krebs besiegt und bin der Meinung, warum den Körper mit Hormonen zuschütten????

    Muss jetzt noch fünf Jahre eine Antihormontherapie machen. Halte aber lieber das Schwitzen usw. aus, als die Angst das mir der Krebs das Leben nimmt! Das ist meine Erfahrung und Meinung.... 🤷‍♀️. Alles Gute für dich

    Taci

  • Hallo Wanderin  Taci, ich danke euch für eure Meinung. Ja man steht immer wieder vor neuen Entscheidungen. Diese ganze Beschwerden sind eigentlich gar nicht so entscheidend bei der Entscheidungsfindung. Die sind bisher nur wenig ausgeprägt, wenn es so bleibt kann ich damit gut leben. Vielmehr haben mich die Ergebnisse der Studie zum zweifeln gebracht, da wird von einer Erhöhung des Risikos von Darmkrebs Herzinfarkt usw. gesprochen. Da bin ich dann auch nicht scharf drauf. Andererseits denke ich mir immer, das es bestimmt so seinen Grund hat, dass der Körper keine Hormone mehr bildet. Ist halt natürlich.