Spenderausweise

  • Vielen Dank für das hervorholen des Threads. Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich werde mich auch bei DKMS austragen, aber den Spenderausweis mit Vermerk und Datum behalten.

  • Das mit dem Organspendeausweis finde ich eine gute Idee. Hatte mir noch keine Gedanken gemacht, dass ich ja jetzt vielleicht als Organspender nicht mehr in Frage komme. Aber mit Datum und Krebserkrankung auf dem Ausweis ist eine gute Idee.


    Blut durfte ich eh schon seit Jahren nicht mehr spenden.

    Wenn die Angst anklopft, schick die Hoffnung an die Tür. 🌻

  • Tja, und da soll jeder automatisch als Organspender herhalten, der nicht wiederspricht...

    Ganz schön gefährliche Angelegenheit.

    Ich hab meine Diagnose auf meinem Spenderausweis stehen.

    LG Kirsche

  • Ich muss sagen, mich wundert das alles nicht wirklich. Auch wenn alle Ärzte immer sagen "Neeee, das gibts nicht".


    Ich hab als einzige in meiner ganzen Familie schonmal eine Blutkonserve bekommen. Als Kleinkind. Heute abs ich als einzige Krebs. Ohne genetischen Faktor. Und das, obwohl ich nie geraucht habe, nix trinke, schon immer regelmäßig Sport mache. Mit Mitte 20...

    Zufall? Ich bezweifel das. Wenn Krebs über Organe übertragen werden kann, dann soll man mir mal nachweisen, dass das übers Blut nicht möglich ist...

  • Denke schon Kajuscha, BLut genauso wie Lymphe. Bei manchen geht der Krebs per Metas ja über Blutbahnen. Das ist bei Dir allerdings krass, ich kann mir nicht vorstellen, wie Du darüber denkst, dass dein Krebs eventuell an dieser Konserve lag. Falls dem wirklich so war, Stell Dir vor, du hättest selbst Blut gespendet und es dann ohne dein Wissen auch weiter getragen.

  • Ich finde den Artikel eher reißerisch, es fehlen Belege, um es wirklich nachvolkziehen zu können. Ich arbeite in det Branche und sage euch: Lasst euch durch solche Artikel nicht verrückt machen. Die Zeitschrift F ...s arbeitet nicht besser als B ...d. Da werden Behauptungen in den Raum geschmissen ohne Recherche.

    Mag ja sein, dass das so möglich ist, aber dann sollen sie auch einen Mediziner zu Wort kommen lassen, der das erklärt.


    LG

    Milli

  • Ich find den Artikel wie gesagt interessant, zumal ich auch schon in Fachbüchern von derartigen Dingen gelesen habe (die zum Glück selten sind).


    Mich interessiert das Thema einfach. Mit Bekanntwerden meiner Diagnose bin ich als Knochebmarkspender bei der DKMS rausgeflogen. Als Blutspender gestrichen worden. Meinen Organspendeausweis, so teilte man mir mit, könne in den Müll.


    Ich fragte nach, wie lange ich denn gesperrt bin. "Lebenslang" war 3 Mal die Antwort.

    Ich habe weiter gefragt. Bei meinen Ärzten und den jeweiligen Organisationen. Ob man glaubt, ich könnte mit meinen Spenden den Krebs übertragen. "Das geht nicht", war IMMER die Antwort. Das wäre reine Vorsichtsmaßnahne, besonders auch für mich selber blablabla.


    Das ist Bu...t. Wenn ich in 40 Jahren noch Lebe, da werd ich wohl nicht sterben, weil man mir nen Beutel Blut abzapft. Man kann es einfach nicht ausschließen, dass Krebs auf diesen übertragen werden kann. Ist ja auch logisch. Ich finde es völlig nachvollziehbar, dass das geht. Man überträgt Blut und Organe mit der Spender DNA. Organe aus Milliarden Körperzellen. Wieso sollten nur die "guten" im Spender weiterleben?



    Vael

    Von den beiden Kindern, die mit mir in der Klinik damals im selben Zeitraum Konserven bekommen haben, war eins danach auch HIV-Positiv...

    Meine Eltern mussten damals extra mit mir beim Arzt zum Aidstest auflaufen, weil die Konserven nicht okay waren. Früher war man noch nicht so weit, da kamen "verseuchte" Blutkonserven leider mal vor. Wieso sollten es da nicht passieren, dass auch Krebspatienten gespendet haben? Die wussten ja evtl selber nichtmal was von ihrer Diagnose...



    Ich weiss natürlich nicht, ob mein Krebs was mit der Blutspende zutun hat. Ich werds auch nie erfahren. Aber es war direkt das, was alle in meiner Familie gedacht haben. Und ausschließen würde ich es nicht...

  • Den Artikel selbst finde ich auch nicht gut.Eine Sepsis zB kann ich mir vorstellen ist ein oft vorkommendes Problem bei Organspenden. Eine Sepsis kann leicht bei einer Entzündung im Körper ohne Leukos kommen, daher werden bei uns ja auch die Leukos so streng beurteilt.


    so wären es dann theoretisch die 3 Frauen die BK bekamen, und vielleicht hängt das mit dem Stress zusammen den diese Frauen sicher hatten, sonst wären sie nicht auf dem Tisch zur Transplantation gelangt. Eine von 8 Frauen bekommt BK. ( wenn nicht noch mehr wie ich manchmal denke).


    Aber ich kann mir dennoch gut vorstellen, dass Krebs durch Organ oder Blut transportiert wird. Wobei man sich dann wundert ob nicht auch Speichel reicht. Und das würde eine Massen Hysterie auslösen.


    Warum allerdings wir als 'gesunde' Krebsies keine Organe spenden dürfen zu jemand der sonst eventuell stirbt..ich kann mir vorstellen, jemand todkrank auf einer Warteliste nimmt jedes Herz, jede Niere. Würde ich auch.


    Da es in der Zukunft mehr und mehr Krebstote gibt, wäre eine interessante Idee, wie man deren Organe wieder verwerten kann ( sehr nüchtern geschrieben sorry). Auch wenn diese nicht am Krebs sterben sondern in einem Autounfall etc.


    Dass kein Blut gespendet werden soll finde ich ok, da man aus Fehlern wie früher mit HIV auch lernt.

  • Hallo, ich hol das Thema mal wieder vor.

    Ich hatte im November meine Brustkrebs OP und hab gestern bei den diversen Organisationen nachgefragt, wie das jetzt läuft:


    - Blut spenden darf ich nie mehr

    - DKMS hat mich aus der Kartei gestrichen

    - Organspendeausweis soll ich behalten, aber die Diagnose und Datum darauf vermerken

    Für 5 Jahre gilt erstmal eine Sperre.


    Ich finde das eigentlich erschreckend, dass ich bis vor kurzem noch zur Blutspende gegangen bin, ohne zu wissen, dass ich Krebs habe. Und wieviele Menschen es noch gibt, die nichts von ihrem Krebs wissen und Blut spenden gehen...

  • Oh ja, danke für die Erinnerung. Das werde ich morgen mal alles in Angriff nehmen und DKMS informieren. Habe auch schon vor ein paar Wochen mal dran gedacht, dass ich wohl nicht mehr für irgendwelche Spenden in Frage komme.

  • Hallo zusammen

    Kann mir jemand sage ob man nach einer Brustkrebs Erkrankung noch Blut spenden kann? Ich bekomme bei google unterschiedliche Aussagen..

    Eigentlich sagen ja alle man ist geheilt-aber sicher wissen tut man es ja dann doch nicht ob noch irgendwo Krebs Zellen sind...

    Einmal editiert, zuletzt von Ally () aus folgendem Grund: Themen zusammengeführt

  • Nö, du kannst nichts mehr spenden, nach einer Krebserkrankung kommt man nicht mehr als Spender in Frage. Ganz egal was Blut, Organe. Plasma.Weil es ja nicht sicher ist ob du noch krebs Zellen irgendwo hast.

  • Hallo Dunni,

    genau so ist es, leider😔. Ich hätte auch gerne wieder nach Beendigung meiner Therapien gespendet, da ich zudem noch eine heiss begehrte Blutgruppe habe. Aber eine Freundin, die beim DRK arbeitet hat es mir genauso bestätigt wie Force es beschrieben hat.

    Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade drauß!;)


    Wenn sich im Leben eine Tür schließt, sollte man sich manchmal lieber HAMMER und NAGEL schnappen und sicherstellen, daß das Teil auch zu bleibt.8o


    Alles, was man über das Leben lernen kann, ist in drei Worte zu fassen: ES GEHT WEITER!:thumbup: (Friedrich Schiller)

  • Hallo zusammen,


    ich hatte zum Thema Spenden - ob nun Blut oder Knochenmark oder Organe - eine etwas differenzierte Auskunft erhalten:


    * Frauen mit hormonpositivem Brustkrebs sind und bleiben von jeglicher Spende ausgeschlossen


    * Frauen mit einem triple negativem Brustkrebs sind nach einer Heilungsbewährung - mir nannte man 7 Jahre - wieder zum Spenden zugelassen


    Hanka, das könnte somit auf Dich zutreffen



    Mit erschien diese Differenzierung auch logisch nachvollziehbar; hormonpositive Frauen haben einfach eine Systemerkrankung, die zu jedem Zeitpunkt wieder aufflammen kann - was auf TN wohl so nicht zutrifft.


    (Ich bin mittlerweile aus sämtlichen Listen gestrichen und habe auch meinen Organspendeausweis entsprechend korrigiert - bitte daran denken)