Spenderausweise

  • Hallo Ihr Lieben,


    6 Monate nach meinem Befund und 3 Monate nach meiner OP bin ich gedanklich mal so einiges durchgegangen. Ich war Blutspender, habe einen Organspendeausweis bei mir getragen und war bei der DKMS registriert. Mit letzterer habe ich diese Woche bisschen hin und her geschrieben und bin jetzt aus der Kartei entfernt.
    Wenn Ihr mal den Kopf ein bisschen frei habt, denkt auch mal an diese diversen Organisationen und lasst Euch evtl. austragen. Es erspart denen die Arbeit und anderen vielleicht vergebliche Hoffnung.
    Schönes WE

  • war auch Blutspender (stand kurz vorm 50.mal) und habe einen Organspendeausweis und bin bei der DKMS registriert.
    Ich habe da meine eigene Meinung dazu. Es ist mir vollkommen klar, dass niemand mehr mein Blut bekommen soll. Total logisch. Allerdings sehe ich das bei den anderen beiden Dingen nicht so. Es gibt Menschen, die würden liebend gern Organe von an Krebs erkrankten Menschen nehmen. Immer noch besser als zu sterben. (3 Menschen am Tag wegen fehlender Spenderorgane) Und viele Blutkrebspatienten suchen vergeblich nach einem Spender. Ich glaube bei Organspende kommt es darauf an ob der Krebs akut ist oder geheilt. Ärzte entscheiden sich immer mehr dafür auch Organe von Krebspatienten zu nehmen. Also ich habe mich nur beim Blutspendedienst streichen lassen.
    Liebe Grüße Angelina

  • Hallo Angelina,


    also, die DKMS wird Dich nicht als Spender nehmen und Du bist verpflichtet zu melden, dass Du an Krebs erkrankt bist. Es mag ja sein, dass die Empfänger sagen, besser "krankes" Knochenmark, als gar keins, aber die Ärzte werden, das sicher nicht machen. Schon allein deswegen, weil sich oft bei Blutkrebspatienten nach der Gabe von Knochenmark erst einmal verschlechtert !!!


    Wie das bei Organspende ist, kann ich nicht so genau sagen. Aber ich habe meinen Ausweis weggetan, da ich persönlich nicht meine kranken Körer zur Verfügung stellen möchte. Aber ich denke, dass man das im Falle eines Falls genau überprüfen könnte, ob die Organe für andere kein Schaden darstellen......helfen, ist schön und gut, aber nicht um jeden Preis. Ich hatteauch alles....Blutspende, Organspende und Dkms, aber ich muss akzeptieren, dass ich nicht mehr helfen kann und darf, so gern ich auch möchte....

  • Ich war auch jahrelang regelmässige Blutspenderin und war auch bei der DKMS registriert. Ich habe wegen Blutspende und Organspende bei
    unseren Ärztenund beim Blutspendedienst bei uns im Ort nachgefragt . Beide sagten mir dass Blut ,Organe aber auch Knochenmark von
    Krebserkrankten nicht infrage kommt,somit auch nicht genommen wird. Die von der DKMS hatten mich angeschrieben aber aus einem
    anderem Grund wegen Adressenabgleichung und Speichelprobe usw. Ich habe dann dort angerufen und gefragt. Mein Knochenmark
    kann aufgrund meiner Krebserkrankung nicht verwendet werden und sie würden mich aus ihrer Kartei rausnehmen.Das einzige wie wir noch helfen
    können,ist durch Geldspenden, wenn es denn für einen selbst möglich ist. Ich selber finde es auch schade ,dass ich nicht mehr Blut spenden darf.
    LG alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo,
    danke für die wichtige Anregung. Auch ich habe einen Organspendeausweis und bin bei der DKMS registriert. Noch im letzten Jahr (vor Feststellung meiner Krebskrankheit) kam ich als möglicher Spender in die engere Wahl und hatte diverse Tests. Da mag ich jetzt gar nicht daran denken, was hätte geschehen können, wenn auch die letzten Werte kompatibel gewesen wären. Das würde ich auch nicht verantworten wollen, selbst wenn ein möglicher Empfänger das Risiko in Kauf nimmt. Blut habe ich lange nicht mehr gespendet, da ich Probleme mit den Venen habe und es immer eine ziemliche Quälerei für alle Beteiligten war ... an die beiden anderen Ausweise habe ich nicht mehr gedacht. Irgendwie schon traurig, dass mein Körper jetzt "wertlos" ist, mir war dieses Thema immer sehr wichtig.

  • Hallöchen zusammen :P


    jetzt gebe ich meine Senf auch noch dazu……………


    Aus der DKMS (Knochenmarkspenderdatei) werden wir Krebspatienten aus dem Register entfernt, wie auch Blutspende nicht
    mehr möglich ist.
    Ausnahme, wenn jemand eine geplante OP vor sich hat und evtl. Blutkonserven gebraucht werden. Dieser K.-Patient kann
    vorweg Blut zur eigenen Verwendung spendet. Natürlich nur, wenn der Pat. gesundheitlich in der Lage ist! Wenn die
    Bluttransfusion nicht gebraucht wird, werden diese vernichtet. Auch mit den B.-Konserven von gesunden Patienten
    würde so verfahren!


    Bei Organspende verhält es sich etwas anders! Nach 5 Jahren Rezidiv-Freiheit kann jeder von uns wieder
    als Organspender infrage kommen…..


    Wir können immer als Spender von Netzhaut in Frage kommen, da diese nicht durchblutet wird :thumbup:


    Also nicht gleich alles ausschließen :!:


    Deine Anregung, liebe Remalu, finde ich sehr gut….denn auch wir an Krebs erkrankte sollten uns Gedanken machen……


    Grüßle :) ika :)

    Lachen ist die beste Medizin,

    also verschenke jeden Tag ein Lächeln,
    es tut nicht we
    h
    :thumbsup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von ika-ulm ()

  • Liebe Elaline, ich hab das nicht verstanden, was verschlechtert sich bei "Blutkrebspatienten" nach einer Stammzellenspende? Logisch für dass die DKMS Krebspatientinnen nicht mehr nimmt (die haben bei meiner Schwester vor der Spende wirklich alles gecheckt). Mein Blut will natürlich keiner mehr - ob das für immer so ist, weiß ich nicht ... und alle meine Organe sind durch die ganzen Chemos nicht mehr so prickelnd... hmhm. Ich bin allen Spendern höchst dankbar - sie haben mir ja das Leben gerettet. Vielleicht sind es andere Dinge, die wir "zurück" geben können? Ganz liebe Grüße Wolke

  • Wichtiges Thema,


    ich lese hier, das es doch viele hier angeht. Für mich ist das ein Thema seit ich meine Tochter 1981 mit einem angeboren Schaden der Leber und Gallengänge geboren habe. Sie hat ihre Kindheit in Krankenhäusern und in ständigem Blick auf den Tod verbracht. Als sie 18 Jahre alt war passierte das schon bald unglaubliche : sie bakam eine neue Leber ! Das war am 20.2.2000 ! Seither lebt sie fast normal und ist glücklich verheiratet !


    Meinen Organspenderausweis hüte ich wie einen Augapfel. Vielleicht sind ja irgendwelche knorpeligen Teile, Gehörknöchelchen oder sonst irgendwas noch brauchbar. Es wäre mir eine Ehre !


    Lossi, sehr berührt von dem Thema ;(

  • Liebe Wolke,


    also, soweit ich weiß, werden Blutkrebspatienten bei einer Knochenmarkspende ja auf "null" gefahren. Das heißt, dass sie die ganze Zeit im Krankenhaus sein müssen und auf keinen Fall in Kontakt mit Bakterien oder ähnlichen kommen dürfen, damit Sie die Spende gut annehmen können. Aber oft ist es so, dass es sich Ihr Zustand in den ersten Tagen verschlechtert bevor Besserung eintritt........


    Liebe Ika-Ulm,


    gut zu wissen. Dann schauen wir mal, wie es in fünf Jahren dann um uns bestellt ist.... ;)

  • ja, wichtiges Thema. Und ich muss ehrlich gestehen, dass mir das alles gar nicht so präsent war/ist. Jetzt schon :whistling: . Und jetzt denke ich an das, was meine Mutter für sich organisiert hat: sie will ihren Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Dafür wäre dann mein chemoverseuchter und sonstwie suspekter Körper wohl auch noch tauglich. Werde sie gleich mal fragen, was ich dafür tun muss...


    Aaaaaber unsere Körper hegen und pflegen wir alle noch eine ganze Weile, abgemacht?!!!!

  • Ich war auch bei der DKMS und eine Knochenmarkspende ist nach einer Krebserkrankung definitiv nicht mehr möglich.
    Ich besitze meinen Organspendeausweis seit langer Zeit und bin froh vielleicht doch irgendwann einmal zu helfen.
    Vor fast 20 Jahren ist eine meiner besten Freundinnen an einem Hirntumor gestorben, da sie einen Organspendeausweis besaß, konnte sie trotzdem noch ihre Netzhaut spenden, was ich sehr beeindruckend fand und beschloss, dass ich auch Organspender werde.

  • Habe gerade dieses Thema gefunden. Die Frage mit dem Spenden habe ich mir auch gestellt. Ich habe gelesen, dass es gut ist, seine Krebserkrankung mit Monat und Jahr auf dem Organspendeausweis einzutragen. Das fand ich eine super Lösung. So weiß jeder Arzt bescheid, wenn was passiert und kann danach entscheiden. Und wir haben ein gutes Gefühl dabei. Für mich die perfekte Lösung.

  • hallöche,


    danka dass finde ich eine gute idee.
    habe seid meinem 18 geburtstag einen organspendeausweis bei mir getragen,
    auch mein mann und meine kinder haben dies so gemacht
    hatte mich auch bei der dkms streichen lassen, was mir auch sehr schwer viel, da ich bereits seit 1990 dabei war und eine ganz niedrige mitgliedsnummer hatte.
    einen organspendeausweis werde ich mir dann wieder zulegen und so verfahren, wie du geschrieben hast.
    dann weiß jeder bescheid und es kann im notfall entschieden werden.

  • Ich habe diesen Thread per Zufall gefunden, ich hatte mir noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Habe nun sofort eine Mail an die DKMS geschickt. Die Idee mit dem Datum auf dem Organspendeausweis finde ich prima, das werde ich auch machen.

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)

  • Ich bin auch bei der DKMS registriert und werde gleich eine Mail schreiben. Auf meinen Organspendeausweis habe ich einen HInweis geschrieben das ich Krebskrank bin und führe eine Kopie eines Arztbiefes mit (nur im Falle eines Falles). Das können die Ärzte entscheiden ob das geht oder nicht.

  • Ich bin echt verblüfft, wie viele Foris hier schon geschrieben haben, dass sie bei der DKMS registriert sind. Schade, dass wir nicht mehr spenden dürfen.

    Der Wein ist stark, der König stärker, die Weiber noch stärker, aber die Wahrheit am allerstärksten. (Martin Luther)