Wenn Krebs nicht die alleinige Krankheit ist. Jetzt noch eine Herz-OP

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich möchte heute gerne meine Sorgen und Ängste ansprechen, mal mein Herz ausschütten. Allerdings weiß ich nicht, wo ich sie in diesem Forum ansiedeln sollte. :S
    Vielleicht ist es ja hier richtig.


    Ich bekam Anfang dieses Jahres die Krebsdiagnose: Inflammatorischer Brustkrebs, etc. etc.. Über den Verlauf hatte ich Euch auf dem Laufenden gehalten. Bin jetzt mit den Bestrahlungen durch und hatte gehofft, dass ich mich jetzt etwas erholen könnte.


    Aber, denkste!


    Seit sieben Jahren bin ich sehr krank am Herzen, mit einer Herzschwäche und die Klappen sind undicht. Kann mich kaum belasten, deshalb habe ich nach der Strahlentherapie auch keine AHB gemacht, weil ich alldas, was so dort angeboten wird, um wieder fit zu werden,nicht wahrnehmen kann. Deshalb bekam ich auch eine andere Chemo, nämlich kein Epirubicin, sondern Carboplatin und Taxol.
    So und nun hatte ich gerade meine Kontrolluntersuchung in der Kardiologischen Ambulanz und nun sagte mir der Oberarzt, dass sie jetzt die Aortenklappe erneuern müssen. Dringend. Sie hatten das eigentlich schon während der Chemo machen wollen. Die Undichtigkeit der Klappe sei nun so groß, so dass die Gefahr besteht, dass das Herz nicht mehr richtig pumpen kann. Das Ganze bedeutet eine Operation am offenen Herzen. ;(


    Ich bin total geschockt. Da haben die Ärzte das aufgeschoben, ohne mir etwas davon zu sagen!! :hot: Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch denken soll. Ob es durch die Chemo noch schlimmer geworden ist?


    Jetzt soll alles möglichst schnell gehen. Am nächsten Montag muss ich in die Klinik und es werden die vorbereitenden Untersuchungen gemacht. Herzkatheder und ein TEE, auch Schluckecho genannt. Alles gruselige Untersuchungen.
    Ich bin nur noch fertig und am Ende meiner Kräfte.

  • Hallo Sonnenstrahl,


    ach mensch, lass dich virtuell mal ganz fest drücken, wenn du magst.


    Du hast es schon in der Überschrift ausgedrückt. Ich würde noch ein "als ob das nicht reichen würde" einfügen. Mich würde das Ganze auch schwer schocken. Der Schock darüber, dass Ärzte einem Infos vorenthalten und dann die gruseligen Aussichten. Bist du an ein Herzzentrum angebunden? Für mich wäre es sehr wichtig, dass "Erfahrung" an mich heran tritt. Auch schon bei den Untersuchungen.


    Ich weiß noch, wie ich in meiner Ausbildung im chirurgischen Unterricht vorm Chefarzt saß und über die ein oder andere OP sehr gestaunt habe. Er grinste dazu nur und meinte: "Ach wissen Sie, dass muss man nur ein bisschen üben. Der Körper ist ein Wunderwerk von Zauberbaukasten, der sehr viel möglich macht und extrem regenarationsfähig ist." Trotz dieser etwas typischen Chirurgen-Arroganz fand ich diesen Satz irgendwie beruhigend und so ist er heute - 6 Jahre später- immernoch in meinem Kopf.


    Ich hoffe du bist gut aufgefangen und kannst alle Fragen stellen, die du loswerden möchtest.


    Nun schicke ich dir noch ein dickes Kraftpaket und melde dich wieder!


    LG, Sonja

  • Meine liebe sonnenstrahl,
    Mensch, jetzt hast Du grade alles so gut hinter Dich gebracht und jetzt das!! So ein Sch.....
    Das tut mir leid, das Du jetzt auch noch operiert werden musst. Und Dir das auch nicht zu sagen find ich der Oberhammer.
    Aber es muß ja wohl sein und das schaffst Du ganz sicher auch. :thumbsup: :thumbsup: Du bist da hoffentlichnin einem guten Kardiozentrum?!
    Ich wünsche Dir alles alles Gute und schicke Dir ein riesengroßes Kraft und Mutpaket für die nächsten Wochen!!
    In Gedanken mit Dir :hug: :love:
    shirley

  • Guten Morgen Sonnenstrahl!


    Es tut mir wirklich leid, dass Du nun auch noch dies hinter Dich bringen musst. Ich wünscht Dir die Kraft und die Gelassenheit dazu.


    Aber egal, wie das bisher gelaufen ist: Wenn alles gut läuft und die neue Klappe drin ist, bist Du etwa so belastbar wie jede andere von uns und kannst mit viel weniger Angst und viel aktiver am Leben teilnehmen. Ich wünsche Dir sehr, dass Du das dann noch ganz, ganz lange genießen kannst.


    Daumen gedrückt, Knuffel

  • Hallo Sonnenstrahl,


    dass Deine Behandler einen Herzkatheter angesetzt haben, erscheint mir unlogisch (nur mit finanziellen Interessen denkbar). Dies ist eigentlich nur notwendig, wenn Engstellen in den Koronargefäßen vermutet werden (ich arbeite im medizinischen, bin sowas wie med. "halbgebildet", habe lange Jahre im Herzzentrum gearbeitet).


    Wenn eine Klappenerneuerung geplant ist, ist das sowieso eine offene Operation. Heutzutage ist das ein Op., die routiniert ist. Es gibt kaum Ärger in dem Bereich.


    Ich würde mal fragen, welche Klappe sie einsetzen wollen: eine natürliche oder eine künstliche. Künstliche Klappen haben die Eigenschaft, Geräusche zu machen, d. h. Du hörst das Klappen Tag und Nacht.


    Dafür sind natürliche Klappen zwar leise, aber können auch Abstoßungsreaktionen verursachen. Das hat man aber gut im Griff.


    Lass Dich nicht verunsichern von mir. Frag noch einmal genau nach. Das ist mein Rat.


    Viele liebe Grüße
    Menschenwesen

  • Hallo, Ihr Lieben,


    ich danke Euch ganz von "Herzen " für Eure lieben Worte. :hug:
    Ja, es sind noch viele Fragen offen. Was genau gemacht werden soll, wird quasi erst am Vortage der OP besprochen. Aber ich habe auch eine "Mitspracherecht" Hahaha.


    Aber es kam unglaublicher, als man denken kann.
    Ich bekam heute mit der Post den Termin: 24.2.2016 !!!!!!
    Wirklich - 3 Monate Wartezeit.
    Ich habe gleich dort angerufen. Der Hintergrund ist die Strahlentherapie. Die Kardiologen legten in der Konferenz fest, dass sich mein Körper erst von den Bestrahlungen erholen müsse. Stand natürlich nicht in dem Brief drin. Früher wollten sie nicht in diese Tiefen hineinoperieren.
    Erst wurde alles dringend gemacht, und jetzt soll ich warten.
    Ich bin fassungslos. Ich sprach auch meine psychische Notsituation an, wenn ich solange warten müsse. Von der (hier allerdings netten) Sekretärin bekam ich noch den Tipp, mir von meinem Arzt eine Empfehlung für eine frühere OP zu holen. Ich benannte dann meinen Onkologen/Gynäkologen und der war ihr bekannt. Er sei ja eine Koryphäe. D.H. das könnte eine Möglichkeit für mich sein, einen früheren Termin zu bekommen. Erst im Januar operiert zu werden, ist auch noch lange hin, aber es wäre immerhin 4 Wochen früher. Eigentlich möchte ich es so schnell wie möglich. Schließlich weitet sich bereits mein Herz. Deshalb möchte ich nicht mehr warten.
    Aber das alles bedeutet wieder, weiter verhandeln, sich kümmern, Telefonate, etc. etc.
    Eigentlich brauche ich Ruhe. ;(

  • Oh je Sonnestrahl


    das hört sich ja alles richtig besch....eiden an.
    wir kenn uns nicht aber das was ich von dir gelesen habe rührt und entsetzt mich.


    Das ist echt Fassungslos, zu mal du echt Ruhe und Stabilität bräuchtest musst dich selbst noch mehr ärgern.


    Ich drücke dir die Daumen dass du es mit dem Tip der Empfehlung schneller zu deiner notwendigen Op kommst.

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Hallo, Ihr Lieben,
    ich danke Euch sehr für Eure Worte. Es hilft mir, von Euch zu lesen und wie Ihr versucht mir zu helfen. Danke! :love:
    Ja, es ist leider nichts mit der Empfehlung.
    Ich habe meinen Gynäkologen gesprochen und er teilt die Meinung der Chirurgen. Er rät auch abzuwarten, weil das Risiko zu groß sei, dass ich Wundheilungsstörungen bekommen würde im Bereich des Brustbeins. Dort sei auch bestrahlt worden und die Chirurgen müssten das Brustbein aufsägen (ja, das ist so!) und dann würde der Knochen sehr schlecht heilen. :cursing:


    Es ist nur leider so, dass es mir auch deutlich schlechter geht. Ich kann kaum etwas machen und das beunruhigt mich sehr. Mein Gynäkologe rät mir daher, ich solle alle 4 Wochen in die Kardiologische Ambulanz zur zusätzlichen Kontrolle gehen, damit die rechtzeitig sehen, wenn sich die Leistung des Herzens zu sehr verschlimmert. Es ist grauselig.
    Und im Januar habe ich den ersten Kontrolltermin der Krebs- Nachsorge. Ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Wenn da dann wieder etwas sein sollte? Ich habe leider immer mal wieder Schmerzen an der Stelle, wo der Tumor saß. ;( Das beunruhigt mich sehr.
    Ach, es ist mir alles zuviel.

  • Liebe Sonnenstrahl,


    dieses Gefühlschaos ist nur allzu verständlich. Mein Kopf würde in deiner Situation genauso Amok laufen. Fühl dich mal gedrückt, wenn du magst.


    Vielleicht beruhigt es dich ein ganz klein wenig, dass sehr viele von uns - mich eingeschlossen - diese Schmerzen vom ehemaligen Tumorbett kennen. Bei mir hat es bestimmt ein halbes Jahr gedauert nach OP bis nichts mehr gezwickt und gezwackt hat und selbst heute, 1,5 Jahre danach zwickt es ab und an. Außerdem kam ja auch noch die Bestrahlung oben drauf und auch das muss alles erstmal heilen. Dein Körper braucht Zeit. Geduld ist nicht gerade meine Stärke, aber genau dazu würde ich dir jetzt raten ;)


    Schaffst du es eventuell die Kardio-Kontrollen als positive Absicherung zu sehen? So nach dem Motto: Mein liebes Herz, ich habe dich im Blick, du brauchst dir keine Sorgen zu machen - wir schaffen das!


    Ich schicke dir ein großes Kraftpaket.


    LG, Sonja

  • Liebe sonnenstrahl,
    Mensch, du machst ja echt einiges mit und das tut mir so leid.
    Ich nehme dich einfach mal in den Arm und drücke dich ganz fest.
    :hug:


    Ich weiß zwar nicht, wie alt du bist, aber aus meinem Leben weiß ich, dass es immer mal wieder Zeiten gibt, wo alles zu
    viel ist.
    Man denkt, boah, das jetzt auch noch, das pack ich jetzt echt nicht mehr.
    Das mag sich jetzt vielleicht banal anhören, aber das vergeht auch wieder und es kommen auch wieder andere Zeiten.
    Liebe sonnenstrahl (was für ein schöner Name), du wirst das auch schaffen.
    Du hast gute Ärzte, die wissen, was sie tun.
    Du kannst deinem Körper helfen, indem du ihm die Ruhe gibst, die er jetzt braucht.
    Und wir sind auch noch da und können dich unterstützen, wenn du magst.
    Du wirst sehen, alles wird gut.
    :)


    Liebe Grüße von mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

  • Ich nehme Dich erstmal in den Arm und drücke Dich mal ganz vorsichtig. Oft kommt es knüppeldick, als ob eine Erkrankung nicht reichen würde
    Wenn es einem nicht gut ist und dann noch so viel auf einen einprasselt ist es ganz normal dass man das Gefühl hat es alles nicht zu schaffen.
    Aber denke Schritt für Schritt . Die Konteollen des Herzens werden ja alle 4 Wochen gemacht . So bist Du schon mal in guter Überwachung und wenn was ausser der Reihe ist kannst immer noch einmal mehr hingehen und ich denke Deine Ärzte werden dann die nötigen Massnahmen veranlassen. Ich hoffe dass Du immer wieder ein paar Ruhige Momente hast , in denen Du Kraft tanken kannst und Dich etwas erholen kannst.
    Vielleicht ist es auch gut so dass Du eine gewisse Wartezeit für die OP hast . Du hast ja die ganzen Behandlungen wegen des Krebses erst kurze Zeit hinter Dir und dann diese grosse OP das wäre wirklich zu viel . Deine Ärzte wissen schon was sie tun und kümmern sich bestimmt gut um Dich. Lass Dir Zeit , gönne Dir die Ruhe die Du brauchst und mache alles Schritt für Schritt.
    Schicke Dir noch ein bisschen Sonne rüber , hier scheint sie gerade ganz toll, sowie auch noch ein dickes Kraft und Mutpaket.
    LG und :hug: von
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Zuerst möchte ich euch ganz doll danken für eure lieben Worte.
    Verzeiht mir bitte, dass ich nicht früher auf eure Beiträge reagiere. Aber ich habe oft einfach keine Kraft dazu. Also, nochmals lieben, lieben Dank.
    Es sind jetzt noch 7 Wochen, die ich überbrücken muss. Habe übernächste Woche noch eine Kontrolle.


    Aber jetzt überrollt mich das nächste Ereignis. Heute mußte ich mein über alles geliebtes Pferd Tornado einschläfern lassen. Ich habe hier im Forum schon mal von ihm berichtet. Und heute ist nun soweit, dass dieser schreckliche Moment kam. Er ist sehr alt geworden und war gerade jetzt während meiner schweren Erkrankung ein riesiger Halt für mich. Ich bin unendlich traurig. Mein Mann stand mir bei, als ich meinem Pferd bei seinen letzten Atemzügen den Kopf hielt.

  • Meine liebe sonnenstrahl,


    ach, das tut mir ja so leid das Dein Tornado eingeschläfert werden musste. ;(
    Da bin ich mit Dir traurig und drück Dich mal. :hug:
    Ich finde es tröstlich, dass Du die Möglichkeit hattest bei ihm zu sein und er nicht alleine war. Er war sich Deiner Nähe bewusst und nach all den Jahren Eurer Freundschaft war das sicher eine Beruhigung für ihn. Vielleicht auch ein Gedanke der Dir ein kleines Lächeln entlockt und Dich etwas tröstet, ist es doch ein Segen das er keinen Schmerz leiden musste und ruhig mit einer Freundin an seiner Seite einschlafen konnte.


    Ich hoffe das Du gesundheitlich soweit fit bleibst bis zu Deiner Op. Denke ganz oft an Dich und drücke feste die Daumen!!
    Die Zeit wird im Nu vergehen, pass auf und schon ist der Tag da und es geht weiter......
    Also....., trauere um Deinen Freund Tornado aber vergiss Dich selbst nicht und nehm Dir Zeit und Ruhe die Du auch brauchst.
    In Gedanken bin ich bei Dir und höre Dich Geschichten über ihn erzählen. Was für ein tolles Pferd!!
    Ganz liebe Grüße
    shirley

  • Liebe Sonnenstrahl,
    es tut mir so leid, dass du dein Pferd Tornado verloren hast. Aber du hast es liebevoll in den Tod begleitet - das war für euch beide ungemein wichtig. Ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn unser Haustier erkrankt. Meine Hündin ist hochbetagt (geschätzte 17 bis 18 Jahre alt), weist schon viele Altersgebrechen auf und ist seit 2006 meine "Therapiehündin". Auch hier muss ich mich auf einen Abschied vorbereiten.
    Ich schließe mich Shirleys Wünschen an und hoffe, dass du für die anstehende Op gesundheitlich wieder fit wirst.
    Alles nur erdenklich Gute für dich wünscht dir
    Angie :hug:

  • Liebe Sonnenstrahl,


    es tut mir leid dass du deine langen Weggefährten Tornado einschläfern musstest. Es ist bestimmt nicht leicht so einen Entschluss zu fassen und dann umsetzten zu müssen.
    Aber du hast sicherlich das beste getan und konntest Tornado auch nicht weiter leiden lassen. Tornado war bestimmt ein glückliches Pferd, dass sie so eine tolle Besitzerin hatte die sie auf dem letzten Weg begleitet hat und ihr langes leiden erspart hat.
    Ich schliesse mich den wünschen von shirley und angie an. Hole dir Kraft aus den Erinnerungen und denk an die wunderschöne Zeit ihr beide haben durftet, setzt es um für dich und deine bevorstehende anstrengende Zeit.

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Liebe Sonnenstrahl,
    ich schicke dir hiermit auch ganz liebe Grüße. Du hattest in all der Schwere die Chance, deinen Freund auf seinem letzten Weg zu begleiten und das hat er sicher dankbar angenommen. Die Gewissheit, dass er ein glückliches Leben an deiner Seite hatte, kann dich etwas trösten. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächsten Wochen bis zur OP. Übe Achtsamkeit mit deinem Körper, der sich gut erholen muss, dann schaffst du auch diese Hürde noch. Tu ihm gutes.... In einer früheren Reha (wegen Lungenembolie) hatte ich Herzklappenmitpatienten. Die haben das alles sehr gut überstanden und wir hatten viel Spaß. Ich durfte auch mal dem Klappern lauschen;-)))) Vertraue deinem Körper und traue ihm auch was zu.... Wie Sonja schon schreibt, unser Körper ist sehr erfindungsreich, wenn es um die Reparatur von Baustellen geht.
    Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, bei aller Achtsamkeit... lausche nicht zuuuu oft in dich hinein, lenke dich ab... Dann sind schwupps wieder ein paar Tage bis zur OP rum und du hast es garnicht mitbekommen.... Der Kopf spielt eine sehr große Rolle. Ich vergleiche es oft mit den Medizinmännern der Naturvölker. Sicher haben sie auch gute Kräuter und MIttelchen, aber ihre größte "Waffe" ist ihre Überzeugungskraft... Wenn der Medizinmann für eine Heilung getanzt hat und sie als positiv eingestuft hat, dann war der Glaube daran so groß, dass der Körper auch meistens gesund geworden ist. Glaube an DIch!!! Ich drücke dich ganz lieb und schicke dir viel Sonnenschein.
    Liebe Grüße von Rosi

  • Es tut mir leid dass Du Deinen langjährigen treuen Weggefährten Tornado verloren hast. Ich glaube Dir dass Du an dem Pferd sehr hingst. Auch unsere Tiere werden für uns Menschen zu treuen Weggefährten . Sie gehören in unser Leben und man mag sie nicht mehr missen. Verlusste sind dann besonders schmerzvoll , man ist zunächst untröstlich.
    Doch all die schönen Momente und die lange Zeit mit ihm werden Dir Kraft für alles weitere geben. Von diesen Erinnerungen zehrst Du , ein Leben lang. Auch wenn es schwer war so war es für Tornado doch bestimmt schön , dass Du in den letzten Minuten bei ihm warst und er Deine Nähe spüren konnte.
    Für Deine anstehende Herzoperation wünsche ich Dir viel Kraft , Mut und Zuversicht , sowie auch für die weiteren notwendigen Behandlungen.
    Liebe Grüsse
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich möchte euch so sehr danken, - danke, danke - für eure lieben Worte, die Ihr mir zum Tod meines Pferdes Tornados geschickt habt. Es tat mir so gut, von euch zu lesen. Und ich habe eure Worte mehrmals gelesen. Vielen, vielen Dank! :hug:


    Aber dennoch, mein Tornado fehlt mir sehr. Ich könnte immer noch zum Stall fahren und die anderen Pferde oder ihre BesitzerInnen besuchen. Aber es wühlt mich noch zu sehr auf, wenn ich in den Stall komme und die Box meines Pferdes ist leer. Und er ist nicht mehr da und schaut nicht aus der Box und wiehert mir nicht zur Begrüßung laut und freundlich zu. Das tut so weh.


    Ja, es dauert jetzt keine zwei Wochen mehr bis zur Herz- Operation. Auch mit Blick auf meine Operation haben mir eure Worte sehr gut getan. Auch dafür herzlichen Dank. :love:


    Ich konzentriere mich jetzt auf die letzten Tage bis zur Operation. Ich habe - glaube ich - alles soweit vorbereitet, auf die Reihe gebracht. Ich kann dann mal nach der OP für ca einen Monat abtauchen und in die Reha gehen, oder falls etwas nicht gut läuft in der OP, dann auch etwas länger.


    Bei dem allgemeinen Informationsgespräch vor der OP mit einem Herzchirurgen erfuhr ich, dass noch mehr an meinem Herzen operiert werden wird. Sie wollen noch eine zweite Herzklappe operieren. O Gott, das wird nun langsam heftig. Das erfuhr ich also so nebenbei.


    Liebe Rosirennt, das las sich ja lustig, dass du dir Herzklappen angehört hast. Ich hoffe, meine wird eine geräuschlose sein. Ich möchte biologische Klappen bekommen, die machen keine Geräusche. Dass die Herzklappen-Patienten in der Reha alles gut verkraftet haben, finde ich tröstlich. Dennoch gibt es mir und auch den Ärzten zu denken, dass ich noch weitere Begleiterkrankungen habe. Ich bin auch noch chronisch an Borreliose erkrankt, und der Herzchirurg äußerte die Befürchtung, dass ich dadurch aus der Narkose schlechter herausgeholt werden könne. Das ist leider ein zusätzliches Handicap.


    Aber dennoch, ich schaue nun nach vorne, die Wartezeit ist bald überstanden.

  • Liebe Sonnenstrahl,
    ich werde an dich denken und sicher stehst du dann auch auf Mohns Liste und spürst dann die Kraft unserer Gedanken. Du hast ja einen ordentlichen Rucksack zu tragen. Aber auch den schaffst du!!!!Schau nach vorn und vertraue auf die Kunst der Ärtze! Und danach genießt du die Reha.


    Dein Freund Tornado ist sicher in Gedanken auch bei dir. Ich kann dich da so gut verstehen. Vor einigen Jahren musste unser Hengst Montana wegen Krebs einegschläfert werden. Er war ein wunderschöner schwarzer Traber und ein großartiger Kämpfer. Bis zum letzten Tag. DIe Gedanken an unsere vielen schönen Stunden bringen mich immer zum lächeln. Die Zeit bringt dir auch dein lächeln wieder!!!!
    Ich drücke dich ganz vorsichtig und schicke dir ganz viel Kraft, Mut und Sonnenschein.
    Liebe Grüße von Rosi

  • Nach der Herz-OP möchte ich mich nun endlich mal melden: ich habe alles gut überstanden :thumbsup: . Und ich danke euch ganz doll für die lieben Daumen und dass ihr an mich gedacht habt. Bitte seht es mir nach, dass ich mich nicht früher melde, aber es ist alles noch sehr anstrengend für mich. Bei jeder Kleinigkeit (auch jetzt beim Schreiben) muß ich sehr schwitzen und habe Herzrhythmusstörungen. Das ist sehr unangenehm.


    Die schwere Herz-OP hatte es in sich. Und es geht mir noch immer nicht gut. Der Einsatz der Herz-Lungenmaschine bei der OP am offenen Herzen bedeutet für den Körper eine riesige Anstrengung. Und die spüre ich auch. Das wird noch bis Ende des Jahres dauern, wurde mir gesagt. Und da ich im letzten Jahr gerade erst eine Krebstherapie mit dem schwachen Herzen überstehen mußte, dauert jetzt alles nochmals länger, bis es sich bessert.


    Ich habe auch einiges erlebt in der Klinik. Als zusätzliche Dreingabe bekam ich auch eine Infektion mit einem Krankenhaus-Keim. Mußte 6 Tage lang intravenös Antibiotika bekommen. Das war schon brisant. Und im Entlassungsbrief stand nichts davon!!


    Eine Herzklappe wurde erneuert (eine biologische Klappe) und ein Loch in der Herzscheidewand geschlossen. Ich konnte gleich am nächsten Tag kurz aufstehen. Aber die Schmerzen im gesamten Körper nach der OP waren sehr schlimm. :cursing:


    Wie geht es mir inzwischen? Ich bekomme besser Luft, kann mich wieder besser unterhalten. Ich mußte sonst bereits beim Sprechen immer nachatmen und das war schlimm. Ich konnte gar nichts mehr. Aber ich bin auch von der HerzOP enttäuscht. Da hatte ich mir eine deutlichere Verbesserung vorgestellt, die doch nicht eingetreten ist. Ein Messwert für die Auswurfkraft des Herzens stieg von 48% nur auf 55% und da hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, so ca. 65%.


    Ich habe nach der Op und der AHB (3Wochen) jetzt große Probleme mit meinem Lymphödem im rechten Arm. Die Lymphdrainagen wurden in der Zeit vernachlässigt, sowohl in der Herzklinik als auch dann bei der AHB und nun habe ich hier zusätzliche Probleme. Meine Hausärztin wollte dann meine Lymphdrainage kürzen auf 30 Min. Da mußte ich wieder kämpfen und jetzt bekomme ich wieder 45 Min. Aber es ist doch nicht auszuhalten, dass man andauernd kämpfen muß.


    Und dann habe ich ja auch noch den Krebs ;( : Ich hatte am 20.4. auch einen Nachsorgetermin. Es ist alles gut gegangen. Aber der erbrachte auch nicht viel, weil nur getastet und geguckt wurde. Im Juli wird eine MRT gemacht, das bringt dann mehr Gewissheit. Ich bin ständig im Stress mit irgendwelchen Arzt- Terminen oder muß mir Rezepte besorgen oder Lympfdrainage etc...


    Aber dennoch, ich habe das alles überstanden und muß mich jetzt gedulden. Ich hoffe, dass jetzt mal etwas Ruhe einkehrt und ich in manchen Momenten den Frühling einfach mal geniessen kann. Das wünsche ich euch auch!!! :)