Wie den (Klein)Kindern die Situation anschaulich erklären

  • Ich suche ein Buch mit dem wir unseren Kindern (2 1/2 und 4 Jahre) meine Situation (Brustkrebs) anschaulich erklären können. Ich hab jetzt zwei Bücher gefunden: Manchmal ist Mama müde und: Auch Schutzengel machen Urlaub. Könnt ihr mir eines von den beiden empfehlen, oder ein anderes?

  • Hallo Puchel,


    es ist gut, dass Du dieses Thema eröffnet hast. Darüber wurde hier zwar immer wieder geschrieben (oft auch in der Vorstellungsrunde), aber so richtig "gesammelte Informationen" gibt es bisher im Forum noch nicht.


    Ein Tipp für Dich: Wenn Du magst, kannst Du mal in den Thread alleinerziehend mit minderjährigem Kind reinlesen, dort findest Du auch einige Schilderungen, wie andere Frauen dieses Thema mit ihren Kindern besprochen haben.


    Viele Grüssles



    Saphira

    Mitglied des Moderatoren-Teams

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  • Liebe Puchel,
    genau heute vor einem Jahr habe ich meine Diagnose bekommen. Meine Tochter war damals vier, meine Jungs waren 9 und 11.


    Das für uns geeignete Buch war ein vom Brustzentrum geschenktes großes Pixie-Buch "Sparkys Geschichte".
    (Sparkys Geschichte, von Sarah White, llustriert von Lisa Evans (2011)
    Darin geht es um ein Glühwürmchen, dass erfährt, dass die Mama krank ist und nun alles anders sein wird. Das Glühwürmchen mag am liebsten mit seinem Schwanz große Bilder in den Abendhimmel malen, lange Geschichten von seiner Mama erzählt bekommen und mit ihr kuscheln. Seine Freundin fragt es, kannst du denn jetzt keine großen Bilder mehr in den Nachthimmel malen? Doch, eigentlich schon. Kann Deine Mama dir jetzt keine Geschichten mehr erzählen? Doch eigentlich auch das noch. Und kannst du jetzt nicht mehr mit ihr kuscheln? Doch, das kann ich immer noch. Das Glühwürmchen ist ganz erleichtert: Auch wenn manches anders wird, die wirklich wichtigen Sachen gehen weiterhin.
    Diese Ebene hat meiner Tochter völlig gereicht, die anderen Bücher, die ich mir besorgt hatte habe ich dann gar nicht mehr verwendet.


    Für mich war übrigens noch sehr wichtig zu erfahren, dass viele Kinder denken Krebs sei ansteckend, eine Idee, auf die Erwachsene meist gar nicht kommen. Daher habe ich dieses Thema explizit angesprochen, nicht nur mit meinen Kindern, sondern auch bei den Eltern ihrer engeren Freunde. Mir war es sehr wichtig, dass die Freunde der Kinder nicht aufgrund der Angst vor Ansteckung auf Distanz gehen.


    Ich wünsche Dir ein gutes Gespräch mit Deinen Kindern. Danach ist vieles einfacher, weil man sich nicht mehr so "verlogen" vorkommt, und die Nähe wieder stimmt.


    Ganz liebe Grüße, Schneeglöckchen

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  • Es gibt auch ein Buch zum Vorlesen : Es heisst : Warum trägt die Mama im Sommer eine Mütze.
    Da ist das auch sehr schön erklärt. Manche Brustzentren haben es ausliegen und man kann da nach fragen . Aber es gibt es auch im Buchhandel.
    LG und alles Gute für Dich , viele glückliche Momente mit Deiner Familie trotz allem.
    alesigmai52

    Die Zeit heilt nicht alle Wunden,sie lehrt nur
    mit dem Unbegreiflichen zu leben
    Rainer Maria Rilke

  • Um die Chemo zu erklären hatte ich den Chemo-Kasper, das ist von der Kinderkrebshilfe, ich hatte es damals auf mich umgeschrieben denn da geht es um ein Kind. Die Übelkeit habe ich z.B. grosszügig überblättert. Passend dazu gibt es noch Radio-Robby, aber das war dann nicht mehr soo interessant, denn davon bekommen die Kinder wenig mit.


    Alles Gute für Dich!