eierstockkrebs

  • Hallo
    ich habe gestern die Diagnose bekommen. Momentan bezeichnen sie es noch nicht als Krebs, da die OP erst am Montag ist. Der Arzt sagt, der Tumor ist schon 16 cm groß, hat aber nicht gestreut, es gibt keine im CT sichtbaren Metastasen, er ist auch nicht in die Gebärmutter oder ins Bauchfell hineingewachsen. Allerdings stehen Magen- und Darmspiegelung noch aus. Das kriege ich morgen und übermorgen, auch die Blutwert und den Tumormarker. Für mich ist das so neu und furchtbar, ich bin vollkommen konfus.

  • Liebe katze51,
    Mensch, ich nehme dich mal in den Arm, komm her, und drücke dich erstmal.
    :hug:


    Das ist doch klar, dass du völlig konfus bist.
    Dieser Schock der Diagnose, der will erst mal verarbeitet sein, das dauert.
    Aber wenn im CT keine Metas gesehen wurden, dann ist das doch schon mal Glück im Unglück sozusagen.
    Für die Magen-und Darmspiegelung morgen drücke ich dir heftigst die Daumen!
    Es werden sich sicher noch andere melden, die auch mit Eierstockkrebs zu tun haben, ich gehöre zur BK Fraktion, aber
    die Gefühle nach der Diagnose sind glaube ich bei jedem gleich.
    Hier im Forum verstehen wir dich, denn wir wissen genau, von was du sprichst.
    Es ist immer jemand da, der mitliest, oder vielmehr, die mitliest, und eine Antwort lässt meistens nicht lange auf sich
    warten.
    Ganz liebe Grüße von mama63

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich
    (Afrikanisches Sprichwort)

  • Liebe Katze,


    wer eine Krebsdiagnose erhält, für den scheint sich das Leben von einer Stunde auf die andere zu verändern. Die Gefühle und Gedanken fahren Achterbahn. Das ist wahrscheinlich das, was Du jetzt empfindest - und viele von uns haben das so erlebt. Gerade die Zeit bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind und die Behandlungen endlich losgehen können, ist nicht leicht zu ertragen. Wenn Du bei uns ein bisschen stöberst, dann findest Du aber sicherlich Tipps, die für Dich passen und Dir das Warten ein wenig erleichtern.


    Und natürlich sind wir gerne für Dich da und unterstützen Dich mit unseren Erfahrungen. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann oft helfen, sich über den eigenen Weg klarer zu werden und besser mit den Therapien wie auch den Sorgen, die mit der Erkrankung verbunden sind, umgehen zu können. Fühle Dich bei uns willkommen und verstanden!


    Herzliche Grüssles



    Saphira

  • Vielen Dank, daß hier jemand zum reden ist.
    Ich sitze zu Hause und kann mich mit nichts anderem beschäftigen.
    Mein Vater ist gerade heulend aus der Tür gerannt.
    Am Montag war ich beim Frauenarzt zur Vorsorge. Alles in Ordnung.
    Eine halbe Stunde später war ich beim Internisten wegen einer anderen Sache. Da sagt er, was haben sie denn da?
    Soviel zum Thema Vorsorge.
    Das keine Metastasen gefunden wurden (jedenfalls im CT) ist wirklich positiv. Ich klammere mich an alles.
    Aber Gewissheit bringt ja wohl erst die OP. Ach, ich weiß auch nicht.

  • Liebe Katze,


    sei erstmal herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass kein schöner ist. Ich bekam die Diagnose Eierstockkrebs im April 2014, habe inzwischen das ganze Programm hinter mir, einschließlich der Voruntersuchungen, großer OP, Chemotherapie, Antikörperbehandlung. Es ist alles schaffbar, auch wenn es oft nicht leicht ist. Die Diagnose ist ein Schock. Und der Eierstockkrebs ist ein fieser Geselle, der breitet sich aus, ohne dass man was davon merkt. Wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne an mich wenden. Ich hoffe, du bist in einer guten Klinik in Behandlung, die sich gut damit auskennen. Übrigens, mein Tumor war 15x8x12 cm. Also auch nicht grad klein. Sei, unbekannterweise, mal lieb gedrückt und du schaffst das!


    LG vom Ritterchen

  • Hallo Katze,
    Ich glaube, alle hier im Forum wissen genau, wovon du spricht ... Die Angst, die Überhand nimmt, die einen nicht mehr klar denken lässt und die Ungewissheit, was alles Schlimmes auf einen zukommen mag. Meine Erfahrung ist, erzählen hilft. Je öfter man es ausspricht, desto fassbarer wird das ganze in der ersten Zeit. Hast du enge Freunde, die du anrufen kannst?
    Ein wichtiger nächster Meilenstein sind dir Ergebnisse der Untersuchungen. Mir hat es geholfen, einen Fahrplan zu haben und zu wissen, was ich tun kann...
    Versuche, nicht allein zu sein - die Gedanken kreisen und können dich verrückt machen.


    Ich nehme dich in Gedanken in die Arme :hug:
    Oona

  • Hallo Katze,


    herzlich willkommen auch von mir.
    Es ist absolut nicht einfach so eine Diagnose wegzustecken.
    Der Schock sitzt tief und man weiß nicht, wohin die Reise gehen soll, alles macht Angst.


    So ging es jeder und jedem von uns am Anfang.
    Alles ist erlaubt Katze; weinen, schreien, rumkugeln. Lass es raus. Das baut vielleicht ein bischen Druck ab.


    Vielleicht schaffst du es dich nach einem Ausweinen auf die positiven Aspekte zu konzentrieren. Das MRT zeigt keine Metas. Das ist ganz wunderbar! Die Untersuchungen, die jetzt noch kommen, sind zwar stressig und nicht schön, aber sie bringen dich ein ganzes Stück näher an einen Behandlungsplan.
    Das ist für dich wahrscheinlich noch sehr fern- aber gibt es erstmal einen Fahrplan wird es einfacher.


    Ich drücke dich feste, wenn du magst.
    Schreib hier jederzeit, wir haben offene Ohren für dich!


    LG, Sonja

  • Hallo, ihr Lieben,
    mich hat schon lange niemand mehrere so oft gedrückt, wie ihr heute.
    Das bedeutet so viel für mich.
    Mein Mann ist nach Hause gekommen und wir haben mal Tacheles geredet. Ich kann ihm ja nichts vormachen.
    Eine Stunde haben wir gequatscht.
    Jetzt konnte ich mir wenigstens mal einen Cappuccino machen. Essen kann ich nichts, schon den fünften Tag nicht.
    Ich bin wie zugeschnürt. Aber es geht jetzt etwas besser.
    Ich habe die Katze neben mir, die sich von oben bis unten abschleckt und fühle mich geborgener.
    Danke euch allen für heute und gute Nacht.

  • Hallo Katze,


    herzlich willkommen auch von mir, auch wenn der Anlass dazu nicht der tollste ist. Du bist hier nicht definitv allein, wie du gemerkt hast.


    Es ist schwer der eine Arzt sagt alles ok, der andere schlägt Alarm hoch drei. Es ist schlimm ja die Diagnose ist erstmal niederschmetternd.
    Man wir aus allem raus gerissen, nichts ist mehr wie es wahr, es prasselt alle auf einen nieder wie ein Steinhagel dem man nicht entfliehen kann.
    Der Boden reisst auf und verschlingt einem förmlich, man hat dumme Gefühle und die Angst sofort mit dem Tod konfrontiert zu sein erschwert alles.


    Dennoch ist bei dir viel viel Hoffnung, keine Metas vorerst in Sicht, dass ist sehr viel Wert glaub mir. Deine Op wir dir Gewissheit bringen und dann auch die anschliessende Therapie wird individuell auf deine Krebsart abgestimmt. Die Therapieformen sind schon sehr weit fortgeschritten da gibt es schon excellente Ergebnisse.


    Es ist so frisch bei dir, das dauert bis es geschluckt ist.
    Geb dir die Zeit zu bedauern das es dich getroffen hat,
    geb dir die Zeit dich über die Ärzte zu ärgern,
    Geb dir die Zeit zu bedauern das es nichts mehr so ist wie es vor der Diagnose war.
    Geb dir die Zeit für alle Gefühle die gerade da sind.


    Dann Kopf hoch und auf in deine persönlichen "Kampf",


    Ich unarme dich und schaukel gerade mit dir, dann bist du nicht allein.
    Wir alle hier sind in Gedanken bei dir, in der Hoffnung dass es bald besser geht.


    Viel Glück für deine Magen- und Darmspiegelung.
    .
    LG Nicky1967

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)