wann werden die Schmerzen nach Brust-OP weniger?

  • Hallo,


    hatte am 04.12. meine OP. Beide Brüste verkleinert, rechts noch Lymphknoten rausgemacht. Hatte mehr als eine Woche rechts in der Brust noch die Drainage drin.
    Ich weiß, dass das mit der Heilung dauert, war vor der Diagnose eigentlich auch ein sehr geduldiger Mensch. Aber irgendwie kam mir die abhanden.
    Ich habe heute noch Schmerzen, dass ich 2x tägl. Ibu 800 nehmen muss. Hört das irgendwann mal auf? Versuche schon immer, den Zeitpunkt rauszuschieben, bis ich die neue Tablette nehme. Die Bewegungseinschränkungen rechts sind auch nicht von schlechten Eltern! Habe inzwischen Schmerzen bis in den Unterarm. Mein Hausarzt hat schon Ultraschall gemacht, ob es nicht evtl. 'ne Thrombose sein könnte. Entwarnung. Ob das ne Sehne ist oder von den Lymphen kommt, konnte er auch nicht sagen.


    Habt ihr da Erfahrung - vielleicht auch mit Übungen, die ich machen könnte?


    Grüße euch


    Hoffnungschimmer


    ?(

  • Hallo Hoffnungsschimmer,
    zu erst eimal ein herzliches Willkommen hier im Forum der FSH, wenn auch der Anlass nicht gerade schön ist.
    Was deine Schmerzen betrifft, so solltest du auf keinen Fall leiden! Wenn sie so stark sind, würde ich mich auf jeden Fall mit dem dich behandelnden Brustzentrum in Verbindung setzen.
    Bei mir hat die Drainage am meisten weh getan, danach ging nach jeder Ablatio eigentlich alles recht flott - aber jede von uns hat eine ganz individuelle Wundheilung. Bevor du dir aber unnütze Gedanken machst, ruf doch einfach in deinem BZ an. Es ist dein Recht als Patientin dies zu tun!


    Liebe Grüße von
    Angie

  • Erst einmal heiße ich dich herzlich willkommen hier, auch wenn uns jeder andere Ort lieber gewesen wäre für eine Begegnung....
    Ich hatte insgesamt 6 OPs an beiden Brüsten, allerdings keine Verkleinerung, da kenne ich mich nicht aus - aber mit Lymphknotenentfernung (erst Wächter, in 2. OP dann 13 weitere) und den Folgen davon und vor allem Drainagen, meistens hatte ich nach den OPs 2 , , manchmal auch 3 drin, also Brust und Achsel, die letzten haben sie dann gleich 2 Wochen (Maximum) dringelassen, weil ich dazu neige, extrem viel und lange Wundsekret zu bilden - hat aber dann auch geholfen, da war dann mal nicht dauerndes Punktieren angesagt :thumbsup: .
    Das Schmerzempfinden ist sehr individuell, aber leiden sollte man nicht! Wenn du starke Schmerzen hast, sprich mit deinen Ärzten! Das muss nicht sein und soll nicht sein!
    Für die Beweglichkeit der Seite, an der Lymphknoten entfernt wurden, gibt es simple Übungen, mir hat die eine Physio in der Klinik kurz nach OP 1 gezeigt (Da wusste ich gar nicht, was das sollte und fühlte mich fast etwas ¨veräppelt¨ angesichts dessen, was das junge Mädel mir da zeigte - nach OP 2 kam keiner mehr, aber ich erinnerte mich und wusste nun, wozu und wie es geht - bei mir war nach 4 Wochen dann wieder die Beweglichkeit voll hergestellt, anfangs konnte ich den Arm nicht mehr strecken :D ) Wenn du dazu etwas wissen möchtest, frage per PN, dann beschreibe ich sie dir.
    Hab Geduld - alles dauert seine Zeit!
    Alles Gute für den weiteren Weg und lieben Gruß!

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    Lebe dein Leben hier und jetzt - und verschiebe nichts auf irgendwann und irgendwo.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sonnenblümchen ()

  • Liebe Hoffnungsschimmer,


    hallo und herzlich willkommen.


    Wie angie f und Sonnenblümchen schon geschrieben haben und so leiden dass du jeden Tag so viel Schmerztabletten nehmen musst solltest echt nicht.
    Auch meine Empfehlung wäre zu deinem Operateur oder in die Klinik oder zum Facharzt zu gehen auch wenn der Hausarzt Sono gemacht hat.
    Lieber einmal mehr als einmal zu wenig zum Arzt. Lass es abklären dann hast du Sicherheit.


    LG Nicky1967

    LG Nicky1967


    Ich versuche alles was geschieht positiv zu sehen, auch wenn ich den Sinn dabei, nicht immer erkenne! :)

  • Vielen Dank für Eure Meldungen,


    hatte heute zum ersten Mal Lymphdrainage. Der Physio meinte, es sei alles noch sehr gespannt und fest. Die Drainage hat eigentlich ganz gut getan, wenn die Entspannung auch nicht lange gedauert hat. Nach ca. 2Std. fühlte sich wieder alles schwammig und dick an - wenn es auch nicht wirklich geschwollen ist vom äußeren Bild her.


    Die Ärztin im BZ hatte auf meine Frage letzten Samstag, als die Drainage rausgemacht wurde, gemeint, das könne schon mal vorkommen, dass der Arm bis vorne weh tut. Am Di.telefonisch nachgefragt, ab wann Lymphe möglich ( sollte von Hausarzt aus fragen). Die Oberärztin hat gemeint, eine Lymphdrainage sei in meinem Fall eigentlich nicht nötig. Ich könnte aber jederzeit beginnen, wenn ich das wollte.


    Ich will ja auch nicht dauernd zum Arzt rennen. Eine Krankenschwester aus meiner Bekanntschaft hat gemeint, nach so einer großen OP - war ja 3 Std. im OP - seien auch die Schmerzen normal und 2x tägl. ne Tablette sei nicht viel.


    Vielleicht liegt es ja auch daran, dass ich schon seit Jahren unter Panikattacken leide und ich momentan zu tun habe, sie nicht überhand nehmen zu lassen. Vielleicht brauche ich wirklich nur irgendwie wieder mehr Geduld.


    Tut aber gut, zu wissen, dass Ihr da seid und versteht ohne ein " was ist denn jetzt schon wieder".


    Grüße Euch


    Hoffnungschimmer

  • Liebe Hoffnungsschimmer,


    es ist wirklich so, dass das Schmerzempfinden recht unterschiedlich ist und auch die Dauer der Schmerzen. Ich selbst konnte nach meinen Operationen immer recht schnell die Schmerzmedikation reduzieren, habe mich aber auch nicht gescheut, etwas einzunehmen, wenn es weh getan hat. Außerdem kann nach dem Entfernen der Drainage immer noch Wundflüssigkeit austreten und sich im Gewebe ansammeln. Dadurch können die von Dir beschriebenen Spannungsgefühlen entstehen. Denn unser Körper braucht Zeit, die angesammelte Flüssigkeit abzutransportieren.


    Da Du noch ganz am Anfang Deiner Behandlungen stehst, möchte ich Dir gerne etwas ans Herz legen: Wenn Du Fragen hast, wenn Dir irgendetwas ungewöhnlich vorkommt, dann geh lieber einmal zu oft zum Arzt als einmal zu wenig. Meist machen wir uns zu viele Sorgen, aber manchmal kann auch ein Handeln durch die Ärzte nötig sein. Uns selbst fällt - gerade kurz nach der Diagnosestellung - eine Einschätzung schwer. Denn wir sind schlagartig in einer uns völlig fremden Situation gelandet, wir haben keine Erfahrungen zu den Therapien - und so wissen wir auch nicht, was auf uns zukommt oder was "normal" und was "nicht normal" ist. Deshalb brauchen wir unsere Ärzte als Anlaufstellen, die uns helfen, das Neue besser einschätzen zu können.


    Ich habe meine Ärzte immer wieder mit Fragen gelöchert und ihre Antworten haben sehr zu meiner Beruhigung beigetragen. Also sei mutig und wende Dich an Deine Ärzte, wenn Dir etwas unklar ist.


    Viele Grüße von Flora

    Habe Augen für die schönen Dinge, die Du jeden Tag erlebst. - Genieße sie und freue Dich darüber, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.